معرفی کتاب «Zensur im modernen deutschen Kulturraum (Studien Und Texte Zur Sozialgeschichte der Literatur) (German Edition)» نوشتهٔ Müller, Beate (editor)، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Censorship as a transhistorical phenomenon is a communicative process in which ideologically motivated, authoritarian attempts to assert control over what can be publicly communicated leads to reactions on the part of culturally creative agents and their recipients. The dispute over communication, publicity and power is a 'social game' involving gambits with a common tradition from the __Vormärz__ to the GDR, despite the major differences in political complexion. This is true of such things as legitimacy discourses on the part of censors, esthetic practices employed by authors subject to censorship, and the market opportunities open to those censored. Vorbemerkung Über Zensur: Wort, Öffentlichkeit und Macht. Eine Einführung »...der heilige Eifer des Bücherkastrierens«? Wandel und Widerspruch politischer Zensur im deutschen Vormärz bis 1848 Die Grammatik der guten Sitten. Zensur als stilbildendes Moment in Ludwig Börne. Eine Denkschrift von Heinrich Heine Die Revolution in Paris, der Zensor in Rom und die Schere im Kopf: Heinrich Heine auf dem Index und in den vatikanischen Geheimarchiven Fürsorgliche Zensur: Eingriffe in die Texte Adalbert Stifters und ihre Konsequenzen »Goebbels in reverse?« Re-education und Zensur im deutschen Theater nach 1945 Ballettzensur. Öffentliche Moral und geschäftliche Interessen: Werner Egks »Faustballett« Abraxas (1948) in der Bayerischen Staatsoper Der fünfte Zensor - das MfS als letzte Instanz »Der Roman ist für einen Nachdruck in der Demokratischen Republik nicht zu empfehlen«: Uwe Johnson und die Zensur in Ost und West »...somit würde man die Darstellung abschwächen, daß dogmatisches Verhalten, Karrieristentum, Fehler im Justizapparat gesetzmäßig wären.« Die Zensur von Prosaliteratur der DDR in den sechziger Jahren am Beispiel von Manfred Bielers Roman Das Kaninchen bin ich Der andere Text. Zum Status von Zensur und Selbstzensur in Franz Fühmanns Trakl-Essay Vor Feuerschlünden Hinter verschlossenen Türen auf der Bühne deutsch-deutscher Öffentlichkeit: Publikationsgeschichten über Jurek Beckers verbotenen Roman Schlaflose Tage Zwischen Zensur und Förderung: Das Liedertheater Karls Enkel in der DDR Register
Zensur als transhistorisches Kulturphänomen ist ein kommunikativer Prozeß, bei dem ideologisch motivierte autoritäre Steuerungsversuche dessen, was öffentlich kommuniziert und rezipiert werden darf, zu Reaktionen auf seiten der kontrollierten Kulturschaffenden und Rezipienten führen: Der Streit um Wort, Öffentlichkeit und Macht ist ein "Gesellschaftsspiel", dessen Schachzüge vom Vormärz bis zur DDR trotz großer politischer Unterschiede Tradition haben. Dies gilt z.B. für Legitimationsdiskurse der Zensurträger, für ästhetische Praktiken zensierter Autoren und für Marktchancen des Zensierten.
Die Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur (STSL) veröffentlichen seit 1975 herausragende literatur-, geschichts- und kulturwissenschaftliche Arbeiten zu vornehmlich deutscher Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Schwerpunkt der literaturgeschichtlichen und theoretischen Abhandlungen sowie der Quellen- und Materialienbände ist das Verhältnis von literarischem Text und gesellschaftlich-historischem Kontext. Als maßgebliche Publikationsreihe einer seit den 1960er Jahren einflussreichen Sozialgeschichte der Literatur prägt STSL zugleich die literaturwissenschaftliche Diskussion über mögliche Austauschbeziehungen zwischen Literatur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften. Herausgegeben Von Beate Müller. Includes Bibliographical References And Index.