معرفی کتاب «Teufel, Tod und Trauer : der Satan im Johannesevangelium und seine Vorgeschichte» نوشتهٔ Florian Theobald، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht. ein Imprint der Brill Deutschland GmbH در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Florian Theobald discusses the understanding of the devil in the gospel of John and deals firstly with the representation of the devil in the early Judaic and Christian periods. In the first part ("The history of the representation of the devil from its beginnings to the New Testament") particular attention is paid to the theory of Henry Ansgar Kelly that in the writings of the early Judaic period and of the New Testament, the devil is to be understood not as an adversary but as a functionary of the Divine Government. The work also shows that the role of the devil in the early Judaic and New Testament texts is not clearly defined. He can appear in the same text as both an officer and an adversary of God.The second, main part of the work ("The devil in the Gospel of John") is concerned with the devil's nature and workings and his fall and loss of power in John's Gospel. The author shows how the devil in the fourth gospel is thought of as an objective figure outside of man but at the same time is clearly linked with psychological effects. Three dimensions of his psychological workings are apparent: 1. A cognitive dimension: the devil influences man's consciousness through the power of the lie so that people perceive and judge from worldly standpoints; 2. An ethical dimension: through his cognitive workings, the devil produces in man inappropriate behaviour. People carry out the will of the devil in the belief that they are doing God's will; 3. An emotional dimension: John's devil produces hatred and aggression, fear of death and – in accordance with a common tradition from the early Judaic period – sadness.Thus, the devil in the fourth gospel can be active in the world, even after his fall: after his loss of power on the cosmic level which occurred in the hour of Jesus there is also a need for his power to be destroyed on an anthropological level. This is achieved through the Paraclete and allows the disciples to participate in Jesus' victory over the devil. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 I. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 II. Die Geschichte der Teufelsvorstellung von ihren Anfängen bis zum Neuen Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 1. Die Wurzeln im Alten Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 1.1 Satan im Alten Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 1.1.1 Etymologie und Belegstellen . . . . . . . . . . . . . . . . 26 1.1.2 Satan: Diener Gottes und Kämpfer für die Einhaltung der göttlichen Rechts- und Weltordnung . . . . . . . . . . 27 1.2 Belial im Alten Testament . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 1.2.1 Etymologie und Belegstellen . . . . . . . . . . . . . . . . 32 1.2.2 Belial: Gegner der göttlichen Urordnung . . . . . . . . . 33 1.3 Ergebnis: Pedanterie und Chaos als alttestamentliche Wurzeln der Teufelsvorstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 2. Die Entwicklung in der testamentarischen Zwischenzeit . . . . . . 35 2.1 Der Sturz der Engel und Azaz’el im Buch der Wächter (ÄthHen 1–36) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 2.2 Mastema im Jubiläenbuch, ein Fürst mit eigenem Willen . . . 36 2.3 Belial in Qumran und den Testamenten der zwölf Patriarchen 40 2.3.1 Hodayot: Chaosmächte vollziehen Gottes Gericht . . . . 42 2.3.2 Kriegsregel: Das Los Belials gegen das Los Gottes . . . . . 43 2.3.3 Sektenregel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 2.3.3.1 Zweigeisterlehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 2.3.3.2 dxy und Los Belials . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 2.3.4 Die Damaskusschrift und die drei Netze Belials . . . . . . 55 2.3.5 Belial als Verursacher von Trauer im Midrasch zur Eschatologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 2.3.6 Beliar und die gottfeindlichen Tendenzen im Menschen (TestXII) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 2.4 Der Neid des Teufels als Ursache des Todes (SapSal 2,23 f.) . . 64 2.5 Der Teufel und seine Hybris – wann entstand der Luzifermythos? 67 2.5.1 Satanssturz und Teufelsbild in der Vita Adae und der Apokalypse des Mose . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 2.5.1.1 Der Teufel und die Textkritik . . . . . . . . . . . . 69 2.5.1.2 Urzeitlicher Fall und auftragsloses Handeln des Teufels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 2.5.1.3 Der Teufel und der böse Trieb . . . . . . . . . . . 73 2.5.1.4 Der Teufel und die Herrlichkeit Adams . . . . . . 74 2.5.1.5 Die Ankündigung des endzeitlichen Teufelssturzes 74 2.5.1.6 Verwandlung und Betrug als Waffen teuflischen Handelns . . . . . . . . . . . . . . . . 75 2.5.2 Der Satanssturz im slavischen Henochbuch . . . . . . . . 77 2.6 Der Teufel in weiteren Schriften des frühen Judentums . . . . . 80 2.6.1 Das Testament Hiobs: Satan genießt und fordert göttliche Verehrung auf Erden . . . . . . . . . . . . . . . 80 2.6.2 Die Apokalypse Abrahams: Asasel als personifizierte Gottlosigkeit bevorzugt die Erde . . . . . . . . . . . . . . 82 2.6.3 Die Bilderreden (ÄthHen 37–71): Satan und seine Satane 84 2.7 Zusammenfassung und Zwischenergebnis . . . . . . . . . . . . 86 2.7.1 Der Teufel im frühen Judentum: Funktionär und Widersacher Gottes . . . . . . . . . . . . 86 2.7.2 Zentrale Aspekte der Entstehung und Weiterentwicklung der Teufelsvorstellung . . . . . . . . . 87 3. Der Teufel bei Paulus und den Synoptikern . . . . . . . . . . . . . . 90 3.1 Der Teufel bei Paulus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90 3.1.1 Teufelsbelege und -bezeichnungen . . . . . . . . . . . . . 90 3.1.2 Der Glaube der Gemeinde und die eschatologischen Heilsgüter des Paulus als Angriffsziele Satans (1Thess) . 91 3.1.3 Irrlehrer als Handlanger Satans (Römer 16) . . . . . . . . 94 3.1.4 Satan in Gestalt eines Lichtengels (2Kor 11,13–15) . . . . 96 3.1.5 Satan als Verursacher von Trauer (2Kor 2,5–11) . . . . . 99 3.1.6 Der Gott der Welt und die Orientierung am Irdischen (2Kor 4,4) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 3.1.7 Satan als göttliches Züchtigungsinstrument (1Kor 5,5) . . 108 3.1.8 Der Engel Satans verhindert die Hybris (2Kor 12,7) . . . 112 3.1.9 Der Versucher und die πορνεία (1Kor 7) . . . . . . . . . . 113 3.1.10 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115 3.2 Der Teufel in den synoptischen Evangelien . . . . . . . . . . . . 117 3.2.1 Markus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118 3.2.1.1 Das Markusevangelium – ein kosmischer Kampf? 118 3.2.1.2 Der markinische Satan als Versucher (Mk1,12 f.) 120 3.2.1.3 Die Exorzismen Jesu und der gebundene Satan (Mk 3,22–30) . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 3.2.1.4 Satan, als ein die Ausbreitung des Wortes verhindernder Faktor (Mk 4,13–20) . . . . . . . . 125 3.2.1.5 Petrus als menschlich denkender Satan (Mk 8,27–33) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 3.2.2 Matthäus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 130 3.2.2.1 Der Teufel als ὁ πειράζων und ὁ πονηρός . . . . . 130 3.2.2.2 Der Teufel als Waffe zur Diffamierung der Gegner 132 3.2.2.3 Weitere Aspekte des matthäischen Teufels . . . . 135 3.2.3 Lukas . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 3.2.3.1 Verbindung des Teufels mit Krankheit und Dämonen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 136 3.2.3.2 Das Wirken des Versuchers im Rahmen der Passion Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 3.2.3.3 Satans Verhältnis zu Gott . . . . . . . . . . . . . . 141 3.3 Zusammenfassung und Zwischenergebnis . . . . . . . . . . . . 145 III. Der Teufel im Johannesevangelium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 1. Teufelsbelege und -bezeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148 2. Wesen und Wirken des Teufels nach Joh 8 . . . . . . . . . . . . . . 153 2.1 Sprachliche Probleme in Joh 8,44 . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 2.2 Vorbemerkungen zum mörderischen und lügnerischen Wesen des Teufels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156 2.3 Kontext von Joh 8,44 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161 2.4 Perikopenabgrenzung und Gliederung . . . . . . . . . . . . . . 163 2.5 Freiheit, Sünde und der Teufel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 165 2.6 Die Sünde in Joh 8 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 169 2.7 Der Teufel und die Knechtschaft der Menschen . . . . . . . . . 172 2.8 Der Teufel als Menschenmörder . . . . . . . . . . . . . . . . . . 175 2.9 Der Teufel als Lügner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177 2.10 Die Lüge des Teufels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180 2.11 Zwischenergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 3. Die Überwindung des Teufels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 189 3.1 Der mythische Sieg über den Teufel und die ταραχή Jesu . . . 189 3.1.1 Die Ankündigung des Teufelssturzes (Joh 12,20–36) . . . 190 3.1.1.1 Gliederung der Aussage in Joh 12,31 f. . . . . . . 192 3.1.1.2 Der traditionsgeschichtliche Hintergrund des Teufels sturzes . . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 3.1.1.3 Jesu ταραχή als Todesangst? . . . . . . . . . . . . 198 3.1.1.4 Die Bedeutung der ταραχή für das Verständnis der Stunde Jesu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201 3.1.1.5 Die ταραχή Jesu als Werk des Teufels . . . . . . . 204 3.1.1.6 Die Herrlichkeit Gottes und die teuflische Todesangst (Teil 1) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 207 Exkurs 1: Der einzigartige Tod Jesu aus Liebe . . . . . . . 210 Exkurs 2: Name Gottes im Johannesevangelium . . . . . 212 3.1.2 Die ταραχή Jesu und die Ausscheidung des Verräters (Joh 13) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 3.1.2.1 Die Vorbereitung der Ausscheidung und das Herz des Judas . . . . . . . . . . . . . . . . . 217 Exkurs 3: Judas als ein Teufel in Joh 6 . . . . . . . . . . . 219 3.1.2.2 Die ταραχή Jesu in Joh 13,21: Prophetische Erregung oder Todesangst? . . . . . 223 3.1.2.3 Die Herrlichkeit Gottes und die teuflische Todesangst (Teil 2) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 226 3.1.3 Die weitere Konfrontation Jesu mit dem Satan im Rahmen der Passionsgeschichte (Joh 14,27–31; 18,1–11) . . . . . . 229 3.1.3.1 Friede statt Angst (Joh 14,27–31) . . . . . . . . . 229 3.1.3.2 Die Demonstration der Ohnmacht des Teufels (Joh 18,1–11) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232 3.1.4 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 3.2 Das Ende der λύπη und die anthropologische Entmachtung des Teufels (Joh 16) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 235 3.2.1 Der Teufel und die λύπη in der Tradition des frühen Juden- und Urchristentums . . . . . . . . . . 237 3.2.1.1 Der Begriff λύπη und seine Bedeutung . . . . . . 237 3.2.1.2 Die Verteufelung der λύπη . . . . . . . . . . . . . 238 3.2.1.3 Der Teufel und die λύπη Adams und Evas . . . . 240 3.2.1.4 Die Tradition von der Entmachtung des Teufels und der Verwandlung der λύπη in χαρά . . . . . 241 3.2.2 Die Tradition von der Entmachtung des Teufels und der Verwandlung der λύπη in χαρά im Johannesevangelium 255 3.2.2.1 Das Motiv der Trauer verursachenden Herrschaft des Teufels . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 255 3.2.2.2 Das Motiv der Umkehr der gegenwärtigen emotionalen Verhältnisse . . . . . . . . . . . . . . 259 3.2.2.3 Das Motiv der Umkehr der gegenwärtigen Herrschafts verhältnisse . . . . . . . . . . . . . . . 260 3.2.2.4 Das Motiv vom Gottesgericht über den Teufel . . 262 3.2.3 Der Zeitpunkt des Umschlags der Trauer in Freude? . . . 262 3.2.4 Der vierte Parakletspruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . 269 3.2.5 Der fünfte Parakletspruch . . . . . . . . . . . . . . . . . . 275 3.2.6 Fazit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279 IV. Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 1. Spuren frühjüdisch-urchristlicher Teufelstradition im vierten Evangelium . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 2. Besonderheiten der johanneischen Teufelsvorstellung und ihre Deutung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284 V. Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 288 1. Quellen und Übersetzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 288 2. Hilfsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 290 3. Sekundärliteratur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291 Stellenregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 307
Der Teufel ist eine schillernde Figur in dem kosmischen Drama, das das Johannesevangelium erzählt. Florian Theobald untersucht seine Darstellung und Charakterisierung. Er zeigt auf, dass der Teufel hier zweimal besiegt werden muss: Der Tod Jesu entmachtet ihn zwar auf kosmischer Ebene, aber auf psychologischer Ebene wirkt er weiterhin im Menschen. Dies geschieht in dreierlei Hinsicht: Auf kognitiver Ebene beeinflusst er das menschliche Bewusstsein durch die Macht der Lüge. Dies hat zur Folge, dass die Menschen in ethischer Hinsicht den Willen des Teufels tun im Glauben, dem Willen Gottes zu entsprechen. Schließlich verursacht er im emotionalen Bereich Hass, Aggression, Furcht vor dem Tod und Trauer. Dieses Wirken wird erst durch den Heiligen Geist überwunden, der es so den Jüngern ermöglicht, an Jesu Sieg über den Teufel teilzuhaben.Einleitend bietet Theobald eine Übersicht über die Geschichte der Teufelsvorstellung im Alten Testament in den Schriften des frühen Judentums sowie auf Paulus und den Synoptikern. Theobald zeigt, dass der Teufel hier nicht nur als Widersacher Gottes auftritt, sondern auch als Funktionsträger der göttlichen Herrschaft.So lässt sich das Buch auch als eine faszinierende Geschichte des Teufels und seiner Wandlungen in der frühen jüdischen und christlichen Tradition lesen.