وبلاگ بلیان

Warum Menschen nicht fliehen : Entscheidungsfindung in Fluchtkontexten und Handlungsmöglichkeiten der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit

معرفی کتاب «Warum Menschen nicht fliehen : Entscheidungsfindung in Fluchtkontexten und Handlungsmöglichkeiten der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit» نوشتهٔ Nadine Biehler، منتشرشده توسط نشر Stiftung Wissenschaft und Politik در سال 2023. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

∎ Weitaus weniger Menschen als häufig angenommen fliehen aus Ländern mit Gewaltkonflikten. Viele entscheiden sich, in Konfliktgebieten zu bleiben. Sie werden oft als Stayees bezeichnet. ∎ Dabei lassen sich drei Gruppen unterscheiden. Manche Menschen bleiben freiwillig. Andere bleiben unfreiwillig, etwa weil ihnen für Flucht die Ressourcen fehlen oder weil Gewaltakteure ihre Bewegungsfreiheit stark einschränken. Wieder andere erdulden ihre Immobilität. ∎ Über Stayees, ihre Gründe für Immobilität und ihre Bedarfe ist wenig bekannt. Dennoch lassen sich Faktoren identifizieren, die für ihre Ent-scheidungsfindung relevant sind. Dazu zählen der Konflikttyp, die Art der Gewaltausübung sowie die individuellen Eigenschaften der Betroffenen. ∎ Alternativ zu Flucht wenden Stayees verschiedene Überlebensstrategien an, unabhängig davon, ob sie freiwillig oder unfreiwillig bleiben. Dazu können Kollaboration, Neutralität und Protest ebenso gehören wie Wider-stand. ∎ Wissen über Stayees und ihre Überlebensstrategien ist wichtig für externe Akteure wie humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Nur so können diese ihre Aktivitäten auf den Bedarf abstimmen und Menschen unterstützen, die in und mit Gewaltkonflikten leben. ∎ Zentral dafür ist, sich das gesamte Spektrum von (Im-)Mobilität zu vergegenwärtigen und diese erweiterte Perspektive als Mehrwert zu verstehen – ohne Menschen auf der Flucht dabei zu vernachlässigen. Wesentlich ist ferner, den Entscheidungs- und Handlungsspielraum der Zivilbevölkerung in Gewaltkonflikten anzuerkennen sowie sie im Sinne des Do-No-Harm-Prinzips vor Gewalttaten und Ausbeutung durch Helfer zu schützen. Schließlich müssen Stayees bei der Unterstützung freiwilliger Rückkehr und Reintegration nach Konfliktende systematisch einbezogen werden. 5 Problemstellung und Empfehlungen 7 Warum werden Stayees häufig übersehen? 7 »Mobility Bias«: Fokus auf (grenzüberschreitend) mobilen Bevölkerungsgruppen 8 Stayees als Gegensatz zu Flüchtlingen und Binnenvertriebenen 10 Unfreiwillige Immobilität, Immobilisierung und »trapped populations« 13 Wie läuft Entscheidungsfindung in Fluchtkontexten ab? 13 Kosten-Nutzen-Modelle und ihre Erklärungskraft 16 Makroebene: Konflikttyp 18 Mesoebene: Art der Gewalt 21 Mikroebene: Individuelle Situation und soziale Marker 25 Zwischenfazit 26 Strategien des Umgangs mit Gewaltkonflikten: exit, voice, loyalty? 26 Unterstützung für Gewaltakteure und Kollaboration mit ihnen 27 Neutralität 28 Vermeidung durch veränderte Mobilitätsmuster 29 Dialog, Protest und Widerstand 29 Selbstverteidigung 30 Zwischenfazit 31 Handlungsempfehlungen für die humanitäre Hilfe und die Entwicklungszusammenarbeit 31 Gesamtes Mobilitätsspektrum berücksichtigen und (Im-)Mobilitätsperspektive als Mehrwert verstehen 32 Zivilistinnen und Zivilisten als Akteure anerkennen 33 Do No Harm: Für Schutz vor den Helfern sorgen 33 Umfassender Blick auf Rückkehr und Reintegration 35 Schluss 36 Abkürzungsverzeichnis
دانلود کتاب Warum Menschen nicht fliehen : Entscheidungsfindung in Fluchtkontexten und Handlungsmöglichkeiten der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit