Tribunale als Trauma [Elektronische Ressource] die Deutsche Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands. Protokolle, Resolutionen und Briefe (1935-1941)
معرفی کتاب «Tribunale als Trauma [Elektronische Ressource] die Deutsche Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands. Protokolle, Resolutionen und Briefe (1935-1941)» نوشتهٔ Anne Hartmann, Reinhard Müller (eds.)، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Diese erstmals veröffentlichten Moskauer Archivfunde eröffnen eine neue Perspektive auf die Geschichte des deutschsprachigen Literaturexils in der Sowjetunion. Die geschlossene Sitzung der Parteigruppe der Deutschen Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands im September 1936 setzte ein Fanal: An vier quälend langen Abenden ging es um Verbrechen und Schuld, mangelnde Wachsamkeit und die Lehren, die aus dem Moskauer Schauprozess gegen die »trotzkistischen Banditen« zu ziehen seien. Entsprechend brisant war die Entdeckung des Stenogramms, das Reinhard Müller 1991 unter dem Titel »Die Säuberung« edierte. Die im vorliegenden Band erstmals veröffentlichten Sitzungsprotokolle, Resolutionen und Briefe aus den Jahren 1935 bis 1941 erhellen ein dramatisches Geschehen, das in jenem Herbst nicht erst begann und auch nicht endete. In der Enklave der Exilautoren wurde der allgegenwärtige Terror nach innen gewendet. Auf engstem Raum belauerte man sich gegenseitig und rang um politische Akzeptanz und das persönliche Überleben. Die Dokumente lassen sich als Chronik einer inneren Zerrüttung lesen, die einerseits Mythen über das Literaturexil in der stalinistischen Sowjetunion aufbricht, andererseits das Schweigen der Akteure – darunter Johannes R. Becher, Willi Bredel, Alfred Kurella, Georg Lukács, Herbert Wehner, Erich Weinert und Friedrich Wolf – in der Nachkriegszeit erklärt. Umschlag Titel Impressum Inhalt Reinhard Müller/Anne Hartmann: Statt eines Vorworts: Moskauer Spurensuche Anne Hartmann: Einleitung: Im Gehäuse des deutschen Literaturexils in der Sowjetunion Reinhard Müller: (Kultur-)Politische Chronik 1933–1941: Skandale der Gleichzeitigkeit Teil I Anne Hartmann: Einführung: Prozessbeginn – das Schlüsseljahr 1936 Dokumente Dok. 1: Otto Bork: »Deutschland erwacht!« Dok. 2: Erich Weinert: Ein Schandfleck der deutschen Literatur Dok. 3: Protokoll über die erweiterte Sitzung der Deutschen Kommission am 25. Mai [1936], 4 Uhr Dok. 4: Protokoll der erweiterten Sitzung der Deutschen Kommission (28. Mai 1936) Dok. 5: Protokoll der Sitzung der engeren Leitung der Deutschen Kommission. Sitzung am 13. Juni 1936 Dok. 6: Protokoll der engeren Sitzung der Deutschen Kommission am 19. August 1936 Dok. 7: Tod den Agenten der Gestapo – der Trotzki-Sinowjew-Meute. Rede des Genossen Willi Bredel in der Versammlung des Verbandes der Sowjet-Schriftsteller am 21. August 1936 Dok. 8: Fauler Liberalismus hilft dem Feind Dok. 9: Der Fall S. Gles. Ausschluss aus dem Verband der Sowjetschriftsteller Dok. 10: Protokoll der geschlossenen Sitzung der Parteigruppe der Deutschen Sektion des Schriftstellerverbandes vom 4. September 1936 [die Reden Bartas und Gábors] Teil II Anne Hartmann: Einführung: Provokationen und Verbandsausschlüsse Dokumente Dok. 11: Kurt Funk: Erzählungen aus dem Dritten Reich. A. Gabors Buch »Die Rechnung« Dok. 12: Über einige Mängel in der deutschen Literaturbewegung (Materialien für einen Aufsatz) Dok. 13: Hugo Huppert an das EKKI, Deutsche Sektion. Für den Gen. Wilhelm Pieck, Moskau, 21. Juni 1937 Dok. 14: Andor Gábor an die Presseabteilung der WKP(b), Gen. Nikitin, Moskau, 8. Februar 1938 Dok. 15: Karl Stürmer: Die Deutsche Sektion des Schriftstellerverbandes, so wie sie ist Dok. 16: Erweiterte Kommissionssitzung am 14. Februar 1938 Dok. 17: Auszug aus dem Protokoll der Deutschen Sektion des Schriftstellerverbandes am 16. Februar 1938 (gezeichnet Alexander Barta, Vorsitzender der Deutschen Sektion des Verbandes der Sowjetschriftsteller, für die Richtigkeit des Auszuges) Dok. 18: Die Antwort der deutschen Sektion des Sowjetschriftstellerverbandes Dok. 19: Hugo Huppert an den Leiter der Abteilung für Presse und Verlage des ZK der WKP(b), Gen. Nikitin, Moskau, 15. Februar 1938 Dok. 20: Alfred Kurella an Hugo Huppert, Malejewka, 12./13. Februar 1938 Dok. 21: Hugo Huppert an Alfred Kurella, Moskau, 22. Februar 1938 Dok. 22: Keine Gnade den grauenhaften Verbrechern! Dok. 23: Sitzung der Deutschen Kommission des Schriftstellerverbandes am 11. Mai 1938 Dok. 24: Resolution, 14. Mai 1938 Dok. 25: Klara Blum an Dora Wentscher, [Moskau], 23. Oktober 1938 Dok. 26: Dora Wentscher an die Deutsche Sektion der Auslandskommission des Sowjetischen Schriftstellerverbands, Moskau, 26. Oktober 1938 Dok. 27: Sitzung des Plenums der Deutschen Sektion vom 2. November 1938 Dok. 28: Sitzung der Deutschen Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands vom 1. Dezember 1938 Dok. 29: Resolution, am 1. Dezember 1938 einstimmig angenommen von der Vollversammlung der Deutschen Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands Teil III Anne Hartmann: Einführung: Heillos verstrickt – Appell an die »Instanzen« Dokumente Dok. 30: Alfred Kurella an Hugo Huppert, Moskau, 22. Oktober 1940 Dok. 31: Protokoll der Sitzung der Deutschen Sektion des Unionsverbands der Sowjetschriftsteller vom 28. Oktober 1940 Dok. 32: Protokoll der Sitzung der Deutschen Sektion des Unionsverbands der Sowjetschriftsteller vom 31. Oktober 1940 Dok. 33: Erich Weinert an die Vertretung der Kommunistischen Partei Deutschlands, zu Händen des Genossen Walter Ulbricht: Mitteilung betreffend die Klärung der Differenzen innerhalb der Deutschen Sektion der Ausländischen Kommission des Sowjetschriftstellerverbandes, Moskau, 10. November 1940 Dok. 34: Franz Leschnitzer an die deutsche Vertretung beim EKKI zu Händen des Genossen Ulbricht (Kopie an die Parteigruppe des Unionsverbandes d. Sowjetschriftst.), Moskau, 10. Dezember 1940 Dok. 35: Hugo Huppert an die Internationale Kontrollkommission beim EKKI (Kopie an die Parteiorganisation des Sowjetischen Schriftstellerverbands), Moskau, o. D. Dok. 36: Franz Leschnitzer an die Internationale Kontroll-Kommission, z. Hd. Genossen Florin, Moskau, 14. Januar 1941 Dok. 37: Stenographisches Protokoll der IKK-Sitzung am 21. Januar 1941 Dok. 38: Protokoll der Sitzung der Deutschen Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands vom 12. Februar 1941 Anhang Editorische Notiz Abkürzungen Quellen und Literatur Dank Nachweise Personenverzeichnis Register Diese erstmals veröffentlichten Moskauer Archivfunde eröffnen eine neue Perspektive auf die Geschichte des deutschsprachigen Literaturexils in der Sowjetunion.0Die geschlossene Sitzung der Parteigruppe der Deutschen Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands im September 1936 setzte ein Fanal: An vier quälend langen Abenden ging es um Verbrechen und Schuld, mangelnde Wachsamkeit und die Lehren, die aus dem Moskauer Schauprozess gegen die 'trotzkistischen Banditen' zu ziehen seien. Entsprechend brisant war die Entdeckung des Stenogramms, das Reinhard Müller 1991 unter dem Titel 'Die Säuberung' edierte.0Die im vorliegenden Band erstmals veröffentlichten Sitzungsprotokolle, Resolutionen und Briefe aus den Jahren 1935 bis 1941 erhellen ein dramatisches Geschehen, das in jenem Herbst nicht erst begann und auch nicht endete. In der Enklave der Exilautoren wurde der allgegenwärtige Terror nach innen gewendet. Auf engstem Raum belauerte man sich gegenseitig und rang um politische Akzeptanz und das persönliche Überleben. Die Dokumente lassen sich als Chronik einer inneren Zerrüttung lesen, die einerseits Mythen über das Literaturexil in der stalinistischen Sowjetunion aufbricht, andererseits das Schweigen der Akteure darunter Johannes R. Becher, Willi Bredel, Alfred Kurella, Georg Lukács, Herbert Wehner, Erich Weinert und Friedrich Wolf in der Nachkriegszeit erklärt
دانلود کتاب Tribunale als Trauma [Elektronische Ressource] die Deutsche Sektion des Sowjetischen Schriftstellerverbands. Protokolle, Resolutionen und Briefe (1935-1941)