وبلاگ بلیان

Vermessene Disziplin : Zum konterhegemonialen Potential afrikanischer und lateinamerikanischer Soziologien

معرفی کتاب «Vermessene Disziplin : Zum konterhegemonialen Potential afrikanischer und lateinamerikanischer Soziologien» نوشتهٔ Wiebke Keim، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2008. این کتاب در 6 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Im Weltmaßstab gesehen erscheinen die afrikanischen und lateinamerikanischen Sozialwissenschaften als peripher. Doch entstehen hier aus der Auseinandersetzung mit lokal relevanten gesellschaftlichen Fragestellungen originelle, eigenständige Bereiche der soziologischen Forschung und Lehre, die als konterhegemoniale Strömungen konzeptualisiert werden. An der Schnittstelle von Wissenschaftssoziologie und Globalisierungsforschung verbindet dieser Band theoretische und empirische Perspektiven auf Entwicklungen und Positionierungen der »Soziologien des Südens« und ist ein Gewinn für alle, die sich kritisch mit dem Eurozentrismus der Sozialwissenschaften befassen. Inhalt Danksagung Abkürzungsverzeichnis Einleitung TEIL 1: ZENTRUM, PERIPHERIE UND KONTERHEGEMONIALE STRÖMUNGEN I. Für ein Zentrum-Peripherie-Modell in der Wissenschaftsforschung Bemerkungen zur Nationalität, geographischen Konzentration und historischen Expansion moderner Wissenschaft (29). "Ideen wurden konsumiert wie Stoffe, Schienen und Lokomotiven" - die periphere Entstehung der Soziologien in Afrika und Lateinamerika (36). Lateinamerika- ftüher Import und Emanzipation (38). Afrika - soziologische Peripherie flüher wie heute (42) 1. Konzeptualisienmg eines Zentrum-Peripherie-Modells für die aktuellen Entwicklungen in der Soziologie Zentrum-Peripherie-Ansätze in der Wissenschaftstheorie (48). "Dependencia y desarrollo"- eine Inspiration und drei Analogien (52). 2. Zentrum und Peripherie: die Dimension von Entwicklung und Unterentwicklung Kriterien und globale Indikatoren wissenschaftlicher Entwicklung (59). Förderliche und hinderliche Faktoren in der Wissenschaftsentwicklung (63). Statistische sozialwissenschaftliche Entwicklungsindikatoren (68). Umkehrung sozialwissenschaftlicher Entwicklung: Afrika (74). Bisherige Entwicklungen in Lateinamerika (81 ). Kritische Bemerkungen zur Einschätzung sozialwissenschaftlicher Entwicklung (87). 3. Zentrum und Peripherie: die Dimension von Dependenz und Autonomie Konzeptualisierungen wissenschaftlicher und intellektueller Dependenz in der Literatur (90). Finanzielle Abhängigkeit- ein Indikator für wissenschaftliche Dependenz? (94). Grenzüberschreitende Rezeptionsund Publikationsprozesse (99). Zertifikation und Reproduktion wissenschaftlicher Gemeinschaften (103). Mechanismen und Auswirkungen intellektueller Dependenz: "captive mind" und lokale soziale Irrelevanz (105). 4. Zentrum und Peripherie: die Dimension von Marginalität und Zentralität Internationale bibliographische Datenbanken: Indikator für Marginalität und Instrument der Marginalisierung (110). Ungleiche globale Arbeitsteilung in der Soziologie (124). "Place matters only to those for whom Great Truths are not an option" - Lokalität und Festlegung auf das Exotische (129). Empirische Überprüfung der Hypothesen zu ungleicher globaler Arbeitsteilung (131 ). Die Disziplineneinteilung in den Sozialwissenschaften: Ethnologie, Orientalistik, "Area Studies" (144). Evolutionistische Annahmen über das Objekt sozialwissenschaftlicher Forschung (148). II. Theoretische Angriffe auf die nordatlantische Hegemonie Kritik am Eurozentrismus und Provinzialisierung Europas (I52). Grientalismus und Kritik an der Disziplineneinteilung der Sozialwissenschaften (155). Kritik an der Irrelevanz importierter Kategorien (157). Kritik an den dekonstruktiven Projekten und an der Indigenisierungsdebatte (160). III. Konterhegemoniale Strömungen -eine Konzeptualisierung Die Herausbildung konterhegemonialer Strömungen versus Anschluss an den internationalen "Mainstream" (167). Ausgangsvoraussetzungen, "öffentliche" und "angewandte Soziologien"- Argumente (1 71 ). Ableitung von Indikatoren für Fallstudien (180). "Cepalismus" und Dependenztheorie - ein historisches Beispiel für eine konterhegemoniale Strömung in Lateinamerika (181 ). TEIL 2: DIE SÜDAFRIKANISCHEN "LABOUR STUDIES" ALS KONTERHEGEMONIALE STRÖMUNG IV. Einleitung: Historische Entwicklung und aktuelle Tendenzen der Soziologie in Südafrika- ein Überblick V. "South African Labour Studies"- von der Gründungsphase bis zum Ende der Apartheid 209 Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: "All these issues, resistance, trade unians and so on were in the air" (209). Vorgänger der "Labour Studies": Kommunistische Partei, Industriepsychologie und der "Durban Moment" (211). Die Strategie des "Trojanischen Pferdes" als politische Motivation fur das Aufkommen der "Labour Studies" (219). "Rebels without a cause of their own" - über das "kiitische Engagement" weißer Akademikerinnen in der schwarzen Arbeiterbewegung (224). Die Grenze zwischen Theorie und Praxis - akademische Freiheit, Zensur und Repression (229). VI. Vom Widerstand zur Rekonstruktion: Entwicklungen in "South African Labour Studies" seit dem Ende der Apartheid Ideologische Krise und Verlust politischer Motivation (235). Tendenzen institutioneller Differenzierung - der Aufbau gewerkschaftsinterner Forschungsapparate (238). "A little bit distant from the cutting throat of struggle"- Wettbewerb, Kommerzialisierung und Professionalisierung (243). "Hunting ground for progressives" - Schwierigkeiten bei der Reproduktion der wissenschaftlichen Gemeinschaft (249). Südafrikanische "Labour Studies" als Beispiel für die Entstehung und Entwicklung einer konterhegemonialen Strömung (252). VII. Charakteristika der südafrikanischen "Labour Studies" als konterhegemonialer Strömung 1. Im Dienste der Bewegung: "Labour Service Organizations" und die Universität als Geldwäscherei 2. Das "Sociology ofWork Programme" an der "University ofthe Witwatersrand" - Beginn der wissenschaftlichen Institutionalisierung Entstehung und Entwicklung (266). Fragen der Finanzierung, Position im Soziologiedepartment und Veröffentlichungspraxis (271). Die Forschungspraxis (278). Die Auftragsforschung (283). Akademische Lehre und studentische Forschungsinteressen (285). Frühstücksseminar und andere Kontakte (295). 3. Ein Jahrzehnt nach dem "Durban Moment" von 1973 - Entwicklungen in den IOLS Entstehung und Entwicklung (302). Die lOLS - eine Soziographie (308). Das "Trade Union Research Project" (TURP) in Durban - Beispiel für eine "Labour Service Organization" (313). Forschung im TURP (3 16). Gewerkschaftliche und Arbeiterbildung, Veröffentlichungen und TURP-Bibliothek (320). Auftraggeberlnnen, Personalentwick - Jung und Finanzen (324). Brückenköpfe - "Labour Service Organisations" als Element der Konterhegemonialität (329). 4. Industriesoziologie an der "University of Cape Town" Schwerpunkte der Forschung (338). Auflösungserscheinungen am Kap (341). Ergänzende Bemerkungen zu den drei Zentren (345). 5. Besonderheiten der wissenschaftlichen Gemeinschaft Ohne Vereinigung, ohne Zeitschrift (349). "The Labour Bulletin is picked up by anyone who is a role player in the real world" (352). Das Herausgeberkollegium des "Labour Bulletin" (356). Das Themenspektrum des "Labour Bulletin" (361 ). VIII. "We badtobe very imaginative"- theoretische Entwicklungen der südafrikanischen "Labour Studies" 1. Überblick über theoretische Entwicklungen "Ja, aber. .. ". Theoretische Einflüsse und Diskussionen der 1970er und 1980er Jahre (370). Rezeption und Einfluss des "Marxismus" (376). Chefetagen und Prekarisierung - theoretische Entwicklungen in den 1990er Jahren (382). Zwischen globalen Trends und "Sonderweg" - Beiträge der südafrikanischen "Labour Studies" zur Entwicklung der Subdisziplin (385). "Social movement unionism", Identität und Kultur am Arbeitsplatz und in der Gewerkschaftsbewegung (388). 2. Zur soziologischen Produktion der südafrikanischen "Labour Studies": vier Bücher "Essays in Southern African labour history" (1978) (391). "Cast in a racial mould - labour process and trade unionism in the foundries" (1985) (406). "Cast in a racial mould" - ein Fallbeispiel fiir Braverrnans Theorie des Arbeitsprozesses? (415). "Democracy and modernisation in the making of the South African trade union movement: the dilemma ofleadership, 1973-2000" (2001) (423). Konterhegemonialer Anspruch als Ausdruck erstarkenden Selbstbewusstseins (433). "Transition from below - fm·ging trade unionism and workplace change in South Africa" (2003) (442). "Transition from below"- Soziologie von unten und theoretische Relevanz (455). IX. "Scouts on the periphery"? -zu den internationalen Beziehungen der "Labour Studies" "Wir schmorten im eigenen Saft" - akademischer Boykott, Importsubstitution und südafrikanischer "Sondetweg" (460). lntemationale Öffnung nach 1994 -Elemente von Marginalität (464). Das RC 44: lntemationaler Auftritt der südafrikanischen "Labour Studies" (473). "South African Labour Studies" in der intemationalen Arena (482). TEIL 3: RESUMEE UND AUSBLICK X. "South African Labour Studies" als konterhegemoniale Strömung "Quite as important as the influence of intellectuals on the labour movement, after all, was the influence of this social movement on intellectuals" (489). "Universell verständlich" und "gleichzeitig arrogant lokal" ( 498). XI. Vermessener Universalitätsanspruch in der Soziologie ANHÄNGE Anhang 1: Geführte Interviews in Südafrika, nach Städten und alphabetisch Anhang 2: Interviewleitfaden "Labour Studies"-Personal Anhang 3: Zentrale Texte aus der südafrikanischen "LabOttr Studies"- Gemeinschaft, nach Häufigkeit der Nennungen und alphabetisch nach Autorinnen Verzeichnis der Online-Anhänge, Kurztitel und Titel Verzeichnis der Tabellen und Karten Bibliographie Personenregister

Im Weltmaßstab gesehen erscheinen die afrikanischen und lateinamerikanischen Sozialwissenschaften als peripher. Doch entstehen hier aus der Auseinandersetzung mit lokal relevanten gesellschaftlichen Fragestellungen originelle, eigenständige Bereiche der soziologischen Forschung und Lehre, die als konterhegemoniale Strömungen konzeptualisiert werden.An der Schnittstelle von Wissenschaftssoziologie und Globalisierungsforschung verbindet dieser Band theoretische und empirische Perspektiven auf Entwicklungen und Positionierungen der »Soziologien des Südens« und ist ein Gewinn für alle, die sich kritisch mit dem Eurozentrismus der Sozialwissenschaften befassen.

»Nichtwestliche Formen gesellschaftlichen Wandels wie auch deren sozialwissenschaftliche Analyse werden ernst genommen und damit Anstöße für die Infragestellung des American Way of Life und der westeuropäisch-industriellen Entwicklungspfade gegeben, die durch die Debatten um nachhaltige Entwicklung forciert wird.«Edgar Göll, DAS ARGUMENT, 282 (2009)Besprochen in:Zeitschrift für Politikwissenschaft, 17.11.2008
دانلود کتاب Vermessene Disziplin : Zum konterhegemonialen Potential afrikanischer und lateinamerikanischer Soziologien