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Utilitas Constantiniana. : Privatrechtsgesetzgebung am Beginn des vierten Jahrhunderts.

معرفی کتاب «Utilitas Constantiniana. : Privatrechtsgesetzgebung am Beginn des vierten Jahrhunderts.» نوشتهٔ Jan Dirk Harke; Duncker & Humblot، منتشرشده توسط نشر Duncker & Humblot GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das legislative Wirken Konstantins des Großen auf dem Gebiet des Privatrechts steht in dem Ruf, mit der bis zu Diokletian fortgeführten Tradition des klassischen römischen Rechts zu brechen. Der Vergleich der Rechtssetzung beider Kaiser leidet freilich unter einer erheblichen Asymmetrie der Überlieferung, weil von Diokletian vorwiegend Reskripte, von Konstantin dagegen nur allgemeine Gesetze erhalten sind. Während jene die gesamte Privatrechtsordnung abbilden, sind diese auf punktuelle Neuerungen beschränkt und vermitteln keinen Überblick über das zu Konstantins Zeit geltende Recht. Lässt es sich daher auch nicht in seiner Gesamtheit rekonstruieren, kann man in den Konstitutionen Konstantins doch gewisse übergreifende Züge ausmachen. Hervorstechend sind einerseits das Bemühen um die Verwirklichung der rechtsgeschäftlichen Absicht als Erscheinungsform einer dogmatisch konsequenten Rechtsfortbildung, die ungeachtet ihrer rhetorischen Verbrämung in Konstantins Gesetzgebung vorherrscht. Andererseits stoßen wir auf das gegenläufige Streben nach Rechtssicherheit als dominierendes Element unter den politisch motivierten Entscheidungen. Konstantin wird dabei nicht zugunsten der beteiligten Privatrechtssubjekte, sondern allein im öffentlichen Interesse an Vermeidung und Beschleunigung von Rechtsstreitigkeiten tätig.»Utilitas Constantiniana. Private Law Legislation at the Beginning of the Fourth Century«The legislative work of Constantine the Great in the area of private law has the repute of breaking with the tradition of classical Roman law continued up to Diocletian. The comparison of the legislation of both emperors suffers, though, from the asymmetry of the transmission, because only regular laws with selective innovations by Constantine have been preserved. Nevertheless, one can identify overarching traits: on the one hand, the effort to realise the intention behind legal transactions as part of a dogmatically consistent further development of the law, on the other hand, the opposing striving for legal certainty as the dominant element among the politically motivated decisions. Inhaltsverzeichnis Erstes Kapitel: Einleitung I. Überwundene Vorurteile II. Gang der Untersuchung Zweites Kapitel: Einfluss des Christentums? I. Scheidungs- und Konkubinatsverbot II. Befreiung christlicher Sklaven? III. Christliche Sexualmoral beim senatus consultum Claudianum? IV. Sklavenfürsorge aus christlicher caritas? V. Freilassung als kirchliches Ritual? VI. Beseitigung der Diskriminierung von Ehe- und Kinderlosigkeit VII. Zwischenergebnis Drittes Kapitel: Die Verwirklichung des rechtsgeschäftlichen Willens I. Die Testamentsform II. Die Testamentsanfechtung III. Soldatentestament IV. Bonorum possessio V. Verträge über den Nachlass eines lebenden Dritten VI. Schenkungen an Gewaltunterworfene VII. Zwischenergebnis Viertes Kapitel: Dogmatische Konsequenz I. Der Statusprozess II. Freiheitsverlust durch Beteiligung am Selbstverkauf III. Die Rechtsstellung von Findelkindern IV. Rechtsfolgen einer Begnadigung V. Dinglicher Rechtsstreit und Besitzschutz VI. Die longi temporis praescriptio VII. Verbot des Verfallspfandes VIII. Veräußerung einer streitbefangenen Sache IX. Bindungswirkung von Kaufverträgen X. Haftung von Auftragnehmern und Betreuern XI. Beweislastverteilung bei der Testamentsanfechtung XII. Die bona materna XIII. Das peculium quasi castrense XIV. Schutz des Mündelvermögens XV. Die venia aetatis XVI. Zwischenergebnis Fünftes Kapitel: Zugeständnisse an die Realität und politische Zwecke I. Kindsverkauf II. Zuwendungen an Kleinkinder III. Voreheliche Schenkungen im Todesfall IV. Schenkungen unter Ehegatten und Deportation V. Förderung des Sachdarlehens VI. Sanktionen für die Sklavenflucht VII. Erbrecht der Mutter VIII. Zuwendungsverbot bei standeswidriger Verbindung IX. Erpressungen durch Amtsträger X. Schollenbindung der Kolonen XI. Verstärkung des Patronats und der Vatersgewalt XII. Zwischenergebnis Sechstes Kapitel: Das Streben nach Rechtssicherheit I. Die longissimi temporis praescriptio II. Statusfragen III. In integrum restitutio wegen Minderjährigkeit und Verfügungsverbot IV. Actio de dolo V. Durchbrechung des Scheidungsverbots VI. Donationes ante nuptias VII. Formzwang für die Schenkung VIII. Formzwang für den Kaufvertrag IX. Zwischenergebnis Siebtes Kapitel: Schluss I. Ergebnis II. Abgleich mit der Rechtsquellenlehre Literaturverzeichnis Quellenverzeichnis Das legislative Wirken Konstantins des Großen auf dem Gebiet des Privatrechts steht in dem Ruf, mit der bis zu Diokletian fortgeführten Tradition des klassischen römischen Rechts zu brechen. Der Vergleich der Rechtssetzung beider Kaiser leidet freilich unter einer erheblichen Asymmetrie der Überlieferung, weil von Diokletian vorwiegend Reskripte, von Konstantin dagegen nur allgemeine Gesetze erhalten sind. Während jene die gesamte Privatrechtsordnung abbilden, sind diese auf punktuelle Neuerungen beschränkt und vermitteln keinen Überblick über das zu Konstantins Zeit geltende Recht. Lässt es sich daher auch nicht in seiner Gesamtheit rekonstruieren, kann man in den Konstitutionen Konstantins doch gewisse übergreifende Züge ausmachen. Hervorstechend sind einerseits das Bemühen um die Verwirklichung der rechtsgeschäftlichen Absicht als Erscheinungsform einer dogmatisch konsequenten Rechtsfortbildung, die ungeachtet ihrer rhetorischen Verbrämung in Konstantins Gesetzgebung vorherrscht. Andererseits stoßen wir auf das gegenläufige Streben nach Rechtssicherheit als dominierendes Element unter den politisch motivierten Entscheidungen. Konstantin wird dabei nicht zugunsten der beteiligten Privatrechtssubjekte, sondern allein im öffentlichen Interesse an Vermeidung und Beschleunigung von Rechtsstreitigkeiten tätig. / »Utilitas Constantiniana. Private Law Legislation at the Beginning of the Fourth Century« -- The legislative work of Constantine the Great in the area of private law has the repute of breaking with the tradition of classical Roman law continued up to Diocletian. The comparison of the legislation of both emperors suffers, though, from the asymmetry of the transmission, because only regular laws with selective innovations by Constantine have been preserved. Nevertheless, one can identify overarching traits: on the one hand, the effort to realise the intention behind legal transactions as part of a dogmatically consistent further development of the law, on the other hand, the opposing striving for legal certainty as the dominant element among the politically motivated decisions
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