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Was ist Wahrheit anderes als ein Leben für eine Idee? : Kierkegaards Existenzdenken und die Inspiration des Pragmatismus. Gesammelte Aufsätze zur Theologie und Religionsphilosophie. Für Hermann Deuser zum 65. Geburtstag

معرفی کتاب «Was ist Wahrheit anderes als ein Leben für eine Idee? : Kierkegaards Existenzdenken und die Inspiration des Pragmatismus. Gesammelte Aufsätze zur Theologie und Religionsphilosophie. Für Hermann Deuser zum 65. Geburtstag» نوشتهٔ Hermann Deuser (editor); Niels Jørgen Cappelørn (editor); Markus Kleinert (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Since the early 20th century internationally renowned scholars have regularly rediscovered the significance of Søren Kierkegaard for the philosophy of religion and theology. However, only recently have they explored the affinity between the North American philosophy of pragmatism and Kierkegaard's existential thinking. This collection of essays documents a process of adoption and interpretation that over the last thirty years has sought to overcome the traditional way of reading Kierkegaard's works. As the essays reveal, the original pragmatists – especially William James and Charles S. Peirce – today increasingly serve as a source of inspiration for a modern foundation of the philosophy of religion. Inhalt Vorwort der Herausgeber A. Das Existenzdenken Kierkegaards 1. Kierkegaards Spätwerk als dialektische Theologie 2. Bekenntnis und Handlung – nach Søren Kierkegaard 3. Die Frage nach dem Glück in Kierkegaards Stadienlehre (Ästhetik, Ethik, Religion) 4. ,In kraft des Absurden‘. Die Verborgenheit des Glaubens bei Søren Kierkegaard 5. Einübung im Christentum: Kritische Anmerkungen zu Kierkegaards Theologie 6. Kierkegaards Verteidigung der Kontingenz: „Dass etwas Inkommensurables in einem Menschenleben ist“ 7. Die Taten der Liebe: Kierkegaards wirkliche Ethik 8. Religious Dialectics and Christology 9. Die Inkommensurabilität des Kontingenten. Zwei Reden Kierkegaards: Über Besorgnis und Ewigkeit 10. „Philosophie und Christentum lassen sich doch niemals vereinen.“ Kierkegaards theologische Ambivalenzen im Journal AA / BB (1835 – 37) 11. Kierkegaard and Luther: Kierkegaard’s One Thesis 12. Existenz-Mitteilung – nicht unmittelbares Selbstbewusstsein: Kierkegaards Kritik transzendentaler Religionsbegründung 13. Søren Kierkegaard als Religionsphilosoph der Moderne 14. Christologische Motive in den Christlichen Reden (dritte und vierte Abteilung) 15. “...and moreover, lo, here is a ram.” Genesis 22 in Religious-Philosophical Metacriticism: Comments on S. Kierkegaard’s Fear and Trembling and J. Derrida’s Donner la mort B. Die Inspiration des Pragmatismus 1. Glaubenserfahrung und Anthropologie. Röm 7, 14–25 und Luthers These: totum genus humanum carnem esse 2. Gottes Handeln – Rechtfertigung, Versöhnung und Erlösung 3. Mythos und Kritik. Theologische Aufklärung in Thomas Manns Josephsroman 4. Religion, Kontingenz und christlicher Glaube. Zu Niklas Luhmanns Funktion der Religion 5. Christliche Religion – Zeichen unter Zeichen? 6. Gotteserfahrung und Existenzkategorie 7. Glaube und Werke. Zur Begründung theologischer Ethik 8. Zeichenkonzeptionen in der Religion vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart 9. William James: Pragmatism and Religion. Die achte Vorlesung über Pragmatismus von 1906 10. Instinkt und Symbol. Semiotische Phänomenologie der Religiosität 11. Evolutionäre Metaphysik als Theorie des menschlichen Selbst. Beiträge zum Begriff religiöser Erfahrung 12. Trinität: Relationenlogik und Geistesgegenwart 13. Gottes Poesie oder Anschauung des Unbedingten? Semiotische Religionstheorie bei C. S. Peirce und P. Tillich 14. Religion und Evolution 15. Unmittelbares Selbstbewusstsein – semiotische und pragmatistische Überlegungen zu einem (fast) unzugänglichen Begriff Abkürzungen Nachweise der Erstveröffentlichungen Namensregister

Existenzdenken und Pragmatismus bezeichnen zwei Orientierungszentren der Philosophie seit dem 19. Jahrhundert, deren Differenz und Zusammenhang erst heute wirklich bewusst werden. Die Vorrangigkeit der Aufgabe des Existierens eines einzelnen Menschen und das naturwissenschaftlich-pragmatische Methodenbewusstsein haben ihre Gemeinsamkeit in der Entdeckung und Verteidigung der kreativen Lebens-, Entscheidungs- und Handlungssituation allen Verstehens. Hinzu kommt die parallel entwickelte Kritik idealistischer wie materialistischer Metaphysik der europäischen Denktradition, allerdings in der unübersehbaren Tendenz einer Philosophie des Geistes, die zu einer allgemeinen– und insofern in neuem Sinn durchaus metaphysischen – Begründung von Religionstheorie und Theologie in der Lage ist. Charles S. Peirce’ kategoriale Semiotik liefert die zeitgemäßen Denkbedingungen, um sowohl der Eigenständigkeit der Religiosität wie ihrer wissenschaftlichen Darstellungsfähigkeit entsprechen zu können.
Die hier vorgelegten Aufsätze aus dreißig Jahren sind einerseits auf bestimmte Phasen der Kierkegaard-Rezeption bezogen, andererseits auf Detailstudien zu systematisch-theologischen und religionsphilosophischen Texten, Werken, Methodenfragen, und auf Konfliktfelder in der gegenwärtigen Diskussion (darunter William James’ Religionsauffassung, Paul Tillichs Symbolbegriff, Kierkegaards Christologie, Vergleichspunkte zu Schleiermacher, Thomas Manns Mythosbegriff, Semiotik, Trinität, Kontingenz und Evolution). Im Ganzen entsteht das Bild eines kreativen Einflussraumes existentieller und wissenschaftlicher Wahrheit, in der sich wirkliches Leben und religiöse Idealität des Geistes verbinden.

Die religionsphilosophisch und theologisch überragende Bedeutung Søren Kierkegaards immer neu zu entdecken, ist seit dem frühen 20. Jahrhundert eine internationale Selbstverständlichkeit; wie sehr die nordamerikanische Philosophie des Pragmatismus dem Existenzdenken nahe kommt, konnte erst jüngst fruchtbar gemacht werden.€Die hier vorgelegte Aufsatzsammlung dokumentiert einen Aneignungs- und Interpretationsprozess, der über dreißig Jahre hinweg die herkömmlichen Muster der Kierkegaard-Lektüren zu überwinden sucht und zunehmend im ursprünglichen Pragmatismus€- vor allem bei Willi Biographical note: Hermann Deuser, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und Universität Erfurt; Niels Jørgen Cappelørn, Universität Kopenhagen; Markus Kleinert, Universität Erfurt
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