Vermittelte Gegenwart : Konzeptionen der Gottespräsenz von der Zeit des Zweiten Tempels bis Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr.
معرفی کتاب «Vermittelte Gegenwart : Konzeptionen der Gottespräsenz von der Zeit des Zweiten Tempels bis Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr.» نوشتهٔ herausgegeben von Andrea Taschl-Erber und Irmtraud Fischer، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der Zeit des Zweiten Tempels finden sich unterschiedliche Konzeptionen, um Zugänge zur transzendenten Gottheit zu erschließen. Der Bogen reicht etwa von der Gegenwart Gottes im "Wort" und in der mit Weisheit gefügten Schöpfungsordnung über personifizierte bzw. personale "Mittlerfiguren", in denen Gott begegnet, bis hin zu kultischen und mystisch-visionären Vorstellungen. Unterschiedliche Epochen und Kontexte versuchen die Gottespräsenz neu zu interpretieren, indem sie Modelle aus den umgebenden Kulturen aufgreifen. In der neutestamentlichen Rezeption knüpfen die christologischen Entwürfe an die sich herauskristallisierenden Ideen an. Welche Akzente und Impulse setzen die unterschiedlichen Konzepte in den biblischen und außerkanonischen Schriften? Welche Rezeptionslinien und Brüche werden sichtbar, gerade in den neutestamentlichen Christologien? Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung Beate Ego: Der Engel Rafael und die Witwe Judit. Aspekte vermittelter Gottespräsenz in den Apokryphen 1 Einleitung 2 Der Engel Rafael und Angelologie im Buch Tobit 2.1 Die Rolle Rafaels 2.2 Das Motiv des Tempels 3 Die Gestalt der Judit und die Auseinandersetzung mit der griechischen Herrschaftsideologie 3.1 Der Kampf um den Tempel 3.2 Das Motiv der Hand 3.3 Wem gebührt der Lobpreis? 4 Fazit Ludger Schwienhorst-Schönberger: Metaphorisch vermittelte Gottespräsenz. Aufgezeigt am Hohelied 1 Hinführung 2 These 3 Das Hohelied – eine Allegorie? 3.1 Stimmen der Forschung 3.2 Von der Gattungskritik zur Intertextualität 3.3 Einige Beobachtungen am Text 3.3.1 Der König (Hld 1,2–4) 3.3.2 „Zieh hinaus“ (Hld 1,5f.) 4 Metaphorisch vermittelte Gottespräsenz – mit einem Ausblick auf Meister Eckhart Nuria Calduch-Benages: Ben Sira 24:22 – Decoding a Metaphor 1 Wisdom’s Discourse (Sir 24:1–22) 2 Wisdom’s Final Exhortation (Sir 24:19–22) 2.1 Text and Translation 2.2 Literary Analysis 2.3 Wisdom’s Metaphorical Self-presentation (Sir 24:19–21) 2.3.1 Sir 24:19 2.3.2 Sir 24:20 2.3.3 Sir 24:21 3 From Metaphorical to Decoded Language (Sir 24:22) 3.1 Two Parallel Verses 3.2 Hearing and Putting into Practice 3.3 Shame and Sin/Failure 4 Conclusion Franz Sedlmeier: „Ezechiel sah eine Vision und beschrieb die Gestalten am Thronwagen“ (Sir 49,8). Zur Rezeption der Thronwagenvision Ezechiels in spätalttestamentlicher und zwischentestamentarischer Zeit 1 Hinführung 2 Die Visionen Ezechiels: Ez 1–3; 10; 40–43 2.1 Anmerkungen zu Ez 1–3: die Berufungsvision 2.1.1 Zu V. 1–3a 2.1.2 Zu V. 3b–28 2.1.3 Berufung (Ez 1,28b–3,15) und Ende der Vision (Ez 3,12–15) 3 Übersetzungen und innerbiblische Rezeption von Ez 1–3; 10; 40–43 3.1 Septuaginta und Targumim 3.2 Zu 1 Chr 28 und zu Sir 49,8f. 3.2.1 1 Chr 28,18 3.2.2 Sir 49,8f. 4 Zur außerbiblischen und vorrabbinischen Rezeption 4.1 Die Himmelsreise Henochs nach 1 Hen 14–16 4.2 Ezechielische Einflüsse in Qumran 4.2.1 Das Dokument 4Q385 Frgm. 4 aus Pseudo-Ezechiel 4.2.2 Die Sabbatopferlieder und ihre ausmalende Deutung der Thronwagenvision 5 Anmerkungen zu Ezechiels Visionen in der rabbinischen Literatur Loren Stuckenbruck: Henoch als Menschensohn in den Bilderreden von 1 Henoch und im breiteren traditionellen Kontext 1 Einleitung 2 Henoch als Schreiber in der frühen Henoch-Tradition 3 Fazit Daniel Boyarin: Henoch und Metatron, der „Fürst der göttlichen Gegenwart“: „Apokalypse“ und der „zweite Gott“ 1 Einleitung 2 Henoch im Talmud? 2.1 Metatron revisited 2.2 Von Henoch zu den Hekalot 3 Wetterberichte: Über Metatron und Meteorologie Martin Ebner: Abgebrochene Karriere. Zur Funktion der jüdischen Weisheitsspekulation bei der Entwicklung der neutestamentlichen Christologien in den synoptischen Evangelien 1 Ein unverfänglicher Einstieg: der Heilandsruf in Mt 11,28–30 2 Weisheitschristologie in der Spruchquelle Q 2.1 Zwei „Extreme“ und die „Kinder der Weisheit“ (Q 7,31–35) 2.2 Ablehnung als Qualitätsmerkmal für Gesandte der Weisheit (Q 11,49–51) 2.3 Die Sammlungsaktionen der „Weisheit“ Jesus und die Herren am Tempel (Q 13,34f.) 2.4 Der Vermittler des Schöpfungswissens im Jubelruf (Q 10,21f.) 2.5 Das Gericht als Anerkennungsprozess (Q 13,35) 2.6 Zwischenbilanz zur Spruchquelle 3 Die „Übernahme“ durch die beiden Großevangelien des Mt und Lk 3.1 Mt „vollendet“ und „löst auf“ 3.2 Die Königschristologie als alternatives Leitkonzept 3.3 Mt und der (aufgrund weisheitlicher Erkenntnis) gerechte König 3.4 Lk und die Eliminierung der Weisheitschristologie 4 Zwei Fragen zum Abschluss Jörg Frey: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“: Jesus als Bild Gottes im Johannesevangelium 1 Jesus als Repräsentant Gottes in der johanneischen Erzählung 1.1 Joh 1,19–51 als Hinführung zur johanneischen Christologie 1.2 Die literarisch ausgestalteten Wunder Jesu als „Zeichen“ 1.3 Die göttliche Vollmacht Jesu nach den johanneischen Jesusreden 1.4 Das johanneische Christusbild als dezidiert nachösterliche Perspektive 2 Jesus als θεός und die Titel einer „niederen“ und „hohen“ Christologie 2.1 Messias und Christos 2.2 Prophet und König 2.3 Der Gesandte und seine Vollmacht 2.4 Der Menschensohn als himmlische Gestalt 2.5 Der Sohn und seine Einheit mit dem Vater 2.6 Die „Gott“-Prädikation 3 Jesus als Bild Gottes: Die Visualisierung Gottes im verherrlichten Gekreuzigten und seinem Weg 3.1 „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ 3.2 „Ich im Vater und der Vater in mir“ – reziproke Immanenz und Repräsentanz 3.3 Den verherrlichten Gekreuzigten sehen heißt Gott als die Liebe sehen 3.4 Lektoral vermittelte Offenbarung. Samuel Vollenweider: „Einer ist der Mittler“ (1 Tim 2,5). Mittleraussagen der neutestamentlichen Briefliteratur in ihren frühjüdischen und hellenistischen Kontexten 1 Texte 1.1 Ein einziger Mittler (1 Tim 2,4–7) 1.2 Ein einziger Gott, ein einziger Herr (1 Kor 8,6) 1.3 Siebenfache Einzigkeit (Eph 4,4–6) 1.4 Der hohepriesterliche Mittler (Hebr) 1.5 Der Mittler zwischen Gott und gesamter Schöpfung (Kol 1,15–20) 2 Monotheismus und Mittlerschaft 3 Der Großkönig und seine Mittlerin Christoph Heil: „Angeordnet durch Engel durch die Hand eines Mittlers“ (Gal 3,19). Das paulinische Konzept von der Vermittlung der Tora 1 Der Galaterbrief 2 Der Kontext: Gal 3,19–25 3 Gal 3,19f. 3.1 Grund und Grenze der Tora (Gal 3,19b‒c) 3.2 Vermittlung der Tora durch Engel (Gal 3,19d) 3.3 Zusätzliche Vermittlung der Tora durch Mose (Gal 3,19d‒20) 4 Zusammenfassung und Ausblick Andrea Taschl-Erber: „Erstgeborener der ganzen Schöpfung“: Der exklusive „Mittler“ im Brief an die Gemeinde in Kolossä 1 Kol 1,15‒20: Mittler von Schöpfung und Versöhnung 2 Weisheitschristologie im Horizont von Sophia-Tradition und Logos-Spekulation 2.1 Aufnahme weisheitlicher Genesis-Interpretation in der Schöpfungsmittlerschaft 2.1.1 Spr 8,22–31 2.1.2 Relecture in Jesus Sirach 2.1.3 Alexandrinische Rezeption: Sophia und Logos 2.2 „Bild des unsichtbaren Gottes“ 2.3 πρωτότοκος: Messianisch-königliche Tradition und Weisheits-/Logosspekulation 2.4 Weisheit – Wort – Tora: Konkurrierende Deutungen des definitiven Offenbarungswortes 3 Exklusive Mittlerschaft gegenüber kosmisch-angelischen Mächten 3.1 θρόνοι ‒ κυριότητες ‒ ἀρχαί ‒ ἐξουσίαι 3.2 τὰ στοιχεῖα τοῦ κόσμου 3.3 ἄγγελοι 3.4 Superiorität gegenüber Engeln und Mächten 4 σῶμα-Ekklesiologie und Schekina-Theologie 5 Kosmische Christozentrik Wolfgang Kraus: Jesus als „Mittler“ im Hebräerbrief 1 Jesus als „Mittler“ des Gotteswortes und als Schöpfungsmittler 1.1 Hoheit und Handeln des Sohnes 1.2 Zur Struktur der Schriftzitate 1.3 Ergebnis: Die Einheit zwischen Gott und Sohn 2 Jesus als „Mittler“ zwischen irdischer und himmlischer Welt? 2.1 Ps 8,5–7 LXX in Hebr 2,6–8 2.2 Hebr 8,1f.: Der leitende Gesichtspunkt 2.3 Die Funktion der Hohepriester-Christologie 3 Jesus als „Mittler“ einer neuen/besseren/frischen Diatheke 4 Zusammenfassung Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes Stellenregister 1. Altes Testament 2. Alttestamentliche Apokryphen und Pseudepigraphen 3. Schriftfunde aus Qumran; CD 4. Griechischsprachige jüdische Schriftsteller 5. Neues Testament 6. Schriften des antiken Christentums 7. Rabbinische Literatur und Verwandtes 8. Pagane antike Literatur 9. Mittelalterliche Theologen Register der Autorinnen und Autoren Sachregister In der Zeit des Zweiten Tempels finden sich unterschiedliche Konzeptionen, um Zugänge zur transzendenten Gottheit zu erschließen. Der Bogen reicht etwa von der Gegenwart Gottes im »Wort« und in der mit Weisheit gefügten Schöpfungsordnung über personifizierte bzw. personale »Mittlerfiguren«, in denen Gott begegnet, bis hin zu kultischen und mystisch-visionären Vorstellungen. Unterschiedliche Epochen und Kontexte versuchen die Gottespräsenz neu zu interpretieren, indem sie Modelle aus den umgebenden Kulturen aufgreifen. In der neutestamentlichen Rezeption knüpfen die christologischen Entwürfe an die sich herauskristallisierenden Ideen an. Welche Akzente und Impulse setzen die unterschiedlichen Konzepte in den biblischen und außerkanonischen Schriften? Welche Rezeptionslinien und Brüche werden sichtbar, gerade in den neutestamentlichen Christologien?InhaltsübersichtAndrea Taschl-Erber/Irmtraud Fischer: Einleitung - Beate Ego: Der Engel Rafael und die Witwe Judit. Aspekte vermittelter Gottespräsenz in den Apokryphen - Nuria Calduch-Benages: Ben Sira 24:22 - Decoding a Metaphor - Ludger Schwienhorst-Schönberger: Metaphorisch vermittelte Gottespräsenz - aufgezeigt am Hohelied - Franz Sedlmeier: »Ezechiel sah eine Vision und beschrieb die Gestalten am Thronwagen« (Sir 49,8). Zur Rezeption der Thronwagenvision Ezechiels in spätalttestamentlicher und zwischentestamentarischer Zeit - Loren Stuckenbruck: Henoch als Menschensohn in den Bilderreden von 1 Henoch und im breiteren traditionellen Kontext - Daniel Boyarin: Henoch und Metatron, der »Prinz der göttlichen Präsenz«: Apokalypse und der zweite Gott - Christoph Heil: »Angeordnet durch Engel durch die Hand eines Mittlers« (Gal 3,19). Das paulinische Konzept von der Vermittlung der Tora - Samuel Vollenweider: »Einer ist der Mittler« (1 Tim 2,5). Mittleraussagen der neutestamentlichen Briefliteratur in ihren frühjüdischen und hellenistischen Kontexten - Andrea Taschl-Erber: »Erstgeborener der ganzen Schöpfung«: Der exklusive »Mittler« im Brief an die Gemeinde in Kolossä - Wolfgang Kraus: Jesus als »Mittler« im Hebräerbrief - Martin Ebner: Abgebrochene Karriere. Zur Funktion der jüdischen Weisheitsspekulation bei der Entwicklung der neutestamentlichen Christologien in den synoptischen Evangelien - Jörg Frey: »Wer mich sieht, der sieht den Vater«: Jesus als Bild Gottes im Johannesevangelium Der Engel Rafael und die Witwe Judit : Aspekte vermittelter Gottespräsenz in den Apokryphen -- Beate Ego Metaphorisch vermittelte Gottespräsenz : Aufgezeigt am Hohelied -- Ludger Schwienhorst-Schönberger Ben Sira 24:22 : Decoding a Metaphor -- Nuria Calduch-Benages "Ezechiel sah eine Vision und beschrieb die Gestalten am Thronwagen" (Sir 49,8) : Zur Rezeption der Thronwagenvision Ezechiels in spätalttestamentlicher und zwischentestamentarischer Zeit -- Franz Sedlmeier Henoch als Menschensohn in den Bilderreden von 1 Henoch und im breiteren traditionellen Kontext -- Loren Stuckenbruck Henoch und Metatron, der "Fürst der göttlichen Gegenwart" : "Apokalypse" und der "zweite Gott" -- Daniel Boyarin Abgebrochene Karriere : Zur Funktion der jüdischen Weisheitsspekulation bei der Entwicklung der neutestamentlichen Christologien in den synoptischen Evangelien -- Martin Ebner "Wer mich sieht, der sieht den Vater" : Jesus als Bild Gottes im Johannesevangelium -- Jörg Frey "Einer ist der Mittler" (1 Tim 2,5 ) : Mittleraussagen der neutestamentlichen Briefliteratur in ihren frühjüdischen und hellenistischen Kontexten -- Samuel Vollenweider "Angeordnet durch Engel durch die Hand eines Mittlers" (Gal 3,19) : Das paulinische Konzept von der Vermittlung der Tora -- Christoph Heil "Erstgeborener der ganzen Schöpfung" : Der exklusive "Mittler" im Brief an die Gemeinde in Kolossä -- Andrea Taschl-Erber Jesus als "Mittler" im Hebräerbrief -- Wolfgang Kraus. Wie lässt sich Gottes Gegenwart erfahren? In welchen vermittelnden Instanzen, Figuren und »Medien« begegnet die (verborgene) Gottheit in biblischen und außerkanonischen Schriften? Inwieweit knüpfen die neutestamentlichen Christologien an die sich in der Zeit des Zweiten Tempels entwickelnden Konzepte an? Der vorliegende Band sucht Antworten auf diese und andere Fragen
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