Ungeschehene Geschichte : Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn ...?
معرفی کتاب «Ungeschehene Geschichte : Ein Traktat über die Frage: Was wäre geschehen, wenn ...?» نوشتهٔ Alexander Demandt، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
The question "What would have happen if ...?" is still considered by many historians to be an unproductive gimmick. Alexander Demandt reminds us, however, of Friedrich Schiller's assertion that culture can unfold only in this game. If this is true, then it also holds true in some ways for science. The playful use of possibilities is just as important as research in accordance with proven methods. Not only possibility, but thoughtful further analysis of historical alternatives are the focus of this little book: What would have happened if Hitler had died in 1938, or the German peasant war of 1525 had succeeded? What if Jesus had been pardoned by Pontius Pilate, or Hannibal had marched on Rome after the victory at Cannae? In original and sometimes "brilliant diction" (Frank Schirrmacher, FAZ) Demandt also shows that, and how, we can justify the thinking of unrealized alternatives in the history of science. German text. Cover 1 Title Page 4 Copyright 5 Table of Contents 6 Body 11 Vorwort zur ersten Auflage 9 Vorwort zur zweiten Auflage 10 Vorwort zur dritten Auflage 11 Vorwort zur vierten Auflage 14 Vorwort zur Neuausgabe 15 1. Einwände Erwägungen zu möglicher Geschichte sind kein Thema. 16 1.1 Das Nachdenken über ungeschehene Geschichte ist verpönt, denn: 17 1.2 Ungeschehenes gilt als bedeutungslos 18 1.3 und unerforschbar. 18 1.4 Überlegungen dazu erscheinen unangebracht, denn: . 19 1.41 die möglichen Alternativen sind zahllos, 19 1.42 sie zerreißen den Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart, 20 1.43 simulieren eine subjektlose Historie und verkennen die Notwendigkeit des Geschehenden 21 1.5 Diese Einwände sind nicht stichhaltig. 22 2. Zwecke Das Nachdenken über ungeschehene Geschichte ist nötig: . 24 2.1 zur Vervollständigung unseres Wissens, 25 2.2 zum Verständnis von Entscheidungssituationen, 26 2.3 zur Gewichtung von Kausalfaktoren, 29 2.31 zur Erkenntnis negativer Tatsachen, 32 2.4 zur Begründung von Werturteilen, 33 2.5 zur Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten. 38 2.501 Vergangenes war nicht gleichermaßen wahrschein-lich. 39 2.502 Zufall und Willensentschluß wirken 39 2.51 stark in Krisen- und Anfangsstadien, 42 2.52 unterschiedlich in den einzelnen Sektoren des Geschehens: 45 2.521 im Zivilisationsprozeß kaum, 45 2.522 in der Kulturgeschichte stärker, 46 2.523 in der Politik bisweilen maßgeblich, 48 2.524 in der Kriegsgeschichte vielfach, 48 2.525 in der Religionsgeschichte entscheidend. 49 2.6 Unverwirklichtes ist ebenso im Einzelleben und im Naturgeschehen erkennbar. 50 2.7 Alternativkonstruktionen sind heuristisch nützlich und didaktisch unentbehrlich. 52 3. Begründungsweisen Die Annahme von unverwirklichten Möglichkeiten ist begründbar. 54 3.1 Das historisch Mögliche füllt den Raum zwischen dem Unvorstellbaren und dem Geschehenen. 54 3.11 Möglich ist, was vorstellbar ist. 56 3.12 Vergangene Möglichkeiten zeigt uns die Erfahrung. .. 57 3.13 Notwendigkeit ist eine historisch unbrauchbare Vokabel. 57 3.14 Die Möglichkeiten der Natur übersteigen jedes Maß. 58 3.2 Historische Möglichkeitsurteile sind unterschiedlich plausibel. 60 3.3 Alternativen ergeben sich aus der Situationsanalyse. . 62 3.31 Bestehendes konnte fortdauern. 62 3.32 Das Ringen der Kräfte konnte anders ausgehen. 64 3.33 Abgebrochene Entwicklungen konnten weiter-führen. 65 3.34 Die Rollen konnten von anderen Personen gespielt werden. 67 3.35 Ereignisse lassen sich räumlich verschoben denken. .. 71 3.36 Ereignisse konnten auch früher oder später stattfinden. 72 3.37 Analogien zeigen Alternativen. 74 3.4 Die in der Konjekturalhistorie wirksamen Fehler-quellen beeinträchtigen auch die Normalhistorie: 75 3.41 Ohne Phantasie lassen sich keine historischen Hypothesen aufstellen. 76 3.411 Sie entfalten sich im historischen Roman. 77 3.42 Gewißheit ist überhaupt unerreichbar. 78 3.43 Subjektive Vorliebe spricht immer mit. 78 3.44 Theoretische Gewißheit ist auch den Naturwissen-schaften unerreichbar. 79 3.5 Ebenso unsicher wie die vergangenen sind die gegenwärtigen Prognosen 79 3.6 Alternativen sind abwägbar. 82 4. Beispiele Hinweise auf mögliche Alternativentwicklungen bieten Entscheidungen, die leicht anders hätten ausfallen können und von denen viel abhing. 83 4.01 Was wäre geschehen, wenn die Griechen 2 bei Marathon den Persern unterlegen wären? 84 4.02 wenn Alexander nicht 323 gestorben wäre? 86 4.03 wenn Hannibal nach dem Sieg bei Cannae 2 auf Rom marschiert wäre? 92 4.04 wenn Brutus 42 v.Chr. die Schlacht bei Philippi gewonnen hätte? 95 4.05 wenn Arminius im Teutoburger Walde 9 n.Chr. nicht gesiegt hätte? 99 4.06 wenn Pontius Pilatus im Jahre 33 Jesus begnadigt hätte? 102 4.07 wenn Karl Martell 732 die Araber nicht hätte abwehren können? 109 4.08 wenn Kaiser Heinrich VI. nicht schon 1197 gestor-ben wäre? 111 4.09 wenn der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? 112 4.10 wenn die spanische Armada 1588 in England gelandet wäre? 114 4.11 wenn Friedrich d.Gr. 1740 bei Mollwitz gefallen wäre? 116 4.12 wenn Friedrich Wilhelm IV. 1849 die Kaiserkrone angenommen hätte? 117 4.13 wenn die Schüsse von Serajewo am 28. Juni 2 unterblieben wären? 120 4.14 wenn Hitler 1938 gestorben wäre? 123 4.15 wenn die Verschwörung vom 20. Juli 1944 gelungen wäre? 125 4.2 Die Abfolge der Alternativen verleiht der Geschichte die Struktur eines Entscheidungsbaumes. 126 5. Hindernisse Das Nachdenken über ungeschehene Geschichte ist schwierig. 129 5.11 Schwer zu ersetzen sind konstante und kollektive Phänomene, 129 5.12 stetige und dauerhafte Prozesse. 130 5.13 Was hätte geschehen müssen, damit (nicht) 132 5.21 Schwer zu begründen ist die Möglichkeit für plötzliche und tiefgreifende Umschwünge, 133 5.22 für langfristige und weitabführende Entwicklungen. .. 134 5.3 Alternativkonstruktionen werden beeinträchtigt durch Hoffnungen und Ängste, 135 5.4 durch Zufälle und Überraschungen. 138 5.5 Sie verändern das Bild der Geschichte rückwirkend. 140 5.51 Optimale Todesdaten. 142 5.6 Das Kräfteverhältnis gegenwärtiger Potentiale ist schwer einzuschätzen. 144 5.7 Die Schwierigkeiten in der Vorstellung möglicher Geschichte wurzeln in der Erkenntnisproblematik wirklicher Geschichte. 145 6. Einsichten Die Besinnung auf alternative Möglichkeiten ist lehrreich. . 147 6.1 Realitätsferne Alternativen sind unwahrscheinlich. 147 6.2 Die Geschichte hat Knotenstruktur. 149 6.3 Die Kräfte der Geschichte stehen in einem Fließgleichgewicht. 149 6.4 Die Ereignisse sind unterschiedlich determiniert. 149 6.41 Attentate haben wenig bewirkt. 150 6.5 Wahrscheinliche Ereignisse entsprechen einer Erfahrung. 150 6.51 Voraussehbare Mißerfolge 150 6.52 Voraussehbare Erfolge 151 6.53 Dekadenzmodell 152 6.54 Mittellösungen sind wahrscheinlich 153 6.6 Unwahrscheinliche Ereignisse stehen vereinzelt. 153 6.7 Junge Ereignisse sind von ungewisser Wahrschein-lichkeit. 155 6.71 Die deutsche Frage – die europäische Aufgabe. 155 6.8 Das Tempo der Ereignisfolge schwankt. 160 6.9 Ist eine ideale Geschichte denkbar? 161 7. Ausblick Ist die Geschichte ein Irrtum der Natur? 165 7.1 Die Gegenwart richtet die Vergangenheit. 165 7.2 Die Zukunft richtet die Gegenwart. 166 7.3 Geschichte, die nicht geschehen wird. 167 7.4 Der Schneider im Himmel. 167 7.5 Geschichte – ein Selektionsprozeß? 168 7.6 Salomon und Hiob. 169 7.7 Archipelagus Realität. 169 Literatur 171 Register 178 Die Frage »Was wäre geschehen, wenn ...?« wird von vielen Historikern immer noch als unergiebige Spielerei angesehen. Alexander Demandt erinnert dagegen an Friedrich Schillers Behauptung: Kultur entfalte sich erst im Spiel. Gilt diese, dann gilt sie auch in irgendeiner Weise für die Wissenschaft. Der spielerische Umgang mit Möglichkeiten ist für sie ebenso wesentlich wie das planmäßige Arbeiten nach bewährten Methoden.Im Mittelpunkt dieser kleinen Schrift stehen nicht nur die Vorstellung und das Weiterdenken von historischen Alternativen: Was wäre geschehen, wenn Hitler 1938 gestorben wäre, der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? Wenn Pontius Pilatus Jesus begnadigt hätte, Hannibal nach dem Sieg bei Cannae auf Rom marschiert wäre? Originell und in zuweilen »brillianter Diktion« (Frank Schirrmacher, FAZ) zeigt Demandt auch, dass und wie sich das Denken von unverwirklichten Alternativen im Rahmen der Geschichtswissenschaft begründen lässt. "Alles, was wir überhaupt beschreiben können, könnte auch anders sein". Dieser These Ludwig Wittgensteins folgend, entwickelt Alexander Demandt Regeln des Nachdenkens über ungeschehene Geschichte. Was wäre geschehen, wenn Hitler 1938 gestorben wäre, der deutsche Bauernkrieg 1525 Erfolg gehabt hätte? Wenn Pontius Pilatus Jesus begnadigt hätte, Hannibal nach dem Sieg bei Cannae auf Rom marschiert wäre? Solche Fragen sind auch heute noch ungewöhnlich. Der Historiker erforscht, was war. Dieser Traktat führt vor, wie ergiebig Überlegungen über unverwirklichte Möglichkeiten sein können. Kritisch prüfend und genau abwägend entwickelt Alexander Demandt Regeln des Nachdenkens über ungeschehene Geschichte, das nicht zuletzt der Erkenntnis der geschehenen Geschichte dient
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