Stereotype Paradiese : Ozeanismus in der deutschen Südseeliteratur 1815-1914
معرفی کتاب «Stereotype Paradiese : Ozeanismus in der deutschen Südseeliteratur 1815-1914» نوشتهٔ Dürbeck, Gabriele، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2007. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der deutschen Literatur und Publizistik des 19. Jahrhunderts nimmt die Südsee als ersehntes, erforschtes und kolonial erobertes Paradies einen großen, bisher kaum untersuchten Raum ein. Gabriele Dürbeck weist von Chamissos Reisebericht von 1821 bis zur Populär- und Zeitschriftenliteratur um 1900 ein nahezu gleichbleibendes, bereits im 18. Jahrhundert etabliertes Repertoire an exotistischen und perhorreszierenden Stereotypen des Fremden nach. Dieses dient aber unterschiedlichen ästhetischen, wissenschaftspopularisierenden und politischen Darstellungsstrategien und -funktionen. Zivilisations-, Missionierungs- und Kolonialkritik greifen auf dieselben Stereotype und Topoi des Fremden zurück wie die Werbung für einen ‚Platz an der Sonne‘ und die Rechtfertigung nationaler, expansiver und kolonialer Bestrebungen. In neun Fallstudien werden (populär-)wissenschaftliche Reiseberichte und Zeitschriftenbeiträge, Abenteuerromane sowie Memoiren von Kaufleuten, Siedlern, Kolonialbeamten und Ethnographen untersucht. Die textanalytische und diskursgeschichtliche Studie zielt auf eine materialnahe Spezifizierung von Befunden der Interkulturalitätsforschung und wertet erstmals ein vielschichtiges und heterogenes literarisches Material aus. Auf diese Weise wird die Verschiebungen innerhalb eines konstanten, aber äußerst facettenreichen Ozeanismus-Diskurses aufgezeigt.
In der deutschen Literatur und Publizistik des 19. Jahrhunderts nimmt die Südsee als ersehntes, erforschtes und kolonial erobertes Paradies einen großen, bisher kaum untersuchten Raum ein. Gabriele Dürbeck weist von Chamissos Reisebericht von 1821 bis zur Populär- und Zeitschriftenliteratur um 1900 ein nahezu gleichbleibendes, bereits im 18. Jahrhundert etabliertes Repertoire an exotistischen und perhorreszierenden Stereotypen des Fremden nach. Dieses dient aber unterschiedlichen ästhetischen, wissenschaftspopularisierenden und politischen Darstellungsstrategien und -funktionen. Zivilisations-, Missionierungs- und Kolonialkritik greifen auf dieselben Stereotype und Topoi des Fremden zurück wie die Werbung für einen ,Platz an der Sonne' und die Rechtfertigung nationaler, expansiver und kolonialer Bestrebungen. In neun Fallstudien werden (populär-)wissenschaftliche Reiseberichte und Zeitschriftenbeiträge, Abenteuerromane sowie Memoiren von Kaufleuten, Siedlern, Kolonialbeamten und Ethnographen untersucht. Die textanalytische und diskursgeschichtliche Studie zielt auf eine materialnahe Spezifizierung von Befunden der Interkulturalitätsforschung und wertet erstmals ein vielschichtiges und heterogenes literarisches Material aus. Auf diese Weise wird die Verschiebungen innerhalb eines konstanten, aber äußerst facettenreichen Ozeanismus-Diskurses aufgezeigt TEIL A: OZEANISMUS UND INTERKULTURALITÄT 1. Darstellung des Fremden als Problem: Theoretische Ansatzpunkte im Forschungsfeld Interkulturalität 1.1. Ozeanismus- und Orientalismus-Diskurs 1.2. Stereotypenforschung und komparatistischen Imagologie 1.3. Ansätze in der Fremdheits- und Interkulturalitätsforschung ... 2. Populäre Darstellung des Fremden im Ozeanismus-Diskurs: Methodische Ansatzpunkte 2.1. Stereotype des Fremden und Darstellungsstrategien 2.2. Darstellungsfunktionen und ihr historischer Kontext 2.3. Diskursfeld Ozeanismus 3. Die Südseeliteratur in der bisherigen Forschung: Das vernachlässigte Problem der Ambivalenz der Südsee-Topoi 3.1. Die Rekurrenz des Südsee-Mythos und des Topos vom >edlen Wilden unedlen Wilden Populärer Romantizismus Wilde unedlen Kolonialexperiments Paradies