وبلاگ بلیان

Über die Sittlichkeit der Handlung : Summa theologiae I-II, q. 18-21

معرفی کتاب «Über die Sittlichkeit der Handlung : Summa theologiae I-II, q. 18-21» نوشتهٔ Thomas von Aquin; Wilfried Lorenz; Rolf Schönberger، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Als Thomas von Aquin im Jahre 1245 begann, an der Pariser Universität Theologie zu studieren, hatte er bereits eine wichtige Entscheidung für sich getroffen. Er entstammte einer adligen, im Neapolitanischen beheimateten und politisch den Staufern verbundenen Familie. 1224 oder 1225 geboren, wurde er bereits im Alter von fünf Jahren von seinem Vater, Landulf von Aquin, in die traditionsreiche Benediktinerabtei Monte Cassino geführt, wohl in der Hoffnung, den Sohn später einmal in einflußreichen geistlichen Ämtern sehen zu können. In Neapel, wo Thomas für mehrere Jahre die "freien Künste" studierte, trifft er schließlich die Entscheidung, die in seiner Familie auf harten Widerstand stößt: Er tritt dem Dominikanerorden, einem Bettelorden also, bei. Die entsetzte Familie, die politische Absichten und öffentliches Ansehen in Gefahr sieht, arrestiert ihn ein Jahr lang, läßt ihn dann aber doch, wie vom Orden bestimmt, nach Paris ziehen. Der 1215 von Papst Innozenz III. approbierte Dominikanerorden gehörte zu den Neuerungen des 13. Jahrhunderts, die lange Zeit umstritten blieben. Die Ausrichtung des Ordens auf wissenschaftliche Studien, die Predigt in den Städten sowie das Armutsgelübde brachen mit traditionellen Vorstellungen über christliche Standespflichten, ohne freilich den Rahmen feudaler Institutionen zu verlassen. Ähnlich wie die Franziskaner knüpften auch die Dominikaner an das Ideal der vita apostolica an, das besonders in den Städten weite Verbreitung gefunden hatte und zum Leitbild einer vielgestaltigen religiösen Bewegung wurde, die der kirchlichen Kontrolle zu entgleiten drohte. Die Gründung der Bettelorden sowie ihre päpstliche Legitimation zeugen somit von dem Versuch, sich einer veränderten gesellschaftlichen Situation anzupassen. Zu den bedeutendsten und folgenreichsten Veränderungen des 12. und 13. Jahrhunderts gehörte die rasche Entwicklung Einleitung XVII Forderung immer unter den besonderen Bedingungen wechselnder Situationen realisiert werden muß. Die circumstantiae gehören somit zu den realen Bedingungen des Handelns, entziehen sich aber einer allgemeinen begrifflichen Definition. Zu würdigen ist, daß Thomas dieses Problem klar erkannte. Lösbar war es freilich nicht, da die Umstände immer schon als nur Singuläres vorausgesetzt wurden. Wäre der hier abgedruckte Text mit keinem Hinweis auf seine Herkunft versehen, würde der unvorbereitete Leser wohl nicht sofort vermuten, daß er es mit einem Stück aus einer theologischen Abhandlung zu tun hat. Es ist wenig die Rede von göttlichen Dingen, viel vom menschlichen Handeln, es beeindruckt das differenzierte Problembewußtsein, es finden sich ethische Fragen, die heute noch in anderer Form behandelt werden. Gängige Vorurteile über die Scholastik müssen zugunsten eines mehr realistischen Bildes vom philosophischen Denken des Mittelalters revidiert werden. Der vorliegende Textausschnitt aus der "Summa theologiae" des Thomas von Aquin ist im Kontext seiner Zeit als ein authentischer Versuch zu verstehen, die Probleme einer vielgestaltiger und widersprüchlicher gewordenen Lebenspraxis rational zu bewältigen und unter diesem Gesichtspunkt verpflichtendes Zeugnis ständigen philosophischen Mühens um eine praktikable Ethik. la Thomas Ton Aquin Quaestio 18. de bonitate et malitia humanorum actuum in generali POST HOC CON SIDE RAND u M EST de bonitate et malitia humanorum actuum: et primo, quomodo actio humana sit bona vel mala; secundo, de his qua: consequuntur ad bonitatem vel malitiam humanorum actuum, puta meritum vel demeritum, peccatum et culpa. Circa primum occurrit triplex consideratio, prima est de bonitate et malitia humanorum actuum in generali; secunda, de bonitate et malitia interiorum actuum; tertia, de bonitate et malitia exteriorum actuum. Circa primum quseruntur undecim: 1. utrum omnis actio sit bona vel aliqua sit mala; 2. utrum actio hominis habeat quod sit bona vel mala ex objecto; 18. Frage: Über das Gutsein und das Schlechtsein der menschlichen Handlungen im allgemeinen DARAN ANSCHLIESSEND IST NUN das Gutsein und das Schlechtsein der menschlichen Handlungen zu betrachten; und zwar erstens, in welcher Weise eine menschliche Handlung gut bzw. schlecht ist; zweitens all das, was aus dem Gut-bzw. Schlechtsein der menschlichen Handlungen folgt, etwa Verdienst und Strafwürdigkeit, Sünde und Schuld. Was das erste Thema betrifft, so geht die Betrachtung in drei Schritten vor sich: erstens, das Gut-bzw. Schlechtsein der menschlichen Handlungen im allgemeinen ; zweitens, das Gut-bzw. Schlechtsein der inneren Akte; drittens, das Gut-bzw. Schlechtsein der äußeren Handlungen. 18,1 5 3. Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihrer Umstände gut oder schlecht? 4. Ist eine menschliche Handlung aufgrund ihres Zieles gut oder schlecht? 5. Ist irgendeine menschliche Handlung ihrer Art nach gut oder schlecht? 6. Hat die Handlung die Artbestimmung des Gut-bzw. Schlechtseins durch ihren Zweck? 7. Ist die Art des zweckbestimmten Gutseins in der objekt-bestimmten Art wie in einer Gattung enthalten -oder umgekehrt? 8. Ist irgendeine Handlung ihrer Art nach indifferent? 9. Ist irgendeine Handlung als individuelle indifferent? 10. Konstituiert irgendein Umstand eine sittliche Handlung in der Artbestimmung von Gut und Schlecht? 11. Konstituiert jeder Umstand, der das Gutsein bzw. das Schlechtsein steigert, die sittliche Handlung in einer Art des Guten oder Schlechten? 1. Artikel: Ist jede menschliche Handlung gut oder gibt es auch schlechte Handlungen ? ES SCHEINT, daß jede menschliche Handlung gut ist und keine schlecht. 1
دانلود کتاب Über die Sittlichkeit der Handlung : Summa theologiae I-II, q. 18-21