Untersuchungen über die versteinerungsführenden Diluvialgeschiebe des norddeutschen Flachlandes mit besonderer Berücksichtigung der Mark Brandenburg : I. Stück. Allgemeine Einleitung nebst Uebersicht der älteren baltischen Sedimentgebilde. Untersilurische
معرفی کتاب «Untersuchungen über die versteinerungsführenden Diluvialgeschiebe des norddeutschen Flachlandes mit besonderer Berücksichtigung der Mark Brandenburg : I. Stück. Allgemeine Einleitung nebst Uebersicht der älteren baltischen Sedimentgebilde. Untersilurische» نوشتهٔ Dr. Adolf Remelé (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 1883. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
cf. DAMES, Zeitschr. der deutsch. geolog. Ges., XXXI. p. 210. Man hat das betr. Gestein auch Wurmsandstein oder Arenicola-Sandstein genannt. Dass es übrigens mit den Röhren bohrender Würmer nichts zu schaffen hat, wurde von DAMES dargethan. JENTzscu (ib. p. 792) bemerkt, dass dergleichen Geschiebe besonders häufig an der unteren Elbe bei Schttlau seien, auch noch in den Weichselgegenden (Danzig, Bromberg) angetroffen würden, dagegen in Ostpreussen fehlten.2 ) Auch kugelige Concretionen von Markasit, welche zuverlässig der Kreide entstammen, kommen in dem Geschiebewall nicht selten vor.II"' 1) Es steht hier im Original "Wielche", was sicher ein Schreib-oller Druckfehler ist. Ili XVIII Versteinerungen 1 ) hin, welche gelehrt habe, dass dies dieselben Formen seien, die auch in den dieser Formation angehörigen Diluvialgeröllen sich fänden. Indem dieser Satz nun verallgemeinert wird, heisst es weiter bei ihm wörtlich: "Hiermit war der Schlüssel zur Lösung der Frage über den Ursprung unseres exogenen (i. e. sedimentiiren) Gerölle gegeben; sie sind nicht von auswärts in die Diluvialländer hineingekommen, sondern in diesen selbst früher als anstehende Lager vorhanden gewesen." Wenn man jedoch die seit Beginn unseres Jahrhunderts eifrig betriebenen paläontologischen Forschungen über die Schichtensysteme der nordeuropäischen Länder auch nur flüchtig ins Auge fasst, kann eine solche Ansicht nicht mehr als stichhaltig gelten. Namentlich hat zunächst die Untersuchung der versteinerungsreichen obersilurischen Kalke der schwedischen Insel Gotland, später auch die gewisser gleichaltriger Ablagerungen auf der Insel 0 es e 1 an der Ehstländischen Küste, und deren Vergleichung mit einigen bei uns sehr verbreiteten Kalksteingeschieben, eine so frappante Uebereinstimmung mit letzteren ergeben, dass der nordische Ursprung dieser Geschiebe unbe• streitbar ist. Ebenso bestimmt weisen die cambrischen Gerölle und mehrere Arten unserer Orthocerenkalke auf den südlichen Theil Schwedens und die nahegelegene Insel :oeland hin. Nach und nach aber traten verschiedene Beobachtungen an die Oeffentlichkeit, welche aucli für einen Theil der untersilurischen Geschiebe den Blick von Schweden nach den russischen Ostseeprovinzen, und zwar ganz hauptsächlich nach Eh s tlan d, ablenkten. In dieser Beziehung ist vor Allem die Monographie der Sadewitzer Geschiebe-Fauna von FEIW. RoEMER 2 ) hervorzuheben, eine durch Klarheit der Beschreibung wie durch scharfsinnige geologische Auffassung mustergültige Arbeit. Es wird darin der Beweis geliefert, dass diese merkwürdige, fast ganz auf einen kleinen Umkreis um Sadewitz bei Oels beschränkte Anhäufung von Kalksteingeschieben, welche früher Jahrhunderte lang zum Kalkbrennen verwerthet wurde, ihren organischen Einschlüssen nach in ein über dem Orthocerenkalk liegendes höheres Niveau der unteren silurischen Abtheilung gehört und speciell mit der von FRIEDR. ScmiiDT als Lyckholm'sche Schicht in Ehstland unterschiedenen Zone aufs genaueste übereinstimmt. Kurz vorher schon hatte Fu. ScHi\IIDT 3 ) auf Grund einiger Vergleichungen der beiderseits auftretenden Petrefacten dieselbe Ansicht geäussert.Bezüglich der so überaus .häufigen Gerölle, •welche den alten krystallinischen l\Ias sengesteirren und dem Gneiss angehören, hat man vielfach angenommen, dass Sie hauptsächlich von Finnland und zu einem kleineren Theile aus Schweden und 1 ) Im Neuen Jahrb. für Mineralogie u. s. w., .Tahrg. 1839, 1840 und 1842.2 ) Die fossile Fauna der silurischen Diluvial-Geschiebe von Sadewitz, 1861.3 ) Beitrag zur Geologie der Insel Gotland, im Archiv fiir die Naturkunde Liv-, Ehst-und Km•lands, Ser. I, Bd. II. p. 463 (Dorpat 1809). XIX dem südlichen Norwegen abzuleiten smen. In der That haben e1mge unserer Geschiebe mit :finnländischen Gebirgsarten die grösste Aehnlichkeit. Dies gilt besonders von der unter dem Namen Rapakivi bekannten Granitvarietät, welche an den porphyrisch ausgesonderten braunrothen Orthoklasen, die von einem dünnen Mantel grünlichgrauer Plagioklasmasse umhüllt sind, leicht erkannt werden kann; dieselbe ist zwar nicht zu den häufigeren Granitgeschieben zu rechnen, kommt aber doch weit verbreitet vor und ist u. a. auch an vielen Punkten Schlesiens gefunden worden (cf. LmmscH, a. a. 0. p. 11). Das genannte Gestein ist nun bis jetzt bloss in Finnland anstehend bekannt; es zeigt hier und ganz ebenso in unserm Diluvium eine grosse Neigung zur Verwitterung. Indessen weisen doch neuere Beobachtungen für die meisten unserer eruptiven Gerölle mehr auf Schweden hin.Man darf nun aber nicht glauben, dass die Gebirgsglieder, deren Zertrümmerung die ungeheuern Schuttmassen der norddeutschen Ebene geliefert hat, in nördlichen Ländern sammt und sonders noch an der Erdoberfläche vorhanden seien; vielmehr wird es immer wahrscheinlicher, dass sie grossentheils entweder ganz zerstört wurden, oder wenigstens nicht mehr zu Tage liegen und ihre Reste jetzt vom Meere überfluthet sind. Zu einer solchen Ansicht hat man sich vor längerer Zeit schon hinsichtlich der Jurageschiebe bekennen müssen. Zwar findet sich zuweilen ein gelbbrauner Sandstein mit Ammonites Parkinsani Sow., welcher dem unteren Niveau des oberen braunen Jura angehört und nach B"YR!Cil von der Insel Gristow bei Cammin an der pommersehen Küste herrührt'). Allein dieses Vorkommen tritt völlig zurück gegen den oben envälmten sehr versteinerungsreichen Kalkstein mit Rhynchonella varians, Astarte pulla, Ammonites .fason etc., "'elcher •in den obersten Horizont des Doggers, die Etage des Kelloway rock, gehört und fast in allen Thcilen der norddeutschen Ebene östlich der Eibe angetroffen \Yird. Da ein Gestein von ähnlicher Beschaffenheit, aber doch keineswegs damit iibereinstimmend, anstehend nur am \Vindau-Flusse im nördlichen Litl1auen und in Kurland bekannt ist, so muss man nach B~;nucH's Vorgang annehmen, dass früher ein im südlichen Theil der heutigen Ostsee zusammenhängend verbreitetes jurassisches Territorium existirte, welches clie Juraablagerungen des Gouvernements Kowno in Lithanen mit den gegenwärtig noch im Gebiet cler Odermündungen vorhandenen kleineren Juramassen verband, und in dem der Ursprung jener Geschiebe zu suchen ist; für diesen Juradistrict hat BEYRICH 2 ) sehr passend den Namen "baltischer Jura" in die Wissenschaft eingeführt. Was die Heimath der Kreidegeschiebe betrifft, so stammen einige unzweifelhaft von Rügen, andere stimmen mit Gesteinen von Bornholm 1) Von diesem Geschiebe, dessen Verbreitung sich übrigens auf die der unteren Oder benachbarten Gegenden beschränkt, verdanke ich Herrn Forstmeister BANDO ein sehr schönes, den genannten Ammoniten enthaltendes Stück, welches bei Chorin gefunden wurde.2 ) Zeitschr. d. deutsch. geolog. Ges., XIII. p. 143. lU\*Gliederung und {Jharakte••istik der ca~nbrischen und untersilurischen Schichten in Sch-w-eden. I. Dalekarlien (Dalarne). Nach TÖRNQVIST 1 ) und theilweise nach LINNARSSON 2 ).A. Cambrisehe Formation. Euritsandstein und Digerbergsandstein. Ersterer meist roth oder grau, felsitähnlich oder quarzitartig und stellenweise der Porphyrstructur sich nähernd; nach STüLPE das ältere Glied. Letzterer roth oder braun, kleine, oft kantige Porphyrbruchstücke enthaltend und von etwas grauwackenähnlicher Textur, jedoch einerseits auch in dichteren (i. e. feinkörnigeren) Sandstein, andererseits in ein Conglomerat mit Trümmern von Quarzit, Eurit (Felsit) und Porphyr übergehend 3 ). Schleifsandstein. Feinkörniger, feldspathreicher, meist ziemlich lockerer Sandstein, we1ss, grau oder roth, im letzteren Falle mit oder ohne hellere rundliche Flecken 4 ). B. Untersilnrformation. 3. Obolus -Zone. Bei Wikarbyn über Granit lagernd. Als einzige Versteinerung wurde bisher eme Obolus-Art beobachtet 5 ).1 ) Hauptsächlich nach der Abhandlung "Om Siljanstraktens paleozoiska formationsled•', Öfvers. af Kongl. Vetensk.-Akad. Förhandl, 187±. No. 4.2 ) Jemförelse mellan de Siluriska aflagringarna i Dalarne och i Vestergötland, ib. 1871. No. 3.3 ) TöRNQVIST erklärt die den beiden Gesteinen, gleichwie dem folgenden, gegebene geognostische Stellung nicht für positiv erwiesen, bemerkt aber, dass man ihnen schwerlich einen anderen Platz anweisen könne.4 ) Letztere Angaben passen vollkommen zu dem Aussehen gewisser, nicht seltener Sandsteingeschiebe der .i\Iark, welche ToRELL von der Smaländischen Küste herleitet, während HELLAND für diese Geschiebe gleichfalls auf Datekarlien hingewiesen hat. 5 ) Diese Etage ist auch von TöRNQVlST bereits zu den untersilurischen Schichten gerechnet worden. Gegenwärtig wird sie als eine Unterabtheilung des Ceratopygekalks betrachtet. IV\* XXVIII a) Obolus-Conglomerat. Schwarzer oder grauer Kalk mit eingeschlossenen Geröllen verschiedener Gesteinsarten sowie mit Phosphoritknollen. b) Obolus-GruskaJk. Unreiner, grusiger und zumeist leicht zerfallender Kalkstein von mehr oder weniger dunkelgrüner Farbe. 4:. Unterer Graptolithenschiefer (Phyllograptusschiefer). Als grüner Thonschiefer von TÖRNQVIS1' 1 ) bei Skattungbyn eingebettet im Glaukonitkalk (5. a) beobachtet. Enthält neben Fossilien des letzteren (unter denen Orthis parva PAND. genannt wird) sowie Leptaena sericea Sil. Syst. zugleich eine Graptolithenfauna, vermöge deren dieser Schiefer, der übrigens mitsammt jenem grünen Kalk sehr unbedeutend mächtig ist, dem unter dem Orthocerenkalk liegenden Graptolithenschiefer in Schonen entspricht. Von Arten werden angegeben: Tetr•agraptus ser•ra BIWNGN., Tetr. quadribrachiatus HALL, Didymograptus affinis NICIIOLSON (?), Didymogr'. minutus TöRNQV., Phyllograptus densus TöRNQV. (gemein, ähnlich Phyllogr•. angustifolius HAu~) und "Graptolites r•amulus" HALL.An derselben Stelle ist der untere rothe Orthocerenkalk (5. b) au:fl'allenderweise z. Th. durch einen ziegelrothen Mergelschiefer vertreten. ') ib. Bel. VI. Nr. G, :i'ov. lt\82, p. ~fJG ff. Dieses Heft ist mir durch Verschuhleu rles Buchhändlers verspätet zugegtwgen. 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