معرفی کتاب «Zukünfte : Aufstieg und Krise der Zukunftsforschung 1945-1980» نوشتهٔ Seefried, Elke، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Oldenbourg در سال 2015. این کتاب در 9 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Humanities International Award After 1945, new methods and tools for forecasting the future grew out of the dynamic developments that were taking place in science and technology. Conceptions of __futures research or futures studies__ as approaches to forecasting, planning and envisaging the future grew out of transnational circulations of knowledge in the 1950s and 1960s. The futures field was epitomized by the perception of many possible futures to be forecast and shaped. However, during the 1970s, the limits of envisioning the future became increasingly evident. This book as the first comprehensive study on the topic focuses on the futures field in Western industrialized countries – particularly the USA and West Germany – but also takes the socialist states and global networks into its ambit. * First study on the history of futures studies * using archival material from many countries * analysing the debates on the "Limits to Growth" * received several awards, a. o. the Carl Erdmann Prize of the Association of German Historians Inhalt Vorwort Einleitung 1. Gegenstand, Forschungsstand und Untersuchungsfelder 2. Methodischer Hintergrund 3. Aufbau und Fragestellungen 4. Quellen Erster Teil: Transatlantische Wurzeln, Entstehung und Konzeptionalisierung der Zukunftsforschung I. Vorläufer und Wurzeln 1. Von der Prophetie zur Prognostik: Zukunftsvorstellungen und Prognosen bis zum Beginn der „Hochmoderne“ um 1900 2. Verwissenschaftlichte Zukunft: Planung im transatlantischen Kontext und die katalytische Funktion des Zweiten Weltkrieges II. Ausgangspunkte der Zukunftsforschung nach 1945 1. Cold War Science: US-Think-Tanks, der Siegeszug der Kybernetik und die Entwicklung von Methoden der Vorausschau nach 1945 2. Transatlantische Plattformen: Congress for Cultural Freedom und Ford Foundation III. Wege in die Zukunftsforschung in den 1960er Jahren: Personen, Epistemologien, Konzeptionalisierungen 1. Normativ-ontologisch: Bertrand de Jouvenel und Carl Friedrich von Weizsäcker 2. Empirisch-positivistisch: Daniel Bell und Olaf Helmer – Herman Kahn und Karl Steinbuch 3. Kritisch-emanzipatorisch: Ossip K. Flechtheim und Robert Jungk 4. Zwischenfazit: Ein neues Paradigma Zukunftsforschung? IV. Mediale Konstruktion der Futurologie? Interaktionen zwischen Zukunftsforschung und medialer Öffentlichkeit in den 1960er Jahren Zweiter Teil: Zukunftsforschung transnational: Vernetzungen und Zirkulation von Zukunftswissen V. Mankind 2000 und die World Future Studies Federation als Brücken zwischen West und Ost 1. Friedenspläne und Steuerungsutopien: Mankind 2000 2. Technikträume und Bewegungsverständnis: Die Gründung der World Future Studies Federation VI. Der Club of Rome als Träger westlichen Ordnungsdenkens VII. Ökologisierung und Durchbruch der Wachstumskritik: Der Diskurs um „The Limits to Growth“ 1972/73 VIII. Weltmodelle, Bedürfnisse, Lebensqualität: Globales Selbstverständnis und neue Ansätze Mitte der 1970er Jahre Dritter Teil: Zukunftsforschung national: Zukunftswissen und Verbindungslinien in die Politik am Beispiel der Bundesrepublik IX. Formation: Institutionen und die Produktion von Zukunftswissen 1. Wirtschaftsprognostik als Zukunftsforschung: Die Prognos AG 2. Friedens- und Zukunftsforschung: Carl Friedrich von Weizsäckers Max-Planck-Institut in Starnberg und die Gesellschaft zur Förderung von Zukunfts- und Friedensforschung 3. Systemdenken und Steuerungseuphorie: Die Anfänge der Studiengruppe für Systemforschung und des Zentrums Berlin für Zukunftsforschung 4. Von der Ideologisierung bundesdeutscher Zukunftsforschung: Gründung und Krise der Gesellschaft für Zukunftsfragen 5. Sozialplanung und Partizipation: Neuformierungen Mitte der 1970er Jahre X. Diffusion und Verwendung von Zukunftswissen: Zukunftsforscher und Bundesregierung zwischen Planungseuphorie und Wachstumskritik 1. Die Konjunktur politischer Planung in den 1960er Jahren 2. Holistisches Planungsverständnis: Expertisen für die Planungsabteilung des Bundeskanzleramts 1966–1973 3. Aufbrüche: Forschungsplanung der 1960er und frühen 1970er Jahre 4. Im Zeichen der Wachstumskritik? Die Bundesregierung und die „Grenzen des Wachstums“ 1972/73 5. Technologie, Arbeitsmarkt, Kernenergie: Modellbildungen und Risikoabschätzung in der Zukunftsexpertise für die Bundesregierung Mitte der 1970er Jahre Fazit Abbildungsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Ungedruckte Quellen Gedruckte Quellen und Literatur Personenregister
Zukunft avancierte in den westlichen Industriegesellschaften der 1950er bis 1970er Jahre zu einer zentralen wissenschaftlichen und politischen Kategorie. Im Zuge dessen formierte sich eine neue Wissenschaft - die Zukunftsforschung. Mit der preisgekrönten Studie von Elke Seefried liegt die erste Gesamtdarstellung zum Thema vor. Seefried zeigt, wie die "westliche" Zukunftsforschung aus dem Systemwettlauf des Kalten Krieges und der Überzeugung gerann, "Zukünfte" voraussagen und steuern zu können. Plastisch werden die Denkstile von Zukunftsforschern wie Daniel Bell, Herman Kahn oder Robert Jungk, transatlantische Netzwerke und die ambivalente Rolle der Zukunftsforschung in der politischen Planung herausgearbeitet. Einen Höhepunkt erreichte die Zukunftsforschung um 1970, als sie einen globalen Krisendiskurs um die "Grenzen des Wachstums" anfachte. Schließlich erklärt das Buch, warum die Zukunftsforschung im Lauf der 1970er Jahre selbst in eine Krise geriet.
Elke Seefried wurde 2014 für diese Studie mit dem Carl-Erdmann-Preis des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands für herausragende Habilitationsschriften ausgezeichnet.
Between 1950s and the 1970s, visions of the 'future' became a key notion for Western industrial societies. Future research was grounded on the assumption that there were many different 'futures' that could be predicted and controlled. At first, future research was the source of expertise for a veritable planning boom, but later, future research entered a period of decline, as the limits of predicting future events became increasingly evident