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Transparente Schätze : Der abbasidische und fatimidische Bergkristallschnitt und seine Werke

معرفی کتاب «Transparente Schätze : Der abbasidische und fatimidische Bergkristallschnitt und seine Werke» نوشتهٔ Marcus Pilz، منتشرشده توسط نشر wbg Academic in der Verlag Herder GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die mittelalterlichen Bergkristallgefäße aus den islamischen Reichen der Abbasiden und Fatimiden sind herausragende Meisterwerke ihrer Epoche, einzig vergleichbar mit den Steinschneidearbeiten der römischen Kaiserzeit. Die Forschung betrachtete die Objektgruppe bislang weitgehend pauschal als Produkt der fatimidischen Kunst. Marcus Pilz hinterfragt diese mehr als 100 Jahre alte Zuschreibung kritisch und differenziert das erhaltene Material in einer vergleichenden ikonografischen und technischen Studie. Im Ergebnis stellt sich der Bergkristallschnitt nicht mehr als isoliertes Phänomen der islamischen Kunst des Mittelalters dar, sondern erweist sich als Teil einer dichten technischen Überlieferungstradition, die über das byzantinische und das sasanidische Reich bis in die Antike zurückreicht. Zugleich wird der Weg der Bergkristallobjekte von ihrer Entstehung in der islamischen Welt bis in die europäischen Kirchenschätze nachgezeichnet, in denen sie vielfach bis heute verwahrt werden. Cover Impressum Inhalt Einleitung Dank Stand der Forschung Chronologischer Überblick und Karten I. Einführung I.1 Bergkristall – Material und Eigenschaften I.2 Der Bergkristall in antiken und mittelalterlichen Quellen I.3 Steinschliff und Steinschnitt. Eine historisch-technische Einführung I.4 Exkurs: Bergkristall und Glas II. Zeugnisse zur Entwicklung des Steinschnitts II.1 Steinschnitt in vorislamischer Zeit II.2 Zeugnisse des Steinschnitts in islamischer Zeit II.3 Kontinuitäten und Brüche – Überlegungen zur Werkstatttradition III. Ohne Zweifel fatimidisch? III.1 Hohl geschnittene Gefäße III.2 Offene Gefäße – Tassen, Becher und Teller III.3 Massiv geschnittene Gefäße III.4 Massiv geschnittene Objekte III.5 Florale Dekore III.6 Figürliche Dekore III.7 Stilisierte und geometrische Dekore hier noch eine Gruppe vonStücken zu nennen, deren Gestaltung sich am ehestenmit Variationen von kerbschnittartigen Liniendekorenumschreiben lässt. In erster Linie sind dieszylindrische Fläschchen (Taf. T63–T66), die in derEinfachheit ihrer Struktur und technischen Ausführungbesonders schwierig einzuordnen sind undzuweilen ist der Übergang zu extrem stilisierten floralenFormen fließend. Genannt sei hier außerdemein Gefäß in Emmerich mit mandelförmigen Medaillons(Taf. T47) oder ein Flakon in Chicago(Taf. T62), dessen Schnitt an pseudo-kufische Inschriftenerinnert. Neben diesen Gefäßen sei hierauch auf einen Teil der Schachfiguren (bes.Taf. T121–T126) verwiesen. Obgleich sie die Formender „klassischen“ floralen Dekore vage zitieren,sind sie in der schematischen Ausführung ihresDekorschnitts doch so weit von den übrigen Werkendes islamischen Bergkristallschnitts entfernt,dass ihr direkter Zusammenhang mit diesen hinterfragtwerden muss.III.8 Inschriften III.9 Technische Beobachtungen III.10 Diskussion III.11 Stilistische Gruppierung IV. Die Biografie der Objekte IV.1 Zwischen Orient und Okzident – Objekte des Transfers IV.2 Von Kalifen und Kaisern – Der Steinschnitt als Instrument der Macht undRepräsentation IV.3 Klarheit und Transparenz – Überlegungen zu Wirkung und Montierung IV.4 Zur Frage von Nutzung und Funktion IV.5 Von Kaisern und Heiligen –Islamische Bergkristallobjekte im lateinischen Westen Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis Index Bildnachweis Tafeln Überblick der Objektauswahl nach den Orten ihrer Aufbewahrung Objektinformationen Backcover

Die mittelalterlichen Bergkristallgefäße aus den islamischen Reichen der Abbasiden und Fatimiden sind herausragende Meisterwerke ihrer Epoche, einzig vergleichbar mit den Steinschneidearbeiten der römischen Kaiserzeit. Die Forschung betrachtete die Objektgruppe bislang weitgehend pauschal als Produkt der fatimidischen Kunst. Marcus Pilz hinterfragt diese mehr als 100 Jahre alte Zuschreibung kritisch und differenziert das erhaltene Material in einer vergleichenden ikonografischen und technischen Studie.Im Ergebnis stellt sich der Bergkristallschnitt nicht mehr als isoliertes Phänomen der islamischen Kunst des Mittelalters dar, sondern erweist sich als Teil einer dichten technischen Überlieferungstradition, die über das byzantinische und das sasanidische Reich bis in die Antike zurückreicht. Zugleich wird der Weg der Bergkristallobjekte von ihrer Entstehung in der islamischen Welt bis in die europäischen Kirchenschätze nachgezeichnet, in denen sie vielfach bis heute verwahrt werden.

Die mittelalterlichen Bergkristallgefäße aus den islamischen Reichen der Abbasiden und Fatimiden sind herausragende Meisterwerke ihrer Epoche, einzig vergleichbar mit den Steinschneidearbeiten der römischen Kaiserzeit. Die Forschung betrachtete die Objektgruppe bislang weitgehend pauschal als Produkt der fatimidischen Kunst. Marcus Pilz hinterfragt diese mehr als 100 Jahre alte Zuschreibung kritisch und differenziert das erhaltene Material in einer vergleichenden ikonografischen und technischen Studie.0Im Ergebnis stellt sich der Bergkristallschnitt nicht mehr als isoliertes Phänomen der islamischen Kunst des Mittelalters dar, sondern erweist sich als Teil einer dichten technischen Überlieferungstradition, die über das byzantinische und das sasanidische Reich bis in die Antike zurückreicht. Zugleich wird der Weg der Bergkristallobjekte von ihrer Entstehung in der islamischen Welt bis in die europäischen Kirchenschätze nachgezeichnet, in denen sie vielfach bis heute verwahrt werden
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