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Zensur : Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte - vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung

معرفی کتاب «Zensur : Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte - vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung» نوشتهٔ Hannes Hofbauer, 1955-، منتشرشده توسط نشر Promedia Druck- & Verlagsges.m.b.H. در سال 2022. این کتاب در 2 صفحه، فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.

Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte. Vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung Über den Autor Hannes Hofbauer, geboren 1955 in Wien. Studium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Wien. Publizist und Verleger. Zuletzt sind von ihm im Promedia Verlag erschienen: »Hannes Hofbauer - Kritik der Migration. Wer profitiert und wer verliert« sowie »Hannes Hofbauer - Europa – ein Nachruf«. . Vorwort Verlorenes Vertrauen mit Zwangsmaßnahmen zu kompensieren, gehört zu den ältesten Herrschaftstechniken, deren sich Kirchenhäupter und Monarchen ebenso bedienten wie es Regierungen und führende Medienhäuser unserer Tage tun. Den Verlust einer gewohnten Diskurshegemonie beantworten sie dann mit Publikationsverboten. Betroffen sind Positionen, die das herrschende Narrativ in Frage stellen und gleichzeitig das Potenzial einer weiten Verbreitung besitzen. In genau einer solchen Situation befinden wir uns. Die Wiederkehr der Zensur wurzelt in der ökonomischen Schwäche des transatlantischen Raums. Im Niedergang kämpft das Establishment um seine Daseinsberechtigung. Je erfolgreicher Gegenöffentlichkeit hergestellt werden kann, desto aggressiver wird ihr von Brüssel oder Berlin begegnet. Staatliche Wahrheitswächter und kalifornische Medienmonopole haben eine neue, gemeinsame Praxis des Löschens und Sperrens von Inhalten entwickelt, für die sie einander gegenseitig die Verantwortung zuspielen; wir erleben die Zensurpraxis des post-industriellen, digital-kybernetischen Zeitalters. Um die aktuellen Verbotspraktiken auch in ihrer historischen Dimension verstehen zu können, hilft ein Blick in die Geschichte. Moderne Zensur beginnt mit der Erfindung des Buchdrucks zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Bis ins 18. Jahrhundert gehen die Träger der verordneten Wahrheit Schritt für Schritt von der Kirche auf den Staat über, wobei erstere als »Schutzwächter des Pöbels« wichtig blieb. Der vorliegende Band enthält viele Biographien von zensierten Autoren wie Heinrich Heine, kämpferischen Verlegern wie Friedrich Brockhaus und standhaften Buchhändlern wie Johann Philipp Palm. Im 20. Jahrhundert wechseln Phasen der Meinungsfreiheit mit der Unterdrückung des freien Wortes ab. In Erinnerung blieb die Zensur- und Berufsverbotswelle gegen alles Linke und Radikale in den 1970er Jahren. Im digitalen Mediengeschehen unserer Tage ragen zwei Themenkreise hervor, bei denen harte Zensurmaßnahmen zum Einsatz kommen. Es sind dies die transatlantische Position zu Russland und die Corona-Politik der allermeisten EU-europäischen Staaten. Das zeigt, wie wichtig der herrschenden Elite in geopolitischer Hinsicht die Russlandfrage ist und für wie entscheidend sie in wirtschaftlicher Hinsicht die staatliche Anschubfinanzierung des biotechnisch pharmazeutischen Komplexes hält. Dem entgegenstehende Narrative werden zensuriert. Betroffen davon sind russische Auslandssender wie RT .de oder alternative Plattformen wie Ken FM , die wie viele andere Beispiele in dem Buch vorkommen. Eine Arbeit wie die vorliegende zu Zensur und ihren Folgen muss sich einen Rahmen setzen, um nicht auszuufern. Mein gewählter Rahmen ist der deutsche Sprachraum. Wohl wissend, dass Zensur in anderen Weltgegenden mindestens ebenso stark und oft viel brutaler stattfindet. Dass es trotzdem in der Gegenwart nicht ohne die Einbeziehung des Silicon Valley geht, liegt in der Natur der Dinge, sprich: in der digitalen Abhängigkeit EU-Europas von US-Konzernen. Als weitere selbst gewählte Einschränkung habe ich beschlossen, die politische Verfolgung eines der medialen Helden unseres Zeitalters, Julian Assange, hier nicht zum Thema zu machen,obwohl sie unschwer als besonders perfide Zensurtechnik gesehen werden kann. Dies ist mir auch deshalb leicht gefallen, weil es zum »Fall Assange« bereits ausgezeichnete Bücher gibt. Anders ist dies bei einem weiteren mit der Zensur verwandten Thema. Die Rede ist von »Cancel Culture«, einer neuen Form von »Löschkultur«. Dazu liegen auf Deutsch bisher kaum Publikationen vor; dennoch nahm ich davon Abstand, diese ins Aktionistische gekippte Form »politischer Korrektheit« aufzunehmen; auch deshalb, weil die Form des Ausmerzens nicht direkt mit Publikationsverboten zu tun hat. Den Leserinnen und Lesern dieses Buches wünsche ich eine spannende Lektüre und das eine oder andere Aha-Erlebnis. Bedanken möchte ich mich bei meiner Lebensgefährtin Andrea Komlosy und ihrem scharfen, historisch geschulten Auge. Es hat dem letzten Schliff des Buches gut getan. Hannes Hofbauer Wien, im Februar 2022 Zwischen staatlichen Wahrheitswächtern und privaten Medienmonopolen entwickelt sich in unseren Tagen eine neue Zensur-Praxis, für die beide nicht zuständig sein wollen und sich gegenseitig die Verantwortung zuspielen; eine Zensur des post-industriellen, kybernetischen Zeitalters. "Gefährliche Falschinformation" lautet die Punze, die Konzerne wie Alphabet/Google oder Facebook/Meta all jenen Publikationen auf ihren Plattformen aufdrücken, die dem transatlantisch-liberalen Weltbild ihrer Betreiber nicht passen. Gelöscht und blockiert wird von politisch und kulturell gesteuerten Algorithmen. In den vergangenen Jahren ist dies millionenfach geschehen, wenn Beiträge über Corona, Russland, den Islam oder den Klimawandel nicht der herrschenden Meinung entsprechen. Der Wiener Historiker Hannes Hofbauer geht in die Geschichte zurück, um die aktuellen Verbotspraktiken besser verstehen zu können. Moderne Zensur beginnt mit der Erfindung des Buchdrucks zur Mitte des 15. Jahrhunderts. Sie orientierte sich an den bereits davor gängigen Werten, mit der die katholische Inquisition gotteslästerliche und kirchenkritische Stimmen zum Schweigen gebracht hatte. Bis ins 18. Jahrhundert gehen die Träger der verordneten Wahrheit Schritt für Schritt von der Kirche auf den Staat über, wobei erstere als "Schutzwächter des Pöbels" wichtig blieb. Der Band enthält viele Biographien von zensierten Autoren, kämpferischen Verlegern wie Friedrich Brockhaus und standhaften Buchhändlern wie dem 1806 hingerichteten Johann Philipp Palm. Die Wiederkehr der Zensur in unseren Tagen wurzelt in der ökonomischen Schwäche des transatlantischen Raums. Im Niedergang kämpft eine immer autoritärer agierende Elite um ihre Diskurshegemonie. Je erfolgreicher eine der herrschenden Meinung entgegenstehende Position unter die Menschen gebracht wird, desto aggressiver wird ihr von Brüssel oder Berlin begegnet, wobei immer häufiger die Zensurkeule zum Einsatz kommt. Das Bewusstsein, dass unsere Gesellschaften langsam aber stetig in Richtung Orwell'scher Wahrheitsministerien schlittern, ist (noch) schwach entwickelt. Es zu schärfen, dazu soll dieses Buch beitragen; und um historische Parallelen erkennen zu können, wie z.B. jene der Zensurstriche in Heinrich Heines "Reisebildern" und den geschwärzten Videos auf YouTube. Vorwort Die Anfänge der Zensur: Von der Macht der Kirche zur Staatsmacht Das Buch als Teufelswerk Zensur wird verstaatlicht Zensur im Zeitalter der Aufklärung Die Verfolgung von Radikalen und Revolutionären Exkurs: Zensur bedeutender Köpfe – Beaumarchais, Kant, Fichte Napoleonische Repression Das Biedermeier – wird seinem Namen gerecht Die kurze 1848er-Freiheit und die Verrechtlichung der Zensur Der Feind steht links Wenn die Macht vom Volk ausgeht: Zensur im 20. Jahrhundert Endlich Frieden ... und ein wenig Freiheit »Wider die Negerkultur für das deutsche Volkstum« Befreiung und Umerziehung »Eine Zensur findet nicht statt« Gegen Schmutz und Schund »Weß Brot ich eß, ...« Der Linksextremismus im Visier der Staatsschützer Exkurs: Zensur im Arbeiterstaat Zensur im digitalen Zeitalter Mit Gesinnungsgesetzen gegen die Meinungsfreiheit Mit einer »Task force« gegen unliebsame Veröffentlichungen Das deutsche Netzwerkdurchsetzungsgesetz Brüssel zieht nach Mit dem Medienstaatsvertrag zur einzig gültigen Wahrheit Im Baltikum herrscht bereits Zensur Mit YouTube-Löschungen gegen Moskau Von der Zensur zum Medienkrieg Exkurs: Facebooks geopolitische Agenda Gekaufte Medien? Und wiederum: Brüssel legt nach Big Pharma als Triebkraft Löschorgien aus dem Silicon Valley Frontal gegen Ken Jebsen Die Faktenchecker Kritik führt zu Berufsverboten Zensurmaßnahmen werden immer umgangen Literatur
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