معرفی کتاب «Versinnlichung: Kants Transzendentaler Schematismus Und Seine Revision In Der Nachfolge (actus Et Imago) (german Edition)» نوشتهٔ Lidia Gasperoni، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.
Wird die Verbindung von Materie und Form, Begrifflichkeit und Sinnlichkeit, von Sinnlichem und Unsinnlichem zum Problem, so geistert in der Geschichte der Philosophie seit der Antike der Begriff des Schemas herum und ist auch heutzutage etwa in Theorien der Verkörperung zentral. Während Kant das Schema als Bedingung der Bedeutungsentstehung versteht und in kritischer Absicht von Bildern, Zeichen und Symbolen abgrenzt, ordnen Maimon, Hamann, Herder, Hegel und später Plessner dem Schematismus sinnliche und sprachliche Prozesse einer Morphogenese zu. Diese Revisionen geben Anlass zu einer neuen Theorie des Schematismus, in welcher der Versinnlichung der Status einer transzendentalen Bedingung der Verkörperung zukommt. So verstanden hat Versinnlichung als systematischer Kern der aktuellen Sprach- und Erkenntnistheorie zu gelten. Inhaltsverzeichnis -- Danksagung -- Einleitung -- 1. Die transzendentale Semantik des Schematismus -- 2. Aufbau der Untersuchung -- 3. Forschungsstand und Methodik -- Die Schematismuslehre im Lichte Kants -- I. Der Schematismus im Erkenntnisvermögen -- II. Die Gestaltungsfunktion der Sinnlichkeit -- 1. Apologie der Sinnlichkeit -- 2. Die Unterscheidung zwischen Begriff, Idee und Gefühl -- 3. Kompatibilität zwischen kritischen und anthropologischen Schriften -- 4. Einführung des Versinnlichungsbegriffs -- 5. Sinn und Einbildungskraft als 'zwei Stücke der Sinnlichkeit' -- III. Die 'Gestalt' im Versinnlichungsprozess: Das Schema zwischen Bild und Wort -- IV. Begrifflichkeit im Gebrauch: Das Schema als 'Drittes' der Urteilskraft -- V. Die Schemata -- 1. Schemata empirischer Begriffe -- 2. Schemata rein sinnlicher Begriffe -- 2.1 Operative Bildlichkeit -- 2.2 Implizite Prädikation -- 2.3 Transzendentale Semiose -- 3. Schemata reiner Verstandesbegriffe -- 4. Der antizipatorische Charakter des Schematismus -- VI. 'Doppelte' Versinnlichung und Schematisierung 'ohne Begriff' -- 1. Symbolische Darstellung -- 2. Schematisierung 'ohne Begriff' -- 3 . Die Performativität der symbolischen Reflexion -- VII. Zeichen und Symbol als 'Gebrauchsweisen' sinnlicher Gestalten -- Revision des Schematismus in der Nachfolge Kants -- I. Die symbolische Vollendung der Erkenntnis nach Salomon Maimon -- 1. Rationaler Dogmatismus und empirischer Skeptizismus -- 2. Die Einbildungskraft und die Vollendung der unendlichen Annäherung -- 3. Das Differentiale und der Satz der Bestimmbarkeit als Überwindung des Schematismus -- 4. Die symbolische Erkenntnis -- 5. Die Rationalisierung der Sinnlichkeit -- II. Hamanns Kritik am 'Purismus der Vernunft' -- 1. Die kantischen Reinigungen der Philosophie -- 2. Die 'Sakralität' der Sprache Bilder sind keine Abbilder, sondern erzeugen im Bildakt, was sie darstellen. Sie verfügen über eine handlungsstiftende Kraft und wirken selbst lebendig. Bildkompetenz lässt sich keineswegs ausschließlich aus der traditionell überbewerteten Visualität des Menschen ableiten: Menschen reagieren auch deshalb auf Bilder, weil ihr unbewusstes neurologisches Körperschema, das aus der Integration taktiler, propriozeptiver, vestibulärer, visueller und akustischer Informationen entsteht, durch Bildschemata affiziert wird. Diese neuere Erkenntnis der Kognitionswissenschaften entspricht älteren Vorgaben der Verkörperungsphilosophie, die eine genuine Tradition im europäischen Sprachraum hat. In den Studien der Reihe Actus et Imago wird eine Bild- und Verkörperungstheorie entwickelt, die in der Lage ist, Bildproduktion, Bildverstehen und Bildakte zu erklären. Im Ausgang vom belebten Leib leisten sie einen Beitrag zum Verständnis des menschlichen Reflexionsvermögens, das sich in ikonischen wie sprachlichen Formen und Interaktionen verkörpert
Wird die Verbindung von Materie und Form, Begrifflichkeit und Sinnlichkeit, von Sinnlichem und Unsinnlichem zum Problem, so geistert in der Geschichte der Philosophie seit der Antike der Begriff des Schemas herum und ist auch heutzutage etwa in Theorien der Verkörperung zentral. Während Kant das Schema als Bedingung der Bedeutungsentstehung versteht und in kritischer Absicht von Bildern, Zeichen und Symbolen abgrenzt, ordnen Maimon, Hamann, Herder, Hegel und später Plessner dem Schematismus sinnliche und sprachliche Prozesse einer Morphogenese zu. Diese Revisionen geben Anlass zu einer neuen Theorie des Schematismus, in welcher der Versinnlichung der Status einer transzendentalen Bedingung der Verkörperung zukommt. So verstanden hat Versinnlichung als systematischer Kern der aktuellen Sprach- und Erkenntnistheorie zu gelten.