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Sprache, Literatur und nationale Identität : Die Debatten über das Universelle und das Partikuläre in Frankreich und Deutschland

معرفی کتاب «Sprache, Literatur und nationale Identität : Die Debatten über das Universelle und das Partikuläre in Frankreich und Deutschland» نوشتهٔ Jurt, Joseph، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Mouton در سال 2014. این کتاب در فرمت epub، زبان آلمانی ارائه شده است.

Wenn die Staatsnation im Prinzip ein politisches Projekt ist, das auf universellen Prinzipien beruht, so bestimmt diese gleichzeitig ihr partikuläres Profil über kulturelle Kriterien. Der Sprache und der Literatur wird bei der Konstitution einer nationalen Identität eine zentrale Funktion zugeschrieben. Die unterschiedliche Gewichtung der politischen und der kulturellen Dimension lässt sich sehr gut am Beispiel von Frankreich und Deutschland aufzeigen. Frankreich definierte sich als Nation sehr früh über seine politischen Strukturen. Die Sprache und die Literatur wurden dann aber zu einem wichtigen Attribut der Nation. Deutschland realisierte seine staatliche Einheit sehr viel später. Über Kultur und Literatur entwickelte sich hier zunächst ein vorstaatliches nationales Denken. Im Kontext des Krieges von 1870/71 bestimmten deutsche Intellektuelle die Nation über ‚objektive‘ kulturelle Kriterien, während man in Frankreich die Nation über das Selbstbestimmungsrecht definierte. Es erweist sich aber als zu summarisch, von einem idealtypischen Gegensatz von ‚Staatsnation‘ und ‚Kulturnation‘ auszugehen. Über eine politik-, sprach- und literaturgeschichtliche Rekonstruktion soll dieser Prozess in seiner historisch bedingten Komplexität ab der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart erhellt werden.

Wenn die Staatsnation im Prinzip ein politisches Projekt ist, das auf universellen Prinzipien beruht, so bestimmt diese gleichzeitig ihr partikuläres Profil über kulturelle Kriterien. Der Sprache und der Literatur wird bei der Konstitution einer nationalen Identität eine zentrale Funktion zugeschrieben. Die unterschiedliche Gewichtung der politischen und der kulturellen Dimension lässt sich sehr gut am Beispiel von Frankreich und Deutschland aufzeigen. Frankreich definierte sich als Nation sehr früh über seine politischen Strukturen. Die Sprache und die Literatur wurden dann aber zu einem wichtigen Attribut der Nation. Deutschland realisierte seine staatliche Einheit sehr viel später. Über Kultur und Literatur entwickelte sich hier zunächst ein vorstaatliches nationales Denken. Im Kontext des Krieges von 1870/71 bestimmtendeutsche Intellektuelle die Nation über ‚objektive‘ kulturelle Kriterien, während man in Frankreich die Nation über das Selbstbestimmungsrecht definierte. Es erweist sich aber als zu summarisch, von einem idealtypischen Gegensatz von ‚Staatsnation‘ und ‚Kulturnation‘ auszugehen. Über eine politik-, sprach- und literaturgeschichtliche Rekonstruktion soll dieser Prozess in seiner historisch bedingten Komplexität ab der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart erhellt werden.

Zur Thematik; Vorgestelltes und erfahrenes Nationalbewusstsein in der frühen Neuzeit; Frankreich: der Primat der politischen Strukturen, Sprache und Literatur als deren Attribut; Sprache, Literatur und das monarchische System im Frankreich des 17. Jahrhunderts; Die Dominanz der französischen Sprache und des französischen Lebensstils im 18. Jahrhundert; Die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften: Medium des Kulturtransfers oder Abklatsch Frankreichs?; Die Debatte der Preußischen Akademie über den Status des Französischen; Das Aufblühen der schönen Literatur in Deutschland German and French concepts of nation were often defined antithetically{u2013} through an idealized contrast between the 2nation state3 and the 2cultural nation.3 This study undertakes a political, linguistic, and literary historical reconstruction of the significance of language and literature in the construction of national identity since the early modern period, revealing that this process was far more complex than previously thought. -- From publisher's website German and French concepts of nation were often defined antithetically- through an idealized contrast between the 2nation state3 and the 2cultural nation. 3 This study undertakes a political, linguistic, and literary historical reconstruction of the significance of language and literature in the construction of national identity since the early modern period, revealing that this process was far more complex than previously thought. -- From publisher's website
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