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Visualisierung und Rhetorisierung von Geschlecht : Strategien zur Inszenierung weiblicher Sexualität im Märe

معرفی کتاب «Visualisierung und Rhetorisierung von Geschlecht : Strategien zur Inszenierung weiblicher Sexualität im Märe» نوشتهٔ Heiland, Satu، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In den letzten Jahren lässt sich innerhalb der Mediävistik ein starker Zuwachs von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Visualität verzeichnen, die sich bisher weitestgehend auf Heldenepik, geistliche Literatur und höfischen Roman beschränken. Doch es zeigt sich, dass gerade in der schwankhaften Märenliteratur dem Moment der Sichtbarkeit eine enorme Relevanz zukommt, insbesondere in Bezug auf die Sexualität der Frau. Vor diesem Hintergrund wird die Darstellung weiblicher Geschlechtlichkeit im Märe eingehend betrachtet: Zentraler Aspekt sind die Lust und das Genitale der Frau. Es wird demonstriert, wie verschiedene narrative und rhetorische Strategien bewusst dazu eingesetzt werden, um weibliche Libido sichtbar zu machen – dem Rezipienten buchstäblich ’vor Augen‘ zu führen – und auf diese Weise Geschlechtlichkeit zu inszenieren. Denn die Leidenschaft der Frau wird nicht einfach nur sichtbar gemacht, wie sie ist, sondern wie man(n) sie sehen soll. Die vorliegende Arbeit widmet sich dabei insbesondere der Frage nach Funktionsweisen und Bedeutung einer ’Poetik der Visualisierung‘ und bietet nicht zuletzt eine systematische Aufarbeitung der Sexualmetaphorik, die für das Verständnis vieler Mären unerlässlich ist. Inhalt Einleitung Teil I: Leerstelle Genitale – Ein kulturhistorischer Abriss 1 Das unsichtbare Geschlecht 1.1 Die ‚kastrierte‘ Frau 1.2 Unterschlagung des Sichtbaren 1.3 Evozierung neuer Intimideale 1.4 Gegenmaßnahmen 1.5 Die abendländische „Inszenierung der Unvollständigkeit“ 2 Das ‚unerhörte‘ Geschlecht 2.1 Lexikalische Entwicklung 2.2 Beschneidung durch Sprache 2.3 Spiegel gesellschaftlicher Tabuisierung Teil II: Wortschatz zum weiblichen Genitale im Märe 1 ‚Eigentliche‘ Bezeichnungen 2 ‚Uneigentliche‘ Bezeichnungen 2.1 Der Raum und seine Zugänge 2.1.1 Das weibliche Glied als Öffnung 2.1.1.1 Loch und Spalt 2.1.1.2 Das Fenster 2.1.1.3 Tür und Schloss 2.1.2 Umschließende Raumgebilde 2.1.2.1 Zimmer und Gebäude 2.1.2.2 Kleinere Behältnisse 2.2 Botanica 2.2.1 Der Garten und seine Früchte 2.2.1.1 Der Garten 2.2.1.2 Die Rose 2.2.1.3 Der Busch 2.2.1.4 Die Rebe 2.2.1.5 Das Obst 2.2.2 Wald und Flur 2.2.2.1 Der Wald 2.2.2.2 Der Acker 2.2.2.3 Das Feld 2.2.2.4 Die Wiese 2.2.2.5 Die Weide 2.3 Bestiarium 2.3.1 Von wilden, schrecklichen und unansehnlichen Tieren 2.3.2 Der Igel 2.3.3 Die Kröte 2.4 Militia 2.5 Miscellanea Teil III: Von komischen Heiligen und brennenden Jungfrauen 1 Lustvolle Handgreiflichkeiten 1.1 DER STRIEGEL 1.2 DIE HALBE BIRNE 1.3 DAS NONNENTURNIER 1.4 DAS RÄDLEIN 2 Der ‚entzündete‘ Leib 2.1 SPIEGEL UND IGEL 2.2 DER TRAUM AM FEUER 2.3 GOLD UND ZERS* 3 Die ‚scham‘-lose Frau 3.1 DER ROSENDORN* 3.2 TOR HUNOR Resümee Abkürzungsverzeichnis Märenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Literaturverzeichnis Register: Wortschatz zum weiblichen Genitale "Middle High German short narratives show a sophisticated level of playfulness in their ways of seeing and visualizing female sexuality. Female gender and desire are visualized by means of a deliberate set of linguistic and narrative strategies that highlight sex and provide a stage for the ideals of female passion"-- Provided by publisher
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