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Strategie Und Philosophie Bei Seneca: Untersuchungen Zur Therapeutischen Technik in Den "Epistulae Morales" (Beitrage Zur Altertumskunde) (German Edition) (Beiträge Zur Altertumskunde, 329)

معرفی کتاب «Strategie Und Philosophie Bei Seneca: Untersuchungen Zur Therapeutischen Technik in Den "Epistulae Morales" (Beitrage Zur Altertumskunde) (German Edition) (Beiträge Zur Altertumskunde, 329)» نوشتهٔ Dietsche, Uwe(Author)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

How seriously are we to take Seneca's philosophizing in the Epistulae morales? Much of their content seems inconsistent and designed for mere effect. This study reveals how Seneca's choice of words and intellectual acuity are subordinated to the pedagogical aim of gradual persuasion. It becomes apparent that Seneca's formulation is tactical and that his statements must be interpreted in terms of their specific psychological intent.;Einleitung; 1 Senecas Briefe aus taktischer Perspektive: eine Problembeschreibung; 1.1 Senecas Therapeutik: Tendenzen der Forschung; 1.2 Die Spezifik von Senecas Therapeutik: der Ansatz dieser Arbeit; 1.3 Brief und Adressat; 1.3.1 Abfassungszeit, Überlieferung, Briefreihenfolge; 1.3.1.1 Abfassungszeit; 1.3.1.2 Überlieferung; 1.3.1.3 Briefreihenfolge; 1.3.2 : ucilius9 zur Adressatenfrage; 1.3.2.1 Echte oder fiktive Korrespondenz?; 1.3.2.2 Der intendierte Leserkreis und seine philosophischen Affinitäten; 1.3.3 Die Wahl der Briefform; 1.4 : eneca9 Anpassung an Leser und Ziel. Einleitung 11 1 Senecas Briefe aus taktischer Perspektive: eine Problembeschreibung 23 1.1 Senecas Therapeutik: Tendenzen der Forschung 23 1.2 Die Spezifik von Senecas Therapeutik: der Ansatz dieser Arbeit 31 1.3 Brief und Adressat 40 1.3.1 Abfassungszeit, Überlieferung, Briefreihenfolge 40 1.3.1.1 Abfassungszeit 40 1.3.1.2 Überlieferung 40 1.3.1.3 Briefreihenfolge 42 1.3.2 ›Lucilius‹: zur Adressatenfrage 45 1.3.2.1 Echte oder fiktive Korrespondenz? 45 1.3.2.2 Der intendierte Leserkreis und seine philosophischen Affinitäten 48 1.3.3 Die Wahl der Briefform 55 1.4 ›Seneca‹: Anpassung an Leser und Ziel 62 1.4.1 Seneca, der Epikurfreund? Umriss einer therapeutischen Lesart 62 1.4.2 Dialektik und Dialektikkritik 68 1.5 Zusammenfassung 72 2 Therapeutische Philosophie: Seneca im historischen Kontext 75 2.1 Senecas philosophisches Selbstverständnis 75 2.1.1 Philosophie ›auf Rezept‹? 75 2.1.2 Seneca als ›Seelenarzt‹ 79 2.2 Ars vitae: Zur Zielsetzung der hellenistischen Philosophien 81 2.2.1 Allgemeine Tendenzen 81 2.2.2 Spezifische Wege zur Heilung: zur therapeutischen Praxis der hellenistischen Philosophenschulen 84 2.2.2.1 Akademie 85 2.2.2.2 Peripatos 87 2.2.2.3 Epikureismus 87 2.2.2.4 Stoa 90 2.3 Chrysipps Therapeutikos 96 2.3.1 Das Verhältnis zwischen Physiologie und Psychologie in der Stoa 96 2.3.2 Welche Therapie erlaubt Chrysipps Therapeutikos? 99 2.4 Der Einfluss der Rhetorik 108 2.4.1 simplicitatis simulatio 108 2.4.2 Seneca Rhetor und Seneca Philosophus 111 2.4.3 Die Konsolation als philosophisch-rhetorische ›Mischgattung‹ 113 2.4.4 Das Skalpell unter dem Schwamm: Therapie und Rhetorik in Senecas De ira 119 2.4.5 Die spezifische Form von Senecas therapeutischer Rhetorik 124 2.5 Zusammenfassung 128 3 Die Epistulae morales als therapeutisch angelegte Lektüre 130 3.1 Strategien gegen die Angst 130 3.1.1 Raffiniert, aber unaufdringlich: der 13. Brief als stoischer Werbeprospekt 131 3.1.2 Angsttherapie im Wandel 140 3.2 Epikureische Therapie der Angst bei Lukrez 151 3.3 Die Briefe sind kein ›Philosophiekurs‹ 160 3.3.1 Die Lehre von der Zustimmung zum Affekt (assensio) 160 3.3.2 Weitere Gesichtspunkte 163 3.4 Zusammenfassung 165 4 Seneca, Epikur und das höchste Gut 167 4.1 Seneca und Epikur I: Nicht ohne die virtus 167 4.1.1 Zum Forschungsstand 167 4.1.2 Warum Epikurzitate? 173 4.2 Der Weg zum summum bonum 181 4.2.1 Cicero, Epiktet, Mark Aurel: Konzeptionen stoischer Güterlehre 181 4.2.2 Die Taktik Senecas 186 4.2.2.1 Erste Schritte 187 4.2.2.2 Vorstoß in neue Höhen: der neunte Brief 192 4.2.2.3 Besser kleine Stiche als große Siege: eineZwischenreflexion 195 4.2.2.4 Therapie im Schnelldurchgang: der Sieg der virtus in De vita beata 197 4.2.2.5 Epikur im Gepäck: Annäherungen an das stoische summum bonum in den Epistulae morales 201 4.2.2.6 Umwege über den Kosmos 215 4.2.2.7 Bedingte Freiheit für die voluptas 222 4.2.2.8 unum bonum quod honestum: der 66. Brief 227 4.2.2.9 Sicherung und Einbettung in den Alltag 231 4.3 Seneca und Epikur II: Die Diskreditierung Epikurs 236 4.3.1 Vom Meister zum Knecht: Epikur in den Briefen 30– -1 4.3.2 Rückblick auf den 9. Brief 247 4.4 Apatheia und propatheia: nur kein schlechtes Licht auf die Stoa! 252 4.5 Zusammenfassung 261 5 Strategie der Wortwahl und der Briefstruktur 265 5.1 Alltagssprachgebrauch und stoische Terminologie 265 5.1.1 malum, fortuitum, incommodum 265 5.1.2 virtus und honestum 271 5.2 Inhaltliche Gewichtung und Aufbau der Briefe 273 5.2.1 Der Brieftyp der ›wissenschaftlichen Abhandlung‹ 273 5.2.2 Die Briefe der Campanienreise und ihre Bedeutung für die Entwicklung der Briefform 276 5.3 Schlussfolgerungen 281 5.4 Zusammenfassung 282 Literaturverzeichnis 285 Register zitierter moderner Autoren 293 Antike Personen und Textstellen 295 Sachregister 307 Einleitung 1 Senecas Briefe aus taktischer Perspektive: eine Problembeschreibung 1.1 Senecas Therapeutik: Tendenzen der Forschung 1.2 Die Spezifik von Senecas Therapeutik: der Ansatz dieser Arbeit 1.3 Brief und Adressat 1.3.1 Abfassungszeit, Überlieferung, Briefreihenfolge 1.3.1.1 Abfassungszeit 1.3.1.2 Überlieferung 1.3.1.3 Briefreihenfolge 1.3.2 : ucilius9 zur Adressatenfrage 1.3.2.1 Echte oder fiktive Korrespondenz? 1.3.2.2 Der intendierte Leserkreis und seine philosophischen Affinitäten 1.3.3 Die Wahl der Briefform 1.4 : eneca9 Anpassung an Leser und Ziel. 1.4.1 Seneca, der Epikurfreund? Umriss einer therapeutischen Lesart1.4.2 Dialektik und Dialektikkritik 1.5 Zusammenfassung 2 Therapeutische Philosophie: Seneca im historischen Kontext 2.1 Senecas philosophisches Selbstverständnis 2.1.1 Philosophie : uf Rezept9 2.1.2 Seneca als : eelenarzt9 2.2 Ars vitae: Zur Zielsetzung der hellenistischen Philosophien 2.2.1 Allgemeine Tendenzen 2.2.2 Spezifische Wege zur Heilung: zur therapeutischen Praxis der hellenistischen Philosophenschulen 2.2.2.1 Akademie 2.2.2.2 Peripatos 2.2.2.3 Epikureismus 2.2.2.4 Stoa 2.3 Chrysipps Therapeutikos. 2.3.1 Das Verhältnis zwischen Physiologie und Psychologie in der Stoa2.3.2 Welche Therapie erlaubt Chrysipps Therapeutikos? 2.4 Der Einfluss der Rhetorik 2.4.1 simplicitatis simulatio 2.4.2 Seneca Rhetor und Seneca Philosophus 2.4.3 Die Konsolation als philosophisch-rhetorische : ischgattung9 2.4.4 Das Skalpell unter dem Schwamm: Therapie und Rhetorik in Senecas De ira 2.4.5 Die spezifische Form von Senecas therapeutischer Rhetorik 2.5 Zusammenfassung 3 Die Epistulae morales als therapeutisch angelegte Lektüre 3.1 Strategien gegen die Angst. 3.1.1 Raffiniert, aber unaufdringlich: der 13. Brief als stoischer Werbeprospekt3.1.2 Angsttherapie im Wandel 3.2 Epikureische Therapie der Angst bei Lukrez 3.3 Die Briefe sind kein : hilosophiekurs9 3.3.1 Die Lehre von der Zustimmung zum Affekt (assensio) 3.3.2 Weitere Gesichtspunkte 3.4 Zusammenfassung 4 Seneca, Epikur und das höchste Gut 4.1 Seneca und Epikur I: Nicht ohne die virtus 4.1.1 Zum Forschungsstand 4.1.2 Warum Epikurzitate? 4.2 Der Weg zum summum bonum 4.2.1 Cicero, Epiktet, Mark Aurel: Konzeptionen stoischer Güterlehre 4.2.2 Die Taktik Senecas. 4.2.2.1 Erste Schritte4.2.2.2 Vorstoß in neue Höhen: der neunte Brief 4.2.2.3 Besser kleine Stiche als große Siege: eineZwischenreflexion 4.2.2.4 Therapie im Schnelldurchgang: der Sieg der virtus in De vita beata 4.2.2.5 Epikur im Gepäck: Annäherungen an das stoische summum bonum in den Epistulae morales 4.2.2.6 Umwege über den Kosmos 4.2.2.7 Bedingte Freiheit für die voluptas 4.2.2.8 unum bonum quod honestum: der 66. Brief 4.2.2.9 Sicherung und Einbettung in den Alltag 4.3 Seneca und Epikur II: Die Diskreditierung Epikurs 4.3.2 Rückblick auf den 9. Brief. Die bisherigen Erklärungen der philosophischen Dimension der Epistulae morales lassen sich im großen Ganzen zwei Richtungen zuordnen: entweder gilt Seneca als dilettierender Eklektiker, dem es gleichgültig ist, in welche Widersprüche er sich verwickelt, solange er stilistisch glänzen kann. Oder die Briefe werden als kunstvoll komponierter Einführungskurs in die stoische Lehre angesehen, deren raffinierte Anordnung sich bei genauem Hinsehen vollständig dechiffrieren lässt. Beide Ansätze sind zu revidieren. Anhand mehrerer Längsschnitte durch das Briefcorpus wird in dieser Untersuchung gezeigt, dass Seneca seine Äußerungen - vor allem zu Beginn des Epistelwerks - darauf berechnet, einen möglichst weiten und philosophisch zum Teil nur wenig vorgebildeten Leserkreis für sich zu gewinnen. Seine in diesem Stadium häufigen Sympathiebekundungen für Epikur sind genau diesem Zweck untergeordnet. Dies wird vor allem an den scharfen Verurteilungen von dessen Grundüberzeugungen in späteren Briefen deutlich. Zudem sind die Briefe nicht als Ersatz für systematische Unterweisungen konzipiert. Vielmehr lassen sie sich als ethisch-moralische Begleitlektüre auffassen, welche die philosophischen Eigenbemühungen des Lesers für den Alltag fruchtbar zu machen sucht. How seriously are we to take Seneca's philosophizing in the Epistulae morales? Much of their content seems inconsistent and designed for mere effect. This study reveals how Seneca's choice of words and intellectual acuity are subordinated to the pedagogical aim of gradual persuasion. It becomes apparent that Seneca's formulation is tactical and that his statements must be interpreted in terms of their specific psychological intent. Wie ernst meinen es Senecas Epistulae morales mit dem Philosophieren? Vieles scheint aus systematischer Sicht inkonsequent und auf den bloßen Effekt hin angelegt. Dieses Buch offenbart, inwieweit Wortwahl und gedankliche Schärfe aber dem pädagogischen Ziel allmählicher Überzeugung untergeordnet sind. Es zeigt sich, dass Seneca taktisch formuliert und seineÄußerungen bezogen auf die jeweilige psychologische Intention interpretiert werden müssen.
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