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Wampum und Biber : Fetischgeld im kolonialen Nordamerika : eine mausssche Kritik des Gabeparadigmas

معرفی کتاب «Wampum und Biber : Fetischgeld im kolonialen Nordamerika : eine mausssche Kritik des Gabeparadigmas» نوشتهٔ Mario Schmidt، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Mittels einer kritischen Relektüre des »Essai sur le don« von Marcel Mauss erarbeitet Mario Schmidt einen ethnologischen Geldbegriff, der nicht von vornherein durch die Übertragung des historisch gewachsenen und widersprüchlichen Merkmalskatalogs des modernen Geldes die Sicht auf die jeweilige ethnographische Lebenswelt verstellt. Im Zuge einer historischen Rekonstruktion der Lebenswelt des nordöstlichen Nordamerikas des 17. Jahrhunderts analysiert er Wampum und Biberfelle als zirkulierende Fetischgelder, die Ungerechtigkeiten innerhalb der gesamtgesellschaftlichen Wertverteilung verschleiern. Inhalt EINLEITUNG Wampum, Küstenalgonkin und das östliche Waldland Nordamerikas im 17. Jahrhundert Paradoxien in der Beschreibung der Wirtschaftslogik der Küstenalgonkin und deren bisherige akademische Rezeption – Wampum als Geld und/oder Gabe? WAMPUM ZWISCHEN GELD UND GABE – ÜBERLEGUNGEN ZUR REZEPTIONSGESCHICHTE Die ökonomistisch-fetischistische Interpretation – Geld, Monetarisierung und Fetischismus William Weedens Interpretation des Wampumkomplexes und der Biberfetisch der Europäer Der ‚Fetisch‘ – Versuch der Wiederbelebung eines wirtschaftsethnologischen Konzeptes ‚Money is what Money can do‘ – Eine Reinterpretation der Tauschsphären der Tiv Die Materialität des Geldes und die Ambivalenz des modernen Geldbegriffs – Geld als ‚essentially contested concept‘ ‚Monnaie française‘ und die soziale Basis der Wirkungsmacht des Geldes – Überlegungen zu einer vergessenen Tradition Über zirkulierende Fetische und die Dingvergessenheit der Gabentheorie ‚Totale soziale Tatsachen‘, ‚totale soziale Phänomene‘ und ‚totale soziale Objekte‘ – Georges Balandiers Präzision der mausschen Kategorien Geld und Gabe als zirkulierende sozialintegrative Fetische Die kulturalistische Interpretation – Gabe und Reziprozität Muschelgeld: Über die besondere Eignung der Perle als Geld ‚PRE-CONTACT AMERICAN DREAM‘ – DIE LEBENSWELT DER KÜSTENALGONKIN UND IHR MONOMEDIALES GELDSYSTEM Autonomie und Einzigartigkeit durch Transformation als Hypergut der Kultur der Küstenalgonkin Das Hypergut im alltäglichen Umgang – Eine Kultur des Exzesses Analyse des Mythos von Chahnameed und die dichotome Gottesvorstellung der Küstenalgonkin Namensgebung, Visionssuche und Schamanismus – Aktivierung des Hypergutes in außeralltäglichen, religiösen Handlungen Von Reichtum zu Vermögen – Indianische Feste und Glückspiele als wertgenerierende Translokationsmechanismen Produktion von Wampum als Dekonstruktion von Wert: Die einzelne Perle als geronnenes Potential Indianische Austauschprozesse – Nanówwe und Anaqúshento als komplementäre Transaktionsmodi Die Bedeutung der Gräber und der Grabbeigaben für die Legitimation der herrschenden Ideologie Wampum als ‚objet social total‘ und seine vermittelnde Rolle in der Aufrechterhaltung der hierarchischen Gesellschaftsstruktur der Küstenalgonkin Disbalancen im indigenen Wertsystem – Über die inhärente Instabilität der indigenen Fiskalpolitik Martha’s Vineyard Wampanoag: Individualismus statt Individualität. Eine alternative Lösung des Werteproblems KOLONIALE GELDPOLITIK DER NEU-NIEDERLANDE UND INDIGENES WIRTSCHAFTEN Über Prozesse verschränkter Monetarisierung, bimediale und multimediale Geldsysteme Überblick über die ökonomische Geschichte der Neu-Niederlande Die Monetarisierten monetarisieren: Die Einführung von Wampum als Geld in den Neu-Niederlanden Die Etablierung monetärer Souveränität – Skizze des bimedialen Geldsystems der Neu-Niederlande Der Kampf um eine Lösung des Problems monetärer Instabilität Der Biber als Fetisch oder die heterologe Konstitution der Kolonialökonomie Indianer als geldpolitische Akteure – Über die Existenz einer Fiskalpolitik bei den Irokesen GELEUGNETE SYMMETRIEN: GABE UND GELD ALS ‚OBJETS SOCIAUX TOTAUX‘ LITERATUR Primärquellen Sekundärquellen Mittels einer kritischen Relektüre des »Essai sur le don« von Marcel Mauss erarbeitet Mario Schmidt einen ethnologischen Geldbegriff, der nicht von vornherein durch die Übertragung des historisch gewachsenen und widersprüchlichen Merkmalskatalogs des modernen Geldes die Sicht auf die jeweilige ethnographische Lebenswelt verstellt. Im Zuge einer historischen Rekonstruktion der Lebenswelt des nordöstlichen Nordamerikas des 17. Jahrhunderts analysiert er Wampum und Biberfelle als zirkulierende Fetischgelder, die Ungerechtigkeiten innerhalb der gesamtgesellschaftlichen Wertverteilung verschleiern. Geld,Gabe,Mauss,Fetisch,Indianer,Nordamerika,Wirtschaft,Kulturgeschichte,Amerika,Ethnologie,Amerikanische Geschichte,Wirtschaftsgeschichte,Economy,Cultural History,America,Ethnology,American History,Economic History In a critical re-reading of Marcel Mauss' Essai sur le don , Mario Schmidt develops an ethnological concept of money which looks away from its respective ethnographic lifeworld, unadjusted from its outset by the transfer of historically originating and contradictory modern money characteristics. As part of a historical reconstruction of the lifeworld of 17th Century northeastern North Americans, Schmidt analyzes wampum and beaver pelts as a circulating fetish money which obscures injustice within the overall social value distribution.
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