Wahrnehmung und Realität : Vorstellungswelten des 12. bis 17. Jahrhunderts
معرفی کتاب «Wahrnehmung und Realität : Vorstellungswelten des 12. bis 17. Jahrhunderts» نوشتهٔ Sarnowsky, Jürgen (editor)، منتشرشده توسط نشر V&R unipress. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das englische Königtum des späteren Mittelalters war immer wieder durch tiefe Krisen geprägt.Im14. Jahrhundertkam es sogar zu zwei Herrscherabsetzungen (1327 und 1399).A berb ereits unter Heinrich III. gab es vielfältige Probleme. Seine Herrschaft begann im Jahre 1216 inmitteneines Bürgerkrieges und drohte in den 1260er Jahren inmitteneines erneuten Bürgerkrieges unterzugehen. Die Konflikte mit den Baronen führten zu Diskussionen und Theorien überd ie Aufgaben und die Stellung des Königtums. Diesen Theorien soll im Folgenden anhand zweier zentraler Te xte, der Chronica Majora des Matthäus Parisiensis und Henryd eB ractons Traktat De Legibus et Consuetudinibus Angliae,n achgegangen werden. Die Schwierigkeiten Heinrichs III. gingen aufdie Zeit seines Va ters zurück. 1215 unterzeichnete KönigJ ohann in Runnymede die MagnaCarta. Diese war das erste offizielle englische Dokument, das das Prinzip des an Rechtg ebundenen König ausdrückte. 1 Die Idee, dass der KöniganRechtgebunden war,gab es allerdings auch schon früher.D er 973 in Bath gekrönteE dgar schwur zum ersten Mal einen Krönungseid, in dem er sich verpflichtete, Königreich und Kirche zu schützen, Boshaftigkeit zu beseitigen und mit Gerechtigkeit und Gnade zu richten. 2 Diese Tradition des Krönungseides wurde seitdem fortgeführtund symbolisierteine Bindung des Königs an Rechtund Gesetz. Als Vo rbild galtdie Krönungscarta Heinrichs I. (1100). Die Untersuchung von Chroniken, wissenschaftlicher Literatur, Reiseberichten und weiteren Texten erlaubt eine Annäherung an Wahrnehmungen und Vorstellungen der Autoren und ihrer Zeit. Es wird deutlich, dass grundsätzliche Einstellungen die Wahrnehmung beeinflussten, zum Beispiel basierte die Kritik an Königsherrschaft auf Vorstellungen über einen idealen Herrscher. So waren die Vorstellungen von Herrschaft auch dort "konservativ", wo man es nicht unbedingt erwarten würde, etwa in der städtischen Chronistik oder bei "Reformern". Darüber hinaus kann man aber sowohl im politischen Bereich wie in Aspekten des Alltagslebens einen steten Wandel der Vorstellungen feststellen und es lassen sich in den Texten bewusste Umdeutungen durch die Protagonisten selbst erkennen. The analysis of chronicles, academic literature, travel literature and additional texts enables an approach on perceptions and ideas of the authors and their time. It becomes clear that profound ideas influenced the perception, e.g. the criticism on the reign of the king was based on the conception of an ideal ruler. Thus, the conceptions of a reign were even "conservative" where nobody would expect them to be, e.g. with urban chroniclers or reformers. Moreover, a constant change in the conceptions can be identified not only in political areas and aspects of everyday life but also as intentional reinterpretations by the main characters themselves
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