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Utopie und Krieg bei Ludwig Achim von Arnim (Untersuchungen Zur Deutschen Literaturgeschichte) (German Edition)

معرفی کتاب «Utopie und Krieg bei Ludwig Achim von Arnim (Untersuchungen Zur Deutschen Literaturgeschichte) (German Edition)» نوشتهٔ Nitschke, Claudia، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Main description: In Ludwig Achim von Arnim (1781-1831), the deeply unsettling experiences of crisis in the period of revolution and war around 1800 cemented the conviction of a utopian potential inherent in the period of upheaval he was living through. In view of his deeply pessimistic analyses of current events, this conviction comes as a major surprise and calls for explication and clarification with reference to selected texts by Arnim and to contemporaneous semantics. The approach is necessarily a dual one: a diachronic analysis is required to do justice to Arnim's aesthetic adaptation of reality, and also as a supplement to the close analysis of the individual texts I. Einleitung 1. Gesellschaftsstruktur und Semantik 2. Zum Aufbau 3. Ästhetische Utopien II. Zwischen Kunst und Krieg: Arnims Lebenswelt im Spiegel von Briefen und Aufsätzen 1. Phänomenologie und Ideologie: Zwischen Beschreibung und Bedeutung des Krieges 2. Kunst und Krieg als effektive und legitime Mittel der Politik III. Von Volksliedern 1. Der Niedergang der Zeit: Ursachen und Folgen der Französischen Revolution 2. Textfortschreibung im Wunderhorn und im Wintergarten 3. Die Utopie des Ästhetischen: Volkslieder als Medikation – Der Wintergarten als Anschlußprojekt zum Wunderhorn 4. Die bedingte individuelle Verfügbarkeit von Geschichte: »Consiliis hominum pax non reparatur in orbe« IV. Parallelen des Wintergartens zu den Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten 1. Volk, Geselligkeit und ästhetische Erziehung in den Unterhaltungen 2. Die Unterhaltungen als struktureller Prätext des Wintergartens V. Der Wintergarten: Gemeinschaft und Individualität 1. Die Rahmenhandlung im Wintergarten 2. »Historisch-romanto-völkero-liederischen Sachen«: Das ›Volk‹ als Zielutopie 3. Die Kommunizierbarkeit von Individualität 4. Utopische Manifestationen – Vom abgeschotteten Provisorium zur ästhetischen Antizipation 5. Die utopisch-anachronistische Konzeption des Wintergartens 6. Die Utopie des Ästhetischen im Wintergarten VI. Das Anton-Fragment 1. Der neue Fokus auf die Individualitätsthematik im Kontext des Entwicklungsromans 2. Anton-Fragment im Kontext der Forschung 3. Abenteuergeschichte und Individuationsprozeß: Entwicklungselemente im Ur-Kronenwächter-Text 4. Der Nachtrag: Skizzen zum Inhalt der ›Bildungs‹-Utopie 5. Die Bildungsthematik als Anweisung auf die Zukunft: Die Interferenz zwischen Roman-Fragment und Nachtrag 6. Zyklische Aspekte des Geschichtsbildes im Anton-Fragment VII. Die Kronenwächter 2. Das erste Buch der Kronenwächter 3. Das zweite Buch: Die invertierte Utopie 4. Die invertierte Zeitutopie 5. Die ästhetische Utopie und die Utopie des Ästhetischen 6. Der Krieg im Bedeutungsnetz der Texte und der Wandel der ästhetisch vermittelten Utopien und der Utopien des Ästhetischen: Vom Kriegsappell zum Krieg als Symbol innerhalb der Handlung 7. Seltsames Begegnen und Wiedersehen und der Tolle Invalide im Kontext der Kronenwächter VIII. Die Kronenwächter und Die Einquartierung im Pfarrhaus 1. Die gescheiterte Familienzusammenführung als asymptotische Annäherung an eine implizite utopische Konstruktion in der Druckfassung der Einquartierung 2. Die Einquartierung im Pfarrhaus im Kontext ihrer Vorstufen: Inhaltliche Verschiebungen IX. Über die Potentialität der Kriegszeit: Die Welt im Sprung X. Literaturverzeichnis 1. Verwendete Abkürzungen 2. Primärliteratur 3. Forschungsliteratur

Für den hochkomplexen Übergang der Gesellschaftsformation zur Moderne als historisches und bewusstseinsgeschichtliches Phänomen um 1800 haben die verschiedenen Kriege im Gefolge der Französischen Revolution eine grundlegende Bedeutung als bestimmende Epochenerfahrung, die ihren gravierenden Niederschlag vor allem auch bei Ludwig Achim von Arnim (1781–1831) findet. Sein gesamtes Werk kann als Auseinandersetzung mit der Krisenzeit im Zeichen der symptomatischen kriegerischen Ereignisse verstanden werden. Dieser Impetus spiegelt sich speziell in seinen poetischen Texten, in deren Realitätskonstruktionen sich die Veränderung von Erfahrungsmustern in der Semantik mit besonderer Intensität einschreibt.

Den entscheidenden Zugriff für die Untersuchung dieses poetischen Transformationsverfahrens bilden dabei Arnims textliche Utopien (im Aufsatz Von Volksliedern, im Wintergarten, im Anton-Fragment, in den Kronenwächtern und späteren Erzählungen), die auf die Folgen des epochalen Umbruchs vornehmlich mit einem neuen Gemeinschaftsverständnis und einem modernen Individualitätskonzept reagieren. Im Rekurs auf den von Niklas Luhmann explizierten Zusammenhang von Gesellschaftsstruktur und Semantik wird es möglich, Arnims utopische Erfahrungskoordination bzw. deren allmähliche Veränderung auf einen elementaren strukturellen Wandel zurückzubeziehen sowie auch die ästhetisch gedeutete historische Realität in seinen Texten wiedererkennbar und für die Interpretation fruchtbar zu machen.

Für den hochkomplexen Übergang der Gesellschaftsformation zur Moderne als historisches und bewusstseinsgeschichtliches Phänomen um 1800 haben die verschiedenen Kriege im Gefolge der Französischen Revolution eine grundlegende Bedeutung als bestimmende Epochenerfahrung, die ihren gravierenden Niederschlag vor allem auch bei Ludwig Achim von Arnim (1781-1831) findet. Sein gesamtes Werk kann als Auseinandersetzung mit der Krisenzeit im Zeichen der symptomatischen kriegerischen Ereignisse verstanden werden. Dieser Impetus spiegelt sich speziell in seinen poetischen Texten, in deren Realitätskonstruktionen sich die Veränderung von Erfahrungsmustern in der Semantik mit besonderer Intensität einschreibt. Den entscheidenden Zugriff für die Untersuchung dieses poetischen Transformationsverfahrens bilden dabei Arnims textliche Utopien (im Aufsatz Von Volksliedern, im Wintergarten, im Anton-Fragment, in den Kronenwächtern und späteren Erzählungen), die auf die Folgen des epochalen Umbruchs vornehmlich mit einem neuen Gemeinschaftsverständnis und einem modernen Individualitätskonzept reagieren. Im Rekurs auf den von Niklas Luhmann explizierten Zusammenhang von Gesellschaftsstruktur und Semantik wird es möglich, Arnims utopische Erfahrungskoordination bzw. deren allmähliche Veränderung auf einen elementaren strukturellen Wandel zurückzubeziehen sowie auch die ästhetisch gedeutete historische Realität in seinen Texten wiedererkennbar und für die Interpretation fruchtbar zu machen
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