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Verhalten im Unternehmensrecht : Über die realverhaltensorientierte Fortentwicklung des Unternehmensrechts anhand ausgewählter Anwendungsbeispiele

معرفی کتاب «Verhalten im Unternehmensrecht : Über die realverhaltensorientierte Fortentwicklung des Unternehmensrechts anhand ausgewählter Anwendungsbeispiele» نوشتهٔ Julia Redenius-Hövermann، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Julia Redenius-Hovermann erweitert die Dimension unternehmensrechtlicher Fortentwicklung durch einen Perspektivwechsel, der auf den Erkenntnissen der Verhaltenswissenschaften basiert. Im ersten Teil unternimmt sie eine Analyse konkreter Anwendungsbeispiele wie die Festsetzung der Vorstandsvergutung und die Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsgremien. Diese induktive Vorgehensweise erscheint als die am besten geeignete Methode, um nachzuvollziehen, ob von nachbarwissenschaftlichen Erkenntnissen neue Losungsimpulse ausgehen und neue Fragestellungen im Unternehmensrecht aufgeworfen werden und wie dadurch rechtswissenschaftliche Fortschritte erzielt werden konnen. Anschliessend systematisiert die Autorin die Einsichten des exemplifizierenden Teils und ermittelt deren Grundstrukturen. Dabei zielt sie auf die Bestimmung des Nutzens, indem sie realverhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse fur die Normsetzung und -anwendung im Unternehmensrecht heranzieht, die es ermoglichen Schlussfolgerungen uber den Rezeptionsprozess verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht zu erzielen. Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Einleitung Exemplifizierte Betrachtung Darstellung des Beitrags realverhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht anhand einzelner Anwendungsbeispiele Kapitel 1 Festsetzung der Vorstandsvergütung § 1 Einleitung § 2 Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse im Recht der Vorstandsvergütung A. Vergütungsstruktur I. Pay for performance als Modell für die Ausgestaltung der optimalen Vergütungsstruktur 1. Standardökonomische und neoinstitutionalistische Grundlagen 2. Kritik II. Realverhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse 1. Grundlagen der behavioral agency theory 2. Verdrängungseffekt 3. Selbstselektionseffekt 4. Unterschiedliche Vergütungsstruktur bei Männern und Frauen 5. Inequity aversion 6. Risikoverhalten B. Vergütungshöhe und Einflussgrößen I. Neoklassische und organisationstheoretische Erklärungsansätze 1. Optimal contract view 2. Managerial power theory a) Selbstbedienungseffekt b) Rolle des Kontrollorgans bei der Festsetzung der Vorstandsvergütung c) Einfluss der Zersplitterung des Kapitals II. Realverhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze 1. Verhalten des Unternehmens 2. Verhalten des Vorstands a) Referenzpunkteffekt b) Fairness und Theorie der sozialen Präferenzen 3. Verhalten des Aufsichtsrats a) Referenzpunkteffekt b) Gruppendenken § 3 Rechtliche Beurteilung unter Berücksichtigung der realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse – de lege lata/de lege ferenda A. Objektiver Maßstab der Angemessenheit I. Leistung des Vorstandsmitglieds als materielles Kriterium unter Bezugnahme auf die realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse II. Relationales Kriterium 1. Horizontale Vergleichbarkeit 2. Vertikale Vergleichbarkeit 3. Unübliche Vergütung 4. Üblichkeit als Beispiel der Berücksichtigung verhaltensökonomischer Erkenntnisse III. Funktionale Kriterien 1. Vergütungsstruktur a) De lege lata aa) Nachhaltigkeit bb) Mehrjährige Bemessungsgrundlage b) De lege ferenda aa) Reine Fixvergütung als Lösungsansatz bb) Kritik an der reinen Fixvergütung cc) Notwendigkeit einer fixen und variablen Vergütung aus realverhaltenswissenschaftlicher Sicht dd) Unternehmensrechtliche Schlussfolgerungen 2. Höhe der Vorstandsvergütung a) De lege lata aa) Aktienrechtliche Regelungen zur Begrenzung der Vergütung bb) Empfehlung des DCGK zur Begrenzung der Vergütung cc) Bankaufsichtsrechtliche Regelungen zur Begrenzung der Vergütung b) De lege ferenda aa) Gesetzlich festlegte Höchstgrenzen bb) Unternehmensintern festgelegte Höchstgrenzen B. Prozessuale Kriterien I. Festsetzungskompetenz des Aufsichtsrats 1. Festsetzung durch das Aufsichtsratsplenum 2. Plenumslösung als Antwort auf group serving bias und in-group bias 3. Unabhängigkeit als weitere Antwort auf die realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse a) Hauptamtliche Aufsichtsratsmitglieder b) Unabhängige Aufsichtsratsmitglieder c) Karenzzeit nach § 100 Abs. 2 Nr. 4 AktG d) Höchstzahl der Aufsichtsratsmandate e) Höchstdauer der Aufsichtsratsmandate f) Externes Gremium zur Festlegung der Vorstandsvergütung g) Schlussfolgerungen zur Unabhängigkeit II. Festsetzungskompetenz der Hauptversammlung III. Behördliche Kontrolle der Angemessenheit der Vorstandsvergütung IV. Offenlegungs- und Berichtspflichten 1. Offenlegungspflichten 2. Berichtspflicht des Aufsichtsrats C. Verhaltenssteuernde Sanktionen I. Haftung des Aufsichtsrats 1. Geltendmachung des Schadensersatzanspruchs 2. Materielle Voraussetzungen des Schadensersatzanspruchs 3. Selbstbehalt und Haftungsbeschränkungen II. Rückerstattung unangemessener Vorstandsvergütung 1. Nichtigkeit der Vergütungsabrede 2. Verletzung der organschaftlichen Treuepflichten 3. Clawback-Klauseln § 4 Zusammenfassung Kapitel 2 Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsgremien § 5 Einleitung § 6 Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse zur Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsgremien A. Überblick zum ökonomischen Nutzen der Beteiligung von Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat B. Neoklassische, individualistische und strukturalistische Erklärungsansätze I. Ausgangspunkt: das neoklassische Grundmodell der vollständigen Konkurrenz II. Individualistische Perspektive 1. Humankapitaltheorie 2. Sozialisationstheorien III. Strukturalistische Perspektive 1. Geschlechterstereotype und statistische Diskriminierung 2. Segmentationstheorien 3. Neue Institutionenökonomik C. Realverhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze I. Ausgangspunkt: gläserne Decke II. Gruppenverhalten und Gruppendenken III. Status quo, system justification theory und confirmation bias § 7 Rechtliche Beurteilung unter Berücksichtigung der realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse – de lege lata/de lege ferenda A. Bestellungs- und Wahlverfahren der Organmitglieder I. Bestellung von Vorstandsmitgliedern 1. Zwingende Bestellungskompetenz des Aufsichtsrats 2. Auswahlkriterien für Vorstandsmitglieder II. Wahl und Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern 1. Kompetenzverteilung bei Wahl und Bestellung der Aufsichtsratsmitglieder 2. Auswahlkriterien für Aufsichtsratsmitglieder B. Quotenregelungen als Regulierungsansatz zur Erhöhung des Frauenanteils in Vorstand und Aufsichtsrat I. Realverhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse zur Ausgestaltung einer Quotenregelung II. Gestaltungsmöglichkeiten einer Quotenregelung 1. Verpflichtungsgrad einer Quotenregelung a) Gesetzliche Quotenregelungen b) Menügesetzgebung c) Satzungsmäßig festgelegte Geschlechterquote d) „Soll“-Regelungen e) Kodex-Empfehlungen 2. Anwendungsbereich einer Quotenregelung 3. Durchsetzbarkeit einer Quotenregelung a) Sanktionsmechanismen b) Positive Anreizinstrumente c) Steuerung durch Offenlegungs- und Berichtspflichten d) Erweiterung der Hauptversammlungskompetenzen III. Flankierende Regelungen 1. Overboarding 2. Altersgrenzen § 8 Zusammenfassung Kapitel 3 Verhalten des Vorstands in der Unternehmenskrise § 9 Einleitung § 10 Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse über das Vorstandsverhalten in der Unternehmenskrise A. Neoklassische und institutionenökonomische Erklärungsansätze I. Neoklassische Erklärungsansätze II. Neoinstitutionalistische Erklärungsansätze III. Zwischenergebnis B. Realverhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze I. Theorie der kognitiven Dissonanz und Theorie des Kontrollmotivs II. Offensive Reaktionsformen 1. Overoptimism bias/Unrealistic optimism 2. Overconfidence bias 3. Excessive risk-taking III. Defensive Reaktionsformen 1. Hoffnung 2. Angst IV. Weitere realverhaltenswissenschaftliche Einflussfaktoren 1. Self-serving bias 2. Denial effect 3. Napoleon effect 4. Verstärkung der Effekte 5. Stress § 11 Rechtliche Beurteilung unter Berücksichtigung der realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse – de lege lata/de lege ferenda A. Aktives Krisenmanagement I. Organisationspflichten 1. Aktienrechtliches Frühwarnsystem 2. Notfallkonzept a) Bank- und versicherungsaufsichtsrechtliche Organisationspflichten b) Aktienrechtlich implementiertes Notfall- und Sanierungskonzept II. Überwachungs- und Beobachtungspflicht III. Interne Berichtspflicht IV. Offenlegungspflichten V. Compliance B. Reaktives Krisenmanagement I. Repulsives Krisenmanagement 1. Strukturmaßnahmen in der Krise 2. Verlustanzeige- und Einberufungspflicht II. Liquidatives Krisenmanagement 1. Insolvenzgrund und Insolvenzantrag 2. Schutzschirm- und Eigenverwaltungsverfahren a) Schutzschirmverfahren b) Eigenverwaltung III. Einführung eines Krisenausschusses 1. Zusammensetzung des Krisenausschusses 2. Stabsstelle für Unternehmenskrisen 3. Krisenausschuss als Ausschuss des Aufsichtsrats 4. Vergütung der Ausschussmitglieder 5. Schlussfolgerung zum Krisenausschuss C. Verhaltenssteuernde Sanktionen I. Haftungsregime 1. De lege lata 2. Verhaltenswirksames Haftungsregime II. Bestellungshindernisse III. Vorstandsvergütung IV. Abberufung des Vorstands V. Veröffentlichung der Sanktion § 12 Zusammenfassung Integrative Betrachtung Beitrag realverhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu einer Fortentwicklung des Unternehmensrechts § 13 Einleitung § 14 Erste Ebene: der Unternehmensrechtler als Zuhörer verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse A. In concreto: Darstellung der Verhaltensmodelle und ihrer wissenschaftlichen Gütekriterien I. Ausgangspunkt: rationaltheoretisches Verhaltensmodell (Homo oeconomicus) II. Realverhaltenswissenschaftliche Modelle 1. Verhaltensökonomisches Modell (Homo vero-oeconomicus) a) Kritik am rationaltheoretischen Verhaltensmodell b) Systematische Abweichungen vom Rationalverhalten im Unternehmensrecht 2. Neurowissenschaftliches Verhaltensmodell (Homo neurobiologicus) a) Begriffsbestimmung b) Neurowissenschaftliche Grundlagen aa) Grundlagen der Neuroanatomie bb) Neurowissenschaftliche Methoden III. Kriterien der „wissenschaftlichen Robustheit“ 1. Gütekriterien bei der Durchführung einer Studie a) Objektivität b) Reliabilität c) Validität 2. Gütekriterien bei der Interpretation der Ergebnisse a) Interne Validität i. w. S b) Externe Validität B. In abstracto: Grundlagen zur ersten Ebene im Rezeptionsprozess realverhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht § 15 Zweite Ebene: der Unternehmensrechtler als Umsetzer und Nutzer verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse A. (Noch) kein Beitrag zum Ob der Regelsetzung B. Beitrag zum Wie der Regelsetzung I. Beitrag zum Regelungsgehalt II. Beitrag zur Regelsetzungstechnik § 16 Ergebnis betreffend den Beitrag der realverhaltenswissenschaftlichen Erkenntnisse zur Fortentwicklung des Unternehmensrechts § 17 Zusammenfassung Schlussbemerkungen Literaturverzeichnis Rechtsprechungsverzeichnis Materialienverzeichnis Sachverzeichnis Julia Redenius-Hövermann erweitert die Dimension unternehmensrechtlicher Fortentwicklung durch einen Perspektivwechsel, der auf den Erkenntnissen der Verhaltenswissenschaften basiert. Im ersten Teil unternimmt sie eine Analyse konkreter Anwendungsbeispiele. Diese induktive Vorgehensweise erscheint als die am besten geeignete Methode, um nachzuvollziehen, ob von nachbarwissenschaftlichen Erkenntnissen neue Lösungsimpulse ausgehen und neue Fragestellungen im Unternehmensrecht aufgeworfen werden und wie dadurch rechtswissenschaftliche Fortschritte erzielt werden können. Anschließend systematisiert die Autorin die Einsichten des exemplifizierenden Teils und ermittelt deren Grundstrukturen. Dabei zielt sie auf die Bestimmung des Nutzens, indem sie realverhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse für die Normsetzung und -anwendung im Unternehmensrecht heranzieht, die es ermöglichen, Schlussfolgerungen über den Rezeptionsprozess verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht zu erzielen Welcher Nutzen lässt sich aus der Heranziehung realverhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse für die Normsetzung und -anwendung im Unternehmensrecht gewinnen und welche Schlussfolgerungen über den Rezeptionsprozess verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht werden dadurch ermöglicht? Julia Redenius-Hövermann trägt dazu bei, den allgemeinen Disput über den Nutzen nachbarwissenschaftlicher Erkenntnisse im Unternehmensrecht zu versachlichen
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