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Über W.G. Sebald : Beiträge zu einem anderen Bild des Autors

معرفی کتاب «Über W.G. Sebald : Beiträge zu einem anderen Bild des Autors» نوشتهٔ Schütte, Uwe (editor)، منتشرشده توسط نشر De Gruyter; Walter de Gruyter Inc. در سال 2016. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Sekundärliteratur über W.G. Sebald hat in erstaunlicher Schnelle nahezu unüberschaubare Ausmasse angenommen. Allerdings bearbeitet der überwiegende Teil der Publikationen einen begrenzten Kreis an Themen, die man auf den Komplex Trauma–Holocaust–Intermedialität–Erinnerung–Melancholie reduzieren kann. Zumeist steht dabei der Roman Austerlitz im Fokus der Aufmerksamkeit, während – neben den anderen Prosabänden – ganze Werkbereiche vernachlässigt werden. Dazu zählen das Frühwerk und die Lyrik, aber auch das beachtliche Korpus literaturkritischer Schriften, sowie die weitgehend unbekannten szenischen Texte Sebalds. Angesichts dieser ungenügenden Lage fokussiert Über Sebald gezielt auf solche Themen und Texte, die bisher ignoriert oder nicht wirklich in ihrer grundlegenden Bedeutung für ein differenzierteres Verständnis dieses zwischen Literaturwissenschaft und Literatur, Deutschland und England, Verehrung und Ablehnung situierten Autors erkannt wurden. Bei den Beiträgern dieses zweisprachigen Bandes handelt es sich zumeist um internationale Sebald-Experten und Nachwuchsforscher sowie Privatgelehrte, die ausserhalb des Wissenschaftsbetriebs stehen. Persönliche Erinnerungen von Sebalds Doktoranden runden den Band ab, der das bisher bekannte Bild dieses Schlüsselautors der Literatur des späten zwanzigsten Jahrhunderts wesentlich erweitert und über das geläufige Bild hinaus vertieft. Die Sekundärliteratur über W.G. Sebald hat in erstaunlicher Schnelle nahezu unüberschaubare Ausmaße angenommen. Allerdings bearbeitet der überwiegende Teil der Publikationen einen begrenzten Kreis an Themen, die man auf den Komplex Trauma–Holocaust–Intermedialität–Erinnerung–Melancholie reduzieren kann. Zumeist steht dabei der Roman Austerlitz im Fokus der Aufmerksamkeit, während – neben den anderen Prosabänden – ganze Werkbereiche vernachlässigt werden. Dazu zählen das Frühwerk und die Lyrik, aber auch das beachtliche Korpus literaturkritischer Schriften, sowie die weitgehend unbekannten szenischen Texte Sebalds. Angesichts dieser ungenügenden Lage fokussiert Über Sebald gezielt auf solche Themen und Texte, die bisher ignoriert oder nicht wirklich in ihrer grundlegenden Bedeutung für ein differenzierteres Verständnis dieses zwischen Literaturwissenschaft und Literatur, Deutschland und England, Verehrung und Ablehnung situierten Autors erkannt wurden. Bei den Beiträgern dieses zweisprachigen Bandes handelt es sich zumeist um internationale Sebald-Experten und Nachwuchsforscher sowie Privatgelehrte, die außerhalb des Wissenschaftsbetriebs stehen. Persönliche Erinnerungen von Sebalds Doktoranden runden den Band ab, der das bisher bekannte Bild dieses Schlüsselautors der Literatur des späten zwanzigsten Jahrhunderts wesentlich erweitert und über das geläufige Bild hinaus vertieft. „Bei Schütte, dessen Beitrag freilich empfohlen sei, ist das Unerwartete in Nuancen gegeben, im Nachlaß, an Projekten, die Sebalds „Naturgeschichte der Zerstörung” klarer zeigen. Der emerierte Anästhesiologe Peter Schmucker liefert eine feine Studie zur Intertextualität, die aus feinen Details einen wunderbaren Befund subtil herleitet: daß Sebald in sein Labyrinth lockt, um den Leser „an der Kunst teil[zu]haben” zu lassen, ein emanzipatorischer Ansatz. Und aus der oft kleinen Differenz zwischen Sebald und dessen Nachahmung arbeitet Adrian N. West, auch sein Beitrag interessant. Auf solche Lektüren sollte die Sebald-Forschung setzen – oder, wenn es eben Sheldrake sein soll, so auf doch ein raffinierteres Generieren von Evidenz: und raffinierte Ableitungen, was das nun bedeute. Gleichwohl ist der Band ein wichtiger Anstoß, der in der Sebald-Forschung nicht unbeachtet bleiben wird“ (fixpoetry.com) Inhaltsverzeichnis -- Zur Einleitung -- Von der Notwendigkeit, ein anderes Bild von W.G. Sebald zu zeichnen -- Über W.G. Sebald -- Keine Kausallogik. Zum Zusammenhang in W.G. Sebalds Schreiben -- So ein langes Leben. Rebellious Writing and Philosophical Meanderings in W.G. Sebald's Juvenilia -- "Der Gedanke kommt ihm wie eine Erlösung". Restitution and False Redemption in Dramatic Texts by W.G. Sebald -- Durch die Hintertür. Zu W.G. Sebalds unveröffentlichter Szenenreihe über das Leben und Sterben des Immanuel Kant -- W.G. Sebald's 'Prose Project' . A Glimpse into the Potting Shed -- "Et vous, Madame, me reconnaissez-vous?". Intertextuelle Beziehungen bei W.G. Sebald am Beispiel von Chateaubriand -- (Un)Heimliches Allgäu. W.G. Sebald und seine 'Heimat' -- Tauchen im Laubmeer. W.G. Sebald und die Sprache der Pflanzen -- Prolegomena zur Konzeption einer Naturgeschichte der Zerstörung. W.G. Sebalds literarische Kritik der organischen Welt als Basis einer Ästhetik der Vernichtung -- Mythoskritik und melancholische Schrift. Zu W.G. Sebalds Döblinkritik im Spiegel der Erzählungen in Die Ausgewanderten -- 4:2 für den Literaturpfaffen. W.G. Sebalds Angriffe auf Alfred Andersch und Jurek Becker -- Die Grenze zwischen Literatur und Politik. Überlegungen zum Erfahrungsbegriff in W.G. Sebalds Luftkrieg und Literatur -- Max and the Minimal. Perspectives on W.G. Sebald's Micropoems -- Nostalgia for Probity in the Era of the Selfie. W.G. Sebald's American Imitators -- Erinnerungen -- Unterricht mit Zweifel. Ein Seminar ohne W.G. Sebald -- Some Memories and Reflections. W.G. 'Max' Sebald, Man and Writer -- Zu den Beiträgern -- Siglenverzeichnis / Abbreviations -- Bibliografie -- Index

Die Sekundärliteratur über W.G. Sebald hat in erstaunlicher Schnelle nahezu unüberschaubare Ausmaße angenommen. Allerdings bearbeitet der überwiegende Teil der Publikationen einen begrenzten Kreis an Themen, die man auf den Komplex Trauma–Holocaust–Intermedialität–Erinnerung–Melancholie reduzieren kann. Zumeist steht dabei der Roman Austerlitz im Fokus der Aufmerksamkeit, während – neben den anderen Prosabänden – ganze Werkbereiche vernachlässigt werden.

Dazu zählen das Frühwerk und die Lyrik, aber auch das beachtliche Korpus literaturkritischer Schriften, sowie die weitgehend unbekannten szenischen Texte Sebalds. Angesichts dieser ungenügenden Lage fokussiert Über Sebald gezielt auf solche Themen und Texte, die bisher ignoriert oder nicht wirklich in ihrer grundlegenden Bedeutung für ein differenzierteres Verständnis dieses zwischen Literaturwissenschaft und Literatur, Deutschland und England, Verehrung und Ablehnung situierten Autors erkannt wurden.

Bei den Beiträgern dieses zweisprachigen Bandes handelt es sich zumeist um internationale Sebald-Experten und Nachwuchsforscher sowie Privatgelehrte, die außerhalb des Wissenschaftsbetriebs stehen. Persönliche Erinnerungen von Sebalds Doktoranden runden den Band ab, der das bisher bekannte Bild dieses Schlüsselautors der Literatur des späten zwanzigsten Jahrhunderts wesentlich erweitert und über das geläufige Bild hinaus vertieft.

Die Forschung zu W.G. Sebald hat fast unüberschaubare Ausmaße angenommen. Allerdings wird zumeist nur eine begrenzte Zahl von Themenfeldern wie Holocaust, Trauma & (Post- )Memory, Intermedialität oder Melancholie bearbeitet. Im dezidierten Widerspruch dazu blicken die Beiträger dieses Bandes auf vernachlässigte und übersehene Aspekte des in seiner Vielschichtigkeit noch lange nicht erkannten Werks Research on W.G. Sebald has assumed astonishing dimensions. However, academic study has focused on a limited number of thematic areas, such as the Holocaust, trauma & (post-) memory, intermediality, and melancholy. Quite deliberately, the contributors of this volume examine alternative, neglected, and overlooked aspects of his extraordinarily wide-ranging work.
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