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Spekulation als Poesie : Ästhetische Reflexion und literarische Darstellung bei Schiller und Hölderlin

معرفی کتاب «Spekulation als Poesie : Ästhetische Reflexion und literarische Darstellung bei Schiller und Hölderlin» نوشتهٔ Rühling, Christine، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2015. این کتاب در 54 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Friedrich Schiller und Friedrich Hölderlin gehören um 1800 zu den Autoren, die die Literatur von der Philosophie abgrenzen und der Poesie aufgrund ihrer sinnfälligen Darstellungsqualitäten einen Mehrwert gegenüber der rein theoretischen Spekulation zusprechen. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die Argumentation beider Autoren und fragt anhand der Analyse exemplarischer literarischer Texte nach den Konsequenzen für die dichterische Darstellung abstrakter gedanklicher Zusammenhänge ebenso wie für die formale Gestaltung der Texte und für die Aneignung einzelner Gattungen. Vorwort Inhalt 1 Einleitung 1.1 Die Debatte um den ‚Mehrwert‘ der ästhetischen Erfahrung um 1800 1.2 Ziel der Arbeit 1.3 Vorgehensweise und Textauswahl 1.4 Zum Forschungsstand 2 Friedrich Schillers theoretische Schriften: Der ‚Mehrwert? der Kunst gegenüber der Philosophie 2.1 Schillers Aufklärungskritik 2.2 Kunst als Versinnlichung des Ideals: Schillers ‚doppelter‘ Darstellungsbegriff 2.2.1 Das Schöne 2.2.2 Das Erhabene 2.3 Die Idylle als „Ideal der Schönheit“: Ueber naive und sentimentalische Dichtung 2.4 Kontinuitäten im Spätwerk: Ueber den Gebrauch des Chors in der Tragödie 3 Friedrich Schiller: Die Jungfrau von Orleans 3.1 Anthropologie und Geschichte: Die Darstellung Johannas und die Bewertung ihres politischen Handelns 3.1.1 Johanna und ihre (anthropologische) Verfassung: Mittel der Figurendarstellung 3.1.1.1 Fiktive Räume und Landschaften als Mittel der Figurencharakterisierung 3.1.1.2 Numinose Zeichen: Strukturierung und Gliederung der Entwicklung der Hauptfigur 3.1.1.3 Sprechen und Schweigen: Johannas Rhetorik 3.1.1.4 ‚Herz‘ und ‚Geist‘: Anthropologische Kategorien und die Figurenzeichnung 3.1.1.5 Zwischenergebnis 3.1.2 Bewertung der Geschichte 3.1.2.1 Geschichtsbilder 3.1.2.2 Johannas Schicksal: Die implizite Bewertung der Geschichte 3.2 Poetologische Selbstreflexion: Numinose Elemente und ihre Deutungen 3.3 Wirkungsstrategien im Drama 3.3.1 Sinnliche Inszenierungen 3.3.1.1 Symbole und Gesten 3.3.1.2 Geräusche und Musik 3.3.1.3 Metren und Reime 3.3.2 Geballte Wirkung: Sprachliche und nicht-sprachliche Inszenierung im Drama 3.3.3 Zwischenergebnis 4 Friedrich Hölderlins Darstellungsbegriff: Die Differenz von Philosophie und ‚poëtischer Logik‘ 4.1 Philosophie vs. Literatur: Die Sophokles-Anmerkungen 4.2 Die Ordnung der Erkenntnisvermögen: Urtheil und Seyn 4.3 Die Mittelbarkeit der poetischen Darstellung (I): Über das Tragische 4.4 Die Mittelbarkeit der poetischen Darstellung (II): Die Funktion der Dichtung in Über die Verfahrungsweise des poëtischen Geistes und Über Religion 5 Friedrich Hölderlins Elegien 5.1 Einleitung 5.2 Aufbrechen ins „Offene“: Der Gang aufs Land 5.2.1 Exposition: Darstellung der Natur durch verfremdende Textstrategien 5.2.2 Gegenwartsanalyse und Zukunftshoffnung: Das lyrische Ich als Mittler im Geschichtsverlauf 5.2.3 Die Offenbarung der ‚Himmlischen‘ in der Feier als imaginiertes Telos der Geschichte 5.2.4 Sprechen über das Absolute? Erscheinungsformen des Göttlichen 5.2.5 Spekulative Konzepte und Darstellungsstrategien 5.3 ‚Wanderer‘-Elegien: Heimkunft/An die Verwandten, Der Wanderer, Stutgard/An Siegfried Schmidt 5.3.1 Die erste Strophe: Exposition durch Naturbilder 5.3.2 Natur, Götter und Menschen: Hölderlins spinozistisch inspirierter Naturbegriff und das Sprechen über das Absolute 5.3.3 Zeitrhythmen und Sprechsituation 5.3.4 Die Wanderung: Raumstrukturen und Schwellenübertritte 5.3.5 Der Dichter als Mittler 5.4 Pfade der Erinnerung: Menons Klagen um Diotima 5.4.1 Naturlandschaft als Erinnerungsraum 5.4.2 Die Krise der Gegenwart: Die Sprechsituation des lyrischen Ich 5.4.3 Die erinnerte Diotima: Vom hen kai pan zur Dichtung 5.4.4 Verwandelte Gegenwart und Zukunftshoffnung: Das lyrische Ich als Dichter 5.5 Antike und Moderne: Brod und Wein 5.5.1 Inszenierung der Sinne: Wahrnehmungsformen des lyrischen Ich 5.5.2 Natur, Kultur, Geschichte – Strategien der Bedeutungsgenerierung 5.5.2.1 Tag und Nacht als Leitbegriffe im Text 5.5.2.2 Sprechen über das Absolute: Dionysos und Christus 5.5.2.3 Präsentation von Abwesendem: Antike und Moderne 5.5.3 Darstellung von Kulturentwicklung: Geschichtsphilosophie in Brod und Wein 5.5.3.1 Die Antike als Kulturmodell 5.5.3.2 Der Ort der Moderne 5.5.3.3 Die Translatio-Bewegung: Dichtung in der Moderne 6 Ästhetische Reflexion und literarische Darstellung 7 Siglenverzeichnis 8 Literaturverzeichnis 8.1 Werke und Quellen 8.2 Forschung 9 Register

Schiller und Hölderlin gehören um 1800 zu einer Gruppe von Autoren, die ihre literarästhetische Position in Abgrenzung zur zeitgenössischen Philosophie bestimmen. Sie grenzen die ästhetische Erfahrung vom theoretischen Zugriff der Philosophie ab und rücken die Fähigkeit der Dichtung, abstraktes Denken darstellen zu können, in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Die Überzeugung, Kunst und insbesondere Literatur könne aufgrund ihrer Darstellungsqualität eindringlicher auf den Rezipienten wirken als abstrakte Argumentation, hat Konsequenzen für die Auswahl der dargestellten Themen, die formale Gestaltung der literarischen Texte und die Aneignung von Gattungstraditionen. Ausgehend von einer vergleichbaren Argumentationsfigur wenden Schiller und Hölderlin unterschiedliche Mittel an, um spekulative Gedankengebäude in literarische Sprachformen zu übersetzen. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert die leitenden theoretischen Positionen beider Autoren und untersucht anhand exemplarischer literarischer Beispiele – Schillers „Die Jungfrau von Orleans“ und Hölderlins Elegien – den Zusammenhang zwischen ästhetischer Reflexion und literarischer Darstellung.

"Schiller und Hölderlin gehören um 1800 zu den Autoren, die die Literatur von der Philosophie abgrenzen und ihr aufgrund ihrer Darstellungsqualität einen Mehrwert zusprechen. Die vorliegende Arbeit rekonstruiert ihre Argumentation und fragt anhand der Analyse exemplarischer literarischer Texte nach den Konsequenzen für die Darstellung einzelner Themen, die formale Gestaltung der Texte und die Aneignung von einzelnen Gattungen"-- Provided by publisher Around 1800, Schiller and Hölderlin were among the authors who separated literature from philosophy and assigned literature a special status due to its quality of presentation. This study reconstructs their argumentation and uses example literary texts to inquire about its implications for the presentation of individual themes and the formal structure of texts, as well as regarding its applicability to individual genres.
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