معرفی کتاب «Zwitter beim Namen nennen : Intersexualität zwischen Pathologie, Selbstbestimmung und leiblicher Erfahrung» نوشتهٔ Kathrin Zehnder، منتشرشده توسط نشر Transcript; Transcript Verlag در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
»Intersexualität« - Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen - stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen. Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch- psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert. Die Studie zeigt: Selbstbestimmung in Bezug auf Körper und Fokussierung leiblicher Erfahrung statt Funktionalität können dem »Zwitter-Sein« zu einer Existenzweise verhelfen. Intersexualität,Gender,Geschlecht,Internetforen,Körper,Queer Theory,Gender Studies,Medizingeschichte,Kulturwissenschaft,Body,History of Medicine,Cultural Studies INHALT Dank Einführung: Das Kind beim Namen nennen Forschungsstand Erkenntnisinteresse Theoretische Rahmung und methodischer Zugang Methodisches Vorgehen Aufbau der Arbeit VERHANDLUNG VON INTERSEXUALITÄT IM MEDIZINISCHPSYCHOLOGISCHEN DISKURS – EINE KRITISCHE ANALYSE Somatisches Geschlecht: Norm, Abweichung, Korrektur Das chromosomale Geschlecht Das gonadale Geschlecht und die ›Geschlechtshormone‹ Fertilität, Geburts- und Zeugungsfähigkeit Das phänotypische Geschlecht Sekundäre Geschlechtsmerkmale Sexuelle Orientierung und Sexualität Psychosoziales Geschlecht: zwischen Gefühl, Äußerung und Zuschreibung Geschlechtsidentität: gefühltes Geschlecht Soziales Geschlecht: Rolle und Handeln Medizinische Deutungen der Intersexualität Intersexualität als falsche Kombination von Geschlechtsmerkmalen Ursache-Wirkungsbeziehungen von Geschlechtsmerkmalen Bedeutung einzelner Aspekte und Verhandelbarkeit bei Abweichungen Intersexualität als Fehl- und Missbildung Intersexualität als gescheiterter Prozess der Virilisierung und Feminisierung: »eine ganz normale Fehlbildung« Geschlecht zwischen Natur und Kultur Behandlung als Korrektur einer Störung Wissenschaftliche Kritik an der Behandlung und deren Rezeption Geschlecht als Dualismus? – Fazit MEDIZINKRITISCHER GEGENDISKURS – SELBSTBESCHREIBUNGEN UND SELBSTVERSTÄNDNIS Das Internet als Ort der Kommunikation Foren Weblogs Selbsthilfe und Intersex-Bewegung als Claimants – Kontextualisierung, Feldbeschrieb und Datenkorpus Anfänge, Entwicklung und weltweite Organisation Intersex-Akteure im deutschsprachigen Raum Datenkorpus Diskursive Praxis »Muss man alles zurecht schnippeln?« – Kritik am medizinischen Umgang mit Intersexualität »Die Mutter war die Patientin, ich war die Krankheit...« – Kritik der Pathologisierung »Ein intersexueller Mensch zu sein, ist keine Katastrophe, die Behandlung dafür schon« – Kritik der medizinischen Behandlung Kritik der Tabuisierung und Informationsverweigerung »Kollegen des Doktor Frankenstein« – Feindbild Medizin Aneignung und Umdeutung des medizinischen Diskurses Zusammenfassung »Ich werd’ mich mal kurz bei euch vorstellen« – vier Porträts »Warum war mein Leben immer ein so vergeblicher Kampf nach ein bisschen Liebe und Anerkennung?« – Viola »Ich bin weder Mann, noch Frau, aber vor allem bin ich auch kein Zwitter mehr« – Smilla »Eigentlich möchte ich momentan nur mal den Urzustand wieder herstellen« – Alex Jürgen Die Formulierung eines Wir – zwischen Homogenisierung und Heterogenität Normalität und Normen Das Wir in Forum und Blog Aspekte der Zugehörigkeit – Fazit »Leute wie dich wollen wir hier nicht« – Diskurse der Zugehörigkeit und Trans*phobie Unterschiede zwischen Trans* und Intersexualität Ausschluss Transsexueller aus dem Hermaphroditforum Die Aneignung des ›Zwittersymbols‹ Brücken bauen statt Gräben ziehen Intersexualität als Abgrenzungsdiskurs – Fazit Körper als Identifikationsgrundlage »Bio-Zwitter« – der ›natürliche‹ Körper »Man hat mich so beschädigt« – der versehrte Körper Zurück zum natürlichen Körper Der sexualisierte Körper Der entsexualisierte Körper Der Körper als Basis des Selbst – Fazit »Besser den Namen Zwitter als keinen« – Konzepte eines dritten Geschlechts und geschlechtliche Selbstkonzepte Das dritte Geschlecht als juristische und soziale Kategorie Das dritte Geschlecht als alternative Identitätskonstruktion »Gibt es Geschlecht ohne Körper?« – das ›Body-Mind-Problem‹ im Intersex-Diskurs Reklamation von Identität als reale Existenz – Fazit KONKLUSION: INTERSEXUALITÄT ZWISCHEN PATHOLOGIE, SELBSTBESTIMMUNG UND LEIBLICHER ERFAHRUNG Doing Sex Reaktionen der Medizin auf die Kritik des Gegendiskurses medizinische Behandlung Medizinisches Körperwissen und leibliche Erfahrung Penetrationslogik und Heteronormativität Körperliche Manipulation zwischen Unterwerfung und Selbstermächtigung Intersex-Aktivismus als Widerstand der Beherrschten Historizität und Kämpfe um Zugehörigkeit sozialer Bewegungen »Mein Feind, der Gender« – Intersex, ein Genderthema? Behandlung Intersexueller als Female Genital Mutilation? Intersexualität und Trans* – eine (un-)mögliche Koalition? Der virtuelle Intersex-Diskurs als queerer Diskurs? Identitätspolitik und Opferdiskurs Wie kann Intersexualität zu einer intelligiblen Existenzweise werden? Der Cyberspace als Übungsfeld für eine neue Existenzweise Transdisziplinarität und Dialog Schlusswort Literatur Glossar "Intersexualität"--Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen - stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen. Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch- psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert. Die Studie zeigt: Selbstbestimmung in Bezug auf Körper und Fokussierung leiblicher Erfahrung statt Funktionalität können dem" Zwitter-Sein"zu einer Existenzweise verhelfen. Kathrin Zehnder lehrt und forscht zur Thematik der Intersexualität an Universitäten und Fachhochschulen der Schweiz
»Intersexualität« - Sammelbegriff für eine Reihe von Diagnosen, die das Geschlecht eines Menschen als uneindeutig bestimmen - stellt noch immer ein Tabu dar. Damit geht das Verschweigen der Existenz von intersexuellen Menschen einher: Zwitter haben keinen Namen.Der Verhandlung von Intersexualität im medizinisch- psychologischen Diskurs stellt Kathrin Zehnder den medizinkritischen Gegendiskurs gegenüber, der vor allem die frühe Zuweisung zu einem Geschlecht und die Pathologisierung von Intersexualität kritisiert. Die Studie zeigt: Selbstbestimmung in Bezug auf Körper und Fokussierung leiblicher Erfahrung statt Funktionalität können dem »Zwitter-Sein« zu einer Existenzweise verhelfen.
CoverZwitter beim Namen nennen; INHALT; Dank; Einführung: Das Kind beim Namen nennen; Forschungsstand; Erkenntnisinteresse; Theoretische Rahmung und methodischer Zugang; Methodisches Vorgehen; Aufbau der Arbeit; VERHANDLUNG VON INTERSEXUALITÄT IM MEDIZINISCHPSYCHOLOGISCHEN DISKURS - EINE KRITISCHE ANALYSE; Somatisches Geschlecht: Norm, Abweichung, Korrektur; Das chromosomale Geschlecht; Das gonadale Geschlecht und die>Geschlechtshormone