Unendlich gebildet : Schleiermachers kritischer Religionsbegriff und seine inklusivistische Religionstheologie anhand der Erstauflage der Reden
معرفی کتاب «Unendlich gebildet : Schleiermachers kritischer Religionsbegriff und seine inklusivistische Religionstheologie anhand der Erstauflage der Reden» نوشتهٔ Christian König، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Jeder religiose Mensch ist nach Schleiermacher unmittelbar durch das Unendliche gebildet. Ausgehend von dessen allgemeiner Bildungstheorie zeigt Christian Konig in seinem Werk die Bedeutung von Religion auf, wie sie von Schleiermacher in seinem beruhmt-beruchtigten Erstlingswerk, den Reden, entwickelt wird. Er weist nach, dass Schleiermacher einen kritischen Religionsbegriff vertritt, wonach der Religion eine spezifische Sonderstellung im Ensemble der menschlichen Gemutskrafte zukommt. Zugleich zeigt der Autor auf, dass die aktuelle Relevanz dieses kritischen Religionsbegriffs darin besteht, die Vielfalt der Religionen ernst zu nehmen und es daruber hinaus erlaubt, einen Massstab zur Bewertung ihrer konkurrierenden Geltungsanspruche zu entwickeln. Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie wird dabei ihrerseits kritisch vom Autor analysiert. Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis Einleitung 1. Titel 2. Methode 1.1. Polemische Darstellung 1.2. Beschreibende Darstellung 1.3. Argumentative Darstellung 1.4. Hermeneutische Darstellung 1.5. Verbindung von argumentativer und hermeneutischer Darstellung 3. Inhalt 1.1. Einordnung in die Forschungslage zum Religionsbegriff der ‚Reden‘ 1.2. Einordnung in die Forschungslage zur Vielfalt der Religionen in den ‚Reden‘ Erster Teil: Schleiermachers kritischer Religionsbegriff der ‚Reden‘ Erstes Kapitel: Neubesinnung auf das Religionsphänomen § 1 Schleiermachers allgemeine Bildungstheorie 1. Schleiermachers frühe Seelenlehre 2. Die Realgestalt des menschlichen Bildungsprozesses 3. Die Funktion der Mittler im menschlichen Bildungsprozess § 2 Vorbegriff der Religion Zweites Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via negationis § 3 Hermeneutische Voraussetzungen § 4 Triebtheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter 1. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der direkten Verächter 1.1. Triebtheoretische Präzisierung der direkten Religionsverachtung 1.2. Die wahre triebtheoretische These der direkten Religionsverachtung 1.3. Triebtheoretische Kritik an der direkten Religionsverachtung 2. Kritik am gemeinen Religionsbegriff der indirekten Verächter 2.1. Triebtheoretische Präzisierung der indirekten Religionsverachtung 2.2. Die wahre triebtheoretische These der indirekten Religionsverachtung 2.3. Triebtheoretische Kritik an der indirekten Religionsverachtung 3. Zusammenfassung von Schleiermachers triebtheoretischer Kritik am gemeinen Religionsbegriff § 5 Gemütstheoretische Kritik am gemeinen Religionsbegriff 1. Die gemütstheoretische Inkonsistenz des gemeinen Religionsbegriffs 2. Die gemütstheoretische Inkohärenz des gemeinen Religionsbegriffs 3. Die „hohe Absicht“ des gemeinen Religionsbegriffs in den „Autographa“ der Religion Drittes Kapitel: Neubestimmung des kritischen Religionsbegriffs via positiva § 6 Hypothese 1. Vermögenstheoretische Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral 1.1. Die formale Eigenständigkeit von Metaphysik, Moral und Religion 1.2. Die formale Ergänzung der Metaphysik und Moral durch die Religion 1.3. Zwei grundsätzliche Folgerungen aus der vermögentheoretischen Koordination der Religion mit Metaphysik und Moral 2. Funktionstheoretische Superordination der Religion gegenüber Metaphysik und Moral 2.1. Die menschliche Subjektivität als vermittelte Einheit ihrer Gemütsvermögen 2.2. Der „höhere Realismus“ der Religion 2.3. Zusammenfassung der vermögentheoretischen Koordination und funktionstheoretischen Superordination der Religion § 7 Begründung 1. Das sinnliche Bewusstseinsleben 1.1. Die notwendige Reflexivität der sinnlichen Bewusstseinstätigkeit 1.2. Die unvermeidliche Scheidung der sinnlichen Bewusstseinsprodukte 1.3. Einheitsgrund und Struktur des sinnlichen Bewusstseinslebens insgesamt 2. Das religiöse Bewusstseinsleben 2.1. Die formale Strukturanalogie zwischen dem sinnlichen und dem religiösen Bewusstseinsleben 2.2. Die inhaltliche Bestimmtheit des religiösen Selbstbewusstseins 2.2.1. Der Inhalt des unmittelbaren religiösen Selbstbewusstseins 2.2.2. Schleiermachers Universumsverständnis in den ‚Reden‘ 3. Das menschliche Bewusstseinsleben insgesamt § 8 Entfaltung 1. Der Inhalt der religiösen Anschauung 1.1. Die formale Analyse der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts 1.2. Schleiermachers konkrete Beschreibung des religiösen Anschauungsinhalts 1.2.1. Die religiöse Naturanschauung 1.2.1.1. Der Gegenstand der religiösen Naturanschauung 1.2.1.2. Der Inhalt der religiösen Naturanschauung 1.2.2. Die religiöse Menschheitsanschauung 1.2.2.1. Der Gegenstand der religiösen Menschheitsanschauung 1.2.2.2. Der Inhalt der religiösen Menschheitsanschauung 1.3. Das Defizit der allgemeinen Formel des religiösen Anschauungsinhalts 1.4. Das vollständige Anschauungsbild der Religion 1.4.1. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Natur 1.4.2. Das vollständige religiöse Anschauungsbild von der Menschheit 1.5. Zwei zentrale Folgerungen für den Inhalt der religiösen Anschauung in den ‚Reden‘ 2. Die Form der religiösen Anschauung 2.1. Holzwege der Forschung 2.1.1. Schleiermachers Konzeption der religiösen Anschauung im Unterschied zur intellektuellen Anschauung und der ‚scientia intuitva‘ 2.1.2. Ontologische und epistemologische Möglichkeit der religiösen Anschauung 2.1.3. Die Einseitigkeit offenbarungs- und deutungstheoretischer Interpretationen 2.1.3.1. Die Grundzüge der Deutungstheorie 2.1.3.2. Die drei essentiellen Irrtümer der religiösen Deutungstheorie 2.2. Die drei Dimensionen der religiösen Bewusstseinstätigkeit: Schleiermachers Bildtheorie der religiösen Anschauung 2.2.1. Die unmittelbar-unwillkürlichen religiösen Anschauungen und Gefühle 2.2.2. Die religiöse Fantasie 2.2.2.1. Die Bedeutung des Ausdrucks „Gott“ 2.2.2.2. Die Wertindifferenz der religiösen Gottesvorstellung 2.2.2.3. Grund und Grenze der religiösen Fantasie 2.2.2.4. Der kritische Theismus bzw. kritische Pantheismus des religiösen Bewusstseins 2.2.3. Die Möglichkeitsbedingungen wissenschaftlicher Theologie Zweiter Teil: Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie der ‚Reden‘ Einleitung Viertes Kapitel: Der Religionsbegriff und die Vielfalt der Religionen § 9 Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Religionsbegriff 1. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem Kirchenbegriff 2. Ableitung der Religionsvielfalt aus dem religiösen Anschauungsbegriff 2.1. Die einschlägige Textstelle 2.2. Formanalyse 2.3. Das zentrale Argument § 10 Das religionstheologische Individuationsprinzip 1. Die religiöse Zentralanschauung 1.1. Abgrenzung von falschen Kandidaten 1.2. Das wahre Individuationsprinzip der Religion 1.3. Nähere Bestimmungen der religiösen Zentralanschauung 2. Die individuelle religiöse Persönlichkeit 2.1. Das Setting 2.2. Die Argumentation 2.2.1. Positive Religionen und die Möglichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung 2.2.2. Positive Religionen und die Wirklichkeit individueller religiöser Persönlichkeitsbildung 2.3. Das freiheitstheoretische Defizit der natürlichen Religion § 11 Religionstheologische Einteilung 1. Religiöse Entwicklungsstufen und Religionsarten 2. Das religionstheologische Einteilungsschema Fünftes Kapitel: Dynamik und Höchstform der Religionsgeschichte § 12 Judentum 1. Die religiöse Zentralanschauung des Judentums 2. Religiöser Stoff und religiöse Form des Judentums 3. Religionstheologischer Grund für die „kurze Dauer“ der jüdischen Religion § 13 Christentum 1. Die religiöse Zentralanschauung des Christentums 2. Religiöser Stoff des Christentums 3. Religiöse Form des Christentums 4. Die Sonderstellung des Christentums in der Religionsgeschichte Schluss: Zusammenfassung und kritische Würdigung 1. Der kritische Religionsbegriff der ‚Reden‘ 2. Die inklusivistische Religionstheologie der ‚Reden‘ 2.1. Die prinzipielle Vielfalt der Religionen 2.2. Die Dynamik der Religionsgeschichte 2.3. Die unüberbietbare religiöse Höchstform Literaturverzeichnis 1. Quellen und Hilfsmittel 2. Sekundärliteratur Register 1. Sachregister 2. Personenregister Jeder religiöse Mensch ist nach Schleiermacher unmittelbar durch das Unendliche gebildet. Ausgehend von dessen allgemeiner Bildungstheorie zeigt Christian König in seinem Werk die Bedeutung von Religion auf, wie sie von Schleiermacher in seinem berühmt-berüchtigten Erstlingswerk, den Reden, entwickelt wird. Er weist nach, dass Schleiermacher einen kritischen Religionsbegriff vertritt, wonach der Religion eine spezifische Sonderstellung im Ensemble der menschlichen Gemütskräfte zukommt. Zugleich zeigt der Autor auf, dass die aktuelle Relevanz dieses kritischen Religionsbegriffs darin besteht, die Vielfalt der Religionen ernst zu nehmen und es darüber hinaus erlaubt, einen Maßstab zur Bewertung ihrer konkurrierenden Geltungsansprüche zu entwickeln. Schleiermachers inklusivistische Religionstheologie wird dabei ihrerseits kritisch vom Autor analysiert. Je mehr Bildung, desto weniger Religion? Christian König zeigt, dass Schleiermacher in seiner Erstlingsschrift grundlegend mit diesem Vorurteil aufräumt. Nach Schleiermacher ist Bildung ohne Religion nur gefährliches Halbwissen. Außerdem schränkt Religion nicht ein, sondern ist plural aus Prinzip. Sie steht allerdings für eine Pluralität, die klare Positionierungen beinhaltet
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