Zisterziensische Klausurarchitektur als Mittel institutioneller Differenzierung: Eine Fallstudie zum Problem der räumlichen Dualität von Konversen und Mönchen am Beispiel der hochmittelalterlichen Klöster in Yorkshire
معرفی کتاب «Zisterziensische Klausurarchitektur als Mittel institutioneller Differenzierung: Eine Fallstudie zum Problem der räumlichen Dualität von Konversen und Mönchen am Beispiel der hochmittelalterlichen Klöster in Yorkshire» نوشتهٔ Markus Späth، منتشرشده توسط نشر Medium Aevum Quotidianum Internationale Gesellschaft zur Erforschung der materiellen Kultur des Mittelalters در سال 2000. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der nach 1150 im süddeutschen Raum schreibende Zisterzienser Idung von Prüfening, dessen Herkunft im Hirsauer Reformmilieu vermutet wird, legte in seinem fiktiven 'Dialogus inter Cluniacensem monachus et Cisterciensem de diversis utriusque Ordinis observantis' einem zisterziensischen Mönch folgende Bemerkung in den Mund: 'Nos modo habemus infra ambitum monasterii duo monasteria, unam scilicet fratrum laicorum et aliud clericorum.' Idung greift mit dem Terminus 'monasterium', den er einmal abstrakt-institutionell für die beiden institutionell getrennten Gruppen nutzt, dann aber physisch-konkret ('ambitum') als einen gemeinsamen architektonischen Raum beschreibt, in dem beide untergebracht seien, Aelreds Bild eines Körpers auf, der gerade durch die verschiedenen Funktionen seiner Glieder differenziert ist. Die Vermutung liegt nahe, daß Idung hier auf die Rezeption des Bauschemas der Vierflügeligen Klausuranlage durch die Zisterzienser anspielt. Die von Benedikt von Nursia in seiner 'Regula' abstrakt entwickelte Idee eines zur säkularen Umwelt hin abgeschlossenen 'claustrum', die im St. Galler Klosterplan ihre paradigmatische zeichnerische Umsetzung erfahren hatte, war seit dem Frühmittelalter immer wieder baulich in Vierflügeligen Wohnbereichen umgesetzt worden. Weit verbreitet - wenn auch mit von der Forschung selten zur Kenntnis genommenen Ausnahmen - ist diese Bauform für die monastischen Wohnbereiche erst mit den Zisterziensern nachweisbar, obgleich diese die erste monastische Bewegung darstellten, die die institutionelle Gruppe der Konversen rigoros von ihren mönchischen Gemeinschaften ausgrenzte. Doch dies evoziert die Frage - der sich die anschließende Studie widmen möchte -, wie beide Gruppen im monastischen Alltag getrennt voneinander im selben architektonischen Komplex einer hochmittelalterlichen Zisterze ihren Platz fanden. Vorwort 7 I. Einleitung 9 II. Forschungsstand .. 13 III. Fragestellung 28 IV. Konversen in Reformkonventen des 11. Jahrhunderts 1. Begriffsbestimmungen: 'conversus' - 'consuetudo' - 'claustrum' 33 2. Beschreibung und Differenzierung gebauten Klosterraums in Cluny: 'Der Liber tramitis' 37 3. Transformation des Konversenbegriffes in der Hirsauer Reform: Die 'fratres barbati' und das 'claustrum' 43 V. Entstehung und Entwicklung des zisterziensischen Konversenwesens 49 VI. Bestimmung von Funktion und Aufenthaltsort der Konversen in zisterziensischen Normtexten des 12. Jahrhunderts 1. Die frühen Normquellen 54 2. Die 'Consuetudines Cisterciensum' 56 3. Die 'Usus Conversorum' 60 3.1. Formale und inhaltliche Gliederungsstruktur der 'Usus' 61 3.2. Interaktion von Tätigkeit und Raum 64 3.3. Beschreibung und Differenzierung des Raumes 66 3.4. Konversen und mönchische Gewohnheit: Abstufung der Verhaltensnormen im Raum 68 VII. Die Zisterzienserklöster in Yorkshire 75 VIII. Klausurarchitektur für Konversen 1. Die Klosterkirche als gemeinsamer liturgischer Raum 79 2. Die Baustrukturen der Westflügel 85 IX. Die Ausdifferenzierung der Klausuren (1140-1200) 106 1. Die baugeschichtliche Stellung der Westflügel in der Chronologie der Klausurbauten 106 2. Entwicklung architektonischer Dualität zwischen den Klausurbereichen der Mönche und Konversen 118 X. Die Anbindung des Westflügels an die Mönchsklausur 128 1. Die Verbindung zur Klosterkirche 128 2. Die Verbindung zu den übrigen Klausurflügeln 137 XI. Zusammenfassung 140 XII. Anhang 1. Abbildungsverzeichnis 143 2. Abkürzungen 145 3. Quellen 146 4. Darstellungen 147
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