Wanderer zwischen den Kulturen : Ethnizität deutscher Migranten in Australien zwischen Hybridität, Transkulturation und Identitätskohäsion
معرفی کتاب «Wanderer zwischen den Kulturen : Ethnizität deutscher Migranten in Australien zwischen Hybridität, Transkulturation und Identitätskohäsion» نوشتهٔ David Johannes Berchem، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Migranten gehören zu den wohl einflussreichsten Agenten der »Globalisierung von unten«. Diese auf einer ethnographischen Feldforschung basierende kulturanthropologische Mikrostudie zur Ethnizität deutscher Migranten in Sydney untersucht nicht nur bewegte Lebensformen vor einem deutsch-australischen Gesellschaftshorizont, sondern analysiert auch die Verlaufsmuster von Integration, Akkulturation und Differenzgenerierung. Über einen erfahrungsnahen methodischen Zugang zeichnet das Buch ein kaleidoskopisches Bild vom deutschen Alltag am buchstäblich anderen Ende der Welt. Inhalt 1. Einleitung: Einmal Paradies und zurück, bitte! Oder: to call the lucky country home 1.1 Disziplinarität und Zuständigkeitsbereich der Kulturanthropologie/Volkskunde 1.2 Kultur als Forschungsfeld: kulturanthropologische Vorstöße in die soziale Wirklichkeit 1.3 Die Produktion von Wissen in der Kulturanthropologie/Volkskunde über Migration 1.3.1 Chicago School of Sociology 1.3.2 Robert Redfield und die peasant studies 1.3.3 Das Rhodes-Livingston Institute of Northern Rhodesia und die Manchester School of Anthropology 1.3.4 Sprachinselforschung und Interethnik 1.3.5 Auf den Spuren der bewegten Lebensformen: Auswanderungsforschung in der Volkskunde 1.3.6 Ethnizitätsforschung: zur kulturellen Taxonomie ethnischer Identitäten 1.3.7 Immigrationsforschung im „klassischen“ Einwanderungsland Australien 1.4 Fragerepertoire und Ziel der Studie 1.5 Die Untersuchungsperspektive: auf der Suche nach dem native point of view im Unterholz des Großstadtdschungels 1.5.1 Fährtensuche: muli-sited ethnography 1.5.2 Sehen, Beobachten, Miterleben und Verstehen: Formen Teilnehmender Beobachtung 1.5.3 Narrationen über Migration: die Interviewsituation und das Herausschälen von Bedeutungsgeflechten 1.5.4 Schriftliche und materielle Quellen zur Dokumentation von Alltagskultur 1.5.5 Small Places, Large Issues: das Forschungssetting Sydney 2. Eine Ethnogenese: zur Historie der deutschen Migration nach Australien von 1788 bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs 2.1 The Early Cross-Cultural Encounters: James Cook und seine beiden deutschen Begleiter 2.2 Der Gefangenentransport der First Fleet 2.3 Der europäische Bevölkerungsexodus im 19. Jahrhundert und die daraus resultierende Immigration nach Nova Hollandia 2.4 We must keep the breed pure: White Australia Policy und die Superiorität der „weißen Rasse“ 2.5 Die Jahre des Odiums: Imperialismus, Deutschtumspolitik und Faschismus 3. Migrationsdynamiken: Periodisierung der Auswanderung seit 1941 bis zur Gegenwart 3.1 Von Palästina nach Tatura: Deportation der prisoners of war 3.2 Flüchtlinge und Displaced Persons in den 1950er Jahren: Australien als Destination einer ortspolygamen Wanderungsbewegung 3.3 1958–1967: Arbeitsmigration und Remigration auf der Grundlage eines staatlich subventionierten Zweijahresvertrags 3.4 1974–1980: „Wo liegt die Zukunft?“ Emigration in den aufstrebenden asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum 3.5 1980–1989: von der Grünen-Bewegung zur alternativen Lebensgestaltung, oder: Deutschland, nein Danke! 3.6 1993–1999: vom Frustrationsauswanderer zum Gelegenheitsauswanderer 3.7 1989–2005: von den Studenten, die heute kommen und morgen bleiben, zu den young urban highly skilled migrants 3.8 Migrants of choice: Migrationsdynamiken im Zeitalter der globalisierten Welt 4. Kulturkontakt und Kulturkonflikt: deutsche Migranten zwischen Integrationsexigenz und Abgrenzungsbedürfnis 4.1 Grenzziehung durch Kultur: das kultivierte Europa versus das natürliche Australien 4.2 When God created time, he made plenty of it... in Australia: interkulturelle Konzeptionen von Zeit 4.3 Don’t mention the war! I did once, but I think I got away with it: Konfrontationen und Umgang mit der deutschen Vergangenheit 4.3.1 There is no escape from ANZAC: die Überhöhung des Militärischen in der australischen Kultur 4.4 Der Natur zuliebe: Umweltschutz und Ressourcenverschwendung als Distinktionsdiskurs 4.5 Genauigkeit, Pünktlichkeit und Effizienz versus near enough is good enough: praxeologische Formen der Kulturalisierung deutscher Nationaltugenden 4.6 John Howard und Pauline Hanson: die Politik der One Nation, oder: Ade schöne Multi-Kulti-Welt? 4.6.1 The Tampa Crisis: Konturen einer Orientalisierung des fremden Anderen 4.6.2 We grew here! You flew here! Kampf der Kulturen am Strand von Cronulla? 5. Kulturen in Transition: hybride Kulturformen im Zeitalter der globalisierten grenzüberschreitenden Migration 5.1 Cultures in-between: vom postkolonialen Diskurs zur alltagskulturellen Praxis 5.2 Invention of rituals: Rituale zwischen Tradition und Moderne 5.2.1 Weihnachten im Sommer: kulturell internalisierte Festkultur zwischen gottesfürchtiger Besinnlichkeit und karnevalesker Eventisierung 5.2.2 Ein bisschen Heimat folklorisieren: die Weihnachtsfeier der Australian-German Welfare Society in Cabramatta 5.2.3 Der Weihnachtsbasar der evangelisch-lutherischen Kirche in Chester Hill 5.2.4 Kälte, Glühwein und Weihnachtstimmung: Christmas in July in den Blue Mountains 5.2.5 Exkurs: The Yarrawonga Tradition: deutsch-australisches Ostern am Murray River 5.2.6 Der größte Martinsumzug in der südlichen Hemisphäre 5.2.7 Citizenship ceremony am Australia Day: Übergangsritual zur doppelten Staatsbürgerschaft 6. Zur Transnationalisierung kulturaler Welten: Strukturen und Dynamiken polylokaler Verflechtungen 6.1 Nomadische Texturen von Elitenmigration im global village 6.2 Zum Verhältnis von ethnoscapes und mediascapes: transnationale Mediennutzung von Migranten am anderen Ende der Welt 6.2.1 Das Zeitungsmedium Die Woche in Australien 6.2.2 Special Broadcasting Service: medial vermittelter Multikulturalismus und Transnationalisierung 6.2.3 „Gibt es Schimanski?“: Save TV 6.2.4 „Damals war Australien noch weit weg.“ Skype und die internetbasierten Strategien der Heimwehbewältigung 6.2.5 Infobahn Australia: Portal der deutschen Szene in Australien 6.3 Der exklusive Bildungsweg: die German International School Sydney und die deutsche Sonnabendschule 6.4 The homeland desire: Konturen transnationaler Topografien der Imagination? 7. Zusammenfassung und Ausblick 8. Quellenverzeichnis 8.1 Bibliografie 8.2 Zeitungs- und Zeitschriftenartikel 8.3 Unveröffentlichte Dokumente 8.4 Internetquellen 8.5 Filmdokumentationen 8.6 Interviews 8.6.1 Interviews während der explorativen Feldforschungsphase 8.6.2 Interviews während der ploblemorientierten Feldforschungsphase 9. Danksagung Migranten gehören zu den wohl einflussreichsten Agenten der »Globalisierung von unten«. Diese auf einer ethnographischen Feldforschung basierende kulturanthropologische Mikrostudie zur Ethnizität deutscher Migranten in Sydney untersucht nicht nur bewegte Lebensformen vor einem deutsch-australischen Gesellschaftshorizont, sondern analysiert auch die Verlaufsmuster von Integration, Akkulturation und Differenzgenerierung. Über einen erfahrungsnahen methodischen Zugang zeichnet das Buch ein kaleidoskopisches Bild vom deutschen Alltag am buchstäblich anderen Ende der Welt. Migration,Auswanderer,Ethnizität,Multikulturelle Gesellschaft,Integration,Akkulturation,Interkulturelle Kommunikation,Sydney,Kultur,Kulturanthropologie,Kultursoziologie,Ethnologie,Culture,Cultural Anthropology,Sociology of Culture,Ethnology Biographical note: David Johannes Berchem hat Kulturanthropologie/Volkskunde, Ethnologie und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn studiert und im Bereich Kulturanthropologie/Volkskunde promoviert. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören Migration und Ethnizität, ethnographische Feldforschung, Brauch- und Ritualforschung, Interkulturelle Kommunikation und die Wissenschaftsgeschichte der Disziplin Kulturanthropologie Review text:" Das Buch [ist] sehr informativ und gibt eine Reihe von Einsichten in den Alltag deutscher Einwanderer in Australien, die für jeden interessant sind, der sich mit Australien und insbesondere mit der Einwanderung nach dem zweiten Weltkrieg beschäftigen möchte."Barbara Jordans, Rundbrief Pazifiknetzwerk e.V., 3 (2013)
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