Umrisse einer Dritten Kultur im interdisziplinären Zusammenspiel zwischen Literatur und Naturwissenschaft : Jahrbuch des Instituts für moderne Fremdsprachen an der Naturwissenschaftlich-Technischen Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim
معرفی کتاب «Umrisse einer Dritten Kultur im interdisziplinären Zusammenspiel zwischen Literatur und Naturwissenschaft : Jahrbuch des Instituts für moderne Fremdsprachen an der Naturwissenschaftlich-Technischen Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim» نوشتهٔ Bernd Neumann;(auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer Berlin Heidelberg : Imprint: J.B. Metzler در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In diesem Open-Access-band geht es um die Thematisierung des Verhältnisses zwischen den gegenwärtig getrennten „Zwei Kulturen“ und Umrisse ihrer neuen Synthese in Richtung auf eine zeitgenössische, auf Interdisziplinarität gegründeten „Dritten Kultur“ als Zusammenschau von Literaturwissenschaft, Philosophie und Naturwissenschaft. Dabei wird Kafka als ein Autor ernst genommen, dessen Nähe zu Autoren der Romantik (Kleist etwa als einer seiner „Blutsbrüder“) ihn dazu bestimmte, deren zentrales Interesse an der Elektrizität (in Form des Mesmerismus beispielsweise) zu teilen. Als eine Weiterführung hinein in die neueste Moderne gelangt Kafkas besondere Begegnung mit Einstein und dessen Relativitätstheorie zur Darstellung, deren Einwirkung insbesondere auf Kafkas Spätwerk dargelegt wird. Als moderne Spielform solch „electrisch“- transdisziplinär orientierten literarischen Schreibens wird diesen Ausführungen Botho Strauß` gegenwärtiges Novellenwerk zur Seite gestellt. KAFKA 6 Inhaltsverzeichnis 7 Teil I Abteilung A 11 1 Einleitung: Zur Methodik mit Blick auf die Variationen des Prometheus-Mythos 12 1.1 Vorläufer: Brockman und Shaffer samt Durs Grünbein 20 1.2 „New Historicism“ 23 1.3 Fragen der Vereinbarkeit von Postmoderne und „Dritter Kultur“ 28 2 Annäherungen an Prometheus 38 3 Variationen des Lichts. Auf dem Weg zu einem „electrischen Prometheus“: Das göttliche Licht der Gerechtigkeit 43 3.1 Goethes Licht-Emphase 44 3.2 Lichtmetaphern bei Goethe und Kafka samt der sterbenden Sonne als dann physikalischer Metapher für die Apokalypse 48 3.3 Über die „Ruhe des Blicks.“ Martin Bubers Reden über das Judentum 52 3.4 Hans Blumenbergs Metaphorologie; in ihrem Zentrum: Die Lichtmetapher. Von der Platonischen Höhle zur Klause des Hieronimus, danach zum Siemens’schen Generator 62 4 Kafkas Lichtroman „Der Verschollene“, oder: Eine amerikanische Richterwahl im falschen Licht, Amazonenkampf versus Jiu-Jitsu 73 5 Heinrich von Kleist und Franz Kafka: „Blutsbrüder“ unter sich 77 5.1 Jiu-Jitsu anstelle des antik-archaischen Zweikampfs? Fortschreibung eines elektrisierenden Motivs 84 5.2 Die Adaption der Kleist’schen Penthesilea in Kafkas Erstlingsroman 93 6 Kafkas „mesmeristischer“ Kleist, ein artverwandtes Geschöpf im Geiste noch früher Romantik. Von Ritter zu Brecht und Dürrenmatt, oder: Die Spaltkraft der Atombombe 103 6.1 Franz Anton Mesmer 105 6.2 Maxwells Entdeckungen in seiner Vorläuferschaft zu Einstein 109 6.3 Ritters Poetisierung der noch mesmeristischen Elektrizität in seinen Fragmenten aus dem Nachlasse eines jungen Physikers. Brechts Galilei Galileo, schliesslich Friedrich Dürrenmatts Physiker: Die Physik in der Kunst statt der Physik als Kunst. 112 6.4 Über die Desillusionierung im Verhältnis von „Literature“ zu „Science“: Von Ritter und Novalis über Brecht zu Dürrenmatt. Werner Heisenbergs Rechtfertigung 119 6.5 Bertolt Brechts Leben des Galilei, oder: Über die Zusammenhänge zwischen den Himmelsbahnen und denen auf Erden. Einsteins überraschend ausführliche Stellungnahme zu Max Brods Galilei 121 Teil II Abteilung B 146 7 Noch einmal Theoretisches, nunmehr mit Blick auf Friedrich Nietzsche und Botho Strauβ. Ein notwendiger Exkurs mitten ins Herz einer vermeintlichen Finsternis 147 8 Botho Strauβ’ „elektrische“ Novellen 154 9 Zur Position des „elektrischen“ Erzählers 172 10 Frühromantisches im Mittelaltergewand 175 11 Eingeschobene Gedanken zum „Bildungsroman“. Zur Genrefrage 181 12 Kafka als Lektor eines Röntgenstrahlen-Romans. Die Beziehung zu Ernst Weiss 187 13 Ein „asiatischer“ Mozart bei Weiss und bei Kafka 195 14 Ernst Weiss: Die Kunst des Erzählens. Fragen der Assimilation am Beispiel des „deutschen“ Mozart 204 15 Ein (gemeinsamer?) „chinesischer“ Mozart 217 16 Taoismus, Hermeneutik und moderne Physik. Noch ein notwendiger Exkurs 221 17 Kafkas Blumfeld-Erzählung im Rahmen von Kafkas „Neutönertum“. Eine Entdeckung 241 18 Die Lichtgeschwindigkeit ist unerreichbar – bis heute. Zu Kafkas zentraler literaturtheoretischer Kategorie eines immerwährenden „Ansturms gegen die Grenze“ 260 18.1 Einsteins „Privatassistent“ Ludwig Hopf als Mediator 260 18.2 „Ansturm“ und „unüberwindbare Grenze“ 263 18.3 Das Licht und der Elektromagnetismus 267 19 Die Lichtgeschwindigkeit ein „neuer Gott“? Von Einstein zu Kafka noch immer via Ludwig Hopf 271 19.1 Einstein in Prag und Besonderheiten der Moldau-Metropole. Eine alternative Geschichte der „Schwellen“-Stadt als „Ursprung“ des „Kafkaesken“ 277 19.2 Die Stadt als Gedächtnisraum. Sigmund Freud (und Aleida Assmann) als deren Theoretiker. Meyrinks Prag-Roman Der Golem als ein „surrealistisches“, weil mit „Rassen“energie elektrisch geladenes Erzählstück. Albert Einstein spielt auf seiner Geige Mozar 288 19.3 Wer war Kepler in Max Brods Tycho Brahe? Philologische Spurensuche oder Verwirrspiel? 305 20 Konsequenzen, die der Autor Kafka zog, oder: Das physikalische, elektromagnetische Experiment als Inspirationsquelle – eine Beweisführung aus dem Geiste der „Dritten Kultur“ 309 21 Eine epochale „Verwandlung“ und mitten darin: Hans Magnus Enzensbergers Geniestreich 315 22 Coda und zugleich Schlussakkord 325 Literatur 330 In diesem Open-Access-band geht es um die Thematisierung des Verhältnisses zwischen den gegenwärtig getrennten "Zwei Kulturen" und Umrisse ihrer neuen Synthese in Richtung auf eine zeitgenössische, auf Interdisziplinarität gegründeten "Dritten Kultur" als Zusammenschau von Literaturwissenschaft, Philosophie und Naturwissenschaft. Dabei wird Kafka als ein Autor ernst genommen, dessen Nähe zu Autoren der Romantik (Kleist etwa als einer seiner "Blutsbrüder") ihn dazu bestimmte, deren zentrales Interesse an der Elektrizität (in Form des Mesmerismus beispielsweise) zu teilen. Als eine Weiterführung hinein in die neueste Moderne gelangt Kafkas besondere Begegnung mit Einstein und dessen Relativitätstheorie zur Darstellung, deren Einwirkung insbesondere auf Kafkas Spätwerk dargelegt wird. Als moderne Spielform solch "electrisch"- transdisziplinär orientierten literarischen Schreibens wird diesen Ausführungen Botho Strauß ̀gegenwärtiges Novellenwerk zur Seite gestellt. Die Herausgeber Die Herausgeber sind Professoren an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Trondheim (Norwegen), an den Instituten für Geschichte (Prof. Dr. George Chabert), dem Institut für Physik (Prof. Dr. Michael Kachelriess) und dem für Sprache und Literatur (Prof. em. Dr. Bernd Neumann). Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen bei der modernen (Sozial-)Geschichte, der Atomphysik und der modernen (deutschen) Literatur. In diesem Open-Access-band geht es um die Thematisierung des Verhaltnisses zwischen den gegenwartig getrennten "Zwei Kulturen" und Umrisse ihrer neuen Synthese in Richtung auf eine zeitgenoessische, auf Interdisziplinaritat gegrundeten "Dritten Kultur" als Zusammenschau von Literaturwissenschaft, Philosophie und Naturwissenschaft.
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