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Theologie und Naturwissenschaft : Zur Überwindung von Vorurteilen und zu ganzheitlicher Wirklichkeitserkenntnis

معرفی کتاب «Theologie und Naturwissenschaft : Zur Überwindung von Vorurteilen und zu ganzheitlicher Wirklichkeitserkenntnis» نوشتهٔ Matthias Haudel; Uni-Taschenbücher GmbH; Vandenhoeck & Ruprecht، منتشرشده توسط نشر utb GmbH. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Aus dem Vorwort:Theologie und Naturwissenschaft sind für eine ganzheitlichere Wirklichkeitserkenntnis jeweils auf den Dialog untereinander verwiesen. Zudem drängt sich der Dialog sowohl angesichts gesellschaftlicher und globaler Herausforderungen als auch durch das menschliche Fragen nach sinnvoller Ganzheit der Wirklichkeit auf. Entsprechend erweist sich der Dialog von Theologie und Naturwissenschaft in mehrfacher Hinsicht als dringend notwendig. Das gilt auf Seiten der Theologie für den Aufweis der Relevanz des Glaubens für die gesamte Wirklichkeit und auf Seiten der Naturwissenschaft für die ganzheitliche Einbindung naturwissenschaftlicher Einsichten. Darüber hinaus verlangen gesamtgesellschaftliche – auch ethische – Anforderungen im Horizont der naturwissenschaftlich-technischen Entwicklungen nach dem gegenseitigen Austausch von Theologie und Naturwissenschaft, der jedoch besonders in der universitären Ausbildung große Defizite erkennen lässt, speziell hinsichtlich derjenigen, die Theologie und ein naturwissenschaftliches Fach studieren. Die angemessene Vermittlung beider Perspektiven in einem ganzheitlichen Horizont ist aber nicht nur für Studierende bedeutsam, sondern der Dialog kann insgesamt dem menschlichen Grundbedürfnis nach ganzheitlichem Wirklichkeitsverständnis dienen, indem er Antworten auf die existenzielle Suche nach sinnvoller Ganzheit aller lebensweltlichen Zusammenhänge eröffnet. Denn der Dialog vermag die verschiedenen Perspektiven von Theologie und Naturwissenschaft, die sich auf die eine Wirklichkeit richten, im Kontext menschlicher Gesamterfahrung aufeinander zu beziehen und so ganzheitliche Wirklichkeitserkenntnis zu fördern. Frontmatter Cover Copyright Table of Contents Vorwort I. Einführung 1. Naturwissenschaften „Faktenwissenschaften“ und Theologie „Spekulative Wissenschaft“? 2. Die naturwissenschaftliche Prägung gegenwärtiger Weltanschauungen als Herausforderung 3. Die Notwendigkeit des Dialogs für eine ganzheitliche Wirklichkeitserkenntnis 3.1 Die Notwendigkeit des Dialogs für die Theologie 3.2 Die Notwendigkeit des Dialogs für die Naturwissenschaften 3.3 Bestehende Defizite und wahrzunehmende Chancen des Dialogs 3.4 Weitere wesentliche Aufgaben zur Erreichung des Dialogziels: Angemessene naturwissenschaftliche und theologische Ansätze 4. Aufbau II. Das Verständnis von Natur in Philosophie, Theologie und Naturwissenschaft 1. Grundsätzliche Implikationen des Naturbegriffs und ihre Beachtung 2. Zur Geschichte der vielfältigen Naturverständnisse (u. a. Schöpfungsverständnis) 3. Herausforderungen für Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie (u. a. Zeitverständnis) III. Die Transzendenz von Kosmos und Mensch und die Gottesfrage 1. Kosmologische Perspektiven 2. Anthropologische Perspektiven IV. Die Frage nach Gott in der Spannung von Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft 1. Aspekte und Perspektiven naturwissenschaftlicher Hermeneutik 2. Aspekte und Perspektiven theologischer Hermeneutik 3. Glaube und Vernunft, Wissen und Glaube 4. Zur Möglichkeit und Tragfähigkeit von Gottesbeweisen V. Zur Entstehung der weitreichenden und gegenseitigen Vorurteile (Von der Einheit über die Gegnerschaft zur Trennung) 1. Theologie und Naturforschung in der Antike und im Mittelalter 2. Galileo Galilei und der Wechsel zeitgenössischer Denkmuster (Paradigmenwechsel) 2.1 Methodischer Paradigmenwechsel (Experiment und Mathematik) 2.2 Inhaltlicher Paradigmenwechsel (Heliozentrisches Weltbild) 3. Theologie und Naturwissenschaft im Zeitalter der Aufklärung 4. Charles Darwin und die Evolutionstheorie als weiterer Paradigmenwechsel 4.1 Der mit Darwin und der Evolutionstheorie verbundene Paradigmenwechsel – im Kontext der Theologie 4.2 Die materialistisch-atheistische weltanschauliche Deutung Darwins in Deutschland und Kontinentaleuropa 4.3 Darwins eigenes Verständnis und dialogische theologische Ansätze 5. Naturwissenschaftlicher Dogmatismus im 19. Jahrhundert und Selbstisolation der Theologie 5.1 Das statische und monistische naturwissenschaftliche Weltbild 5.2 Die auf religiöses und sittliches Bewusstsein reduzierte Theologie 5.3 Die weitere Entwicklung VI. Naturwissenschaftliche und mathematische Umbrüche im 20. Jahrhundert als neue Öffnung für den Dialog 1. Die Krise der klassischen Newtonschen Physik 2. Die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie, kosmologische Implikationen (A. Einstein, A. Friedmann, G. Lemaître u. a.): Dynamische und prozessuale Dimensionen 2.1 Einsteins spezielle Relativitätstheorie 2.2 Einsteins allgemeine Relativitätstheorie und ihre kosmologischen Implikationen 2.3 Das kosmologische Standardmodell 2.4 Weltanschauliche und religiöse Implikationen, Einsteins Religiosität 3. Die Quantenphysik (M. Planck, E. Schrödinger, W. Heisenberg u. a.): Offene, komplexe und unbestimmbare Abläufe der Wirklichkeit 3.1 Die Entstehung der quantenphysikalischen Revolution 3.2 Der Ausbau der Quantentheorie und das neue Wirklichkeitsverständnis 3.3 Weltanschauliche, religiöse und kosmologische Implikationen 4. Die Thermodynamik (I. Prigogine u. a.): Geschichtlichkeit der Natur (Zeitverständnis) und selbstorganisierende Systeme 5. Die Mathematik (K. Gödel u. a.): Unvollständigkeit und Begrenztheit der Mathematik 6. Das neue naturwissenschaftliche Weltbild und die theologischen Implikationen VII. Aktuelle hochspekulative mikro- und makrophysikalische Ansätze (z. B. Stringtheorie, Multiversumstheorien) VIII. Zum Wesen von Naturwissenschaft und Theologie: Grundlagen des Dialogs IX. Beispiele für den Neubeginn des Dialogs 1. Karl Heim 2. Pierre Teilhard de Chardin 3. Carl Friedrich von Weizsäcker X. Materialistisch-atheistischer Reduktionismus und seine Verabsolutierung in neuem Gewand 1. Richard Dawkins 2. Ulrich Kutschera 3. Stephen Hawking XI. Der dreieinige Gott als Schöpfer vor dem Hintergrund aktueller Naturwissenschaft 1. Der Kosmos im Licht von Theologie und Naturwissenschaft 1.1 Naturwissenschaftliche und theologische Horizonte 1.2 Kompatibilität von trinitarischer Schöpfung und Naturwissenschaft 1.3 Anthropisches Prinzip, Feinabstimmung, Plausibilität der Schöpfung 2. Der Mensch im Licht von Theologie und Naturwissenschaft 2.1 Schöpfung und Evolution in aktueller Perspektive 2.1.1 Biblische und biologische Kompatibilität, Komplexität des Lebens 2.1.2 Neue Einsichten in den Gesamtkontext, komplexe Eingebundenheit des Menschen, Theodizee-Frage 2.1.3 Besonderheit des Menschen, kulturelle Evolution, Handeln Gottes 2.2 Theologie und Neurowissenschaften: Gehirn – Bewusstsein – Geist – Seele – Willensfreiheit 2.2.1 Ansprüche der Neurowissenschaften 2.2.2 Experimente zu Willensfreiheit und Religion und ihre Probleme 2.2.3 Komplexität des Gehirns, kritische Analyse, theologische Implikationen 2.2.4 Geist – Leib – Seele, Personalität, ewiges Leben 2.2.5 Willensfreiheit, Dialogperspektiven XII. Wegweisende Dialog-Konzeptionen 1. Wolfhart Pannenberg 2. Ian G. Barbour 3. John Polkinghorne XIII. Ethische Herausforderungen 1. Grundsätzliche ethische Erwägungen im Kontext des Dialogs und seiner Herausforderungen 2. Konkrete Herausforderungen und Lösungsversuche Ausblick: Der Dialog von Theologie und Naturwissenschaft als bleibende Anforderung Backmatter Literaturverzeichnis Personenregister Sachregister Endlich liegt eine umfassende Darlegung des Verhältnisses von Theologie und Naturwissenschaft vor. Matthias Haudel erörtert die geschichtlichen Entwicklungen, die aktuelle Situation und die zukünftigen Herausforderungen. Zudem entfaltet er das theologische Schöpfungsverständnis vor dem Hintergrund der aktuellen Naturwissenschaften – und zwar sowohl hinsichtlich des Kosmos als auch im Blick auf den Menschen (u.a. Evolution, Neurowissenschaften). Verständlich beleuchtet Haudel die theologischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen und ihre Zusammenhänge sowie die ethischen Herausforderungen. Ferner präsentiert er bedeutende Dialogkonzeptionen und einseitige reduktionistische Entwürfe. So tritt die Überwindung gegenseitiger Vorurteile und die Bedeutung des Dialogs für das Wirklichkeitsverständnis hervor. Das betrifft die Relevanz des Glaubens für die gesamte Wirklichkeit ebenso wie die ganzheitliche Einbindung und Sinndeutung naturwissenschaftlicher Einsichten. Entsprechend erschließen sich Antworten auf die existenzielle Suche nach sinnvoller Ganzheit aller lebensweltlichen Zusammenhänge. Ergänzend ist auch Haudels „Gotteslehre“ zu empfehlen.
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