Tätige Nächstenliebe in Werk und Wirken Gregors des Großen
معرفی کتاب «Tätige Nächstenliebe in Werk und Wirken Gregors des Großen» نوشتهٔ Susanne Barth، منتشرشده توسط نشر JCB Mohr (Paul Siebeck) در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Gregors Pontifikat im ausgehenden 6. Jahrhundert fiel in eine Zeit kirchlicher und politischer Krisen. Durch die schwindende staatliche Unterstützung in Rom und Italien musste zunehmend die Kirche Verantwortung für die Nahrungsmittelverteilung, Sicherheit, Armenfürsorge und andere ehemals staatliche Aufgaben übernehmen.Susanne Barth zeigt, dass diese Herausforderung in Gregors Schriften wahrzunehmen ist, wenn sie konsequent vor ihrem historischen Hintergrund gelesen werden. Insbesondere die Neukontextualisierung der "Moralia in Iob", die hier erstmals im Umfeld ihrer Endredaktion betrachtet werden, zeigt auf, wie stark Gregors Theologie durch seine persönliche Erfahrung geprägt ist. Der Dienst am Nächsten erlangt in seinem Denken eine immer zentralere Stellung. Die christliche Gemeinde beschreibt er als reziproke Dienstgemeinschaft, in der jedes Glied auf je eigene Weise Hilfe leistet, ebenso aber auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Schrittweise entwickelt sich die utilitas proximi zum maßgeblichen Kriterium für jegliches ethische Handeln, das auch Gregors eigenes Wirken bestimmte. Cover Titel Vorwort Inhalt 1 Einleitung 2 Der historische Kontext im ausgehenden 6. Jahrhundert 2.1 Die politische und soziale Lage Italiens 2.2 Die kirchliche Situation in Italien 3 Leben und literarisches Werk Gregors 3.1 Die Familie 3.2 Ausbildung und weltliche Karriere 3.3 Rückzug aus der Welt: Die Klostergründung 3.4 Beginn des kirchlichen Werdegangs: Diakonat und Apokrisiat 3.5 Im Dienst für die Heimatkirche: Rückkehr und Papstwahl 3.6 Das Pontifikat 4 Tätige Nächstenliebe in der Spätantike 4.1 Formen und Finanzierung der tätigen Nächstenliebe in der Spätantike 4.2 Theologische Begründungen tätiger Nächstenliebe in der Spätantike . 4.3 Spätantike Terminologie der Nächstenliebe 4.4 Tätige Nächstenliebe bei Augustin 5 Das Ideal der tätigen Nächstenliebe im literarischen Werk Gregors 5.1 Der Hoheliedkommentar – Der Weg zur mystischen Gottesschau 5.1.1 Die contemplatio Dei als höchstes Ziel 5.1.2 Die Ambivalenz irdischer Tugenden und Werke 5.1.3 Die Terminologie der Nächstenliebe im Hoheliedkommentar 5.1.4 Zusammenfassung 5.2 Die Regula Pastoralis – Der Dienst an Gott und dem Nächsten 5.2.1 Formen tätiger Nächstenliebe 5.2.1.1 Pastorale Nächstenliebe 5.2.1.2 Allgemeine Nächstenliebe 5.2.2 Theologische Begründungen tätiger Nächstenliebe 5.2.2.1 Die Heilige Schrift als Stütze der Argumentation 5.2.2.2 Der Hirte als Leitfigur 5.2.2.3 Die caritas als Mutter aller Tugenden 5.2.2.4 Der jenseitige Lohn 5.2.3 Die Liebe als christliches Grundethos 5.2.3.1 Das pastorale Ethos 5.2.3.2 Das christliche Ethos für die Gläubigen 5.2.3.3 Der Spezialfall der Askese 5.2.4 Die Terminologie der Nächstenliebe in der Regula Pastoralis 5.2.5 Zusammenfassung 5.3 Die Evangelienhomilien – Die Kirche als facettenreiche Gemeinschaft 5.3.1 Formen tätiger Nächstenliebe 5.3.1.1 „Almosen des Wortes“ 5.3.1.2 Almosen 5.3.1.3 Die Askese als Werk und ihre Alternativen 5.3.1.4 Feindesliebe 5.3.1.5 Liturgische Formen der Nächstenliebe 5.3.2 Theologische Begründungen tätiger Nächstenliebe 5.3.2.1 Grundtexte der tätigen Nächstenliebe 5.3.2.2 Das Jüngste Gericht als Fokus der tätigen Nächstenliebe 5.3.2.3 Anthropologische Begründungen der Nächstenliebe 5.3.3 Der Aspekt der christlichen Gemeinschaft 5.3.3.1 Die Gemeinde – ein bunter Mischwald 5.3.3.2 Die intentio macht den Unterschied 5.3.3.3 Die Warmherzigkeit der tätigen Nächstenliebe 5.3.4 Die Terminologie der Nächstenliebe in den Evangelienhomilien 5.3.5 Zusammenfassung 5.4 Die Dialoge – Herausragende Personen und solide Institutionen Exkurs: Die Diskussion um die Autorenschaft und den konkreten Anlass der Dialoge 5.4.1 Die Täter der Nächstenliebe 5.4.2 Formen tätiger Nächstenliebe 5.4.2.1 Wundertätige Nächstenliebe 5.4.2.2 Tätige Nächstenliebe im Kontext des Todes 5.4.2.3 Institutionalisierte Nächstenliebe? 5.4.3 Diesseitige Werke und jenseitiges Ergehen 5.4.3.1 Die Relevanz der guten Werke 5.4.3.2 Einflussmöglichkeiten nach dem Tod 5.4.4 Zusammenfassung 5.5 Die Ezechielhomilien – Den Vorbildern nacheifern 5.5.1 Formen tätiger Nächstenliebe 5.5.1.1 Der Dienst des Klerus 5.5.1.2 Die päpstlichen Aufgaben 5.5.1.3 Die Sorge um die Bedürftigen 5.5.1.4 Tätige Nächstenliebe im Kontext des Krieges 5.5.2 Theologische Begründungen tätiger Nächstenliebe 5.5.2.1 Die imitatio sanctorum 5.5.2.2 Gott als Ursprung guter Taten – zwischen Augustin und Pelagius 5.5.2.3 Die zweifache Liebe als Grundlage allen Handelns 5.5.2.4 Trias oder Quartett? Gregors Verwendung von 1 Kor 13,13 5.5.3 Vielfalt und Wert verschiedener Lebensführungen 5.5.3.1 Das Gegenüber von actio und contemplatio 5.5.3.2 Drei ordines 5.5.4 Die Terminologie der Nächstenliebe in den Ezechielhomilien 5.5.5 Zusammenfassung 5.6 Die Moralia in Iob – Dem Nächsten nutzen mit Herz und Hand 5.6.1 Redaktionsgeschichtliche Beobachtungen – ein Vergleich mit den Werken aus der Zeit des Pontifikats 5.6.2 Formen tätiger Nächstenliebe 5.6.2.1 Die Sorge um den Glauben und die Lebensweise des Nächsten 5.6.2.2 Die compassio als Werk der Nächstenliebe 5.6.3 Theologische Begründungen tätiger Nächstenliebe 5.6.3.1 Der Einfluss himmlischer Kräfte auf Tugenden und Werke 5.6.3.2 Die Unsicherheit des Heils 5.6.3.3 Die Einheit des Leibes Christi 5.6.4 Die utilitas proximi als Motivation und Zielsetzung der tätigen Nächstenliebe 5.6.5 Die Terminologie der Nächstenliebe in den Moralia in Iob 5.6.6 Zusammenfassung 5.7 Zwischenfazit 6 Die Praxis der tätigen Nächstenliebe im Handeln Gregors des Großen 6.1 Die Armenfürsorge 6.1.1 Institutionen und Orte der Armenfürsorge 6.1.2 Das Patrimonium Petri als Finanzquelle der Armenfürsorge 6.1.3 Konkrete Fürsorge für personae miserae 6.1.3.1 Arme, Waisen und Witwen 6.1.3.2 Die oppressi 6.1.3.3 Gefangene 6.2 Die Sorge um den rechten Glauben 6.2.1 Pastorale Versorgung 6.2.2 Ausbreitung des rechten Glaubens 6.2.2.1 Die Mission der Angelsachsen 6.2.2.2 Die Bekehrung der Juden 6.2.2.3 Die Beseitigung paganer Riten 6.2.3 Der Umgang mit christlichen Häresien 6.2.4 Individuelle Seelsorge 6.2.4.1 Trost für Kranke und Trauernde 6.2.4.2 Mahnung zur rechten Lebensführung 6.2.5 Kollektive Seelsorge: Der Bußzug durch Rom 6.3 Engagement für Frieden 6.3.1 Die Friedensverhandlungen mit den Langobarden 6.3.2 Die Sorge für die Eintracht der Kirche 6.3.2.1 Der Drei-Kapitel-Streit 6.3.2.2 Die Auseinandersetzung um den Titel des ökumenischen Patriarchen 6.3.2.3 Der Palliumsstreit mit Ravenna 6.4 Die Asketen 6.4.1 Die Sorge um die Asketen 6.4.2 Die kirchliche Verpflichtung der Asketen 6.5 Die Terminologie der Nächstenliebe im Briefregister 6.6 Zusammenfassung 7 Synthese 8 Literaturverzeichnis 8.1 Abkürzungsverzeichnisse 8.2 Quellen 8.3 Hilfsmittel 8.4 Sekundärliteratur Stellenregister Namensregister Sachregister Gregors Pontifikat im ausgehenden 6. Jahrhundert fiel in eine Zeit kirchlicher und politischer Krisen. Durch die schwindende staatliche Unterstützung in Rom und Italien musste zunehmend die Kirche Verantwortung für die Nahrungsmittelverteilung, Sicherheit, Armenfürsorge und andere ehemals staatliche Aufgaben übernehmen. Susanne Barth zeigt, dass diese Herausforderung in Gregors Schriften wahrzunehmen ist, wenn sie konsequent vor ihrem historischen Hintergrund gelesen werden. Insbesondere die Neukontextualisierung der'Moralia in Iob', die hier erstmals im Umfeld ihrer Endredaktion betrachtet werden, zeigt auf, wie stark Gregors Theologie durch seine persönliche Erfahrung geprägt ist. Der Dienst am Nächsten erlangt in seinem Denken eine immer zentralere Stellung. Die christliche Gemeinde beschreibt er als reziproke Dienstgemeinschaft, in der jedes Glied auf je eigene Weise Hilfe leistet, ebenso aber auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Schrittweise entwickelt sich die utilitas proximi zum maßgeblichen Kriterium für jegliches ethische Handeln, das auch Gregors eigenes Wirken bestimmte. When Gregory the Great became pope at a time of political and religious crisis, he assumed responsibility for what had formerly been imperial duties. As Susanne Barth shows in this thorough historical analysis of his complete works, both his writings and deeds pay testimony to this fact. With the grace of charity evolving into a central aspect of Gregory's theology, he describes church as a community of reciprocal care. In the end, the benefit of the proximate - the utilitas proximi - becomes the ultimate touchstone for ethical action, which likewise determined Gregory's own work
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