Verbraucherpolitik von unten : Paradoxien, Perspektiven, Problematisierungen
معرفی کتاب «Verbraucherpolitik von unten : Paradoxien, Perspektiven, Problematisierungen» نوشتهٔ Kai-Uwe Hellmann; Ansgar Klein; Bernward Baule; Springer Fachmedien Wiesbaden، منتشرشده توسط نشر Springer Fachmedien Wiesbaden : Imprint: Springer VS در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Verbraucherpolitik wurde in Deutschland seit ihrem Bestehen in den 1950er Jahren vorwiegend als ein Aktions‐ und Maßnahmenbündel verstanden und betrieben, das in erster Linie staatlicherseits initiiert und institutionalisiert wurde. Oftmals auch wurden von Staats wegen entsprechende Aufträge erteilt und Fördermodelle aufgesetzt, wodurch ein Erscheinungsbild entstand, als ob man es im Grunde nur mit einer durch die Makropolitik verordneten ‚Verbraucherpolitik von oben‘ herab zu tun hätte. Nicht, dass in diesen zurückliegenden Jahrzehnten nicht auch immer wieder Versuche unternommen worden wären, verbraucherpolitische Anstöße aus der Mitte der Zivilgesellschaft – oft in Gestalt kleiner Bürgerinitiativen – zu geben. Und gerade in den letzten Jahren sind einige neue Verbraucherorganisationen entstanden, die ungleich basisnäher operieren. Dennoch scheint sich bei den großen, regierungsnahen ‚Playern‘ im Feld, die schon jahrzehntelang im ‚Geschäft‘ sind, von der regierungsinternen Verbraucherpolitik ganz zu schweigen, der Eindruck festgesetzt zu haben, Verbraucherpolitik betreffe ein Politikfeld, das im Wesentlichen durch eine Kollaboration von Staat einerseits, sämtliche Verbraucher und Verbraucherinnen gleichermaßen vertretenden Verbraucherschutzorganisationen andererseits bestellt wird, während die vielen kleinen Verbraucherinitiativen, von einzelnen engagierten Verbrauchern oder Verbraucherinnen gar nicht erst angefangen, demgegenüber regelmäßig ins Hintertreffen geraten. Diese Perspektive bezieht sich größtenteils auf die Sicht auf und aus dem Zentrum der Politik heraus. Diesem institutionell vorherrschenden Eindruck, es gäbe im Prinzip nur ‚Verbraucherpolitik von oben‘, die wirklich schlag‐ und durchsetzungsfähig sei, soll mit diesem Band ein Stück weit entgegengewirkt werden. Front Matter ....Pages I-XI Verbraucherpolitik von unten: Zur Einführung (Kai-Uwe Hellmann, Ansgar Klein)....Pages 1-16 Front Matter ....Pages 17-17 Der mündige Verbraucher: ein unverstandenes Leitbild? (Christoph Strünck)....Pages 19-29 Mündige Verbraucher – eine praxistheoretische Revision (Thomas Cannaday)....Pages 31-66 Front Matter ....Pages 67-67 Protest – Partizipation – Propaganda: Was ist politisch am Politischen Konsum? (Karsten Fischer)....Pages 69-85 Verbraucherteilhabe durch digitale Bewertungspraktiken? Zur Soziologie der Infrastrukturen der Verbraucherpartizipation (Jörn Lamla)....Pages 87-100 Front Matter ....Pages 101-101 Politikwissenschaftliche Perspektiven auf Verbraucherverantwortung (Kathrin Loer)....Pages 103-132 Verantwortungsdesign. Konsumieren als moralisches Handeln (Wolfgang Ullrich)....Pages 133-143 Front Matter ....Pages 145-145 Zwischen Selbst- und Gesellschaftsveränderung: Zur Gegenwart des alternativen Konsumdiskurses der 1970er Jahre (Marianne Heinze)....Pages 147-166 Revolte gegen die Moral – Nichtintendierte Rückkopplungseffekte von Citoyens und Bürgern (Daniel Kofahl)....Pages 167-189 Dunkle Seiten des Konsums: Wie Verbraucher tricksen und täuschen (Günther Rosenberger)....Pages 191-228 Front Matter ....Pages 229-229 Die verbraucherpolitische Landschaft in Österreich – mit besonderem Blick auf Graswurzelbewegungen (Nina Tröger)....Pages 231-261 Selbstorganisation der Verbraucher als konsumsoziologische Utopie (Heiko Steffens)....Pages 263-273 Der kritische und mündige Verbraucher (Georg Abel)....Pages 275-292 Engagement des BUND Berlin e. V. zur Stärkung der Initiativszene (Daniel Affelt)....Pages 293-298 Engagement für nachhaltigen Konsum verstehen. Erkenntnisse aus der Arbeit der Verbraucherzentrale NRW mit lokalen Initiativen (Jonas Grauel)....Pages 299-327 Konsum neu denken – damit die Dinge besser werden (Stefan Schridde)....Pages 329-339 Die ‚Humboldt Consumer Law Clinic‘ als Beispiel zivilgesellschaftlicher Stärkung von Verbraucherrechten (Reinhard Singer, Kristina Schimpf, Kathrin Steinbach)....Pages 341-367 Back Matter ....Pages 369-377 Verbraucherpolitik stellte sich in Deutschland lange Zeit als ein Aktions-, Organisations- und Strategiegeflecht dar, das besonders staatsnah, d. h. auf den Staat und an ihm orientiert war. Zumeist wurden staatlicherseits oder mit staatlicher Billigung und Unterstützung entsprechende Aufträge erteilt, Fördermodelle aufgesetzt und Gesetze erlassen, wodurch der Eindruck entstehen konnte, es gäbe im Wesentlichen nur eine durch die Makropolitik verordnete 'Verbraucherpolitik von oben' herab. In den letzten Jahren hat sich diese Asymmetrie allerdings zugunsten der Zivilgesellschaft nachhaltig verschoben, Stichwort 'Politischer Konsum', und mittlerweile gibt es so viele Aktionen, Initiativen und Organisationen, dass wohl von einer stetig stärker werdenden 'Verbraucherpolitik von unten' gesprochen werden kann. Diesen Veränderungen geht der vorliegende Sammelband ein Stück weit nach. Der Inhalt · Der mündige Verbraucher als Auslaufmodell? · Politischer Konsum und politische Partizipation · Verantwortung und Verantwortlichkeiten · Die kulturell-moralische Dimension des Konsums · Akteure, Aktivisten, Initiativen, Organisationen und Verbände Die Herausgeber Apl. Prof. Dr. Kai-Uwe Hellmann lehrt am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin Konsum- und Wirtschaftssoziologie. PD Dr. Ansgar Klein ist Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Bernward Baule war im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz mit dem Schwerpunkt Verbraucherforschung/Verbraucherbildung tätig und ist freier Autor
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