Verbindlichkeit aus dem Diskurs : Denken und Handeln nach der Wende zur kommunikativen Ethik - Orientierung in der ökologischen Dauerkrise
معرفی کتاب «Verbindlichkeit aus dem Diskurs : Denken und Handeln nach der Wende zur kommunikativen Ethik - Orientierung in der ökologischen Dauerkrise» نوشتهٔ Dietrich Böhler، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Alber in der Verlag Herder GmbH در سال 2016. این کتاب در 9 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Dietrich Böhler führt im Licht der Wende zur Sprache und zur kommunikativen Ethik zunächst durch die Problemgeschichte und gibt eine traditionskritische Einführung in die Philosophie. Im systematischen zweiten Teil zeigt der Autor, wie tief und fruchtbar die Idee des strikt argumentativen und partnerschaftlichen Diskurses - seit Sokrates - als Stachel im Fleisch der Gewohnheiten, der Konventionen und Institutionen, aber auch des Relativismus und Skeptizismus sitzt. Daraus ergibt sich die Frage: Besitzt diese Idee neben ihrer emanzipatorisch kritischen Funktion auch Verbindlichkeit für die Lösung moralischer Konflikte und Orientierungskraft für das neuartige ethische Grundproblem der technologischen Zivilisation: Zukunftsverantwortung? Inhalt Vorblick Zur Neuausgabe Erster Teil: Alte Meister – neue Einsichten I Erstaunen und Erschrecken – Seinsschau oder Dialog als Anfang des Philosophierens? Sprachpragmatische Kritik der theoria-Tradition I.1 Sokratisches Erstaunen: Vor der Entdeckung der Diskurspartnerschaft I.2 Seinsschau versus Dialog als Anfang des Philosophierens? Platon und &a2l;Fußnoten&a2r; zu Platon I.2.1 Politisch ethischer Vorgriff: Platons latent totalitäre Kosmo-Theologik und Kosmo-Politik I.2.2 Die pragmatischen Dimensionen des Etwas-Denkens – verdrängt durch Platons akommunikative Sprach- und Erkenntnisauffassung I.2.3 Metaphysik des geistigen Sehens und Leerheit der Idee des Guten I.2.4 Platonische Lektionen für uns: Vorschein der Transzendentalphilosophie versus totalitäre politische Bildung und kosmo-naturalistischer Fehlschluß I.3 Aristoteles: Zwischen teleologischer Seinsmetaphysik, dialogischer Sokratik und konventioneller Ethik I.3.1 Aristoteles’ teleologische theoria-Ontologie, deren Fortleben, Ablösung und Aufhebung I.3.2 Aristoteles’ pragmatisch konventionelle Ethik I.3.3 Erstaunliche Verbindlichkeit aus dem Diskurs: der unhintergehbare Satz vom Widerspruch I.4 Aristoteles’ Schatten: Verbannung des kommunikativen Handelns aus der Philosophie – Türöffnung für den methodischen Solipsismus I.5 Die unbefriedigte Kommunikation: Rhetorik im Schatten der Metaphysik I.5.1 Isokrates und Cicero. Rhetorik als konsensbezogene Alternative zur theoria-Ontologie oder als relativistischer Diskursersatz mit naturalistischem Sicherheitstitel? I.5.2 Rhetorik und Ideologie – Kulturrelativistische Anfälligkeit der Rhetorik von Cicero bis Rorty I.6 Diskurs im dualistischen Rahmen einer christianisierten theoria. Von Augustinus und Thomas zementierte Erblasten I.6.1 Wirkmächtiger Augustinus. Verfestigung der akommunikativen Erkenntnis- und instrumentellen Sprachauffassung I.6.2 Thomas von Aquin. Der unbiblische Seins- bzw. Kontemplationsgott und das akommunikative Erkenntnisschema &a1l;diskursiver Verstand versus intuitive Vernunft&a1r; I.6.3 Weder Nominalismus noch Logizismus. Wittgensteins Staunen und halbherzige Wende zur Sprachpragmatik I.7 Diskurswillige Wanderschaft? Biblisches Dialog- und Moralerbe II Kritik der Moderne: Vernunft in den Grenzen des Subjekt-Paradigmas II.1 Hintergrund der Neuzeit. Vom kopernikanischen Choc zum selbstbewußten Subjekt und zur mathematisierten Technologie II.2 Zwei Formen der Aufklärung – ein Preis: Subjekt-Objekt-Dualismus und Verdrängung der Kommunikation durch einen Solipsismus der Methode II.3 Descartes: Selbstvergewisserung durch wissenschaftliche Methode und durch Reflexion des Erkenntnissubjekts II.4 Hobbes’ Antwort auf die konfessionellen Bürgerkriege: Zweckrationalistische Vertragstheorie in mechanistischem Rahmen II.5 Kants Suche nach Verbindlichkeit in den Grenzen einer Zwei-Welten-Metaphysik und deren Gesinnungsethik II.5.1 Kopernikanische Wende der Ethik: Verallgemeinerbarkeitstest als Weg zur Verbindlichkeit II.5.2 Folgelasten der Zwei-Welten-Metaphysik: Solipsistische Gesinnungs- statt kommunikativer Handlungsethik Zweiter Teil: Zukunftsverantwortung aus dem Diskurs III Diskurspragmatik. Dialogbezogene Grundlagen der Ethik III.1 »Wo bist du immer schon?« – Das Apriori des Begleitdiskurses III.2 ›Dialog‹ und ›Diskurs‹. Beziehungs- und Geltungsaspekt des Diskurses versus empirische Mannigfaltigkeit der Diskurse III.3 Sokratische Dialogreflexion. Vermittlung von Sollen und Wollen: Prinzipienbegründung und Willensmotivation aus dem Diskurs III.4 Verbindlichkeit aus dem Diskurs. Die praktischen Elemente der Vernunft III.4.1 Sprachliche Verständigung – durch Aussage oder durch Kommunikation, primär semantisch oder dialogpragmatisch? III.4.2 Selbsteinholung als Methode: Vorverständnis, Rekonstruktion, sinnkritische Reflexion III.4.3 Dialektik der Existenz: Das Zugleich von realer und idealer Kommunikationsgemeinschaft oder Ich&gv;I versus Ich&gv;II III.4.4 Sinnbedingungen des Diskurses: Geltungsansprüche und vorgängige Dialogversprechen der leibhaften Diskursteilnehmer III.4.5 Die Unmöglichkeit einer Privatsprache oder die Unhintergehbarkeit der kommunikativen Vernunft III.4.6 Kurzer Diskurs: &a1l;Kannst du die Diskurspartnerschaft mit dem, was du sagst und willst, vereinbaren?&a1r; III.5 Autonomie und Verantwortung. Entwicklung und Aufstufung der praktischen Vernunft III.5.1 Die &a2l;Achsenzeit&a2r;: Diskurs als Befreiung aus dem tragischen Neben- und Gegeneinander von Institutionen III.5.2 Entwicklungslogik der moralischen Urteilsbildung – Kohlberg redivivus III.5.3 &a1l;Aufhebung&a1r; der Gesinnungsethik: Moralische Strategiebildung angesichts &a1l;schmutziger&a1r; Handlungsbedingungen und fragwürdiger Zumutbarkeit III.5.4 Erfüllte Autonomie: &a1l;Meine&a1r; Verantwortung und Glaubwürdigkeit als Diskurspartner III.6 Sokrates und ›wir‹: Diskursglaubwürdigkeit und Moral sind verwoben III.6.1 Was der Logosgrundsatz bedeutet III.6.2 Platonischer Sokrates versus Moral aus dem Dialog III.6.2.1 Expertenmetaphysik der Wahrheit versus Pluralität und Verständigungsgegenseitigkeit im Diskurs III.6.2.2 Vor der Gefahr des Rechtspositivismus oder: Naturalistisch fehlschlüssige Vertragstheorie versus biblisch motivierte Menschenwürde III.6.2.3 Faktische Anerkennung versus Diskursglaubwürdigkeit III.6.2.4 Moralische Strategien: Verantwortung für den Erfolg und die Zumutbarkeit des Moralischen IV Zukunftsverantwortung und Menschenwürde IV.1 Mitverantwortung für die Menschheitszukunft in der Gefahrenzivilisation IV.2 Hans Jonas, Karl-Otto Apel und die Berliner Diskursethik – prinzipienethische Antworten auf den technologischen Prometheismus und die Entethisierung der Wissenschaften IV.2.1 Mikro-, Meso-, Makro- und Tiefendimension des zu Verantwortenden – eine paradoxe Wissenspflicht IV.3 Spekulativ metaphysische versus reflexiv dialogische Begründung des Prinzips Mitverantwortung. Läßt sich das Zugleich von Freiheit und Verantwortung (Kants &a2l;Faktum der reinen Vernunft&a2r;) einholen? IV.4 Absolute Pflicht zum Dasein der Menschheit? IV.4.1 Hans Jonas’ orientierende Gedankenexperimente IV.4.2 Pflicht zur Daseinsbewahrung der Menschheit. Als Diskurspartner hast du dich zur Vereinbarkeit deiner Thesen/Entscheidungen mit einem unbegrenzten argumentativen Konsensus verpflichtet IV.5 Naturverantwortung als Diskursverantwortung IV.5.1 Solidarität mit der belebten Natur: Öko-Holismus oder Diskursverantwortung? IV.5.2 Diskursverantwortung als Naturverantwortung: Das zugleich öko-verantwortungsethische Prinzip des leibhaften Diskurspartners IV.5.2.1 Wahrnehmung der &a1l;Naturinteressen&a1r;&ga;: Quasi-Verstehen und Diskursverantwortlichkeit IV.6 Fürsorge oder Sich-Verantworten? Verantwortung in theoretisch intuitiver versus diskursiv kommunikativer Einstellung IV.7 Ist Atomenergie verantwortbar? IV.7.1 Diskursverantwortung versus &a2l;pragmatische&a2r; Atomenergiepolitik IV.7.2 Metaphysisch versus diskurspragmatisch: zwei komplementäre Denkweisen – eine erschreckende Einsicht IV.8 Die Grundnorm Menschenwürde – Verbindlichkeitserweis im Dialog mit einem Zweifler IV.9 Was heißt und wo beginnt Menschenwürde? IV.9.1 &a2l;Menschenwürde&a2r; – der Schirm potentiell vernunftfähiger und vernunftunfähiger Leibwesen IV.9.2 Anspruch auf Achtung der Menschenwürde versus &a1l;verbrauchende Embryonenforschung&a1r; und PID Literatur Personenregister Sachregister Erste Stimmen zum Buch
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