Visuelle Integration?: Juden In Westdeutschen Fernsehserien Nach Holocaust (Religiose Kulturen Im Europa Der Neuzeit) (German Edition)
معرفی کتاب «Visuelle Integration?: Juden In Westdeutschen Fernsehserien Nach Holocaust (Religiose Kulturen Im Europa Der Neuzeit) (German Edition)» نوشتهٔ Rauch, Raphael، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die amerikanische Serie TV-Serie Holocaust wurde im Januar 1979 in Deutschland ausgestrahlt und hatte eine damals nicht vorstellbare Wirkung. Über 20 Millionen Menschen sahen das Medienereignis und wurden so intensiv und emotional enorm berührend mit dem nationalsozialistischen Massenmord konfrontiert. Die Ausstrahlung von Holocaust gilt als erinnerungsgeschichtliche Zäsur und Meilenstein in der Aufarbeitung der NS-Gräuel. Der Begriff Holocaust wurde 1979 »Wort des Jahres« und gab jenem Verbrechen, das Winston Churchill noch »crime without a name« bezeichnete, einen Namen. Lange Zeit hatten die Deutschen noch unreflektiert in der nationalsozialistischen Terminologie von der »Endlösung« gesprochen. Der Erfolg der amerikanischen Holocaust-Produktion ermutigte deutsche Rundfunkanstalten, eigene Serien zum Dritten Reich in Auftrag zu geben. Sie hatten eine »visuelle Integration« jüdischer Figuren zum Ziel. Darunter verstand der Schriftsteller Wolfdietrich Schnurre ein gesellschaftspolitisches Anliegen: Durch das Sichtbarmachen jüdischer Kultur im Fernsehen sollte diese nicht nur ins Fernsehen, sondern auch in das Bewusstsein der bundesrepublikanischen Gesellschaft gerückt werden. Ausgehend vom gesellschaftspädagogischen Auftrag und Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zeigt diese Studie, wie das normative Anliegen der »visuellen Integration« in den erinnerungspolitisch aufgeladenen 1980er-Jahren im Spannungsfeld von Aufklärungswillen und Geschichtsvergessenheit nur bedingt erreicht wurde. Als Fallbeispiele dienen Soll und Haben, Holocaust, Ein Stück Himmel, Heimat, Levin und Gutman sowie Kir Royal. In January 1979, the American TV series Holocaust was broadcasted in Germany and had a tremendous effect. Over 20 million people watched the series and have been touched intensively and emotionally. Scholars regard the broadcasting of the series Holocaust as a milestone in coping with the Nazi genocide. In Germany, the term Holocaust was awarded as "Word of the Year" and gave a name to the crime that Winston Churchill still called "crime without a name". For a long time, Germans had spoken in the national socialist terminology of the "final solution".The success of the American series Holocaust encouraged German broadcasters to produce own series on the »Third Reich«. Their objective was a "visual integration" of Jewish figures. The author Wolfdietrich Schnurre understood this as a concern of social policy: by making Jewish culture visible on television, the awareness of German-Jewish history and Jewish life should be raised.This study shows how the normative concern of a "visual integration" was only partially achieved in the ambivalent period of the 1980s, coined by both progressive and revisionist movements. Case studies are the TV projects Soll und Haben, Holocaust, Ein Stück Himmel, Heimat, Levin und Gutman and Kir Royal Der enorme Erfolg der amerikanischen TV-Serie Holocaust 1979 veranlasste deutsche Fernsehsender, eigene Antworten auf das Medienereignis zu finden und sich mit deutsch-jüdischen Themen zu beschäftigen. Anhand der Fallbeispiele Soll und Haben, Holocaust, Ein Stück Himmel, Heimat, Levin und Gutman sowie Kir Royal schildert die Studie den Versuch der »visuellen Integration« jüdischer Figuren in deutschen TV-Serien. Im Spannungsfeld von Aufklärungswillen und Geschichtsvergessenheit wurde dieses Ziel in den erinnerungspolitisch aufgeladenen 1980er-Jahren aber nur bedingt erreicht ***Angaben zur beteiligten Person Schulze Wessel: Dr. Martin Schulze Wessel ist Professor für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Münchner Sprecher der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien München-Regensburg und Erster Vorsitzender des Collegium Carolinum ***Angaben zur beteiligten Person Havelka: Dr. Miloš Havelka ist Professor für Soziologie und Philosophie an der Fakulta humanitních studii der Univerzita Karlova v Praze (Geisteswissenschaftliche Fakultät der Karls-Universität Prag) Ausgehend vom gesellschaftspolitischen Auftrag des Fernsehens zeigt die Studie, wie TV-Serien der 1980er-Jahre das deutsch-jüdische Verhältnis verhandeln, an der »visuellen Integration« aber scheitern Wie gelingt die Umsetzung der „visuellen Integration“ jüdischer Kultur in Produktionen deutscher Rundfunkanstalten der 1980er Jahre?
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