معرفی کتاب «Theater als Ort der Utopie : Zur Ästhetik von Ereignis und Präsenz» نوشتهٔ Miriam Drewes، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Hartnäckig hält sich innerhalb der Theaterwissenschaft die Rede von der utopischen Funktion der Künste, die in der Regel mit dem kulturkritischen Topos der Negation jeglicher repräsentationaler Ästhetik einhergeht. Trotz eingehender Kritik am Avantgarde-Begriff werden auch das postdramatische Theater und seine Theorie weitgehend linear auf die historische Avantgarde bezogen. Miriam Drewes hinterfragt diese impliziten geschichtsphilosophischen Denkmuster, die mit den Begriffen »Ereignis« und »Präsenz« verbunden werden und die, ideengeschichtlich betrachtet, analog zur mystischen Absolutheitserfahrung konstruiert sind. Sie plädiert demgegenüber für ein Verständnis von »ästhetischer Erfahrung«, das einem pragmatisch kontextbezogenen Ereignis-Begriff verpflichtet ist. Theater,Theorie,Performativität,Avantgarde,Ästhetik,Theaterwissenschaft,Theatre,Aesthetics,Theatre Studies INHALT I. PROLOG: VOM ENDE DER MODERNE IN DER MODERNE: DISKURSKONTINUITÄTEN, FORSCHUNGSÜBERBLICK UND VORHABEN DER STUDIE I.1 Das Theater nach dem Text: Vorüberlegungen zum postdramatischen Theater und seiner Theorie aus historiographischer Sicht I.2 Festivals: Produktionsstätten der Avantgarde I.3 Epistemologische Aporien I.4 Performance-Studien und die wissenschaftstheoretische Strategie des Uneindeutigen I.5 Die Apologie des Ereignisses und der Präsenz als Komposita einer avantgardistischen Ästhetik I.6 Vorhaben und Methode II. ZWISCHEN FORTSCHRITTSSKEPTIZISMUS UND FORTSCHRITTSEUPHORIE: EPOCHENMARKIERUNGEN, GESCHICHTS(PHILOSOPHISCHE) TENDENZEN UND (NACH-)MODERNE ZEITVORSTELLUNGEN II.1 Utopieverlust – Modernekritik – Abschied von der Aufklärung II.2 „Die“ Postmoderne oder das Dilemma einer Epochenkonstruktion II.3 Vom Wandel theoretischer Ordnungsstrukturen II.3.1 Zum Status der Geschichtsforschung im 20. Jahrhundert allgemein II.3.2 Zum Status der jüngeren Geschichtstheorie in der Theaterwissenschaft II.3.3 Narrative der Moderne und die Rolle der Kunst: Von der Begriffsgeschichte zur Systemtheorie II.4 Rede und Gegenrede von Kunst als „Ort der Utopie“ II.4.1 Ästhetische Erfahrung oder Aporien eines neuen Konzepts der Ästhetik II.4.2 Zum Status von Utopie und Freiheit in traditionellen Texten der Ästhetik II.4.3 Vom Ende der Kunst als Rede von ihrem immer schon vorhandenen Ende zur Spaltung einer zweiwertigen Funktionsbestimmung von Kunst II.4.4 Widersprüche: Diskurse ästhetischer Erfahrung im 20. Jahrhundert II.4.5 Vom Wettstreit der Diskursarten oder Anmerkungen zu einer zeitgenössischen Vorstellung von ästhetischer Erfahrung III. FEST UND UTOPIE III.1 Paradigm continued: Das Theaterfestival SPIELART – ein kritisches Porträt III.2 Festivals im Kontext: Kultur-politische Transformationsprozesse III.3 Systematische Festforschung und die Konstruktion universalistischer Parameter III.3.1 Das Theater als Fest: Zum Status der Forschung III.3.2 Die Anwesenheit der Götter oder die universalistische Idee einer Absolutheitserfahrung im Fest III.3.3 Die Homologie von Fest und Kunst und die Verlängerung des sozialutopischen Topos freiheitlicher, antiutilitaristischer Vergemeinschaftung III.3.4 Die Gedächtnisfunktion des Fests als Ergebnis epistemologischer Negation dichotomer Begriffskonstruktionen III.3.5 Das Event: Surrogat des Unfestlichen III.3.6 Jenseits vom „Jargon der Eigentlichkeit“: Neue Tendenzen zur Analyse von Vergemeinschaftungsformen III.4 Festutopien der Moderne oder geschichtsphilosophische Antinomien auf dem Weg zu einer avantgardistischen Kunst III.4.1 Der Festbegriff Jean-Jacques Rousseaus: Aufklärungskritik und (vor-)republikanische Selbstbestätigung im Fest III.4.2 Johann Wolfgang Goethes Festspiele zwischen Subversion und Affirmation, zwischen nationaler Selbstfindung und autonomer Kunstform III.4.3 Richard Wagners ambivalente Metaphysik des Fests: Festutopie zwischen politisch-ästhetischem Revolutionspathos und skeptischer Gegenwartsverneinung III.4.4 Nietzsches Fest: Dionysos – der lebende unter den toten Göttern oder mit Wagner gegen Wagner IV. „DIE“ AVANTGARDE: DAS EWIG UNVOLLENDETE PROJEKT IV.1 Positionen der Avantgarde-Forschung IV.2 Zweckgebundene Einheit wider die Heteronomie: Ausgewählte theoretische Positionen der historischen Avantgarde IV.3 Topographie eines Perspektivwechsels: Von Europa in die USA oder die Neoavantgarde im Widerspruch zwischen Wiederholung und Neuschöpfung IV.4 Historisierungen oder von den Antinomien des Avantgarde-Topos V. EREIGNIS UND PRÄSENZ ALS THEATERWISSENSCHAFTLICHE PARAMETER UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DIE ÄSTHETISCHE ERFAHRUNG V.1 Die Transitorik: Glück und Dilemma der Theaterwissenschaft V.2 Einheit und Vielheit der Zeit: Zur Erforschung des Zeit-Verstehens V.2.1 Die Zeit als geschlossene Entität V.2.2 Auf dem Weg zur Subjektivierung des Zeit-Begriffs V.2.3 Die Offenheit der Zeit V.2.4 Die Differenz der Zeiten V.3 „Ereignis“ als historiographische Kategorie oder das Paradox des Ereignisses V.4 Die Verzeitlichung der Zeit und das philosophische Jetzt: Ereignis und Präsenz im Kontext des philosophisch-ästhetischen Diskurses V.4.1 Das „Jetzt“ als Garant ästhetischer Erfahrung in der Perspektive moderner Ästhetik-Konzepte V.4.2 Husserls Phänomenologie des intentionalen Zeitbewusstseins als gegenwartskritische Gegenwartsphilosophie V.4.3 Heideggers verzeitlichter Zeitentwurf und die Beschwörung des „Jetzt“ im Ereignis V.4.4 Derridas Präsenzkritik als metaphysikkritische Zeiterörterung V.5 Ereignis und Präsenz im Kontext der Performativitätsdebatte V.5.1 Theatersemiotik als Vorgeschichte zum Modell der Performativität V.5.2 Die Performativität diesseits und jenseits der Welt der Zeichen V.6 Von der „Narration“ zur Narration: Theatrale Zeitgestaltung als ästhetische Strategie V.7 Ereignis im Kontext: Instrumentarium zur Analyse temporaler Ordnungsmuster in Theateraufführungen VI. ANALYSEN VI.1 Jérôme Bel: „The Show must go on“ oder die szenische Erzählung einer Genealogie europäischer Aufführungstradition VI.1.1 Jérôme Bel: Tanzen ohne Tanz VI.1.2 „The Show must go on“ als geschichtskritisches Relais oder die Doppelstrategie von narrativer Darstellung und darstellender Narration VI.1.3 Der Autorkommentar als Zeitdiagnose VI.2 Forced Entertainment: „First Night“ – Zukunftsprognostik und Gedächtnisleistung als Theater gegen die Notwendigkeit der Zeit VI.2.1 Forced Entertainment: Vom Erfolg des Scheiterns VI.2.2 Die Schöpfung virtueller Ereigniswelten: Theater der Sprache(n) VI.2.3 Präsenz gegen das Hier und Jetzt: Theater der (Schrift-)Körper VI.3 Alexeij Sagerer: „Götterdämmerung“ – Horizontale IV des „Nibelungen & Deutschland Projekts“ – Mythos und Zeitkritik VI.3.1 Theater ungleich: Alexeij Sagerer und das Münchner Theater proT VI.3.2 Historischer Kontext als theatrale Gegenwartsanalyse – Suchbewegungen eines produktionsund rezeptionsästhetischen Ansatzes VI.3.3 Trilogie des Wiederspielens oder drei Arten präsentischer Vergangenheitsbewältigung VI.4 Station House Opera: „Roadmetal, Sweatbread“ – Von der Ungleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen oder die Liebe als (Nicht-)Wunscherfüllungsmaschine VI.4.1 Station House Opera: Theater mit Hindernissen VI.4.2 Dramaturgie der Zeitversetzung als Spiegel zeitversetzter Erwartungshaltungen in Liebesbeziehungen VII. EPILOG: FÜR EIN(E) THEATER(THEORIE) DER ANTINOMIEN VIII. BIBLIOGRAPHIE Hartnäckig hält sich innerhalb der Theaterwissenschaft die Rede von der utopischen Funktion der Künste, die in der Regel mit dem kulturkritischen Topos der Negation jeglicher repräsentationaler Ästhetik einhergeht. Trotz eingehender Kritik am Avantgarde-Begriff werden auch das postdramatische Theater und seine Theorie weitgehend linear auf die historische Avantgarde bezogen. Miriam Drewes hinterfragt diese impliziten geschichtsphilosophischen Denkmuster, die mit den Begriffen" Ereignis"und" Präsenz"verbunden werden und die, ideengeschichtlich betrachtet, analog zur mystischen Absolutheitserfahrung konstruiert sind. Sie plädiert demgegenüber für ein Verständnis von"ästhetischer Erfahrung", das einem gegenmystischen, kontextbezogenen Ereignis-Begriff verpflichtet ist
Hartnäckig hält sich innerhalb der Theaterwissenschaft die Rede von der utopischen Funktion der Künste, die in der Regel mit dem kulturkritischen Topos der Negation jeglicher repräsentationaler Ästhetik einhergeht. Trotz eingehender Kritik am Avantgarde-Begriff werden auch das postdramatische Theater und seine Theorie weitgehend linear auf die historische Avantgarde bezogen.Miriam Drewes hinterfragt diese impliziten geschichtsphilosophischen Denkmuster, die mit den Begriffen »Ereignis« und »Präsenz« verbunden werden und die, ideengeschichtlich betrachtet, analog zur mystischen Absolutheitserfahrung konstruiert sind.Sie plädiert demgegenüber für ein Verständnis von »ästhetischer Erfahrung«, das einem pragmatisch kontextbezogenen Ereignis-Begriff verpflichtet ist.