Squalor: Symbolisches Trauern in der Politischen Kommunikation der Römischen Republik und Frühen Kaiserzeit. Dissertationsschrift
معرفی کتاب «Squalor: Symbolisches Trauern in der Politischen Kommunikation der Römischen Republik und Frühen Kaiserzeit. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Christopher Degelmann; Franz Steiner Verlag، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Warum trauerten römische Senatoren ständig? Vielfach berichten antike Quellen davon, dass die Römer Trauergewänder anlegten, sich einen Bart wachsen ließen, bisweilen hemmungslos weinten und sich in Verzweiflung sogar die Kleider vom Leib rissen - typische Bestandteile römischer Trauerkultur, ohne dass ein Todesfall vorlag. Christopher Degelmann geht in seiner Studie diesem Phänomen nach, indem er einerseits aufzeigt, wie fest Zeichen und Gesten des Trauerns in der römischen Politik zwischen 200 v. und 69 n. Chr. verankert waren, auch wenn sie in ihrer Wahrnehmung und Bewertung immer ambivalent blieben. Andererseits untersucht Degelmann den gezielten Einsatz solcher Szenen durch antike Literaten und stellt die verschiedenen Ausdrucksformen von Trauer zusammen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Angehörige der Oberschicht einige Symbole des Trauerns mit einem breiten Spektrum anderer Elemente aus der römischen Lebenswelt kombinierten, um ihren Standpunkt in der politischen Auseinandersetzung zu festigen oder Gegner zu sabotieren. So entsteht ein neues Bild der politischen Kultur im alten Rom. INHALTSVERZEICHNIS ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VORWORT Einleitung: Die dichte Beschreibung einer Merkwürdigkeit 1. Forschungsstand: Vom Rechtspositivismus zur symbolischen Kommunikation 2. Zielsetzung: Zeugnisse einer lebendigen Kultur des Politischen 3. Aufbau der Arbeit: Diskurs und Praxis I. TEIL: PROLEGOMENA 1. Vorbemerkungen: Die Performanz symbolischen Trauerns 2. Soziale, politische und juristische Voraussetzungen von Trauerakten II. TEIL: GESTALT UND EIGENHEITEN EINER DISKURSIVEN PRAXIS 3. Zwischen Diskurs und Praxis: Die narrative Performanz der Trauerszenen 4. Narrative Strategien: Die literarische Modellierung von Trauerszenen III. TEIL: DAS ZEICHENREPERTOIRE SYMBOLISCHER TRAUERAKTE 5. Abgrenzung, Zuschreibung, Abwertung: Die Kleidung der Römer 6. Trauern und Drohen: Der planctus 7. Aneignung und Verkehrung: Aspekte der Bestattungskultur 8. Bitten und Werben: Praktiken der Nahbeziehungen nutzen 9. Geschworene, Götter, Gegner: Bitten in anderen Räumen 10. Zwischenfazit: Anzeichen einer elastischen politischen Kultur IV. TEIL: DIE WIRKUNG DES SQUALOR 11. Gefühle zeigen und evozieren: (Un-)Beabsichtigte Reaktionen 12. Anspruch, Akzeptanz, Authentizität: Zwischen Erinnerung und Invektive 13. Rückzug und Widerstand: Reaktionen politischer Gegner V. TEIL: ZUSAMMENFASSUNG 14. Die Gegenprobe: Erwartbares und nicht-erwartbares Verhalten 15. Das Ende symbolischer Trauerakte: Verschleiß und Prinzipat 16. Fazit: Eine politische Kultur in Bewegung QUELLENVERZEICHNIS LITERATURVERZEICHNIS ABBILDUNGSNACHWEISE INDEX 1. STELLENREGISTER 2. PERSONENREGISTER 3. SACHREGISTER
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