Zwischen Naturrecht und Partikularismus : Grundlegung christlicher Ethik mit Blick auf die Debatte um eine universale Begründbarkeit der Menschenrechte
معرفی کتاب «Zwischen Naturrecht und Partikularismus : Grundlegung christlicher Ethik mit Blick auf die Debatte um eine universale Begründbarkeit der Menschenrechte» نوشتهٔ Friedrich Lohmann در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Universalität der Menschenrechte wird seit Jahren zwischen den verschiedenen Kulturkreisen kontrovers diskutiert. Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, ob ethische Normen, wie z.B. die Menschenrechte, universal oder nur partikular (für eine bestimmte Wertgemeinschaft) begründbar sind. Zur Klärung werden Beiträge aus dem Protestantismus (u.a. W. Herrmann, E. Troeltsch, K. Barth und T. Rendtorff) und der Philosophie (Naturrechtstradition, R. Alexy, O. Höffe) analysiert. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, daß ethische Normen immer in einem bestimmten, etwa dem christlichen, Menschenbild fundiert sind, aber zugleich auf universale, im Weltanschauungsdiskurs zu erweisende Plausibilität zielen. Einleitung 1. Die Grundlegungsfrage in der gegenwSrtigen evangelischen Ethik 2. Menschenrechte und Naturrecht 3. Der systematische Zusammenhang zwischen den beiden beobachteten Phanomenen 4. Zu Disposition und Titel der Arbeit Teil I: Modelle theologisch-ethischer Grundlegung im Protestantismus des 20. Jahrhunderts 1. Wilhelm Herrmann 1.1. Ansatz und Durchfiihrung von Herrmanns Ethik 1.2. Die Grundlegung der Ethik bei Wilhelm Herrmann 1.3. Wilhelm Herrmann und das Naturrecht 2. Ernst Troeltsch 2.1. Troeltschs Aufgabenbestimmung von Wissenschaft im allgemeinen und Religionswissenschaft im besonderen 2.2. Troeltschs VerstSndnis von Ethik 2.3. Die Grundlegung der chrisdichen Ethik 2.4. Troeltschs Stellung zum Naturrecht 2.5. Troeltschs Konzeption und ihre immanente Infragestellung 2.6. Der Beitrag Ernst Troeltschs zur Grundlegungsdebatte 3. Karl Barth 3.1. Barths Grundlegung der christlichen Ethik im Rahmen seines Verstandnisses von Theologie 3.2. Die Vorziige einer christologischen Grundlegung in Barths Sicht. 3.3. Eine erste kritische Riickfrage 3.4. Die Genese von Barths Programm einer christologisch fundamentierten Ethik 3.5. Barths Stellung zum Naturrecht - Zweite kritische Rückfrage 4. Emil Brunner 4.1. Brunners Stellung in der Frage nach der Grundlegung der christlichen Ethik 4.2. Kritische Wiirdigung von Brunners Position 4.3. Brunners Urteil iiber das Naturrecht 5. Emanuel Hirsch 5.1. Hirschs ethisches Programm in den 20er Jahren 5.2. Die reife Gestalt von Hirschs Ethik in »Ethos und Evangelium« 5.3. Zusammenfassung und kritische Wiirdigung 5.4. Hirschs Stellung zum Naturrecht 6. Trutz Rendtorff. 6.1. Der Aufbau von Rendtorffs »Ethik« 6.2. Die Struktur der ethischen Argumentation bei Rendtorff 6.3. Kritische Wiirdigung 6.4. Rendtorffs Aussagen zum Naturrecht 7. Weitere Modellbeispiele aus der evangelischen Theologie des 20. Jahrhunderts 7.1. Dietrich Bonhoeffer: »Ethik« 7.2. Helmut Thielicke: »Theologische Ethik« 7.3. Stanley Hauerwas: »The Peaceable Kingdom« 7.4. Dietz Lange: »Ethik in evangelischer Perspektive« 7.5. Zusammenfassung der Ergebnisse von Teil 1 Teil II: Naturrecht und Menschenrechte 8. Stationen aus der Geschichte des Naturrechtsgedankens 8.1. Sophokles: »Antigone« 8.2. Platon und Aristoteles 8.3. Cicero: »De legibus« 8.4. Thomas von Aquin: »Summa Theologica« I-II, 90-105 8.5. Hugo Grotius: »De iure belli ac pacis« (1625) 8.6. Thomas Hobbes: »Leviathan« (1651) 8.7. Samuel von Pufendorf: »De officio hominis et civis juxta legem naturalem« (1673) 8.8. John Locke: »Two Treatises of Government (1690) 8.9. Kant, Fichte und die Historische Rechtsschule 8.10. G. W. F. Hegel: »Uber die wissenschaftlichen Behandlungsarten des Naturrechts« (1802/03) 8.11. Rudolf Stammler: »Die Lehre von dem richtigen Rechte« 8.12. Hans Kelsen: »Reine Rechtslehre« 8.13. Gustav Radbruch: »Rechtsphilosophie« 8.14. Die Naturrechtsrenaissance nach 1945 9. Robert Alexys diskurstheoretische Begriindung universaler Menschenrechte 9.1. Die Verbindung zwischen Recht und Moral 9.2. Die diskurstheoretische Begriindung der Moral 9.3. Die diskurstheoretische Begründung universaler Menschenrechte 9.4. Alexys Theorie und die Naturrechtstradition 10. Otfried Hoffes gerechtigkeitstheoretische Grundlegung der Menschenrechte 10.1. Das Konzept der »Politischen Gerechtigkeit« 10.1.1. Jenseits von Rechtspositivismus, Rechtsmoralismus und Naturrecht 10.1.2. Die Legitimation von Recht und Staat 10.2. Die Begriindung universaler Menschenrechte 10.3. Kritische Anmerkungen 10.3.1. Die impliziten Voraussetzungen 10.3.2. Der zu schwache Gerechtigkeitsbegriff Teil III: Ein Vorschlag zur Grundlegung der christlichen Ethik 11. Argumente fur eine anthropologische Grundlegung der Ethik 12. Argumente fur einen perspektivischen Ansatz 12.1. Im Umkreis des Kommunitarismus: Michael Walzer und Charles Taylor 12.1.1. Michael Walzer 12.1.2. Charles Taylor 12.2. Schleiermacher 12.3. Religiose Wurzeln 13. Argumente aus der aktuellen Debatte um Universalismus und Relativismus 13.1. Transzendentaler Universalismus: Thomas Rentsch 13.2. Rationaler Universalismus: Sibylle TSnnies 13.3. »Vermeintlicher« und echter Relativismus: Klaus Peter Rippe 13.4. Die paradoxe Struktur der Moral: Wilhelm Liitterfelds 14. Die christliche Anthropologie als Bezugspunkt der christlichen Ethik 15. Reprise: Naturrecht und Menschenrechte 15.1. Naturrecht 15.2. Menschenrechte Literatur Register For years now, the question of the universality of human rights has been the subject of controversial discussion between the various cultures. The present study examines whether ethical norms, e.g. human rights, can be justified universally or only particularly (for the values of a particular community). To achieve clarification, contributions are analysed from Protestantism (inter alia W. Herrmann, E. Troeltsch, K. Barth and T. Rendtorff) and from philosophy (the tradition of natural law, R. Alexy, O. Höffe). The author concludes that ethical norms are always grounded in a particular view of humanity- e.g. the christian view, but at the same time aim for a universal plausibility which is to be established in the discourse of world views This study examines whether ethical norms - for example human rights - can be jusified universally or only particulary (for the values of a particular community). To achieve clarification, contributions are analyzed from Protestantism and from philosophy. Biographical note: Der Autor ist Privatdozent an der evangelisch-theologischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und arbeitet derzeit als Pfarrer in der Église Protestante de Genève
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