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Transzendentaler Antirealismus: Grundlagen einer Erkenntnistheorie ohne Wissenstranszendenz (Quellen und Studien zur Philosophie 106) (German Edition)

معرفی کتاب «Transzendentaler Antirealismus: Grundlagen einer Erkenntnistheorie ohne Wissenstranszendenz (Quellen und Studien zur Philosophie 106) (German Edition)» نوشتهٔ Wille, Matthias، منتشرشده توسط نشر De Gruyter; Walter de Gruyter Inc. در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Most modern epistemologies violate philosophical conditions of sense, as first formulated by Kant, because they assume a standpoint that transcends knowledge. This investigation works out in detail the sensible, linguistic, and meaning-theoretic foundations of a theory of knowledge that is committed to knowability. This approach succeeds not only in concisely reformulating and solving the problem of the external world but also in providing a fundamental, linguistic interpretation of Kant's __Critique of Pure Reason__. Einleitung 15 Das Vorhaben und sein Aufbau 17 Eine Kernaufgabe des Programms 25 Teil I: Präsuppositionen und methodologische Grundlagen 31 Kapitel 1: Erste Sinnbedingungen 35 1.1 Philosophie und allgemeine Menschenvernunft 35 1.2 Geltung und Genese 42 1.2.1 Zur historischen Genese der Geltungsunterscheidung 43 1.2.2 Gründe des Wahrseins vs. Ursachen des Fürwahrhaltens 54 1.2.3 Geltungsbedingungen wissenschaftlicher Erkenntnis 60 1.2.4 Argumentationstheoretische und -redliche Gründe 65 1.2.4.1 Das Argument von der Genese 68 1.2.4.2 Das Argument von der argumentationsstrategischen Asymmetrie 70 1.3 Weitere Sinnbedingungen philosophischen Argumentierens 75 1.3.1 „Voraussetzen“ und „Präsupponieren“ 75 1.3.1.1 Eine Präsupposition ist keine Prämisse 76 1.3.1.2 Die Rede vom Präsupponieren in der Kennzeichnungstheorie 78 1.3.1.2.1 Ausdrücke als Namen: Meinong und Russell 79 1.3.1.2.2 „Referieren ist nicht Behaupten“: Strawsons Ansatz 83 1.3.2 Das Präsupponieren von Sinnhaftigkeitsbedingungen 90 1.3.2.1 Zur Logik epistemologischer Präsuppositionen 91 1.3.2.2 Sind epistemologische Präsuppositionen negationsfähig? 96 1.3.2.3 Ist die Begründung epistemologischer Präsuppositionen zirkulär? 104 1.3.2.4 Operationalisierung der Definition 110 1.3.2.5 Geltung und Autonomie im Handeln 113 Kapitel 2: Von der Transzendenz zur Wissbarkeit 120 2.1 Der Sideways-on-view und seine metaphorische Rolle 120 2.1.1 Zur Grammatik der Wendung 122 2.1.2 »Prägnanz« als Funktion 124 2.1.3 Der szientifische Blick 128 2.2 Antiwissenstranszendenz: die bedeutungstheoretischen Grundlagen 135 2.2.1 Der Zugang über eine erkenntnistheoretische Grundeinsicht 137 2.2.1.1 Die epistemologische Minimalforderung 138 2.2.1.2 Die bedeutungstheoretischen Grundlagen – negativ bestimmt 146 2.2.2 Wissbarkeit als Bedingung der Sinnhaftigkeit 151 2.2.2.1 Erkenntnistheorie ohne Bedeutungstheorie? 151 2.2.2.2 ,Realismus’ ist nicht gleich ,Realismus’ 153 2.2.2.2.1 Empirische und ontologische Realismen sind nicht identisch 154 2.2.2.2.2 Weisen des Gegebenseins 160 2.2.2.2.3 Individuation und Einzeldingtaufe 165 2.2.2.2.4 Eine Bedingung der Möglichkeit von Individuationen 177 2.2.2.2.5 Neubestimmung des Unterschieds 181 2.2.2.3 Unentscheidbarkeitsresultate und Aussagen über die Vergangenheit als Maßstab ? 184 2.2.2.4 Erkenntnistheoretische Zulässigkeit 189 Kapitel 3: Die transzendentale Expressivität 195 3.1 Einführung 195 3.2 Zum Verhältnis von Konstitution und Rekonstruktion 196 3.3 Kategorientheorie bei Kant 202 3.4 Transzendentale Notwendigkeit & allgemeines Begriffssystem 208 3.5 Kategorien & Co 216 3.5.1 Erste Klassifikationsbegriffe 216 3.5.2 Der Begriff der Kategorie 219 3.5.3 Struktur- und Beschreibungsbegriffe 235 3.5.4 Die Frage nach der Vollständigkeit 236 3.5.5 Irreduzibilität einer Kategorie – ein Beispiel: der Begriff des epistemischen Handlungssubjekts 240 3.5.6 Warum der Begriff des epistemischen Handlungssubjekts als Kategorie nicht ausreicht 247 3.5.7 „logisches Individuum eines Erfahrungsurteils sein“ 251 3.6 Die Anschauungsformen Raum und Zeit als Reflexionstermini 264 3.6.1 Der Raumbegriff als Reflexionsterminus 266 3.6.2 Der Zeitbegriff als Reflexionsterminus 267 Kapitel 4: Eine Theorie des epistemologischen Gedankenexperiments 271 4.1 „Diesseits und jenseits der Grenzen der Vernunft“ 271 4.2 Die Bedingung der Antiwissenstranszendenz 279 4.3 Die Bedingung der Beschreibungskonsistenz 290 4.4 Die Bedingung der Beschreibungsimmanenz 302 4.4.1 Was es bedeutet, ein S-spezifisches Sprachspiel zu simulieren 303 4.4.2 Beschreibungsdichten 313 4.5 Exkurs: Gedankenexperimente für gettierartige Fälle 318 4.5.1 Ziel und Struktur gettierartiger Fälle 318 4.5.2 Eine Analyse gettierartiger Fälle 323 Teil II : Der transzendentale Antirealismus im Kontext seiner Problemgeschichte 339 Kapitel 5: Die Konstitution von Problemgeschichten 342 5.1 Der Text als Medium des Arguments 342 5.1.1 Der Text als datum 343 5.1.2 Interpretative Kohärenz als einziges Kriterium? 352 5.1.3 Zum Erzählen einer konstitutionsanalytischen Problemgeschichte 355 5.2 Kants kritische Philosophie als Synthese – eine erste Problemgeschichte 366 5.2.1 Ein rationalistisches Erbe: angeborene Ideen 368 5.2.2 „they must all be innate, or all adventitious“ 371 5.2.3 „nihil est in intellectu [...] excipe: nisi intellectus ipse“ 376 5.2.4 „What is the foundation of all conclusions from experience?“ 384 5.2.5 „Unsere Erkenntnis entspringt aus zwei Grundquellen des Gemüts“ 388 5.3 Und die Moral von der Geschicht’? 397 Kapitel 6: Kants transzendentale Wende 402 6.1 Kants Wende als Abkehr von der Wissenstranszendenz – eine zweite Problemgeschichte 402 6.2 Kants Sinnprinzip und die Logik des Scheins 404 6.2.1 Kants Sinnkriterium 407 6.2.2 Transzendente Realismen 416 6.2.3 Die transzendentale Antithetik als Argumentationsrahmen 422 6.3 Vom „ego cogito“ zur Außenwelt 427 6.3.1 Die Rolle Gottes in den Meditationen 427 6.3.2 Erste Kritik & Kants Analyse des ontologischen Beweises 432 6.4 Interaktion durch Gott 439 6.4.1 Die Universalharmonie der Monaden 440 6.4.2 Kants Analyse kosmologischer Gottesbeweise 444 6.5 „we know not what it is“ 449 6.6 „resembles that ridiculed notion of materia prima“ 453 6.6.1 „what is meant by the term exist“? 454 6.6.2 Sind Berkeleys Gegenstände der Erkenntnis „bloße Einbildungen“? 462 6.6.3 „in God we live, and move, and have our being“ 465 6.7 Humes Alternative: Transzendenz oder Skepsis ? 470 6.8 Und die Moral von dieser Geschicht’? 472 Kapitel 7: Rekonstruktion und Konstitution – die Lebenswelt und ihr apriorisches Fundament 476 7.1 Einleitung 476 7.2 Lebenswelt und Epoché: Husserls Kant 477 7.2.1 Mit der ersten Epoché zur Lebenswelt 478 7.2.2 Eine richtige Diagnose: Husserls Kritik an Kant 484 7.2.3 Eine falsche Folgerung: mit der radikalen Epoche zum transzendentalen Ego 487 7.2.4 Falsch verstandene Alternativen 493 7.3 Erkenntnistheorie trotz Wissenschaftsphilosophie 496 7.3.1 Methodologische Verkürzungen des Konstruktivismus 496 7.3.2 „Handlungstheorie der Lebenswelt“ als Erkenntnistheorie 500 7.3.3 Apriorisches Wissen durch lebensweltliches Handeln? 511 Teil III : Auf dem Weg zur transzendentalen Entfaltung 521 Kapitel 8: Die strikte Universalität des Erfahrungsbegriffs 524 8.1 „Relativierung des transzendentalen Imperialismus“ 524 8.2 Aspekte der Vorgeschichte 527 8.2.1 Kant als Vorbereiter der Relativierungstendenzen? 527 8.2.2 von Helmholtz: Relativierung der reinen Raumanschauung? 530 8.2.2.1 Die Euklidizität eines jeden möglichen Erfahrungsraums 531 8.2.2.2 Die von Helmholtzsche Analyse 533 8.2.2.3 Eine Analyse des von Helmholtzschen Arguments 539 8.3 Relativierungsstrategien für den Erfahrungsbegriff 550 8.4 Der Erfahrungsbegriff in Abhängigkeit von der evolutionären Entwicklungsstufe 551 8.4.1 Lorenz’ stammesgeschichtliche Umdeutung des Kantischen Apriori 552 8.4.2 Die Irrelevanz der Stammesgeschichte für die Erkenntnistheorie 560 8.4.2.1 Das stammesgeschichtliche Aposteriori als stammesgeschichtliche Einsicht 563 8.4.2.2 Das stammesgeschichtliche Aposteriori als Einsicht zweiter Stufe 566 8.4.2.3 Synchrone Geschichten als eine diachrone erzählt 568 8.5 Der Erfahrungsbegriff in Abhängigkeit von der kulturellen und historischen Perspektive 570 8.5.1 Der epistemologische Relativismus – allgemein gefasst 570 8.5.2 Gegenargumente 574 8.5.2.1 Die Relativierung des Relativismus 574 8.5.2.2 Versteckte Präsuppositionen 576 8.5.2.3 Die transsubjektive Geltung von Zweck-Mittel-Zusammenhängen 581 8.6 Der Erfahrungsbegriff in Abhängigkeit von der humanen Lebensform 583 8.6.1 Das vermeintlich skeptisch Mögliche 585 8.6.2 Sinnentleerung durch universelle Skepsis 590 Kapitel 9: „Wir machen Erfahrungen“ 598 9.1 Auf dem Weg zur transzendentalen Entfaltung 598 9.1.1 [vi :r 'maxәn ɛr'fa :ruŋn] 598 9.1.2 Die Grundsatzentscheidung: Bloßes Geräusch oder sinnhafte Äußerung? 600 9.1.3 Das synthetische Urteil „wir machen Erfahrungen“ gilt a priori 601 9.2 Das Argumentationsschema für die transzendentale Entfaltung 607 9.2.1 Die argumentative Standardform für die transzendentale Entfaltung 608 9.2.2 Begründungsheuristik: Der Begriff der Entfaltung 612 9.3 Die zwei Seiten der Erfahrungsmedaille 617 9.3.1 Erfahrungsurteile 618 9.3.1.1 Das propositionale Gewand gemachter Erfahrungen 618 9.3.1.2 Die Subjekt-Prädikat-Struktur ist keine Konvention 620 9.3.2 Erfahrungsurteilende 629 9.3.2.1 Plural statt Singular: die Macher von Erfahrung 629 9.3.2.2 Die praktische Vernunft epistemischer Gemeinschaften 633 9.4 Anspruch und Umsetzung: offene Probleme 640 9.4.1 Erste offene Frage: Das Problem mit den Raumdimensionen 641 9.4.2 Zweite offene Frage: Das Problem mit der Euklidizität 647 9.5 Beschluss 649 Literatur 651 Personenregister 673 Sachregister 677

Die meisten modernen Epistemologien benutzen zur Formulierung ihrer Problemexpositionen wissenstranszendente Standpunkte. Damit verstoßen sie gegen Sinnbedingungen philosophischen Argumentierens, deren Einhaltung bereits von Kant gefordert wurde.

Die vorliegende Untersuchung erarbeitet im Detail die sinn- und sprachkritischen sowie bedeutungstheoretischen Grundlagen einer Erkenntnistheorie, die einzig auf Wissbarkeit verpflichtet ist. Dies umfasst im Einzelnen die Bereitstellung einer Theorie epistemologischer Präsuppositionen, einer antirealistischen Bedeutungstheorie, einer transzendentalphilosophischen Sprach- und Kategorientheorie und einer Theorie des epistemologischen Gedankenexperiments. Diese systematische Grundlegung wird begleitet durch die Aufbereitung der einschlägigen philosophischen Problemgeschichten.

Mit diesem Ansatz gelingt nicht nur eine konzise Reformulierung und Lösung des Außenweltproblems, sondern darüber hinaus eine leistungsstarke sprachkritische Interpretation von Kants Kritik der reinen Vernunft.

Main description: Most modern epistemologies violate philosophical conditions of sense, as first formulated by Kant, because they assume a standpoint that transcends knowledge. This investigation works out in detail the sensible, linguistic, and meaning-theoretic foundations of a theory of knowledge that is committed to knowability. This approach succeeds not only in concisely reformulating and solving the problem of the external world but also in providing a fundamental, linguistic interpretation of Kant's Critique of Pure Reason Most modern epistemologies violate philosophical conditions of sense, as first formulated by Kant, because they assume a standpoint that transcends knowledge. This investigation works out in detail the sensible, linguistic, and meaning-theoretic foundations of a theory of knowledge that is committed to knowability. This approach succeeds not only in concisely reformulating and solving the problem of the external world but also in providing a fundamental, linguistic interpretation of Kant's Critique of Pure Reason . The series, founded in 1970, publishes works which either combine studies in the history of philosophy with a systematic approach or bring together systematic studies with reconstructions from the history of philosophy. Monographs are published in English as well as in German. The founding editors are Erhard Scheibe (editor until 1991), Günther Patzig (until 1999) and Wolfgang Wieland (until 2003). From 1990 to 2007, the series had been co-edited by Jürgen Mittelstraß, and from 2005 to 2020 by Jens Halfwassen.
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