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Vom Gulasch zum Kühlschrank. Privater Konsum zwischen Eigensinn und Herrschaftssicherung im sozialistischen Ungarn (1956-1989)

معرفی کتاب «Vom Gulasch zum Kühlschrank. Privater Konsum zwischen Eigensinn und Herrschaftssicherung im sozialistischen Ungarn (1956-1989)» نوشتهٔ Annina Gagyiova، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In Ungarn markierte der Aufstand von 1956 und seine Niederschlagung durch die sowjetischen Truppen einen zeithistorischen Wendepunkt. Nach einer Phase tiefgreifender politischer Erschütterungen entschied sich Generalsekretär János Kádár, die Konsumpolitik zu einem Schwerpunkt seiner Agenda zu machen. Steigende Lebensstandards sollten dem Regime neue Unterstützung schaffen. Annina Gagyiova geht in ihrer Studie der Frage nach, wie sich Konsumpolitik und -praktiken in Ungarn zwischen 1956 und 1989 entwickelt und die Einstellungen der Bevölkerung zum Regime verändert haben. Sie stellt Alltagspraktiken, Aushandlungsprozesse und den kulturellen Kontext von Artefakten in den Vordergrund ihrer Analyse. So kann sie die enge Verbindung von individuellen Praktiken und planwirtschaftlichen Prozessen aufzeigen. Die am Konsum beteiligten Menschen und Institutionen hatten ihren Eigen-Sinn, weshalb sich der Konsum anders entwickelte als von Regierung und Partei erwartet. Diese erste umfassende Arbeit zur Konsumgeschichte der Kádár-Ära arbeitet auf der Basis eines breiten Spektrums historischer Quellen heraus, wie eine sozialistische Konsumkultur gleichermaßen zur Legitimation wie zur Erosion des Staatssozialismus beitrug. Nicht zuletzt zeigt sie, dass es sich bei der sozialistischen Konsumkultur keineswegs nur um eine defizitäre Variante des westlichen Modells gehandelt hat, sondern dass sie eine eigenständige Form des consumerism hervorgebracht hat. Cover Titelseiten Inhalt Danksagung Einleitung Forschungskontext Fragestellung Forschungsstand zur Konsumgeschichte Ungarns Quellenlage Aufbau der Arbeit Der Kreislauf der Waren I. Staatliche Geschäfte und ihre Kunden Die Einführung von Selbstbedienungsgeschäften Das Handelspersonal und seine Arbeitsbedingungen Verkauf über und unter der Theke Betrügerische Verkaufspraktiken Das Kaufhaus als transnationales Einkaufserlebnis Schlussfolgerung II. Eigen-Sinnige Konsumpraktiken am Beispiel der „Waschmaschinenaktion“ der ungarischen Gewerkschaft ° ̨ ̋ ̇/ ̋ˆ Gender Modernisierung Sozialistische Verteilungslogik Eigen-Sinnige Praktiken Schlussfolgerung III. Maszek im Staatssozialismus: Vom notwendigen Übel zum integralen Bestandteil der ungarischen Konsumlandschaft „Weil der Maszek Konkurrent ist...“ Praktiken der Materialbeschaffung Der trafik als wichtiger Warenumschlagplatz Zunehmende Liberalisierung der Zweiten Wirtschaft Eine neue Schicht von risikofreudigen Unternehmern entsteht Schlussfolgerung IV. Schmuggel und Schwarzmarkt: Zeige mir Deine Uhr, und ich sage Dir, wo Du arbeitest Schwarzmarkt und Alltagspraktiken Der Westen ruft Schlussfolgerung Geld und die Frage nach der Legitimität des Staatssozialismus V. Nicht nur aus dem „Paket“ – Westwaren, Devisen und der sozialistische Staat Literatur Der IKKA-Geschenkservice Konsumex und seine „Dollargeschäfte“ Schlussfolgerung VI. Mangel, Preise und Hamsterkäufe im Spiegel steigender Inflationsraten und sinkender Realeinkommen Der Optimismus, der Mangel und der Konsum Mitte der siebziger Jahre: Die Zeiten ändern sich Ende der siebziger Jahre: Der Staat zieht sich sukzessive zurück Schlussfolgerung Konsum als symbolisches Kapital VII. Ungarns Weg in eine sozialistische Konsumgesellschaft – vom Gulyás bis zum Fridzsider Der Weg in eine moderne und klassenlose Gesellschaft? Lebensstil-Debatten: Offizielle Repräsentation von Konsumpraktiken Langsam steigende Ansprüche und ökonomische Reformen Schlussfolgerung VIII. „Sozialistische Werbung“ und der versuchte Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage Bescheidene Anfänge Was der Neue Ökonomische Mechanismus verändert Werbung nach dem Neuen Ökonomischen Mechanismus Suggestion von Überfluss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Die Werbeindustrie von innen betrachtet Kränkelnde Wirtschaft, florierende Werbebranche Schlussfolgerung IX. Lebensstandard und wachsende Ungleichheit in den achtziger Jahren „Wenn es für den Maszek gut läuft, läuft es gut für das Land “ Wohin entwickelt sich der Lebensstandard? Die neuen Reichen Von der Gleichheit der Menschen zur „Gleichheit der Möglichkeiten“ Rückgang des Lebensstandards und ideologisches Vakuum Gesellschaftliche und soziale Spannungen Schlussfolgerung Schlussfolgerung Bibliographie und Nachweise Archivquellen Quellensammlungen Monographien Aufsätze in Sammelbänden Sammelbände Hochschulschriften Zeitschriftenaufsätze Zeitungsartikel Spiel- und Dokumentarfilme Radio- oder Fernsehsendung Vorträge, Reden Gesetz Belletristik Karikaturen Bildquellen Internetdokumente Abkürzungen Index
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