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Wollen Und Lassen: Zur Ausdifferenzierung, Kritik Und Rezeption Des Willensparadigmas in Der Philosophie Schellings (Beitrage Zur Schelling-forschung, 10) (German Edition)

معرفی کتاب «Wollen Und Lassen: Zur Ausdifferenzierung, Kritik Und Rezeption Des Willensparadigmas in Der Philosophie Schellings (Beitrage Zur Schelling-forschung, 10) (German Edition)» نوشتهٔ Philipp Höfele، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Alber; 1. Auflage ed. در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Untersuchung analysiert erstmals umfassend die Entwicklung und den Stellenwert des Willenskonzepts im Werk F. W. J. Schellings. Zugleich wendet sie sich der Rezeption seines Willensdenkens durch M. Heidegger zu. Zum einen wird gezeigt, dass Schelling das Willensparadigma gegenuber der kantisch-fichteschen Tradition in entscheidender Weise ausdifferenziert. Zum anderen reflektiert Schelling, ahnlich wie Heidegger, auf die kritischen Potentiale des Voluntativen und macht als dessen Korrektiv Motive wie die Gelassenheit geltend, die dieses fundieren und relativieren. Cover Vorwort Inhalt Einleitung 1. Die unbeachtete Vielschichtigkeit von Schellings Willensphilosophie: Zur Diskussionslage 2. Zwischen Aufwertung und Kritik des Willens: Zu Thema und These der Untersuchung 3. Vorgehen und Aufbau der Untersuchung Teil I: Schellings anfängliche Versuche einer Ausweitung des Willensparadigmas gegenüber Kant und Fichte (1795–1806) 1. Die Ausgangsbedingungen Schellings: Kants und Fichtes Aufwertung des Willensparadigmas sowie Spinozas Zurückweisung desselben 2. ›Sei!‹ – Schellings Aufwertung des Willensparadigmas im Übergang von der Ichschrift zur Neuen Deduction des Naturrechts 2.1. Die Zurückweisung des Willens angesichts eines spinozistisch überformten absoluten Ichs in Vom Ich als Princip der Philosophie 2.2. Die Endlichkeit und Tragik des Willens in den Briefen über Dogmatismus und Kriticismus 2.3. Die Ausweitung des Willensparadigmas in der Neuen Deduction des Naturrechts 3. Die ambivalente Ausweitung des Willensbegriffes in der Allgemeinen Uebersicht von 1797/98 3.1. Schellings Ausdifferenzierung des Willensparadigmas im Zuge seiner Besprechung von Kants und Reinholds Willenskonzeptionen 3.2. Die Problematik von Schellings Ausweitung und Ontologisierung des Willens in der Allgemeinen Uebersicht 3.3. Die Randständigkeit des Wollensbegriffes und die zunehmende Eigenständigkeit der Naturphilosophie in den Schriften von 1797 bis 1799 4. Unbewusste Produktion und ›absolute Abstraktion‹ als Willensakt im System des transscendentalen Idealismus 4.1. Die unbewusste Produktion in der Natur als Vorform und Voraussetzung des Wollens 4.2. Der ›absolute Willensakt‹ als zweiter, verbürgter Anfang 4.3. Die partielle Zurücknahme des Wollens in der Genieproduktion und der Kunstanschauung 5. Verneinung und Wiederentdeckung des Willensparadigmas in der ›absoluten Identität‹ 5.1. Die Zurückweisung des Wollens mit Blick auf die spinozistisch interpretierte ›absolute Identität‹ 5.2. Die Aufwertung des Wollens I: Zum Motiv des Tragischen ab 1802 5.3. Die Aufwertung des Wollens II: Die Ontologisierung des Wollens in der Naturphilosophie ab 1806 6. Systematische Überlegungen I: Schelling und die gegenwärtigen Debatten um Willensfreiheit Teil II: Die Pluralisierung und Kritik des Willensparadigmas im Zeichen des Tragischen und das Denken der Gelassenheit (1809–1821) 1. Die Pluralisierung und Kritik des Wollens in der Freiheitsschrift 1.1. Ausweitung und Pluralisierung des Wollens 1.1.1. ›Wollen ist Urseyn‹: Die Unterscheidung von Wollen und Wille im Zuge der Dynamisierung der spinozistischen Substanz 1.1.2. Die Willenstriplizität in Gott: Die Auflösung der idealistischen Identifikation von Wille und Verstand 1.1.3. Die verkehrbare Willensdualität im Menschen: Zur Uminterpretation der kantischen ›intelligiblen Tat‹ 1.2. Die Tragik und Unfreiheit im Bösen: Zur Kritik bestimmter Wollensformen 1.3. Ungrund, Wollen und Liebe: Zur internen Spannung der Konzeption von 1809 2. Die Negativität und Überwindung des tragischen Wollens in den Weltaltern 2.1. Der ›unbedingte‹ Einheitsgarant des Ganzen: Die überzeitliche Freiheit als ›nicht(s) wollender Wille‹ 2.2. Die Zeit des Immergleichen als Kennzeichen einer Negativität des Wollens 2.2.1. Die Wirklichkeit des Wollens: Zur Struktur des ›ersten Anfangs‹ als ›Kontraktion‹ und unwillkürlicher, tragischer Akt 2.2.2. Die Tragik des Wollens: Die negative Zeiterfahrung einer ewigen Wiederkehr des Gleichen 2.3. Die Selbstzurücknahme des Wollens in der ›Scheidung von sich selbst‹ 2.3.1. Wirkliche Gegenwart als Resultat eines bewussten ›zweiten Anfangs‹: Zur Überwindung der ›ewigen Wiederkehr des Gleichen‹ 2.3.2. Die sich im Menschen realisierende ›ewige Freiheit‹: Zum Ineinandergreifen individueller und überindividueller Strukturen 2.4. Die Selbstdarstellung des Absoluten als Verneinung des ›Willens zum System‹ in den Weltaltern 3. Exkurs I: Die Puralisierung und Hierarchisierung der Willensformen bei Hegel 4. Wollen und Ekstase in der Erlanger Vorlesung von 1821 4.1. Das Systemprinzip: Gleichgültigkeit, Indifferenz, ruhender Wille 4.2. Entfaltung des Systems I: Die dem Wollen und Wissen immanente Tragik 4.2.1. Das ›Wissenwollen‹ und die Verabsolutierung des Willensparadigmas im Falle des Menschen 4.2.2. Die immanente Tragik in der Selbstvermittlung des Absoluten als Vergegenständlichung von Freiheit 4.3. Entfaltung des Systems II: Die zweifache Forderung nach Gelassenheit in der ›Krisis‹ des Absoluten und der ›Ekstase des Ich‹ 4.3.1. Die Auflösung des Widerstreites im Absoluten durch ›innere Überwindung‹ 4.3.2. Die ›Ekstase des Ich‹ und die Einsetzung des eigentlichen Subjekts 5. Exkurs II: Generelle Kritik des Wollens und Gelassenheit bei Schopenhauer 6. Systematische Überlegungen II: Pluralisierung, Negativität und Zeitlichkeit des Wollens Teil III: Die abschließende Zusammenfassung und partielle Aufwertung des Willensdenkens in der Münchener und Berliner Zeit (1827–1842) 1. Der ›Herr des Seins‹: Die erneute Aufwertung des Wollens in den Münchener Vorlesungen 1.1. Die zufällige ›innere Tatsache‹ und das Wollen als Ursache vernünftiger Wirklichkeit 1.2. Der Wille als ›Herr des Seins‹ 1.3. Pluralisierung und Hierarchisierung im Wollen als der ›Materie, woraus alles gemacht ist‹ 2. Die Reintegration von ›Ekstase‹ und Gelassenheit in Berlin 2.1. Die negative Philosophie als Einführung in die Gelassenheit 2.1.1. Die Tragik des Vernunftwillens 2.1.2. Die Forderung nach einer gelassenen Vernunft und der Übergang zur positiven Philosophie 2.2. Die positive Philosophie als Willensmetaphysik 2.2.1. Vom unvordenklichen Sein zum Ursein als Wollen 2.2.2. Der endliche Wille als allein freier und die Kenosis 3. Systematische Überlegungen III: Schelling und der ›hermeneutische‹ Willensdiskurs Teil IV: Heideggers reduktionistische Aufnahme der schellingschen Willenskonzeption in seiner Metaphysikkritik 1. Die Vielschichtigkeit des Wollensbegriffes in Sein und Zeit 1.1. Die ontologische Unterordnung des Willensparadigmas unter die Struktur der Sorge 1.2. Das voluntative Moment in der Gewissens- und Entschlossenheitsanalyse: Das ›Gewissen-haben-Wollen‹ 2. Daseinsanalyse mit Kant: Heideggers Rückgang auf das kantische Subjekt und die Einbildungskraft 2.1. Die Selbstheit als Sorge und das kantische Subjekt 2.2. Die Selbstzweckhaftigkeit des Subjekts und das ›Umwillen‹ des Daseins 2.3. Vom Wesen des Grundes und der ›umwillentliche Überstieg‹ im ›Willen‹ des Daseins 2.4. Von der produktiven Einbildungskraft zur ursprünglichen Zeitlichkeit 3. Fundamentalontologische Spurensuche in der Transzendentalphilosophie: Heideggers Rückgang auf den deutschen Idealismus 1929 3.1. Die Umkehrung der drei Grundsätze und die Einbildungskraft bei Fichte 3.2. Die naturphilosophische Fundierung des Selbstbewusstseinsparadigmas bei Schelling 4. Heideggers erste Auseinandersetzung mit Schelling: ›Sein überhaupt‹ sowie ›Wollen‹ und ›Lassen‹ 4.1. Die Frage nach dem ›Sein überhaupt‹: Der ›Ungrund‹ als Wollen 4.2. Wollen und Lassen 5. Heideggers Aufwertung des Willensparadigmas und dessen Tragik 5.1. Heroische Tragik als Seinseröffnung: Zur Entdifferenzierung und Ausweitung des Willensbegriffes 5.2. Die in Hölderlin ›eingezeichnete‹ Pluralität von Wollen und ›Lassen‹ 6. In der ›Nähe der wahrhaft metaphysischen Bezüge zwischen Seyn und Werden‹: Heideggers Schelling-Vorlesung von 1936 6.1. Von der Willensfreiheit zur ›Teilhabe an der Freiheit‹ des ›Seyns‹: Die Kontinuität von Schellings Denken im notwendigen ›Scheitern‹ an der nicht fassbaren ›Sache‹ seines Denkens 6.2. Die interne Spannung in Schellings Freiheitsbegriffen und die ›Metaphysik des Bösen‹: Das ›Scheitern‹ jeder Philosophie 6.3. Der ›Wille zum System‹: Heideggers Kritik an Schellings ›Scheitern‹ hinsichtlich der ›Seyns‹-Frage 7. Heideggers Auseinandersetzung mit Nietzsche: Von der Aufwertung zur radikalen Kritik des Willensparadigmas 7.1. Die Kontinuität von Schelling zu Nietzsche: Der ›Wille zur Macht‹ als ›Sein des Seienden‹ und als ›Ent-schlossenheit‹ 7.2. Kritik des Willens: Die Verleugnung des ›zeithaften Wesens‹ des Seins in der ›Beständigkeit und Anwesenheit‹ 8. Rückfall in die ›Metaphysik der Subjektivität‹: Heideggers Schelling-Kritik 1941 8.1. Vom ›existenziellen‹ zum ›existenzialen‹ Existenz- und Todesbegriff: Heideggers Kierkegaard-Referat von 1941 8.2. ›Sein ist Wollen‹: Die Freiheitsschrift als ›Gipfel der Metaphysik des deutschen Idealismus‹ 9. ›Der lautere Wille, der weder will noch nicht will‹: Heideggers »Späte Bemerkungen und Aufzeichnungen« zu Schelling im Spiegel seines Gelassenheitsdenkens 10. Abschließende systematische Überlegungen: Das Potenzial und die Grenzen von Heideggers und Schellings Willensdiskursen Literatur 1. Primärliteratur 2. Forschungsliteratur Namensregister Sachregister Die Untersuchung analysiert erstmals umfassend die Entwicklung und den Stellenwert des Willenskonzepts im Werk F. W. J. Schellings. Zugleich wendet sie sich der Rezeption seines Willensdenkens durch M. Heidegger zu. Zum einen wird gezeigt, dass Schelling das Willensparadigma gegenüber der kantisch-fichteschen Tradition in entscheidender Weise ausdifferenziert. Zum anderen reflektiert Schelling, ähnlich wie Heidegger, auf die kritischen Potentiale des Voluntativen und macht als dessen Korrektiv Motive wie die Gelassenheit geltend, die dieses fundieren und relativieren.
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