Stadtplanung für die Welt? : Internationales Expertenwissen 1900–1960
معرفی کتاب «Stadtplanung für die Welt? : Internationales Expertenwissen 1900–1960» نوشتهٔ Wagner, Phillip (Historian)، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht; Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Grenzübergreifende Expertennetzwerke fungierten im 20. Jahrhundert als Foren für die Entwicklung wissenschaftsbasierter Ordnungskonzepte, mit denen gesellschaftliche Probleme planerisch gelöst werden sollten. Dennoch besaßen diese Zusammenschlüsse keine Sanktionsmittel für die Durchsetzung ihrer Ideen. Außerdem waren sie anfällig für fachliche und politische Konflikte. Doch wie konnten Expertennetzwerke trotz dieser Spannungen als grenzüberschreitende Foren funktionieren? Welchen Beitrag lieferten sie außerdem für die Verbreitung und Durchsetzung szientistischer Ordnungskonzepte? Die Studie untersucht diese Fragen anhand der International Federation for Housing and Town Planning (IFHTP), die mit der Stadtplanung ein markantes Expertisefeld repräsentierte und darüberhinaus eines der größten Netzwerke ihrer Art war, an der sich Planer aus Europa, den USA und zeitweise den Kolonien beteiligten. Anhand der IFHTP und ihren spannungsvollen Bezügen zu anderen Netzwerken sowie dem Völkerbund und den UN argumentiert die Studie, dass die Protagonisten der Expertenverbände unterschiedliche Internationalisierungspraktiken entwickelten, mit denen sie Expertenwissen konstruierten und Ordnungskonzepte universalisierten. Auf diese Weise förderten sie die Aneignung ihrer Forderungen in den jeweiligen beteiligten Gesellschaften. Indem die Studie den Wandel der Internationalisierungspraktiken erstmals umfassend kulturgeschichtlich analysiert, wirft sie neues Licht auf die Konjunkturen des Experteninternationalismus. Grenzübergreifende Zusammenschlüsse von Experten hatten einen wesentlichen Anteil an der Etablierung neuer, wissenschaftsbasierter Politikfelder, die Wirtschaft und Gesellschaft rational ordnen wollten. Gleichzeitig waren diese überwiegend informellen Verbände auch stark von professionellen und politischen Konflikten geprägt. Die Studie von Phillip Wagner wirft vor diesem Hintergrund die produktive Frage auf, mit welchen Mitteln internationale Expertennetzwerke ihre Wissensbestände, Standards und Forderungen trotz vielfältiger Konflikte grenzübergreifend verbreiten konnten. Am Beispiel der International Federation for Housing and Town Planning (IFHTP), einer einflussreichen Organisation der wissenschaftsbasierten Stadtplanung, entwickelt die Arbeit die These, dass internationales Expertenwissen performativ produziert wurde. Anhand der Vortragsreisen, Konferenzen und Forschungsprojekte der IFHTP und ihrem konfliktgeladenen Verhältnis zum Völkerbund und den Vereinten Nationen verdeutlicht die Studie, auf welche Weise Praktiken wie Inszenierungen, Rituale und Performances, Expertenwissen der Stadtplanung mit einer Suggestion von Universalität aufluden und so die Bedingung für seine grenzüberschreitende Zirkulation schufen. Indem die Arbeit zeigt, mit welchen Mitteln professionelle Netzwerke die Epochendynamik der Hochmoderne forcierten und die vielfältigen grenzübergreifenden Krisen zu überwinden suchten, bietet sie eine neue Perspektive auf die Mechanismen des Experteninternationalismus in der Hochmoderne Die Studie untersucht am Beispiel der Stadtplanung mit welchen performativen Mitteln internationale Expertennetzwerke die grenzübergreifende Verbreitung ihrer Wissensbestände, Standards und Forderungen anregten
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