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Vor der Klassik: Die Ästhetik Schillers zwischen Karlsschule und Kant-Rezeption (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 72) (German Edition)

معرفی کتاب «Vor der Klassik: Die Ästhetik Schillers zwischen Karlsschule und Kant-Rezeption (Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte 72) (German Edition)» نوشتهٔ Robert, Jörg، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Ästhetik Friedrich Schillers nimmt im Horizont einer Literatur- und Ideengeschichte der ‚Sattelzeit‘ vor und um 1800 eine zentrale Stellung ein. Die vorliegende Studie widmet sich diesem Werkkomplex in einer neuen Perspektive. Sie setzt nicht bei den großen Essays der 1790er Jahre (Über Anmut und Würde, Über naive und sentimentalische Dichtung usw.) an, sondern bei den Arbeiten des frühen und mittleren Schiller ‐ ‚vor der Klassik‘ also. Im Durchgang durch zentrale Texte und Werkkomplexe dieser Periode (medizinische und anthropologische Schriften, Lyrik, Geisterseher, Geschichtsschreibung und Geschichtsphilosophie, Bürger-Rezension, Kalliasbriefe u.a.) fragt sie nach der Genealogie der klassischen Ästhetik jenseits des Kant-Erlebnisses. Die diskurs- und ideengeschichtliche Rekonstruktion dieser Vorgeschichte legt die frühen, oft verdeckten Anknüpfungspunkte späterer Themen und Begriffe (Schein, Spiel, Mitteilung) offen, zeigt Kontinuitäten des Schiller’schen Denkens (commercium-Problematik, Gedanke einer ästhetischen Erziehung, Macht und Kunst) und markiert die wichtigsten Linien, die Schillers Proto-Ästhetik mit Themen der 1790er Jahre und mit den poetischen Werken der klassischen Phase (bis 1805) verbinden. I. Klassiker vor der Klassik. Signaturen der Schiller’schen Ästhetik 1. Klassizität und ästhetisches Provisorium 1.1. Hofmannsthal feiert Schiller 1.2. Fragment 1.3. Klassik 1.4. Klassizität in der Modernität 1.5. Ästhetik par provision 2. Methoden und Perspektiven 2.1. Diesseits und jenseits von Kant 2.2. Commercium und Kommunikation 2.3. Metaphorologie 2.4. Schöne Diktion 2.5. Morellis Methode II. Philosophischer Arzt und poeta medicus. Literarische Anthropologie in der Fieberschrift 1. Die Fieberschrift 1.1. Doppelte Anthropologie 1.2. Grundzüge der Fieberlehre 1.3. Ordnungswissen 1.4. Vom Ursprung der Krankheit 2. Fieberpoetik: Die Räuber 2.1. Das Drama des Fiebers 2.2. Das Fieber im Drama 3. Die Anthologie als Anthropologie. Schillers frühe Lyrik 3.1. Phantasien 3.2. Pathologischer Petrarkismus 3.3. Diätetik und Exzess 3.4. Laura am Klavier 3.5. Klassische Musikästhetik III. Panopticum und Perspektiv. Die Archäologie der Schaubühne 1. Der durchdringende Blick 2. Die Polizey 3. Don Karlos als Drama der Inquisition 4. Poetik und Panoptikum 5. Guckkästen, Spiegel und tableaux vivants IV. Genealogie des ästhetischen Scheins. Der Geisterseher 1. Zeitroman und Skeptizismus 1.1. Der Don Karlos-Komplex 1.2. Ein metaphyischer Detektivroman 1.3. Lesesucht und Klassizität 2. Der Geist der Kunst 2.1. Die Geburt des Scheins 2.2. Ästhetischer und logischer Schein 2.3. Der Zauberkreis der Dichtung 3. Projektionskünste. Das philosophische Gespräch 3.1. Theorie der Projektion 3.2. Kino im Kopf (Resignation) 3.3. Poetische Optik und Dioptrik 3.4. Die Wende zur Ästhetik 4. Libertinage und ästhetische Erziehung 4.1. Kunstreflexion bei Schiller und Heinse 4.2. Die schöne Griechin 4.3. Die Kunst auf dem Venuswagen V. Die Künstler. Aus der Vorgeschichte der ästhetischen Erziehung 1. Bildersprache 1.1. Das Problem des Lehrgedichts 1.2. Dunkle Didaxe 2. Aspekte des Mythos 2.1. Platonischer Mythos und christliche Ikonographie 2.2. Lyrische Höhlenausgänge 3. Säkularpoesie: Zeitenwende – Zeitenende 4. Kunst, Rhetorik, Humanismus 4.1. Sprache und Zivilisation 4.2. Die Künstler als Karlsschüler 5. Zwischen Philanthropinum und Militärpflanzschule 5.1. Ästhetische Reformpädagogik 5.2. Illuminaten des Schönen VI. Von der Kritik zur Kritik. Klassizismus und Klassizität im Umkreis der Bürger-Rezension 1. Die Bürger-Rezension im Horizont der Literaturkritik 1.1. Kritik und Krankenrapport 1.2. Anarchie und Gesetzbuch 2. Die Spiele der Muse. Die Welt der Musa iocosa 2.1. Zur Vorgeschichte des Spielbegriffs 2.2. Freude und Schwermut 3. Popularität. Volksdichter vs. Volkserzieher 3.1. Bürgers Vorrede zu den Gedichten von 1789 3.2. Vergil und Ariost statt Homer 3.3. Idealisierkunst und Illuminaten 4. Gattungspoetik. Schillers Theorie der Lyrik 4.1. Aporien der Ausdruckspoetik 4.2. Affekttopos und Fiktionstopos 5. Zwischen Kunstdebatte und Kantrezeption 5.1. Winckelmann und Forster 5.2. Bürger-Rezension und Kant-Rezeption VII. Kanten zum Trotz. Kallias oder die Sprache des Schönen 1. Kant-Rezeption und Kant-Revision 1.1. Ästhetischer Pluralismus 1.2. Commercium und Mitteilung 2. Freiheit in der Erscheinung. Metaphorologie des Schönen 2.1. Übertragung, Metapher, energeia 2.2. Das Schöne ist das Erhabene 2.3. Phänomen und Epiphanie 3. Die Beilage über Das Schöne der Kunst 3.1. Kallias-Briefe und Brief eines reisenden Dänen 3.2. Einfache Nachahmung, Manier und Stil 3.3. Das Paradigma des Schauspielers 4. Eine Philosophie der Grammatik. Medium und Sprache 4.1. Repräsentation als Metapher 4.2. Medium und Mittelkraft 5. Eine Ästhetik der Vergesellschaftung 5.1. Sprachkrise (Ueber Anmut und Würde) 5.2. Doppekte Anthropologie (Ästhetische Briefe) Resümee und Ausblick Bibliographie 1. Schiller 2. Quellen 3. Forschungsliteratur Namensregister

The series "QUELLEN UND FORSCHUNGEN ZUR LITERATUR- UND KULTURGESCHICHTE" (Sources and Research in the History of Literature and Culture), with a rich tradition stretching back to 1874, is an established feature among the renowned publications for German Literary Studies. Edited by Mark-Georg Dehrmann and Christiane Witthöft, the series presents examples of high-quality scholarship examining literary texts in conjunction with historical cultural phenomena, particularly with the other arts. There is an explicit demand for literary studies with a transdisciplinary approach. German literature from the Middle Ages to the present day forms the main focus of the series.

As the historical cultural thrust of the series includes aspects of intercultural experience and national perceptions of the other, Quellen und Forschungen is also open to occasional comparative studies. The publications of the series include monographs, doctoral and professorial theses. Works presented for acceptance in the series are required to display scholarly relevance and excellence in method and presentation.

"At no other time has the role of art been subjected to such intense reflection as in the period of radical upheaval around 1800. Following on from the French Revolution, aesthetics became an important field of reference for political, social and philosophical debates. In this context, Friedrich Schiller plays an important role. This volume attempts to derive central themes in Schiller's 'classic' aesthetics from his early articles on philosophy, anthropology and poetry."--Publisher's website
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