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Theatraler Protest und der Weg Polens zu 1989 : Zum Aushandeln von Öffentlichkeit im Jahrzehnt der Solidarnosc

معرفی کتاب «Theatraler Protest und der Weg Polens zu 1989 : Zum Aushandeln von Öffentlichkeit im Jahrzehnt der Solidarnosc» نوشتهٔ Berenika Szymanski-Düll، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Um Einzelne oder Gruppen nicht als politische Subjekte anzuerkennen, genügt es, ihnen jegliche Art von Äußerung im öffentlichen Raum zu versagen. Diese Strategie wurde auch in dem totalitären Herrschaftssystem verfolgt, das in Polen zu Zeiten des Kommunismus bestand. Unter dem Aspekt der Theatralität analysiert Berenika Szymanski in ihrer interdisziplinären Studie, wie dieses System mit Hilfe von öffentlichen Protestakten seitens der Gewerkschaft Solidarnosc, aber auch anderer zivilgesellschaftlicher Akteure, durchbrochen wurde. Diese Perspektive ermöglicht es, einen entscheidenden - bis dato jedoch vernachlässigten - Beitrag zum politischen Umbruch von 1989 herauszuarbeiten. Theatralität,Polen,Solidarnosc,Protest,1989,Öffentlichkeit,Zivilgesellschaft,Theater,Politik,Theaterwissenschaft,Zeitgeschichte,Kulturwissenschaft,Civil Society,Theatre,Politics,Theatre Studies,Contemporary History,Cultural Studies Inhalt Vorwort Der politische Umbruch von 1989 und seine theatrale Dimension Es begann in Polen... Der politische Umbruch in Polen und die Dimension des Theatralen Das Theatrale Aufführung und Quellen Programm-Vorschau Öffentlichkeit – Protest – Theatrales Handeln Die Möglichkeit einer konkurrierenden Öffentlichkeit Subjektivierung als „Anteil der Anteillosen“ Protest und Öffentlichkeitserzeugung Theatrale Strategien zur Öffentlichkeitserzeugung Öffentlichkeit im kommunistischen Polen und der Danziger Auguststreik Macht der Zensur Der Auguststreik und die polnischen Massenmedien Etablierung von Bühnenräumen Ich handle, also bin ich! Der emanzipierte Zuschauer Weitere aktive Zuschauer Bedeutung einzelner Akteure Staatssicherheit: Zuschauer oder Akteur? „Noch ist Polen nicht verloren...“ Das polnische Nationalgefühl Religion und Politik Die Bedeutung des katholischen Glaubens für Polen „Wir haben die Kirche aus dem Museum geholt.“ Mit Hilfe von Gott, Papst und Maria Der Wunsch nach Freiheit Polen als Christus der Nationen Sehnsucht nach Freiheit des Wortes Vom Protest zum Ritual Nur ein Hauch von Freiheit Erste Protestformen Die Antwort der Kirche Kampf um die Nation Gottesdienste für die Nation Teilnahme am Gottesdienst als Protestausdruck Der Staat greift ein Die Begräbnisfeier Priester Popiełuszkos Hin zum ritualisierten Protest Das Gedenken der Opfer von 1970 Ritualisierter Protest Das Durchbrechen des Ritualisierten: Die Orange Alternative oder Der friedliche Aufstand der Zwerge Von der Bewegung der Neuen Kultur zum ersten Aufstand der Zwerge Es lebe der Sozialistische Realismus! Die Geburt der Zwerge Happening als Protest Die Zwerge werden lebendig Gedenktage ganz anders Frage nach dem Akteur Miliz als Akteur Zur Performativität des Flugblatts Der Mut steigt... Der Erfolg will geteilt werden Erneuter Aufstieg der Solidarność Die Antwort der Orangen Alternative Das Aushandeln von Sicht- und Sagbarkeit Im Jahrzehnt der Solidarność Theatralität und Protest Zeittafel Literatur- und Quellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis »Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«Katarzyna Sliwinska, sehepunkte, 15/3 (2015)»Eine informative und abwägend argumentierende Studie [...], die ein breites Spektrum der oppositionellen Gruppierungen und der von diesen benutzten theatralen Strategien in den Blick nimmt. Damit werden wichtige Akteure des politischen Umbruchs in Polen sichtbar, die in der politikwissenschaftlichen Forschung bislang keine Rolle spielten.«Katarzyna Sliwinska, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung, 63/4 (2014)»Alles in allem ist [...] ein wichtiges Buch entstanden, das methodisches Neuland betritt und dem man eine weite Verbreitung wünschen muss.«Markus Krzoska, Neue Politische Literatur, 58 (2013)»Szymanski gelingt es überzeugend, ihr formuliertes Vorhaben umzusetzen. Die Arbeit zeigt, dass die theatralen Protestformen nicht nur Ornament des politischen Umbruchs sind. Vielmehr wird durch sie die politische Mobilisierung für einen Systemwandel erst vollzogen.Saskia Fischer, H-Soz-u-Kult, 06.09.2012»Vor dem Hintergrund der kaum mehr zu überblickenden sozialwissenschaftlichen Forschung zu den polnischen Protestbewegungen der 1980er-Jahre stellt sich die Frage, ob [die] Analyse lediglich aus theaterwissenschaftlicher Sicht von Interesse ist oder auch für die Politikwissenschaft einen Mehrwert bietet. Und Letzteres lässt sich eindeutig konstatieren.Das Buch ist auch für viele sozialwissenschaftliche Disziplinen jenseits des engen Bereichs der Transformationsforschung sehr empfehlenswert.«Björn Wagner, Portal für Politikwissenschaft (pw-portal.de), 16.05.2012Besprochen in:H-Soz-u-Kult, 9 (2012), Saskia Fischer Review text:" Szymanski gelingt es überzeugend, ihr formuliertes Vorhaben umzusetzen. Die Arbeit zeigt, dass die theatralen Protestformen nicht nur Ornament des politischen Umbruchs sind. Vielmehr wird durch sie die politische Mobilisierung für einen Systemwandel erst vollzogen. Saskia Fischer, H-Soz-u-Kult, 06.09.2012" Vor dem Hintergrund der kaum mehr zu überblickenden sozialwissenschaftlichen Forschung zu den polnischen Protestbewegungen der 1980er-Jahre stellt sich die Frage, ob [die] Analyse lediglich aus theaterwissenschaftlicher Sicht von Interesse ist oder auch für die Politikwissenschaft einen Mehrwert bietet. Und Letzteres lässt sich eindeutig konstatieren. Das Buch ist auch für viele sozialwissenschaftliche Disziplinen jenseits des engen Bereichs der Transformationsforschung sehr empfehlenswert."Björn Wagner, Portal für Politikwissenschaft (pw-portal.de), 16.05.2012 Besprochen in: H-Soz-u-Kult, 9 (2012), Saskia Fischer

Um Einzelne oder Gruppen nicht als politische Subjekte anzuerkennen, genügt es, ihnen jegliche Art von Äußerung im öffentlichen Raum zu versagen. Diese Strategie wurde auch in dem totalitären Herrschaftssystem verfolgt, das in Polen zu Zeiten des Kommunismus bestand.Unter dem Aspekt der Theatralität analysiert Berenika Szymanski in ihrer interdisziplinären Studie, wie dieses System mit Hilfe von öffentlichen Protestakten seitens der Gewerkschaft Solidarnosc, aber auch anderer zivilgesellschaftlicher Akteure, durchbrochen wurde. Diese Perspektive ermöglicht es, einen entscheidenden - bis dato jedoch vernachlässigten - Beitrag zum politischen Umbruch von 1989 herauszuarbeiten.

Biographical note: Berenika Szymanski (Dr. phil.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie an der Universität Bayreuth
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