Strukturelle Dissensmarkierungen in interkultureller Kommunikation. Analysen deutsch-dänishcer Verhandlungen
معرفی کتاب «Strukturelle Dissensmarkierungen in interkultureller Kommunikation. Analysen deutsch-dänishcer Verhandlungen» نوشتهٔ Asmuß, Birte، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag; Walter de Gruyter Inc. در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Eine im Bereich interkulturelle Kommunikation immer wieder vertretene Annahme ist, daß interkulturelle Kommunikation problematisch ist, da hier die Gefahr von Mißverständnissen, die aus kulturell bedingten Unterschieden im kommunikativen Verhalten der Gesprächsteilnehmer resultieren, größer ist als in anderen Formen der Kommunikation. Die vorliegende Arbeit differenziert diese Aussage, indem anhand von Mikroanalysen authentischer Dissenssequenzen aufgezeigt wird, wie Gesprächsteilnehmer in deutsch-dänischen Verhandlungen über nationale, kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg im Stande sind, selbst potenziell problematische Sequenzen zu meistern. Dies verdeutlicht, daß es einer stärkeren Differenzierung des Feldes interkulturelle Kommunikation bedarf, um der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes gerecht zu werden. Dies umfaßt eine Differenzierung hinsichtlich der individuellen Voraussetzungen der Gesprächsteilnehmer ebenso wie eine stärkere Berücksichtigung der kulturräumlichen Aspekte. Die Ergebnisse der Untersuchung lassen ferner Rückschlüsse auf die Art der Kompetenz zu, die in interkulturellen Situationen notwendig ist, um erfolgreich kommunizieren zu können. Neben fremdsprachlicher und interkultureller Kompetenz ist in bestimmten Formen interkultureller Kommunikation, nämlich der zwischen nahkulturellen Verbindungen, die interaktive Kompetenz von entscheidender Bedeutung für das Gelingen der Kommunikation. Front Vorwort Inhalt 1. Einleitung und Ziel der Arbeit 2. Theoretischer Rahmen 2.1. Ethnomethodologische Konversationsanalyse 2.1.1. Entwicklungsgeschichtlicher Überblick 2.1.2. Methodische Grundzüge 2.2. Interkulturelle Kommunikation 3. Die empirische Untersuchung 3.1. Konzeption 3.2. Daten 4. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf lexikalischer Ebene: bloß als disjunktive Turneröffnung 4.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen 4.2. Zur Beschreibung von bloß in deutschen Grammatiken 4.2.1. bloß als Abtönungspartikel 4.2.2. bloß als Konjunktor 4.3. Daten 4.4. Der Konjunktor bloß in turneröffnender Position 4.4.1. Sequenzielle Positionierung 4.4.2. Die Verbindung zum ersten Konjunkt: Ambiguität 4.4.3. Die Verbindung zum zweiten Konjunkt: Disjunktivität 4.5. Der Konjunktor bloß in turninterner Position 4.6. Der Aspekt der Mutter- bzw. Fremdsprachlichkeit der Gesprächsteilnehmer bei der Produktion einer Sequenz mit dem Konjunktor bloß in turneröffnender Position 4.7. Ergebnisse 5. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf sequenzieller Ebene: Die Ignorierung einer kollaborativen Turnbeendigung 5.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen 5.2. Daten 5.3. Die kollaborative Turnbeendigung 5.3.1. Die präliminär nicht beendete Turnkonstruktionseinheit 5.3.2. Die antizipatorische Turnbeendigung 5.4. Die Ignorierung einer kollaborativen Turnbeendigung 5.4.1. Responsive Handlungen im Anschluss an eine kollaborative Turnbeendigung 5.4.1.1. Exkurs: Reparaturenorganisation 5.4.2. Das Design der Ignorierung einer antizipatorischen Turnbeendigung 5.4.3. Das inhaltliche Verhältnis der finalen zur antizipatorischen Turnbeendigung 5.5. Die kollaborative Turnsequenz 5.5.1. Der Aufbau einer kollaborativen Turnsequenz 5.5.2. Responsive Handlungen im Anschluss an eine finale Turnbeendigung 5.6. Der Aspekt der Fremdsprache bei der Konstruktion einer kollaborativen Turnsequenz 5.6.1. Kollaborative Turnsequenzen mit Beteiligung von Muttersprachlern 5.6.2. Kollaborative Turnsequenzen mit Beteiligung von Nicht-Muttersprachlern 5.6.3. Exkurs: Die Verteilung der Sprecher auf die einzelnen Positionen einer kollaborativen Turnsequenz unter Berücksichtigung des Aspektes der Mutter- bzw. Fremdsprachlichkeit 5.7. Ergebnisse 6. Zur interaktiven Konstruktion von Dissens auf aktivischer Ebene: Das Unterlassen von Kopartizipation in Sequenzen mit stereotypen Wendungen 6.1. Untersuchungsgegenstand und zentrale Fragestellungen 6.2. Stereotype: terminologische und methodische Überlegungen 6.3. Daten 6.4. Die Konstruktion sequenzieller Relevanz von Kopartizipation durch die Verwendung nationaler Stereotype: Zur Konstruktion von Time Outs 6.4.1. 'On doing stereotyping' 6.4.1.1. Das Design des Stereotyps 6.4.1.2. Die Markierung der Initiierung von Time Outs 6.4.1.3. Die Konstruktion einer aus zwei Komponenten bestehenden Klasse 6.4.1.4. Die Initiierung der stereotypen Wendung 6.4.2. Stereotype Wendungen als Einleitung von Time Outs: Das Zeigen von Kopartizipation 6.5. Das Unterlassen von Kopartizipation 6.5.1. On doing non-stereotyping' 6.5.2. Etablierung von Nebensequenzen 6.5.2.1. Der Zeitpunkt der Markierung einer Nebensequenz 6.5.2.2. Wiederaufnahme 6.5.2.3. Weiterführung 6.5.3. Mehrparteiengespräche 6.6. Ergebnisse 7. Die Bedeutung der Studien für zentrale Fragestellungen im Forschungsbereich interkulturelle Kommunikation 8. Ergebnisse und Ausblick Literatur Anhang Over the past few decades, the book series Linguistische Arbeiten [Linguistic Studies], comprising over 500 volumes, has made a significant contribution to the development of linguistic theory both in Germany and internationally. The series will continue to deliver new impulses for research and maintain the central insight of linguistics that progress can only be made in acquiring new knowledge about human languages both synchronically and diachronically by closely combining empirical and theoretical analyses. To this end, we invite submission of high-quality linguistic studies from all the central areas of general linguistics and the linguistics of individual languages which address topical questions, discuss new data and advance the development of linguistic theory. Die Arbeit zeigt, daß interkulturelle Kommunikation nicht - wie gemeinhin angenommen - notwendigerweise problematisch ist. Mittels Mikroanalysen authentischer Dissenssequenzen wird nachgewiesen, daß Gesprächsteilnehmer in deutsch-dänischen Verhandlungen über nationale, kulturelle und sprachliche Unterschiede hinweg im Stande sind, selbst potenziell problematische Sequenzen zu meistern. Dies verdeutlicht, daß es einer stärkeren Differenzierung des Feldes interkulturelle Kommunikation bedarf, um der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes gerecht zu werden. Main description: The study shows that, contrary to received thinking on the point, intercultural communication is not necessarily problematic. Micro-analyses of authentic dissent sequences show that, despite their national, cultural, and linguistic differences, participants in German-Danish negotiations are capable of mastering even potentially problematic sequences. This points the necessity for a more differentiated approach to the field of intercultural communication if justice is to be done to the complexity of the subject Birte Asmuss. Includes Bibliographical References (p. [193]-202)
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