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Von der Physikotheologie zum Vitalismus?: Transformationen des Verhältnisses von Naturforschung und Religion im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert ... zur Europäischen Religionsgeschichte

معرفی کتاب «Von der Physikotheologie zum Vitalismus?: Transformationen des Verhältnisses von Naturforschung und Religion im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert ... zur Europäischen Religionsgeschichte» نوشتهٔ Thomas Ruhland (editor), Friedemann Stengel (editor)، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Gegen die frühere Auffassung, mit der sogenannten Aufklärung des 18. Jahrhunderts sei die Säkularisierung von Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft verbunden gewesen, belegen die Beiträge des vorliegenden Bandes nicht die Trennung, sondern Neubestimmungen des weiterhin engen Verhältnisses von Religion und den entstehenden Naturwissenschaften im langen 18. Jahrhundert. Dabei geraten die Transformationen der bisher die Geschichtsschreibung dominierenden älteren „Physikotheologie“ in den Blick. Deren mechanistische und rationalistische Akzentuierungen waren insbesondere mit der theologischen Philosophie der Leibniz-Wolffschen Schule verbunden gewesen und haben bestimmte Weisheits- und Vernunftsvorstellungen auf einen göttlichen Heilsplan für die gesamte Natur übertragen. Im späteren 18. Jahrhundert wurden diese Vorstellungen zunehmend durch hermetische, theosophische und schließlich um „okkulte“ Kräfte angereicherte vitalistische Modelle ergänzt, die die Geschichtsschreibung der modernen Naturwissenschaften nicht selten als esoterisch oder pseudowissenschaftlich charakterisiert und teilweise komplett ausgeblendet hat. In den Fokus geraten nun die theologischen und in einem weiteren, fächerübergreifenden Sinne religiösen Implikationen unter anderem einer Physikotheologie als Frömmigkeitsform und Sammlungskonzept, des Mesmerismus, eines „aufgeklärten Vitalismus“ (P.H. Reill) und der sogenannten romantischen Naturphilosophie. Dadurch werden interdisziplinär die Praktiken der Physikotheologie sowie die theosophischen, späterhin manchmal als esoterisch bezeichneten Seiten der sogenannten Aufklärung sichtbar gemacht. Die ältere These, mit der Aufklärung und insbesondere durch Kants Kritik des physikotheologischen Gottesbeweises sei die Physikotheologie als solche obsolet geworden und die Naturwissenschaften hätten sich von der Theologie/Religion emanzipiert, erweist sich als eine unzutreffende Behauptung, die im Zusammenhang mit der inzwischen ebenfalls als unzutreffend erkannten Säkularisierungstheorie aufgestellt worden ist. Inhaltsverzeichnis Friedemann Stengel, Thomas Ruhland: Einleitung Kaspar von Greyerz: Die Erscheinungsformen der Physikotheologie im deutschsprachigen Raum des 18. Jahrhunderts Anne-Charlott Trepp: Sinn und Sinnlichkeit des Materiellen Friedemann Stengel: Physikotheologie und Vitalismus in der Theosophischen€Aufklärung Thomas Ruhland: Pietistische Naturaliensammlungen, Physikotheologie und Linné’sche Systematik Simon Rebohm: Testaceotheologie und Conchylienkunde in der Leopoldina Anne-Charlott Trepp: Die Horizontalisierung der Natur im Kontext der Physikotheologie Bernd Roling: Linnés Gottesgelehrte Julia Bloemer: Konkurrenz um Zeit Julia A. Schmidt-Funke: Geologie als Apologie Baptiste Baumann: Die Bestimmung religiöser Erkenntnis im Spiegel der Sinnesphysiologie Anett Lütteken: Brüchige Synthesen in unruhigen Zeiten Annette Graczyk: Versuche über die Lebenskraft Felix Knode: Naturphilosophische Suizidalität Tilman Schreiber: Tiger, die aus Blumen springen Norman Kasper: „Begründer der modernen Sündfluthstheorie“ Sophie Ruppel: Von Netzen, Ketten, Gradationen Karl Baier: Die magnetische Isis Diethard Sawicki: „Ueber das rechte Verhältniß des Magnetismus zur Religion“ Personenregister Autorinnen und Autoren
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