Was Räume mit uns machen - und wir mit ihnen : Kritische Phänomenologie des Raumes
معرفی کتاب «Was Räume mit uns machen - und wir mit ihnen : Kritische Phänomenologie des Raumes» نوشتهٔ Jürgen Hasse، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Räume gibt es nicht nur im topographischen, kulturellen, ökonomischen und politischen, sondern auch im leiblichen Sinne. Atmosphärisch entfalten sie spürbare Macht über die Gefühle der Menschen; in sakralen Milieus anders als auf den kulturindustriellen Bühnen subversiver Manipulation. In den Mittelpunkt des Bandes rückt nicht der Raum der Geographen und Landvermesser, in dem die Dinge relational geordnet sind, sondern der mit Vitalqualitäten besetzte leibliche Raum. In einem Gefühlsspektrum, das sich situativ zwischen Weite und Enge differenziert, werden Umgebungen als einladend und entspannend oder als abweisend und beengend erlebt. Über die Brücken "leiblicher Kommunikation" werden solche Milieus als "umwölkende" Herumwirklichkeiten spürbar. Thema des Buches sind nicht umweltliche Konstellationen, sondern mitweltliche Situationen, die in einem "Akkord" der sinnlichen Wahrnehmung ganzheitlich erfasst werden. An Beispielen wird sich zeigen, dass die phänomenologische Sicht auf den leiblichen Raum kritische Erklärungsansätze für die Sozialwissenschaften anzubieten hat. Auf einer interdisziplinären Schnittstelle kommen nicht nur die Adressaten und Betroffenen atmosphärisch gestimmter Räume in den Blick, sondern - wo diese nach gesellschaftlichen Interessen hergestellt worden sind - auch die planenden Akteure suggestiver Inszenierungen. Der Band setzt sich in 20 Beiträgen mit dem Verhältnis von Raum und Gefühl auseinander. Im Fokus stehen Situationen der Vergesellschaftung des Menschen. Sie schlagen Brücken von der (Neuen) Phänomenologie zu Sozialwissenschaften, Stadtforschung, Architekturtheorie und anderen Disziplinen. Inhalt Einleitung 1. Räume menschlichen Lebens 1.1 Der mathematische Raum Pointierung: Der Raum ist vermessen und relational geordnet 1.2 Der symbolische Raum Pointierung: Der Raum wird mit Bedeutung »ausgestattet« 1.3 Der soziale Raum Pointierung: Der Raum wird als ein be-deuteter erlebt und kommuniziert 1.4 Der leibliche Raum Pointierung: Das eigene (Natur-) Selbst wird räumlich erlebt 1.5 Der Situationsraum Pointierung: Im situativen Raum sind die Bedeutungen Wirkgrößen eines Eindrucksganzen 1.6 Denkräume Pointierung: Das Bedenkliche der Leiblichkeit 2. Die Stadt als Raum der »Patheure« 2.1 Die konstruktivistische Reduktion des Raums 2.2 Stadt der Patheure 2.3 Mythische Räume 2.4 Wissenschaft und Mythos 3. Leibliche Kommunikation und Architektur 3.1 Leibliche Kommunikation 3.1.1 »Klingende Profile« und »gläserne Schiffe« 3.1.2 Zur Geringschätzung synästhetischen Wahrnehmens 3.2 Synästhesien in der Phänomenologie 3.2.1 Synästhetische Charaktere in der Neuen Phänomenologie 3.3 Synästhetische Charaktere in der Architektur 3.3.1 Justizpalast von Boullée (um 1780) 3.3.2 »Fallingwater« von Frank Lloyd Wright (1935–1939) 3.4 Die Bauformen 3.5 Die Baustoffe und ihre Materialität 4. Ernährung als Dimension sinnlicher Erfahrung 4.1 »Ernährung« versus essen und trinken 4.2 Die Atmosphären des Essens 4.3 Der eine und der andere Geschmack 4.4 Die symbolische Codierung der sinnlichen Dimension von Lebensmitteln 4.5 Die sinnliche Transformation des Essens 5. Nähe- und Ferneverhältnisse im Essen 5.1 Essen – ein Thema der Wirtschaftsgeographie? 5.2 Ethische Implikationen des Essens 5.3 Rudimente zur Biologie der Garnele 5.4 Fischerei, Zucht und Verarbeitung 5.5 Die Garnele als Nahrungsmittel 5.6 Der ästhetizistische Rahmen des Ethischen: Zur Ungleichzeitigkeit zivilisationsbedingter Ent- und Hyper-Versinnlichung der Nahrungsmittel 5.7 Das ethisch und ästhetisch gespaltene Verhältnis zum gegessenen Tier 5.8 Umriss einer holistischen Ethik des Essens und der Natur 6. Stadt als diffuser Begriff 6.1 Der Begriff der Stadt als unscharfe Bezeichnung 6.2 Die Rolle von Welt- und Menschenbildern 6.3 Begriff und Metapher 6.4 Zur Ontologie der Stadt 6.5 Die Stadt als Gegenstand der Phänomenologie 6.6 Grenzen der Rationalität 6.7 Zum Verhältnis von Rationalität und Irrationalität in der Wissenschaft 6.8 Die Stadt ist ein situativer Raum 6.9 Zum Beispiel: Der Slum als Situation der Megapolis 7. Stadtraum im Gleichgewicht 7.1 Gleichgewichte und Ungleichgewichte in stadträumlichen Entwicklungen 7.2 Stadtforschung im (Un-) Gleichgewicht 7.3 Wissen – Kommunikation – Denken 7.4 In der Provinz wissenschaftlicher Diskurse 8. Zum Situationscharakter des Wohnens 8.1 Wohnen – eine Orientierung 8.2 Die Wohnung als Hort von Situationen 8.3 Die Lagerung persönlicher in gemeinsamen Situationen 8.3.1 Wohnen im Kloster 8.3.2 Wohnen in der Seemannsmission 8.4 Zur Bedeutung der Dinge 8.5 Das Wohnen üben 9. »Ein apfelgrüner 2CV« 9.1 Einstimmende Zusammenfassung 9.2 Der Raum eines Platzes 9.3 Versuch einen Platz zu erfassen – ein Selbstversuch? 10. Stadt und Gefühl 10.1 Der postmoderne Glanz der Städte 10.2 Zum Verstehen ästhetischen Raumerlebens 10.2.1 Der »gelebte Raum« 10.2.2 Der atmosphärische Raum 10.2.3 Rationalität und Irrationalität im Stadtleben 10.3 Städtische Illumination – sentimentales Licht 10.4 Gärten: Emotionale Grünräume 10.5 Architektur und Mythos 10.6 Wissenschaftspsychologische Konsequenzen 11. Atmosphären der Stadt 11.1 Atmosphären im Allgemeinen Atmosphären sind Gefühle Atmosphären sind lebendig Atmosphären sind unteilbar Atmosphären sind Situationen Atmosphären der Natur Atmosphären haben Macht Atmosphären sind Halbdinge Atmosphären und Synästhesien 11.2 Das Übergehen (und die Wiederaneignung) der Gefühle 11.3 Atmosphären als Gegenstände der Konstruktion 11.4 Zum Verhältnis von Atmosphären und Stimmungen 11.5 Zur sinnlichen Erlebbarkeit von Atmosphären Baukultur Gerüche Licht und Schatten Geräusche Luft Rhythmen der Bewegung Blicke und An-Blicke Kleidung und Habitus von Menschen Anwesenheit von Tieren Präsenz von Dingfamilien 11.6. Zusammenfassung 12. Atmosphären und Stimmungen 12.1 Zur Ontologie von Atmosphären und Stimmungen 12.2 Atmosphären als Stimmungsmedien 12.3 Gärten als konstruierte Gefühlsräume und atmosphärische Stimmungsmedien 12.4 Die postmoderne Stadt im schönen Schein 13. Zur kommunikativen Macht von Atmosphären 13.1 Was sind Atmosphären? 13.2 Atmosphären und Stimmungen 13.3 Atmosphären sind Medien der Kommunikation 13.4 Atmosphären entfalten Macht 13.5 Atmosphären verstehen – im Regieren der Stadt wie des eigenen Selbst 14. Die Brache 14.1 Eigenart von (Industrie-) Brachen 14.2 Atmosphäre der Verlassenheit 14.3 Die Brache in der Stadt 15. Atmosphären des Lichts – Immersive Medien des Urbanen 15.1 Atmosphären des Lichts und Urbanität 15.2 Diskurse über Licht und seine atmosphärische Wirkung 15.3 Zur Ontologie von Atmosphären des Lichts 15.4 Die Illumination des Profanen: das Parkhaus als exzentrischer Ort 15.5 Weihnachtsbeleuchtung 15.6 Licht-Kunst im öffentlichen Raum 16. Atmosphären im heiligen Raum 16.1 Kirchen als heterotope Bauten 16.2 Der sakrale Raum als sinnlich-ästhetischer Raum 16.3 Zum Zusammenhang von Atmosphäre und Bewegung 16.4 Macht durch Einfluss 16.5 Die Macht numinoser Atmosphären 16.6 Atmosphärologische Medien 16.7 Raum der Besinnung 17. Die Küste als gelebter Raum und die Sprache der Wissenschaft 17.1 Die eine und die andere Küste 17.2 Küste und Meer – in der Sprache der Naturwissenschaften 17.3 Küste und Meer – Atmosphären ästhetischen Erlebens 17.3.1 Der Malstrom (Edgar Allan Poe) 17.3.2 Das Meer (Jules Michelet) 17.4 Über die mögliche Bedeutung von Gefühlen im wissenschaftlichen Denken 18. Landschaft 18.1 Die naturwissenschaftliche Landschaft 18.2 Landschaft – zwischen Realität und Wirklichkeit 18.3 Landschaft – phänomenologische Annotierungen 18.4 Erlebnislandschaften – imaginiert und inszeniert 18.4.1 Die poetisch beschriebene (Stadt-) Landschaft 18.4.2 Die qua Architektur eingeräumte Landschaft 18.4.2.1 Casa Mar Azul (Argentinien) 18.4.2.2 Villa M 2 (Malmö) 18.4.2.3 Restaurant Tusen (Ramundberget) 18.4.2.4 Gipfelplattform »Top of Tyrol« (Stubaier Gletscher) 18.4.2.5 Elbphilharmonie (Hamburg) 19. Bestattungsorte 19.1 Sepulkralkulturelle Räume im Allgemeinen 19.1.1 Zum Begriff der (sepulkralkulturellen) Atmosphäre 19.1.2 Atmosphären als mythische Vermittler 19.2 Sepulkralkulturelle Orte und ihre Atmosphären 19.2.1 Heterotope Räume und ihre Atmosphären 19.2.1.1 Der Friedhof 19.2.1.2 Das Einzelgrab – Ort des Begräbnisses 19.2.1.3 Feuerbestattung – Kolumbarien und Urnengräber 19.2.1.4 Mausoleen 19.2.1.5 Gemeinschaftsfelder 19.2.1.6 Gedenkorte 19.2.2 Extra-heterotope Räume und ihre Atmosphären 19.2.2.1 Friedwälder 19.2.2.2 Seebestattung 19.2.2.3 Luftbestattung 19.2.2.4 Andere Urnen- und Ascheverortungen LifeGem Ascheskulptur Individualisierte Urnenverortung 19.3 Verortungen des Todes 20. Zur Atmosphäre einer imaginären Landschaft 20.1 Atmosphäre und Aura 20.2 Die Toteninsel 20.3 Die Eindrucksmacht des Numinosen 20.4 Landschaft als Konstruktion? 20.5 Das konstitutive Moment im Erleben von Landschaften 20.6 Die Toteninsel – eine denkwürdige Landschaft Literaturverzeichnis Nachweise Abbildungsnachweise Sachregister Jürgen Hasse. Collection Of Texts Partly Published Previously. Includes Bibliographical References (pages 405-425) And Index.
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