Spielarten der Selbsterfindung: Die Kunst des romantischen Philosophierens bei Fichte, F. Schlegel und Schelling (Untersuchungen Zur Deutschen Literaturgeschichte, 139) (German Edition)
معرفی کتاب «Spielarten der Selbsterfindung: Die Kunst des romantischen Philosophierens bei Fichte, F. Schlegel und Schelling (Untersuchungen Zur Deutschen Literaturgeschichte, 139) (German Edition)» نوشتهٔ Peter Lothar Oesterreich، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Mit dem Versuch Fichte, F. Schlegel und Schelling gemeinsam als Autoren der philosophischen Romantik zu deuten, verlässt das vorliegende Buch sicherlich die üblichen Konstellationen von Fachphilosophie und Literaturwissenschaft. Dabei intendiert es eine Neuerschließung der philosophischen Literatur der deutschen Romantik, die sie als Projekt moderner menschlicher Selbsterfindung charakterisiert. So tritt neben der bisher von der Forschung favorisierten ‚philosophischen Frühromantik‘ erstmals auch das philosophiegeschichtliche Profil einer ‚philosophischen Spätromantik‘ hervor. Das philosophische Selbsterfindungsprojekt der romantischen Philosophen äußerst sich literarisch in vielfältigen Spielarten, die sich auf zentrale anthropologische Topoi wie ‚Freiheit‘‚Liebe‘, Gott‘, ‚Tod‘ und ‚Teufel‘ beziehen. Hinter dem Variantenreichtum ihrer philosophischen Selbsterfindungsprojekte wird zudem ein romantischer Denkstil sichtbar, der sich tropologisch durch die Duplizität von infiniter Ironie und totalisierender Synekdoche beschreiben lässt. Den rhetorischen Kunstcharakter romantischen Philosophierens führen die exemplarischen Studien zu Fichtes ernstem Spiel der Selbsterfindung, Schlegels philosophischer Figur der infiniten Ironie und ihrer Rolle als geheime Grundfigur bei Schelling eigens vor Augen. Inhalt Vorwort I. Einleitung: Philosophische Spielarten romantischer Selbsterfindung 1. Die Romantik als modernes Projekt menschlicher Selbsterfindung 2. Zwischen infiniter Ironie und Ernst. Zur Duplizität des romantischen Denkstils 3. Die rhetorische Kunst des Philosophierens bei Fichte, F. Schlegel und Schelling II. Fichtes ernstes Spiel der Selbsterfindung 1. Absolute Selbstsetzung. Die transzendentalphilosophische Spielart der Selbsterfindung 1.1 Die Ironie an der ›Spitze‹ der frühen Grundsatzphilosophie 1.2 Krise und glaubensphilosophische Wendung um 1800 1.3 Die neue religiöse Spielart spätromantischer Selbsterfindung 2. ›Deutscher Ernst‹. Die popularphilosophische Erfindung der deutschen Nation 2.1 Philosophische Reden an der ›Spitze der Weltgestaltung‹ 2.2 Die triadische Topik von Ernst, Deutschheit und Protestantismus 2.3 Der rhetorische Kunstcharakter des ›deutschen Ernstes‹ III. F. Schlegels philosophische Figur der infiniten Ironie 1. ›Selbstschöpfung und Selbstvernichtung‹. Die frühromantische Infinitisierung der Ironie 1.1 Die philosophische Ironie als ›freieste aller Lizenzen‹ 1.2 Liberalität, Urbanität und Pluralismus der Persönlichkeit 1.3 Die Gefahr des Umschlags grenzenloser Ironie in absoluten Ernst 2. Lucinde. Die frühromantische Neuerfindung der Liebe 2.1 Infinite Ironie als moderne Grundfigur autoinvenienter Subjektivität 2.3 ›Karneval der Lust und Liebe‹. Wechselseitige sexuelle Selbsterfindung 2.4 Liebe, Religion und universelle Synekdoche 3. Die Depotenzierung der Ironie in der spätromantischen Geschichtsphilosophie 3.1 ›Das tote Absolute‹. Die Kritik an der zeitgenössischen Systemphilosophie 3.2 Weltgeschichte und göttliches Wort-Prinzip 3.3 ›Liebevolle Ironie‹. Die narrative Rhetorik philosophischer Historiographie IV. Die Ironie als geheime Grundfigur der Philosophie Schellings 1. ›Transzendentale Kunst‹. Die philosophische Freiheit vom System 1.1 Wider die ›eitle Demonstiersucht‹. Die rhetorische Rettung philosophischer Freiheit 1.2 Die narrative Inszenierung der transzendentalen Vorgeschichte des Ich 1.3 ›Document der Philosophie‹. Die Kunst als öffentliche Beglaubigung 1.4 Schellings spätromantischer Abschied vom Systemdenken 2. Das Helldunkel in Schellings Kunst des Philosophierens 2.1 ›Göttliche Imagination‹. Das Prinzip der produktiven Einbildungskraft 2.2 Wissenschaftliches Genie und philosophisches Künstlertum 2.3 Die philosophische Licht-Finsternis-Metapher der Freiheitsschrift 2.4 Die Magie des Hell-Dunkel in der Philosophie der Kunst 3. Tragische Ironie. Das philosophische Drama der menschlichen Freiheit 3.1 ›Der umgekehrte Gott‹. Die tragische Perversion des Bösen 3.2 Tragische Selbstverkennung und enthusiastische Selbstzerstörung 3.3 Die glückliche Rückkehr zur universellen Vernunft 3.4 Das gefährliche Spiel der freien Selbsterfindung 4. Göttliche Ironie. Das Universum als Selbstinszenierung absoluter Freiheit 4.1 Göttliche Verstellungskunst. Die spekulative Ironia-divina-Theologie 4.2 ›Frei von allem System‹. Asystasie als Darstellungsform göttlicher Weisheit 4.3 ›Durch alles durchgehen‹. Die infinite Alterität absoluter Selbsterfindung 4.4 Spekulative Philosophie als ›offener Punkt‹ der ewigen Freiheit 5. Diabolische Ironie. Die anthropogenetische Satanalogie 5.1 Die Allgegenwärtigkeit des satanischen Prinzips 5.2 Die ›trügerische Magie‹ der Versuchung 5.3 Diabolische Ironie als ›primum movens aller Geschichte‹ V. Spielarten romantischer Transformationsrhetorik 1. Die rhetorische Kunst philosophischer Psychagogie 1.1 Das Vorbild der Platonischen ›Seelenführung durch Rede‹ 1.2 Fichtes popularphilosophische Rückeroberung der politischen Öffentlichkeit 1.3 Innere Unterredungskunst. Schellings ›eigentliches philosophisches Geheimnis‹ 2. Reden wider den Tod als dem drohenden Ende aller Selbsterfindung 2.1 Kritik der substanzmetaphysischen Thanatologie 2.2 Fichtes Unendlichkeit jenseitiger Geisterwelten 2.3 Schellings Tod als Potenzierung der menschlichen Persönlichkeit 2.4 Hegels tröstliche Totalaufhebung des Individuums 3. Mesmerismus und Rhetorik bei Schopenhauer 3.1 Rhetorik als Technik der Vernunft 3.2 Sympathie als kommunikatives Agens der Redekunst 3.3 Die ›Magie‹ des animalischen Magnetismus 3.4 Das spätromantische Ende der philosophischen Ironie Siglen Literaturverzeichnis The title ‛Varieties of Self-Invention’ denotes a project to reconstruct Romanticism as a philosophical epoch. That is why Fichte and Schelling have been brought into a new configuration with F. Schlegel and interpreted as philosophical protagonists of Romantic literature. Here the focus is on their many varieties of Romantic self-invention, which are related to the great human themes such as ‛freedom’, ‛love’‚‛God’, ‛death’ and ‛devil’. In addition, in exemplary studies the book emphasizes the central concept of infinite irony and the typical rhetorical artistic character of Romantic philosophy. Hinter dem Titel 'Spielarten der Selbsterfindung' steht das Projekt, die Romantik als philosophische Epoche neu zu erschließen. Deshalb werden Fichte und Schelling in eine neue Konfiguration mit F. Schlegel gebracht und als philosophische Protagonisten der romantischen Literatur gedeutet. Dabei richtet sich der Blick auf ihre vielfältigen Spielarten romantischer Selbsterfindung, die sich auf große menschliche Themen wie 'Freiheit', 'Liebe', 'Gott', 'Tod' und 'Teufel' beziehen. Zudem stellt das Buch in exemplarischen Studien die zentrale Gedankenfigur der infiniten Ironie und den typisch r
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