Unsichere Gespräche : Zur Interaktion von Arzt, Patienten und nicht-menschlichen Akteuren in der Neuroonkologie
معرفی کتاب «Unsichere Gespräche : Zur Interaktion von Arzt, Patienten und nicht-menschlichen Akteuren in der Neuroonkologie» نوشتهٔ Günther, Sonja، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
KOBLENZER HOCHSCHULPREIS 2016 Im Rahmen neuroonkologischer Gespräche dient das MRT-Gerät den Ärzten als primäre diagnostische Grundlage, da es bei diesem Krankheitstyp keine einheitlichen Symptome gibt und der direkte Blick auf die ursächliche Läsion versperrt ist. Fokus dieser gesprächslinguistischen Studie ist die analytische Erfassung des für diese Gespräche konstitutiven Moments der Unsicherheit, welches u.a. durch die ständige Anwesenheit von technischen Apparaten evoziert wird. Grundlage der Analyse sind über 140 Arzt-Patient-Gespräche, aufgenommen in der neuroonkologischen Ambulanz eines Uniklinikums. Bei der Auswertung des Datenkorpus werden Latours Akteur-Netzwerk-Theorie, Clarkes Situationsanlyse sowie Flecks Denkstilkonzept gesprächsanalytisch genutzt. Entsprechend werden die beteiligten situativen und diskursiven Akteure als gleichrangig handelnde Partner betrachtet. Die Untersuchung zeigt, wie trotz der vorliegenden Unsicherheiten Vertrauen aufgebaut werden kann. Denn obwohl der Arzt Entscheidungen auf Basis von unsicherem Wissen treffen muss, vermag er durch seine erfahrungs- und denkstilbasierte Analyse des Netzwerkes die Situation und das apparativ gewonnene Wissen partiell zu sichern. "Im Rahmen neuroonkologischer Gespräche dient das MRT-Gerät den Ärzten als primäre diagnostische Grundlage, da es bei diesem Krankheitstyp keine einheitlichen Symptome gibt und der direkte Blick auf die ursächliche Läsion versperrt ist. Fokus dieser gesprächslinguistischen Studie ist die analytische Erfassung des für diese Gespräche konstitutiven Moments der Unsicherheit, welches u.a. durch die ständige Anwesenheit von technischen Apparaten evoziert wird. Grundlage der Analyse sind über 140 Arzt-Patient-Gespräche, aufgenommen in der neuroonkologischen Ambulanz eines Uniklinikums. Bei der Auswertung des Datenkorpus werden Latours Akteur-Netzwerk-Theorie, Clarkes Situationsanlyse sowie Flecks Denkstilkonzept gesprächsanalytisch genutzt. Entsprechend werden die beteiligten situativen und diskursiven Akteure als gleichrangig handelnde Partner betrachtet. Die Untersuchung zeigt, wie trotz der vorliegenden Unsicherheiten Vertrauen aufgebaut werden kann. Denn obwohl der Arzt Entscheidungen auf Basis von unsicherem Wissen treffen muss, vermag er durch seine erfahrungs- und denkstilbasierte Analyse des Netzwerkes die Situation und das apparativ gewonnene Wissen partiell zu sichern"-- Provided by publisher Inhalt Einleitung 1.1 Zur Besonderheit der Arzt-Patienten-Kommunikation bei Hirntumorpatienten 1.2 Die Arzt-Patienten-Kommunikation als linguistischer Forschungsgegenstand 1.3 Fragestellung und Zielsetzung 1.4 Aufbau der Arbeit 2 Methodisches Vorgehen 2.1 Betrachtung der Gespräche als Diskursfragmente 2.2 Entwicklung des Korpus nach den Prinzipien der Grounded Theory 2.3 Verortung des Korpus im sozialen Raum 3 Genese und Materialisierung von Wissen 3.1 Konstruktion von Erkenntnis 3.2 Wissen und Nichtwissen 3.3 Erkenntnisproduktion in der Medizin 3.4 Zwischenfazit und Ausblick 4 Die Akteur-Netzwerk-Theorie 4.1 Die Akteur-Netzwerk-Theorie als empirischer Forschungsansatz 4.2 Die ANT als Soziologie der Übersetzung 4.3 Die Stabilisierung des Sozialen 4.4 Nichtmenschliche Akteure des untersuchten Netzwerks 5 Arzt-Patienten-Gespräche als Arzt-Patienten-nichtmenschliche Akteur- Gespräche 5.1 Verortung der Gespräche innerhalb ihrer Sozialen Welt 5.2 Das Technoskript als Akteur 5.3 Die Dinge als Akteure 5.4 Der Tumor als Akteur 5.6 Die Operation als gemeinsamer Interaktionsraum 6 Fazit Literatur "Diese Studie untersucht auf Basis von über 140 Arzt-Patient-Gesprächen, aufgenommen in einer neuroonkologischen Ambulanz, den Umgang mit dem für diese Gespräche konstitutiven Moment der Unsicherheit. Die Auswertung des Datenkorpus erfolgt mittels Latours Akteur-Netzwerk-Theorie, Clarkes Situationsanlyse und Flecks Denkstilkonzept. Das MRT-Gerät, primäre Grundlage der ärztlichen Diagnose, wird als nichtmenschlicher Akteur im Gespräch verstanden"-- Provided by publisher
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