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Techniken der empirischen Sozialforschung : Ein Lehrbuch in 8 Bänden. Band 5, Testen und Messen

معرفی کتاب «Techniken der empirischen Sozialforschung : Ein Lehrbuch in 8 Bänden. Band 5, Testen und Messen» نوشتهٔ Jürgen van Koolwijk; Maria Wieken-Mayser، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

ner bereits bestehenden Theorie abgeleitet werden können, deren konstituierende Variablen -bis auf das zu messende Konzept -bereits gemessen worden bzw. meßbar sind. Die Newtonsche Gleichung F = ma liefert ein Beispiel dafür. Es ist immer wieder die Frage gestellt worden, ob solche restriktive Kriterien -unabhängig von den Meßniveaus, die sie voraussetzen -auch für die Messung sozialwissenschaftlicher Konzepte notwendig sind. COLEMAN ( 1 964) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß viele Variablen, vor allem in der Soziologie, durch einfaches Zählen von sich wiederholenden Verhaltensweisen gemessen werden (Messen 'by counting'). Die Selbstmordrate, die als Eigenschaft einer bestimmten sozialen Gruppe aufgefaßt werden kann, läßt sich zum Beispiel durch Zählen der Selbstmorde in einem bestimmten Zeitraum ermitteln. Die klassischen Meßkriterien sind hier nur implizit erfüllt; die Operationen des Vergleichs und der Kombination "are carried out by fiat so to speak, by the investigator's counting, rather than by behavior of the objects themselves ..." (COLEMAN, 1964, S. 71). Die Isomorphie zwischen dem Zahlen-und dem Objektsystem ebenso wie die Bedingung der Eindeutigkeit der Zuordnung (vgl. hierzu SUPPES UND ZINNES 1963) sind jedoch gegeben. Die Validierung der Zuordnungsregeln erfolgt also nicht aus der Meßoperation als solcher, wie es bei fundamentalem und abgeleitetem Messen der Fall ist, sondern aus der Überprüfung der Theorie, die der Bildung homogener Klassen von Ereignissen implizit ist. 14 5. Band: Testen und Messen eines Index folgende Entscheidungen erfordert: (1) die Entwicklung eines Modells, das die Beziehungen zwischen manifesten und latenten Variablen expliziert; (2) die Spezifikation der Störvariablen und der Bedingungen, unter denen man von ihrem Einfluß auf die Messung absehen kann; und (3) die Analyse der Identifikationsbedingungen, die eine eindeutige Lösung des Gleichungssystems ermöglichen. Eine vierte Gruppe von Entscheidungen ergibt sich schließlich aus der Kombination von Indikatoren zu einem meist eindimensionalen Index. Aus der Menge der sachlich und logisch möglichen Kombinations-Modelle soll dasjenige bestimmt werden, das den Meßfehler minimiert und darüber hinaus auch theoretisch interpretierbar ist. Insbesondere stellen sich in diesem Zusammenhang die Fragen nach der Gewichtung der einzelnen Indikatoren und der Bestimmung der Index-Funktion / (Abschnitt 1.5). ### 1.2 Beobachtungs-Sprache und theoretische Sprache: einige wissenschaftslogische Aspekte der Index-Bildung Aus der obigen Index-Definition folgt unmittelbar die Notwendigkeit, die Bedeutung der Funktion zu analysieren, die Konzepte und Indikatoren miteinander verknüpft. Man kann die Konstruktion von Indikatoren bzw. Indikatoren-Mengen als ein Problem der Art auffassen, daß man latente (d. h. nicht direkt beobachtbare, theoretische) Begriffe mit Hilfe bestimmter Transformationsregeln auf die Beobachtungsebene abbildet. In diesem Zusammenhang erscheint eine Unterscheidung wichtig, die sich auf die unterschiedlichen Sprachstufen oder -ebenen bezieht, auf denen die theoretischen Konzepte einerseits sowie Indikatoren andererseits lokalisiert werden müssen. Nach CARNAP (1956; 1969) zerfällt die Wissenschafts-Sprache L in mindestens zwei Teilklassen: in die theoretische Sprache L T und die Beobachtungssprache L B . Diese Unterscheidung wurde für Carnap notwendig, als sich herausstellte, daß sein ursprünglich konzipiertes Programm zur Konstruktion einer empirizistischen Sprache L E aus verschiedenen Gründen undurchführbar ist. L E sollte sowohl theoretische Begriffe wie auch Beobachtungsbegriffe (Observable) enthalten, wobei die theoretischen Terme definitorisch vollständig auf die Observablen zurückführbar sein sollten. Die Unmöglichkeit der Verwirklichung dieses Programms schon für metrische Begriffe ist verschiedentlich nachgewiesen worden (siehe vor allem HEMPEL 1952; POPPER 1959; 1963). Das Hauptmotiv für die Differenzierung von L E scheint jedoch Carnaps Analyse der logischen Eigenschaften von Dispositionsprädikaten gewesen zu sein (STEGMÜLLER 1970). Wir werden hierauf zurückkommen, nachdem wir die Charakteristika der beiden Teil-Sprachen L B und L T dargestellt haben. Die Beobachtungssprache L B besteht aus den sogenannten primitiven Konstanten, die wiederum in die beiden Teilklassen der deskriptiven und der logischen Konstanten zerfallen. Die Klasse aller Undefinierten deskriptiven Konstanten bildet das Beobachtungs-Vokabular V B . Sowohl die Prädikate wie auch die Individuenvariablen 1. Kapitel: Methodologische Inhalt 1. Methodologische Probleme der Index-Bildung 1.1 Zur Definition von Indikatoren und Indizes 1.2 Beobachtungs-Sprache und theoretische Sprache: einige wissenschaftliche Aspekte der Index-Bildung 1.3 Drei Strategien zur Bestimmung von Korrespondenzregeln 1.3.1 Indikatoren als Definitionselemente: die operationalistische Lösung 1.3.2 Konzepte als Dispositionen: die typologisch-induktive Lösung 1.3.3 Indikatoren als Elemente eines kausalen Systems: der kausalanalytische Ansatz 1.4 Die Auswahl von Indikatoren 1.4.1 Das Indikatoren-Universum und die Austauschbarkeit von Indikatorenmengen 1.4.2 Das Prinzip der multiplen Indikatoren 1.5 Kombination und Gewichtung von Indikatoren Literaturverzeichnis 2. Meßtheoretische Probleme der Sozialforschung 2.1 Die Struktur eines Merkmals 2.2 Definition und Eindeutigkeit von Skalen 2.3 Die wichtigsten Skalentypen 2.4 Zum Problem der Bedeutsamkeit (meaningfulness) 2.5 Einige ausgewählte Strukturen, die bestimmte Meßstufen garantiere 2.6 Zuverlässigkeit von Meßinstrumenten 2.7 Gültigkeit von Meßinstrumenten 2.8 Zuverlässigkeits- und Gültigkeitskoeffizienten Literaturverzeichnis 3. Testen und Messen von Eigenschaften und Einstellungen 3.1 Test verfahren 3.2 Gütekriterien eines Tests 3.2.1 Objektivität 3.2.2 Zuverlässigkeit 3.2.3 Gültigkeit 3.3 Die Entwicklung eines Tests 3.3.1 Die Auswahl der Testart und der Testaufgaben 3.3.2 Die vorläufige Überprüfung der Testaufgaben 3.3.3 Die Bestimmung der endgültigen Testform 3.4 Formen der Einstellungsmessung und das Problem der Ergebnisverfälschung Literaturverzeichnis 4. Ratingmethoden 4.1 Definition und Geschichte 4.2 Zur Klassifikation von Ratingverfahren 4.3 Einzelreizverfahren 4.4 Mehrfachreizverfahren 4.5 Konstante Schätzfehler und systematische Beurteilungstendenzen 4.6 Zuverlässigkeit und Gültigkeit von Ratingoperationen Literaturverzeichnis 5. Skalierungsverfahren 5.1 Grundlagen 5.1.1 Die Vorgänge bei der Skalierung 5.1.2 Das Ergebnis der Skalierung: die Variablen 5.1.3 Exkurs: Probleme der Messung in den Verhaltenswissenschaften (Psychologie und Soziologie) im Vergleich mit naturwissenschaftlichen Messungen (Physik) 5.2 Methoden der Datengewinnung 5.2.1 Der Vergleich yon Reizen miteinander 5.2.2 Der Vergleich von Reizen mit Skalen 5.3 Die Auswertung der Daten 5.3.1 Skalierungsmodelle 5.3.2 Die historische Grundlage: Psychometrische Funktion und Charakteristik eines Items 5.4 Auswertungsverfahren 5.4.1 Einfache Auswertungsverfahren 5.4.2 Verfahren, die auf einer Einengung der Antwortmöglichkeiten beim Vorliegen einer Skala beruhen 5.5 Verfahren, die auf der Transformation einer Wahrscheinlichkeit (Proportion) in eine Distanz beruhen (Schwellenmethoden) 5.5.1 Skalierung nach dem Gesetz der vergleichenden Urteile 5.5.2 Skalierung nach dem Gesetz der Kategorialurteile 5.6 Die Anwendung probabilistischer Meßmodelle 5.6.1 Die Analyse latenter Strukturen 5.6.2 Die Skalierung nach dem Modell von Rasch 5.7 Mehrdimensionale Verfahren Literaturverzeichnis 6. Grundzüge der Faktorenanalyse 6.1 Grundlagen 6.1.1 Die Aufgabenstellung 6.1.2 Die Verfahrenstechnik einer faktoranalytischen Untersuchung 6.1.3 Die wichtigsten Grundprinzipien und Zusammenhänge 6.2 Die deskriptive Faktorenanalyse 6.2.1 Die Schätzung der Kommunalitäten 6.2.2 Die Extraktion der Faktoren 6.3 Die inhaltliche Faktorenanalyse 6.3.1 Die Rotation des Faktorenmusters 6.3.2 Die Analyse hierarchischer Faktorstrukturen 6.3.3 Die Bestimmung der Faktorwerte 6.3.4 Die Interpretation der Faktoren Literaturverzeichnis 7. Soziometrische Verfahren 7.1 Einleitung 7.1.1 Geschichte 7.1.2 Kennzeichnung soziometrischer Daten 7.1.3 Graphische Darstellung soziometrischer Daten 7.2 Erhebungstechniken 7.2.1 Befragungstechniken 7.2.2 Beobachtungstechniken 7.2.3 Erhebungsprobleme 7.2.4 Vergleich der Erhebungsverfahren 7.3 Auswertungstechniken 7.3.1 Verfahren zur Kennwertgewinnung 7.3.2 Verfahren zur Cliquenidentifizierung 7.3.3 Verfahren zum Vergleich soziometrischer Daten 7.3.4 Technische Hilfen in der Datenverarbeitung 7.3.5 Sonstiges 7.4 Reliabilität und Validität Literaturverzeichnis Namenregister Sachwortregister

Die vergebliche Suche nach einem Lehrbuch, das möglichst umfassend und praxisorientiert in die Welt der Wissenschaft einführt hat ein Ende. Entlang der Chronologie des wissenschaftlichen Arbeitens wird begonnen mit allgemeinen und psychologischen Grundlagen. Anschließend geht es um das Recherchieren, Lesen, Schreiben und Reden, bevor ein Fazit in Form einer Zusammenfassung mit "Zehn Geboten für das Studium" das Buch beschließt.

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